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Howard S. Becker Becoming a Marihuana User

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by

Christoph Ernst

on 1 July 2013

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Transcript of Howard S. Becker Becoming a Marihuana User

Howard S. Becker- Becoming a Marihuana User
Howard S. Becker
Geboren am 18. April 1928 in Chicago
promovierte 1951 im Fach Soziologie
wird zusammen mit Ervin Goffman und Anselm Staruss als zweite Generation der Chicago School bezeichnet
"Outsiders"(1963): einflussreichstes Werk (deviance)
war selbst Jazz-Musiker
2. Außenseiter
Alle gesellschaftlichen Gruppen stellen Verhaltensregeln auf
Person die gesellschaftliche Regeln verletzt kann als Außenseiter wahrgenommen werden
Bei fehlender Anerkennung der Regeln und Richter, sieht der Regelverletzer die anderen als Außenseiter
Regeln können von unterschiedlicher Art sein
formal
informelle Vereinbarungen
“When I was a kid I inhaled frequently. That was the point.” – Barack Obama
2.2 Verhaltensabweichung und
die Reaktion anderer
"Abweichendes Verhalten wird von der Gesellschaft geschaffen", (S.8)
Dabei variiert die Beurteilung abweichendem Verhaltens (Zeit, Person, Folgen)
Abweichendes Verhalten ist nichts Feststehendes
Es ist das Produkt eines Prozesses, der die Reaktionen anderer Menschen auf das Verhalten mit einschließt
“That is not a drug. It’s a leaf” – Arnold Schwarzenegger
3.2 Das Wahrnehmen der Wirkungen
Vorhandene Symptome müssen erst durch den Benutzer selbst anerkannt werden
Bewusstsein entsteht in Interaktion mit anderen Benutzern
Erst durch Interaktion wird "high-sein" identifizierbar
Benutzer lernt ständig weiter "high" zu werden
"Wer den freien Genuß von Canabis befürwortet, nimmt in verantwortungsloser Weise den Tod von Tausenden junger Menschen in Kauf." - Edmund Stoiber
Gliederung
1. Zur Person Howard S. Becker
2. Außenseiter (Theorie Devianz)
2.1 Definitionen abweichenden Verhaltens
2.2 Verhaltensabweichung und die Reaktionen anderer
2.3 Wessen Regeln?
3. Wie man Marihuana-Benutzer wird
3.1 Das Erlernen der Technik
3.2 Das Wahrnehmen der Effekte
3.3 Das Genießen der Wirkungen

4.1 Nachschub
4.2 Geheimhaltung
4.3 Moralität
4. Marihuana-Gebrauch und soziale Kontrolle
5. Diskussion
3. Wie man Marihuana-Benutzer wird
"Nicht abweichende Motive führen zu abweichendem Verhalten, sondern genau umgekehrt: das abweichende Verhalten erzeugt mit der Zeit die abweichende Motivation",(S.36)

Hypothese soll am Beispiel des Gebrauchs von Marihuana zur Freude bewiesen werden (keine Sucht)
Vorgehen: 50 Interviews mit Marihuana-Konsumenten aus verschiedenen Schichten
Fragen zu Konsum, Einstellung zur Droge und zur Entwicklung dieser Punkte
"The more people smoke herb, the more Babylon fall." Bob Marley
2.1 Definitionen abweichenden Verhaltens
Zwei Grundlegen Probleme nach Howard S. Becker:
1. Voraussetzung gebilligt, dass bei regelverstoßenden Handlungen etwas „inhärent Abweichendes“ im Spiel ist
2. Bestimmte Charakteristika eines Menschen, macht das Eintreten einer abweichenden Handlung notwendig
Verschiedene Gruppen, verschiedene Beurteilung von „abweichen“
Sowohl die „urteilenden“ Menschen, als auch der Prozess des Urteilens sowie die Situation in der das Urteil gefällt wird spielen eine wichtige Rolle innerhalb des Phänomens Verhaltensabweichung
2.1 Definitionen abweichenden Verhaltens (2)
Defintionsversuche :

