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Heitmeyer

Referat
by

Hannah Struck

on 23 February 2013

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Transcript of Heitmeyer

Wilhelm Heitmeyer Wilhelm Heitmeyer Biografie Desintegrations-Verunsicherungs-
Gewalt-Konzept Individualisierung Desintegration Verunsicherung Gewalt Video - Dr.Wilhelm Heitmeyer Vorbemerkung und erster Überblick Definition nach Heitmeyer:
Gewaltentstehung ist die Wechselwirkung zwischen Bedingungen und Faktoren, sowie die Betrachtung dieser Bedinungen und Faktoren auf verschiedenen Ebenen

3 Ebenen:
- gesellschaftliche Ebene
- soziale Ebene
- die Persönlichkeitsebene

Sozialisation:
- Sozialer Eingliederungs- und Prägungsprozess
- Bewirkt die Einfügung eines Individuums in die sozial bedeutsamen Normen und Ordnung einer Gesellschaft ein Prozess eines Übergangs des Individuums von der Fremd- zur
Selbstbestimmung
Biografie des Menschen wird aus vorgegebenen Fixierungen herausgelöst,
offen und entscheidungsabhängig
Das Individuum wird selbst „zum Gestalter seines eigenen Lebens“
„Auslöffler der Suppe, die er sich selbst eingebrockt hat.“
Darf sowohl mehr positive Entscheidungen treffen und mehr selber handeln, muss aber auch die Konsequenzen tragen Mehr Entscheidungsspielräume:
Beispiele:
=> politische Entscheidungen, Wahlen
=> schulische Wahlen
[=> gesetzliche Konsequenzen] mehr Entscheidungs-
spielräume Entscheidungszwänge;
Verlust Von Bindungen Entscheidungszwänge:
Individuum: auf sich selber gestellt
Situationen:eigenverantwortliches Handeln
Beispiele:
=> Freundeskreis
=> Schule (teilweise) Unlösbarkeit
Unberechenbarkeit bei zukünftigen Ereignissen und Anforderungen
Unklarheit über den eigen Status
Diskrepanzen zwischen Selbstwert und Erwartungen oder zwischen Selbstwirksamkeit und Erwartungen
Inkonsistenz zwischen Erwartungen, dem tatsächlichen Status und dem Verhalten Bezugspersonen
Unerklärbarkeit z.B.: für Ausgrenzung
Ratlosigkeit
Versagen


Zusammenwirken von „äußeren“ und „inneren“ Faktoren, d.h. wie der Jugendliche es schafft die Verunsicherungen zu verarbeiten beeinflusst die Art und den Umfang der Verunsicherung
z.B.: starkes Selbstbewusstsein kann zu einem Ausbalancieren der Verunsicherungen führen aber Misstrauen könnte die Verunsicherung verschlimmern



