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Soziologisierung des Bildungsbegriffs Biwi 1

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Sarah Borchardt

on 6 May 2013

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Transcript of Soziologisierung des Bildungsbegriffs Biwi 1

Die Soziologisierung
des Bildungsbegriffs 1. Der Bedeutungswandel des Bildungsbegriffs
und seine Wurzeln 2. Die gesellschaftliche Dimension von Bildung 3. Die konzeptionelle Konsequenz: Bildung als
Kapital Wilhelm von Humboldt Schelsky 1. Der Bedeutungswandel des Bildungsbegriffs und seine Wurzeln 2. Die gesellschaftliche Dimension von Bildung 3. Die konzeptionelle Konsequenz: Bildung als Kapital 4. Fazit: die Soziologisierung des Bildungsbegriffs * Selbstbildung * Bildung der Persönlichkeit * Forschen und lernen innere Formung des Menschen Kritik Luhmann/Schorr "Bildungsbegriff deckt sich nicht mehr mit dem von Humboldt" "konturenlos" "hat ausgedient" Humboldtsches Bildungsideal Rückblick: Wirtschaftsboom
Vollbeschäftigung
technischer Gleichschritt
Exportüberschüsse durch Währungsreform... 1948: "education" der Leitgedanke des Begriffs wird aus dem anglo-amerikanischen übernommen Bildungssoziologie Bildungsökonomie Bildungsplanung ("sociology of eduction") ("economy of eduction") ("eductional planning") Dahrendorf "Sozial- und Lebenschancen" (1957) "Bildung als Bürgerrecht" (1965) Abschaffen sozialer Unterschiede in der GesellschaftAbschaffen sozialer Unterschiede in der Gesellschaft Ausbau des Bildungsangebots technisch-ökonomische Entwicklung

moderne Industriegesellschaft

fordert Anstieg beruflicher Qualifikation

gesellschaftlicher Aufstieg Ökonomische Sichtweise Chancengleichheit
höhere Bildungsgänge für gesellschaftlich-unterrepräsentierte Gruppen
Bildung als soziales Grundrecht
Bildungsexpansion
aktive Bildungspolitik
freie Wirtschaft, freie Gesellschaft Sozialpolitische Sichtweise "Bildung nicht mehr nur als Eigenschaft, Zustand, Statusmerkmal des Einzelnen, sondern als Funktion der Gesellschaft" (Lemberg,1963) anthropolgisch-individualistisch soziologisch Soziologisierung des Bildungsbegriffs! alt: neu: (1767-1835) 1808 1957 1965 1983 1996 1948 von Maria, Patrick & Sarah 3.1 Der Begriff des Humankapitals
3.2 Gary S. Becker als wichtigster Vertreter des
Humankapitalansatzes
3.3 Dimensionen des Begriffes
3.4 Pierre Bourdieu
3.5 Kritik am Humankapitalansatz
3.6 Kapitalsorten nach Bourdieu 3.1 Der Begriff des Humankapitals Bildung bekommt ökonomische Relevanz,
wird zur ökonomischen Ressource Begriff des "Humankapitals":
Gut, das in Menschen investiert wird, um wirtschaftliche Werte schaffen zu können Erkenntnis:
Produktivität beruht auf "Schaffung, Verbreitung und Nutzung von Wissen" (Becker, 1996) 3.2 Gary S. Becker als wichtigster Vertreter des
Humankapitalansatzes - Gary Stanley Becker (geb. 1930)
- Ökonomie-Professor an der
Universität Chicago
- 1992 Nobelpreis für Wirtschaft
- profiliertester Vertreter des
Humankapitalkonzepts Der Begriff Humankapital umfasst "Wissen und Fertigkeiten der Menschen, ihren Gesundheitszustand und die Qualität ihrer Arbeitsgewohnheiten." 3.3 Dimensionen des Begriffes Individuelle Dimension Volkswirtschaftliche Dimension Investition des Einzelnen ins Humankapital, um später bessere Lebensumstände zu haben. "Der Einzelne entscheide[t] unter Abwägung von Kosten und Nutzen über seine Bildung, Berufsausbildung, medizinische Versorgung und andere Verbesserungen seiner Kenntnisse und seiner Gesundheit" Becker, 1996 Becker, 1996 Ausbau des Bildungssystems für das ökonomische Wachstum 3.4 Pierre Bourdieu 1.1. Rückblick Zeit nach nach dem 2.WK 1.2. Kritik an der Bildungstheorie von Humboldt eine Chronologie des Bedeutungswandels Lemberg "Bildung als Grundfunktion der menschlichen Gesellschaft" (1963) Vorbereitung der kommenden Generation auf folgende Rollen:
Erzeugung und Verteilung von Gütern
Ordnung und Deutung der Welt (Recht, Kunst, Religion)
Erwerb von Qualifikationen