statistischeAnsatz : Abweichung vom Durchschitt
pathologischer Ansatz: Vorhanden sein einer „Krankheit“
Psychologischer Ansatz: abw. Verhalten als Resultat psych. Krankheit
funktionaler Ansatz: Stabilität einer Gesellschaft oder Gruppe?
Relativistischer Ansatz: Ungehorsam gegenüber Gruppenregeln
"I now have absolute proof that smoking even one marijuana cigarette is equal in brain damage to being on Bikini Island during an H-bomb blast" - Ronald Reagan
"In any civilized society, it is every citizen's responsibility to obey just laws. But at the same time, it is every citizen's responsibility to disobey unjust laws."~Martin Luther King Jr.
2.3 Wessen Regeln?
Regeln in Modernen Gesellschaften höchst differenziert hinsichtlich: sozialer Klasse, ethnischer, beruflicher und kultureller Grundlage
Blickwinkel der abweichenden Person verschieden von den Personen, die Verhalten verurteilen
Menschen zwingen anderen Menschen ihre Regeln auf (abhängig von Machtunterschieden)
Abweichendes Verhalten allerdings immer in Verhandlung
"It really puzzles me to see marijuana connected with Narcotics - Dope and all that crap…it's a thousand times better than whiskey - it's an Assistant - a friend."
~Louis Armstrong
3.1 Das Erlernen der Technik
Ersten Versuche enden meist ohne „high“ zu werden
Erklärung: Rauschmittel wird nicht „richtig“ geraucht
1. Schritt um Marihuana-Benutzer zu werden ist das Erlernen der richtigen Technik,
damit Gebrauch Wirkung hervorruft, in deren Verlauf sich die Vorstellung von der Droge ändern kann
Ohne solche veränderten Vorstellungen wird Konsum als sinnlos angesehen
Richtige Art und Weise des Konsums lernt Individuum in Gruppe
3.3 Das Genießen der Wirkung
“[...] er muss die Wirkung genießen lernen, die er gerade zu erfahren gelernt hat.“ (S.46)
hervorgerufene Effekte nicht automatisch angenehm; Geschmack für solche Erfahrungen muss sozial erworben werden (Bsp. Austern)
vorherige unangenehme Erfahrungen werden meist in Interaktion umgedeutet
Marihuana muss ein Objekt werden und bleiben, das nach der Auffassung des Nutzers Vergnügen bereitet
Interview 2 (1)
"Einen Abend war ich bei Kollegen. Seit 'nem halben Jahr war ich gelegentlich was am rauchen, aber an dem Abend hat's mich aus den Latschen gehauen. Ich konnte nicht geradeaus gucken und hatte das Gefühl gleich einen Herzinfarkt zu bekommen. Die andern waren ausgelassen. In meinem Parazustand wollt ich mir nix anmerken lassen und bin grad so heimgesteuert. Horrorheimweg. Ich hatte dann echt kein Bock mehr aufs Kiffen."
Interview 2 (2)
"Als ich dann einen der Jungs wiedergetroffen habe meinte er nur, ob ich auch so endlos straff war das letzte mal. Er hätte sowas lange nicht mehr erlebt, aber es lag wohl an dem besonders guten Gras, das sie aus Holland hatten. Als ich das nächste mal vor der Wahl war an 'ner Tüte zu ziehen, ging ich es ganz locker an, zog nur ein paar mal und wartete ab. War diesmal alles wieder entspannt. Heutzutage geht's mir nur noch selten dreckig vom Gras. Das kann halt passieren, aber geht vorbei."
4.1 Nachschub
Zugang allein durch strenge Strafen erschwert
Für ersten Gebrauch benötigt es Anschluss an (verbotene) Lieferquelle (Anfänger)
Gruppenzugehörigkeit schafft Zugang- Bedingung für nächste Ebene
Gebrauch als Frage der Verfügbarkeit(Gelegenheitsraucher)
Zuverlässsige „Connection“ statt Begegnung mit andern Nutzern(Gewohnheitsraucher)
hier indirekter Einfluss vom Staat, da Dealer „verschwinden“
4.2 Geheimhaltung
Geheimhaltung des Konsums da Angst vor Sanktionen von Nichtbenutzern
Durch Beziehungen zu anderen Nutzern rationalisiert der Anfänger seine Vorstellungen der Gefahren um zum ersten Mal zu konsumieren
Annahme bei weiterem Gebrauch: Solange richtige Vorsichtsmaßnahmen eingehalten werden bleibt die Handlung unentdeckt und wird als ungefährlich eingestuft
Verschiedene Stadien können nur dann erreicht werden wenn die Vorstellung von den damit verbundenen Gefahren zuvor revidiert wird.
Kontakt zu Nichtbenutzern unumgänglich deshalb muss erlernt werden, dass high-sein zu kontrollieren
4. Marihuana-Gebrauch und soziale Kontrolle
Abweichendes Verhalten = Zusammenbrechen sozialer Kontrollen
In komplexen Gesellschaften existieren verschiedene Gruppen mit unterschiedlichen sozialen Kontrollen
Diese beeinflussen das Verhalten durch den Einsatz von Macht
Frage: Warum konsumieren Personen Marihuana, obwohl komplizierte soziale Kontrollen sie daran hindern sollten?
4.3 Moralität
Bei Übernahme in der Gesellschaft geltender Stereotypen entsteht Ablehnung gegen Drogengebrauch
Nutzer kann durch spez. Gruppenzugehörigkeit emanzipiertere Auffasung erlangen
In Gruppen werden Rationalisierungen und Rechtfertigungen erworben
Jedes Stadium erfordert Rationalisierung
4.3 Moralität Zitat (S.70)
"Kurzum, ein Mensch fühlt sich in dem Maße frei, Marihuana zu benutzen, als es ihm gelingt, die konventionellen Vorstellungen darüber als die uninformierten Auffassungen von Außenstehenden zu betrachten und jene Vorstellungen durch die Auffassungen des "Drinnenstehenden" zu ersetzen, die er sich durch seine Erfahrung mit dem Rauschmittel in der Gesellschaft von anderen Benutzern angeeignet hat."
Interview 1
"Ich hab mich schon früh für's Kiffen interessiert. Ich habe Grüne Brille von Sammy Deluxe gefeiert und How High war einer meiner Lieblingsfilme. In meinem Zimmer hing 'ne Cannabis-Flagge, obwohl ich selbst nie welches geraucht hatte. Als ein Kumpel und ich dann endlich an was drankamen und wir nach dem ersten Rauchen heftigen Hunger und Lachflashs bekamen, war uns sofort klar, dass wir "high" waren."
"I don't do drugs. I am drugs." -Salvador Dali
"I've never had a problem with drugs. I had problems with the police." -Keith Richards
"Emancipate yourself from mental slavery, non but ourselves can free our minds" -Bob Marley
"I think pot should be legal. I don't smoke it, but I like the smell of it."- Andy Warhol
"Gebt das Hanf frei, und zwar sofort!" -Hans-Christian Ströbele
"You smoke a joint and you're likely to kill your brother." -Harry J. Anslinger
"I enjoy smoking cannabis and see no harm in it".
- Jennifer Aniston
"Penalties against possession of a drug should not be more damaging to an individual than the use of the drug itself"
~Jimmy Carter
"I think people need to be educated to the fact that marijuana is not a drug. Marijuana is a flower. God put it here." -Willie Nelson
"I support decriminalisation. People are smoking pot anyway and to make them into criminals is wrong. It's when you're in jail you really become a criminal."
~Sir Paul McCartney
''I say legalize drugs because I want to see less drug abuse, not more. And I say legalize drugs because I want to see the criminals put out of business.''
~Edward Ellison, former Head of Scotland Yard
Interview 3 (1)