stimulierende Verunsicherung: aktiver, konstruktiver Umgang mit vorliegenden Problemen
paralysierende Verunsicherung: lähmendes Verhalten, „ vor den Problemen weg laufen“
hilflose Handlungsweisen (z.B. Gewalt)
Gutes Familien- und Freundschaftsklima (Aufmerksamkeit, Hilfestellung, Zuneigung, Verlässlichkeit)‏
Rückgriff auf Erfahrungswissen der älteren Generation
Konformitätsdruck (Unterdrückung der Individualität)‏
fehlende Unterstützung von Familie
Ambivalenz von Entscheidungsfreiheit und Entscheidungszwang
materieller Besitz (Status, Leistung, Konsum)‏ Auflösung des Sozialen
Ziel:
Ausdruck von Überlegenheit
Aufhebung von sozialen, politischen oder beruflichen Desintegrationsprozessen durch Gewalt
an nationale &ethnische Kategorien ausgerichtet
kollektive Variante
Ziel:
mit Gewalt Probleme zu lösen z.B.: Anschluss finden, Position sichern, Aufstiegsmöglichkeiten erlangen
Opfer:
ausgewählt
Tat vorher durchdacht
Radikalisierung&Ausnutzung von Freiheitsräumen
kalkulierbar
Ziel:
wahrgenommen werden
Gewalt ->Aufmerksamkeit
Verdeutlichung von Einzigartigkeit
Opfer:
willkürlich gewählt
im Hintergrund
Vordergrund: handelnde Person
 unkalkulierbar Kennzeichen moderner gesellschaftlicher Entwicklungen - Individualisierung – Was ist das? Förderung der
Verunsicherung Verhinderung der Verunsicherung Zunahme von Desintegrations- und Verunsicherungspotentiale Gewalterfahrung & Gewalt
als Lösung solcher Probleme Gewaltschwellen sinken - Gewalt als
Problemlösung steigt Ursachen: Gleichgültigkeit Instrumentelle Gewalt Expressive Gewalt Regressive Gewalt 3 Motive /Formen von Gewalt Desintegrationserfahrungen, die für den Sozialisationsprozess bedeutsam sind Auflösung/Gefährdung der Verständigung über gemeinsame soziale Wert-und Normvorstellungen Auflösung/Gefährdung der Teilnahmebereitschaft an gesellschaftlichen Institutionen Definition Wittekind-Gymnasium Lübbecke
Studium von Erziehungswissenschaften und Soziologie in Bielefeld seit 1982:
Rechtsextremismus,
Gewalt,
Fremdenfeindlichkeit,
ethnisch-kulturellen Konflikten,
sozialer Desintegration,
Gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit 1977: Die Promotion
1988: die Habilitation (höchstrangige Hochschulprüfung)
Heitmeyer hat zwei Töchter Vater: Schriftsetzer und fiel im Krieg,
Mutter: Arbeiterin in einer Zigarrenfabrik, danach hat sie einen Lebensmittelladen geführt. 1945: geboren in Nettelstedt in Ostwestfalen Heitmeyers Leben Ausbildung Leistungen 1996: Gründung und Leitung des Instituts für interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung
Herausgabe des International Journal of Conflict and Violence mit Douglas Massey, Steven Messner, James Sidanius und Michel Wieviorka
Zentrale These: Desintegrationstheorem, Entwicklung mit Reimund Anhut in den 1990er ohne Mindestmaß an Übereinstimmung/Ähnlichkeit kein sozialer Zusammenhang
Jugendliche = Träger von Entscheidungen
weniger Festlegungen durch Tradition, Milieus etc. Kriterien für Begründung von Entscheidungen: subjektiver Unsicherheitsgefühle Auflösung von gemeinsamen Wert-und Normvorstellungen Abnahme der Teilnahme an politischen Wahlen; Distanz gegenüber Jugendverbände Auflösung oder Gefährdung von sozialen Beziehungen und Vergemeinschaftungsformen sechs Bereiche im primären Sozialisationsfeld Auflösung der Familienkonstellation emotionale Desintegration Anerkennungs- vakuum Geschwisterloses Aufwachsen Schattenseite der Individualisierung
Äußerung als konkrete Erfahrung
z. B.:
Verlust von traditionellen Lebenszusammenhängen
Auflösung gesicherter Werte und Normen
Abnehmende Teilnahmen an gesellschaftlichen Institutionen rapide Veränderungen
erhöhterAutonomiespielraum = Entscheidungsfreiheit höhere Verantwortung für Konsequenzen der Entscheidungen = Verlust der Sorglosigkeit des Alltags
Gewalt in der Familie
selbstwertverletzende Umgangsweisen


hinter der Fassade: Auflösungen sozialer Beziehungen Selbstdurchsetzung Statussicherung der Herkunftsfamilie große Bedeutung: Gleichaltrigengruppe
Erwerb von Anerkennung und Positionen
gesellschaftlicher Mechanismus

