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Instrumente der Umweltpolitik

Umweltpolitik
by

Viola Lutz

on 12 May 2011

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Transcript of Instrumente der Umweltpolitik

Instrumente der Umweltpolitik 1. Problemstellung 2. Wissenschaftliche Aufarbeitung 5. Praktische Umsetzung 3. Methodik 4. Weiter-entwicklung Zeitgeschichtlicher Hintergrund Implementierung Konflikt zwischen Industriestaaten und Entwicklungsländern:
Entwicklungsländer argumentieren, dass hohe CO2 Emission der Industriestaaten im letzten Jahrhundert sie zu einem Guthaben für zusätzliche Emissionen, solange sie noch in der Entwicklung sind, berechtigen Wer soll welche Lasten tragen und zu was verpflichtet sein Problem: Erzielen von verbindlichen Verträgen für ein gemeinsames globales Emissionshandelsystem Mitte 1990er Jahre: Einführung des Acid Rain Program in den USA, einem Handelssystem zur Begrenzung des SO2-Ausstosses
Testlauf für das Emissions Trading System der EU: kleine Handelssysteme in UK und DK
Seit 2005: EU-Emissionsrechtehandel, weltweit erstes multinationale Emissionsrechtehandelssystem
USA, Kanada: freiwillige Handelssysteme auf Firmen- oder Anlagenbasis, etwa Chicago Climate Exchange
Australien:Vorschlag des Carbon Pollution Reduction Scheme (CPRS), Einführung aber auf eine unbestimmte Zeit ab 2012 verschoben
Neuseeland: 2008 Einführung eines Handelssystems, das die Landwirtschaft als weltweit erstes System abdeckt
Tokio, Japan: seit 2010 verbindliches Emissionsrechtesystem für Industrie und Büros; Beginn des eigentlichen Handels im Frühjahr 2011 wissenschaftliche Herausforderung: EFFIZIENTE Reduktion der Treibhausgasemissionen Problemeinschätzung Wer hat sich der Thematik angenommen? Coase 1960: Coase-Theorem (Bedeutung von Eigentumsrechten und Transaktionskosten)
Crocker 1966: Einführung von Modellen zum Handel mit Verschmutzungsrechten
Dales 1968: Weiterentwicklung der Idee von Verschmutzungszertifikaten am Beispiel von Verschmutzungsrechten für Industrieabwässer
Baumol und Oates 1971: Beweis der Effizienz von Emissionshandel (und der Besteuerung von CO2-Emissonen)
Montgomery 1972: Aufhebung der Annahme, dass alle Emissionen gleich schädlich sind (aber: im Fall von CO2-Emissionen wird davon ausgegangen, dass alle den gleichen globalen Schaden anrichten, daher sind die Arbeiten von Montgomery für die praktische Umsetzung bis dato von untergeordneter Bedeutung) Theoretische Grundfesten stehen bereits mit Dales, auf dessen Prinzipien von Dales man das derzeitige Emissionshandelssystem der EU schon aufbauen kann Kein Konsens, ob der Mensch tatsächlich wesentlich das Klima beeinflusst
CO2-Anstieg galt z.T als natürliche Schwankung, Anstieg selbst wurde zeitweise bestritten
Unklarheit über die Wirkungszusammen-hänge Weitgehende Einstimmigkeit in wissenschaftlichen Kreisen: Mensch wesentlichen Faktor des Klimawandels
Immer genauere Modellierungen von verschiedenen Szenarien möglich
Zunehmendes Verständnis der Konsequenzen (z.B. Verlust von Lebensraum und Völker-wanderungen) h e u t e d a m a l s Handel mit Emissionszertifikaten Vorteile und Grenzen des Modells Das Modell Politische Festlegung einer Emissionsobergrenze (wieviel wo über welchen Zeitraum emittiert werden darf)
Ausgabe der entsprechenden Menge an Umweltzertifikaten
Zertifikate sind frei handelbar (Angebot und Nachfrage bestimmen den Preis)
Preis entspricht den marginalen Vermeidungskosten
Emissionen, die ohne Emissionsrechte erfolgen, werden mit einer Buße belegt; hierdurch wird ein Höchstpreis für die Zertifikate festgelegt  (max. Belastung der Industrie) Der Mechanismus Zuteilung
Vorteil: Minimale Belastung für die Industrie
Nachteil: Keine zusätzlichen Staatseinnahmen, Zuteilungsprozess schwierig