"Ich hatte die Nummer von einem Typ aus meiner Klasse. Ich sollte da einfach anrufen, sagen, dass ich die Nummer von ihm habe und fragen, ob man mir weiter helfen könnte. Es ging auch gleich jemand ran und meinte es geht klar und fragte mich dann noch wie lange ich bleiben will. Ich sagte: 'Nur kurz'. Darauf fragte er nochmal wie lange ich bleiben wolle. Dann meinte ich nur : 'Maximal zehn Minuten'. Er meinte das ginge o.k. und ich solle in 20 Minuten an den Treffpunkt kommen, den mir mein Kollege bereits beschrieben hatte."
Interview 3 (2)
"Ich wusste nicht genau was das für ein Typ war, aber hatte nichts schlechtes von ihm gehört. Empfand aber die ganze Aktion doch sehr dubios. Als ich ankam, wartete er bereits. Zur Begrüßung reichten wir uns die Hand und er steckte mir dabei eine kleine Alufolienkugel in die Hand. 'Wolltest doch nen Zehner?', fragte er. Ich war leicht verwirrt, meinte aber einfach nur 'Ja.' und gab ihm einen der Scheine aus meiner Tasche."
"Will I, succeed, paranoid from the weed and hocus pocus, try to focus but I can’t see." -Tupac Shakur
"Smoke weed everyday." -Snoop Dogg
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