ausgedehnte zeitliche Zuwendung
Prozess der Vereinzelung in der Gruppe Konkurrenzbeziehungen Auflösung von Gemeinsamkeiten, Herausstellung der Individualität Forschungsinteressen Werke 1987: Rechtsextremistische Orientierungen bei Jugendlichen.
1992: Die Bielefelder Rechtsextremismus-Studie. Erste Langzeituntersuchung zur politischen Sozialisation männlicher Jugendlicher.
1997: Verlockender Fundamentalismus. Türkische Jugendliche in Deutschland
2000: Desintegratin, Konflikt und Ethnisierung. Eine Problemanalyse und theoretische Rahmenkonzeption. In: W. Heitmeyer & R. Anhut, Bedrohte Stadtgesellschaft. Soziale Desintegrationsprozesse und ethnisch-kulturelle Konfliktkonstellationen
2001: Schattenseiten der Globalisierung. Rechtsradikalismus, Rechtspopulismus und Regionalismus in Westeuropa
2002: Internationales Handbuch der Gewaltforschung
2002: Deutsche Zustände. Folge 1.
2003: The International Handbook of Violence Research. Motoren für die Entwicklung Steigerung des materiellen Lebensstandards Konsum & individuelle Lebensstile Unterstützung: Anstieg erwerbsarbeitsfreier Lebenszeit (wachsende Lebenserwartung; sinkende Arbeitszeiten) mehr verschiedene Dinge zu kaufen -> mehr Lebensstile geringe Arbeitszeiten -> Freizeit Dinge zu konsumieren Steigerung der sozialen und geografischen Mobilität der Bevölkerung Wandlung der Berufsstruktur & zunehmende Berufstätigkeit von Frauen Lösung aus traditionellen Lebenswelten/Lebenszusammenhängen Mischung von klassen- und schichtspezifisch getrennten sozialen Kreisen verschiedene Milieus werden durch z.B. die U-Bahn gemischt zunehmende Erwerbstätigkeit der Frauen gesellschaftl. Individualiserungsschübe in Familien verstärkt Geschlechtsspezifische Arbeitsteilungen weichen gleichberechtigten Aufteilungen Beispiel: in der Familie/im Haushalt müssen sich alle die Aufgaben teilen Bildungsexpansion/Massenkonsum höhere Bildung & längere Verweildauer im Bildungssystem Selbstfindungs- und Reflexionsprozesse Förderung von Leistungsmotivation und Aufstiegsorientierung Lebensweg als Resultat eigener Leistungsbeiträge Ergebnisse der Motoren Nebeneinander von Privilegien und Deprivation Beispiel: neben alten Ursachen sozialer Ungleichheit andere Kategorien Arbeitsbedingungen, Freizeitbedingungen, Wohn- bzw. Wohnumfeldbedingungen,
soziale Sicherheit, Beziehungen und soziale Gleichbehandlungen) Ambivalenz: Zuwachs vermehrter Handlungsmöglichkeiten - Gefährdungslagen und Risiken (Zwang komplexe Lebensaufgaben zu bewältigen) Mitgliedschaften und soziale Beziehungen zu entwickeln und zu sichern
Erwerb von Statuspositionen
Gewinn von identitätsrelevanten Handlungskompetenzen und emotionale Sicherheit
Aufbau von Lebensplanungskonzepten Suchbewegungen Wann tritt Verunsicherung auf? Welche Faktoren beeinflussen den Grad des Ausmaßes der Verunsicherung? Formen der Verunsicherung gesellschaftliche Positionierung, Anerkennung von Nützlichkeit & Stützung des eigenen
Selbstwertgefühls ist tangiert Ausbildungsplatz finden + Übernahme eines dauerhaften Arbeitsplatzes qualitativ unterschiedliche Arbeitsorientierungen:
sachl.-inhalt. Art: Befriedigung durch die Tätigkeit
instrumentalistische Art: Positionierung gegen andere durchsetzen Stundenplan Vortrag: Biografie
Tafelbild: Vorbemerkung zum Konzept
Text bzw. Vortrag zu dem Desintegrations-Verunsicherungs-Gewalt-Konzept leistungsabhängige Unterstützung
willkürliche Akzeptanz
materialisierte Beziehungen
zeitabhängige Zuwendungen Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit! Leila & Hannah In Sozialwissenschaften bekannt als "Bielefelder Desintegrationsansatz" Bildung der theoretischen Basis für das Syndrom der
Gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit Wichtige Kompetenzen für soziale Interaktion werden nicht oder nur unvollständig ausgeprägt:
Durchsetzungskraft ,
Kompromissbereitschaft,
Bereitschaft zu teilen,
Respekt "Geschwisterrivalitäten" = psychologischer Lernort demographische Entwicklung geschwisterloses Aufwachsen schulische/berufliche Desintegrationserfahrungen Desintegrationspotenziale strukturelle Ebene: intrapsychischen Ebene: Statussymbole werden nivelliert, die Linien zwischen den sozialen Schichten verschwimmen. Die soziale Ungleichheit wird aber nicht aufgelöst





Durch das Verschwimmen der Grenzen der sozialen Schichten bzw. das Überschneiden der
Milieus resultiert ein Identitätsverlust ; es muss neu geklärt werden „wohin“ man gehört

Traditionelle Vorgaben fallen weg soziale Ebene: Inkonsistentes Elternverhalten • Inkonsistentes Verhalten untern den Eltern selbst, oder dem Kind gegenüber
• Das Internalisieren von Werten fällt schwer, weil inkonsequent vermittelt werden  Veränderung des Lebensrhythmus • z. B. viel Abwesenheit der Eltern "Verlegung" der Interaktion mit dem Kind in kleine Zeitlücken
unangemessene Art der Interaktion
• Das Resultat ist Vereinsamung, Vereinzelung
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