Versteigerung
Vorteil: Effiziente Vergabe der Zertifikate
Nachteil: Hohe Kosten für die Industrie
Möglichkeiten der Zertifikatszuteilung direkte Steuerung des Umweltziels durch die Politik möglich
Vermeidung der Emissionen dort, wo es am günstigsten möglich ist (Vermeidungskostenkurve der Unternehmen muss hierfür nicht bekannt sein
--> Theoretisch effizientestes System Vorteile Grenzen "Carbon leakage": Auswanderung emissionsintensiver Industrien in Drittländer
Transaktionskosten
Gefahr eines Zusammenschlusses vorhandener Akteure --> Hochhalten des Preises für Zertifikate als  Markteintrittbarriere
Unklare finale Belastungshöhe für die Unternehmen Wer war betroffen? Diskussionsverlauf Klimawandel und Treibhausgasemissionen stehen Ende der 80ger zunehmend auf der politischen Agenda
mit der ersten Weltklimakonferenz in Rio 1992 wird eigens ein Diskussionforum geschaffen
Thema hat seitdem konstant an Bedeutung zugenommen Politischer Diskurs Öffentlicher Diskurs Klimawandel / grüne Themen werden immer wichtiger; sichtbar etwa am Aufstieg der Grünen
In Europa anhaltende politische Diskussionen, nicht zuletzt um die Einführung des ETS in 2005 herum Umweltökonomie - Jan Hirt-Reger, Tao Krauspe, Maximilian Lanig, Viola Lutz Instrumente der Umweltpolitik
- Emissions trading - Jan Hirt-Reger, Tao Krauspe, Maximilian Lanig, Viola Lutz
12.05.2011 Historische Entwicklung http://www.bundestag.de/bundestag/wahlen/ergebnisse_seit1949.html "Carbon will be the worlds biggest commodity market, and it could become the worlds biggest overall market."
Louis Redshaw, Head of Environmental Markets at Barclay's Capital Quelle: nano-Spezial – Klimawandel, Weart (2008), UN (1992), UN (1997) Quelle: Oberthür, S., Ott, H. (2000), Alston M, Kearl J.R., Vaughn M. (1992) Quelle: nano-Spezial Klimawandel Quellen: Baumol, W. (1971); Crocker, T. (1966); Coase, R. H. (1960); Dales, J.H. (1968); Montgomery, D. (1972) Grundlegende Idee von Coase, Dales und Crocker wurde erst durch Baumol und Oates ein Jahrzehnt nach ihrem aufkommen formal bewiesen
Montgomery (1972) brachte die erste Weiterentwicklung durch die Verallgemeinerung des Modells für inhomogene Verschmutzungen

Ab diesem Zeitpunkt gab es keine grundlegenden Neuerungen im Modell mehr
Forschung bezog sich allein auf einzelne Teilaspekte
Zuteilungsmechanismus (Parry / Williams /Bastianoni / Puslselli / Tiezzi )
Intertemporaler Handel (Rubin)
"carbon leakages" (Demailly / Quirion / Kara /Syri)
Zwischenstaatliche Emissionsrechteverteilung (Peter)
Marktdesign (Hahn)
Praktische Umsetzung und deren Resultate (Stavins / Schmalensee / Burtraw / Bailey)
Interaktionen zwischen den Instrumenten der Umweltpolitik (Sorrel / Sijm) Alston R., Kearl J. R., Vaughn M. (1992), Is There Consensus among Economists in the 1990s? American Economic Review May, 203–209)
Baumol, W., Oates, W. (1971) The Use of Standards and Prices for Protection of the Environment, in The Swedish Journal of Economics, Vol. 73, No. 1, 42-54
Crocker, T. (1966) The Structuring of Atmospheric Pollution Control Systems, in Wolozin, Harold (Hg.), The Economics of Air Pollution, New York
Dales, J.H. (1968) Pollution, Property & Prices, University of Toronto Press
Hardes, H.-D., Schmitz, F., Uhly, A. (2002). Grundzüge der Volkswirtschaftslehre. München: R. Oldenbourg.
R. H. Coase (1960) The Problem of Social Cost, in: Journal of Law and Economics. Vol. 3, S. 1–44
Montgomery, D. (1972), Markets in Licenses and Efficient Pollution Control Programs, in Journal of Economic Theory, Vol. 5 S. 395-418
Oberthür, Sebastian, Ott, Hermann (2000) Das Kyoto-Protokoll. Internationale Klimapolitik für das 21. Jahrhundert, Kapitel 4 „Berliner Mandat und der AGBM-Prozess“, Opladen
Oberthür, Sebastian, Ott, Hermann (2000) Das Kyoto-Protokoll. Internationale Klimapolitik für das 21. Jahrhundert, Kapitel 6 „Verschiebung des Kräfteverhältnisses: Entwicklung auf Regierungs- und Nichtregierungsebene“, Opladen
Stewart, R.D. et al. (2000) The Clean Development Mechanism: Building international Public-Private Partnerships under the Kyoto Protocol, United Nations New York and Geneva
UN, (1992) Rio-Erklärung über Umwelt und Entwicklung
UN, (1997) Kyoto Protocol to the United Nations Framework Convention on Climate Change
Weart, S. (2008)The Discovery of Global Warming, Spencer Weart, Harvard University Press Quellen Instrumente der Umweltpolitik Umweltökonomie
Dr. Christian Berger Quelle: Hardes, Schmitz, Uhly (2002) Quelle: Dales (1968) Publikations-entwicklung Ergebnisanalyse für den Suchbegriff „emission trade“; Fachbereich Economics Ergebnisanalyse für den Suchbegriff „pollution rights“; Fachbereich Economics
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