Bildung verteilt Lebens-und Sozialchancen
Recht auf Bildung Soziologische Sichtweise Der Bildungsbegriff "Das gesellschaftliche Ziel der Bildung ist die Ausbildung von Philosophen. Das Ziel der Bildung ist ein philosophisches, nämlich die Suche nach Wahrheit über eine rationale Wissenschaft." Platon * 1.8.1930 Denguin/Frankreich

- Studium der Philosophie/Ethnologie

- 1958 -1960 Forschungsaufenthalt (Algerien)

- 1964 Prof. in Paris (EPHE)

- 1984 Collège de France - Lehrstuhl für
Soziologie

gest. 23.01.2002

Werke: "Die feinen Unterschiede" (1979)
"Das Elend der Welt" (1993) 3.5 Kritik am Humankapital Bourdieu kritisiert - Kapital/Bildung darf nicht auf ökonomische Erscheinungsform begrenzt werden

- nicht nur Investitionen, die sich in Geld und Zeit ausdrücken lassen, spielen eine Rolle die relative Bedeutung der verschiedenen ökonomischen und kulturellen Investitionen für die verschiedenen Akteure
die Struktur der unterschiedlichen Gewinnmöglichkeiten auf verschiedenen Märkten
den Gesamtzusammenhang der schulischen Investitionsstrategien und der anderen Erziehungsstrategien Der Humankapitalansatz berücksichtigt nicht... Bourdieu unterscheidet 3.6 Kapitalsorten Ökonomisches Kapital unmittelbar und direkt in Geld konvertierbar Soziales Kapital - Ressourcen, die auf der Zugehörigkeit zu einer Gruppe beruhen
- basieren auf Aufrechterhaltung durch materielle/symbolische Tauschbeziehungen
- gesellschaftl. Institutionalisierung möglich Kulturelles Kapital Kulturelles Kapital Inkorporiertes Kapital Objektiviertes Kapital Institutionalisiertes Kapital verinnerlichtes Kapital
ist körpergebunden
erfordert (Lern-)Zeit
Habitus (Einstellung, Gesinnung, Geschmack, Sprache) materiell übertragbar
kulturelle Güter (Bücher, Lexika, Instrumente) Institutionalisierung von kulturellem Kapital
Titel, Abschlüsse 1. Lesen Sie den vorliegenden Textauszug!
2. Diskutieren Sie die Fragen mit Ihrem Nachbarn!
(Bearbeitungszeit 8-10 Minuten)
3. Stellen Sie die einzelnen Kapitalsorten im Plenum vor! Literatur als wahres Bildungsmittel, Mathematik nur Gymnastik des Geistes „Beide Bildungen – die allgemeine und die spezielle – werden durch verschiedene Grundsätze geleitet. Durch die allgemeine sollen die Kräfte, d.h. der Mensch selbst gestärkt, erläutert und geregelt werden; durch die speziell soll er nur Fertigkeiten zur Anwendung erhalten“ Geistiger Vater der auf manueller Tätigkeit beruhender Arbeitsschule, die er im Dienst staatsbürgerlicher Erziehung sah, und der Fortbildungsschule als Ergänzung zur Volksschule, aus der die Teilzeitberufschule der Lehrlingsausbildung (der schulische Teil des „dualen Systems“) wurde. „Unter Bildung verstehen wir drei Dinge: Erstens: Geistige Bildung; […] Zweitens: Körperliche Ausbildung […]; Drittens: Polytechnische Erziehung […].“ „Bildung ist durch Kultureinflüsse erworbene, einheitliche und gegliederte, entwicklungsfähige Wesensformung des Individuums, die es zu objektiv wertvollen Kulturleistungen befähigt und für objektive Kulturwerte erlebnisfähig (einsichtig) macht“ „Bildung ist nichts anderes als Kultur nach der Seite ihrer subjektiven Zueignung“ Ordnen Sie die Zitate
den entsprechenden Personen (gehört in den letzten Seminaren) zu! (436 – 338 v. Chr. ) Isokrates (1769 – 1859) Humboldt (1854 – 1932) Georg Kerscheinsteiner (427-348) (1818 – 1883) Karl Marx (1882 – 1963) Eduard Spranger (1903 – 1969) Theodor Adorno u.v.m.
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