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Barock

Literaturepoche
by

memc

on 14 April 2011

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Transcript of Barock

Literaturepoche
Barock Begriff:
portugiesisch: "barroco" = seltsam geformte, schiefrunde Perle
bezeichnete Kunstformen die klassizistischem Geschmack der Franzosen widersprachen = zunächst negativ besetzt
Zeitliche Einordnung & historischer Hintergrund auch 1660-1720 ab 1500: Säkularisierung der Kirche

Finanzierung luxuriösen Lebens

Errichtung Peterskirche in Rom
-> Ablasshandel Territorialabsolutismus europaweite Kämpfe zwischen Katholiken und Protestanten (Bartholomäusnacht, in Spanien: Verbrennung von "Ketzern", Dreißigjähriger Krieg)
-> Machtkämpfe 1545: Einberufung eines Konzils zur Erneuerung katholischer Lehren (18 Jahre)
-> Gegenreformation 31. Oktober 1517: Martin Luthers 95 Thesen
-> Reformation Politik, Gesellschaft & Weltbild pessimistisches Weltbild Etablierung des Absolutismus, Herrscher sollte Frieden bringen (Bodin, Machiavelli, Hobbes) selbstgesetzte, alleinig vom Staat abhängige politische Rangordnung Demonstration absoluter Macht des absoluten Herrschers durch pompöse Prestigebauten, fulminante Hofzeremonien, extravagante Mode Individuum verbarg Vergänglichkeit hinter Kostüm, Perücke, etc. Barockstoizismus theatrum mundi Emblematik literarische Theorie
Aufbau deutscher Nationalliteratur
fordert Gelehrsamkeit
Vermittlung christlicher Moralvorstellungen
Reformation und Gegenreformation -> literarische Zweigleisigkeit Antithetik Schein vs. Sein
Wollust vs. Askese
Diesseits vs. Jenseits
Wohlstand vs. Armut Literatur Reform Lyrik Prosa Martin Opitz: "Buch von der Deutschen Poeterey" (1624) Dichtersprache Latein wird von Deutsch abgelöst -> Etablierung gleichberechtigter deutscher Bildungssprache
metrische Reform formale Richtlinien nach Opitz liefern öffentlich-geselligen Charakter Liebeslyrik Figurengedicht Sonett Kirchenlied Epigramm Form und Inhalt sind exakt kongruent
Catharina Regina von Greiffenberg "Kreuzgedicht" Schönheit, Wesen und Wirkung der Liebe
Paul Fleming "Von sich selber" Vanitas-Gedanken, "Leid der Welt"
Andreas Gryphius "Thränen des Vaterlandes" (1636) "Zweigleisigkeit", Differenzierung Katholizismus und Protestantismus
Friedrich Spee "Zur Osterzeit" zwei reimverbundene Alexandriner (sechshebiger Jambus), Erwartungsteil und Pointe
Friedrich von Logau "Deutscher Sinn-Gedichte drey Tausend" Der Roman höfisch-historischer Roman Schäferroman niederer Roman geprägt von nichtfiktionaler Literatur geschrieben von hochangesehenen, höfischen Dichtern
dokumentarische Funktion persönliche Liebeskonflikte Gegensatz zu höfisch-historischem Roman
Hauptpersonen und Handlung basieren auf unteren Gesellschaftsschichten Stilistische Merkmale Insistierende Nennung
Häufung 3 Gattungen:
hoher Stil, mittlerer Stil, niederer Stil -> geben Ständegesellschaft wider Ziele pictura subscripto inscripto Martin Opitz Erweiterung einer Aussage durch erneute Betrachtung aus verschiedenen Sichtweisen 1 Mir ist, ich weiß nicht wie, ich seufze für und für.
2 Ich weine Tag und Nacht; ich sitz' in tausend Schmerzen;
3 Und tausend fürcht' ich noch; die Kraft in meinem Herzen
4 Verschwindt, der Geist verschmacht', die Hände sinken mir.

5 Die Wangen werden bleich, der muntern Augen Zier
6 Vergeht gleich als der Schein der schon verbrannten Kerzen.
7 Die Seele wird bestürmt, gleich wie die See im Märtzen.
8 Was ist dies Leben doch, was sind wir, ich und ihr?

9 Was bilden wir uns ein, was wünschen wir zu haben?
10 Itzt sind wir hoch und groß, und morgen schon vergraben;
11 Itzt Blumen, morgen Kot. Wir sind ein Wind, ein Schaum,

12 Ein Nebel und ein Bach, ein Reif, ein Tau, ein Schatten;
13 Itzt was und morgen nichts. Und was sind unsre Taten
14 Als ein mit herber Angst durchmischter Traum. Schüleraufgabe:
Andreas Gryphius: Tränen in schwerer Krankheit (1640) a
b
b
a

a
b
b
a

c
c
e

d
d
e Sonett "Mir ist, ich weiß nicht wie, ich seufze für und für" (Z. 1) x ´x x ´x x ´x x ´x x ´x x ´x Alexandriner, zieht sich durch ganzes Gedicht "ich" (Z. 1), "mir" (Z. 4) "ihr" (Z. 8), "wir" (Z. 11), "unsre" (Z. 13) "gleich wie die See im Märtzen" (Z. 7) individuelles Leid Metapher Verallgemeinerung, Weltleiden memento mori "Was ist dies Leben doch" (Z. 8) "Itzt sind wir [...]
Itzt Blumen [...]" (Z. 10-11) anaphorischer Parallelismus "Itzt Blumen, morgen Kot" (Z. 11) Antithese, Vergägnglichkeitsmotiv "Itzt was und morgen nichts." (Z. 13) Antithese, Vanitas "Ich weine Tag und Nacht; ich sitz' in tausend
Schmerzen" (Z. 2) Hyperbel "der muntern Augen Zier // Vergeht [...]" (Z. 5-6) Enjambment "Ein Nebel und ein Bach, ein Reif, ein Tau,
ein Schatten" (Z. 12) Akkumulation "der schon verbrannten Kerzen." (Z. 6) Vanitas Motive Vanitas
memento mori
carpe diem
Leiden der Welt
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