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Stereotypen

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by

Julian Wortmann

on 18 April 2011

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Transcript of Stereotypen

Beispiele: Wir Menschen... leben innerhalb
sehen nur m
kennen uns also nur sehr beschränkt aus
Wir sind immer Opfer unserer Gedankenwelt 1. Einleitung
2. Definition
2.1. Aufgabe der Definition
2.2. Bedeutungsaspekte
2.3. Begriffsproblematik
3. Prinzipien
3.1. Prinzip der Stabilität
3.2. Prinzip der Visibilität
4. Das Stereotypisieren
5. Warum nutzen wir Stereotypen?
5.1. Stereotypieren aus ökonomischen Gründen
5.2. Stereotype als Verteidigungsmittel Gliederung 1. Einleitung 2. Definition Unsere Meinungen erfassen immer
einen größeren Raum,
eine längere Zeitspanne und
eine größere Anzahl von Gegenständen
als wir mit eigenen Augen beobachten können Wir müssen uns unsere Meinung also aus
Schilderungen anderer Leute und
unseren inneren Vorstellungen zusammensetzen Bericht eines Ereignisses = Umwandlung des Geschehnisses Tatsachen, die wir sehen, sind abhängig von
unserem Standort und
den Gewohnheiten unserer Augen Ein nicht vertrauter Schauplatz
vergleichbar mit Welt eines Babys: Alle neuen Dinge
überraschen uns: neue Sprache,
unbekannte Geräusche,
unbekannte Gegenstände usw. Konkteteres Beispiel: Viele Menschen können Asiaten nicht auseinanderhalten

Nur starke Besonderheiten (bspw. Größe) sind uns i.d.R. eine Hilfe Um mit fremden Dingen/fremden Situationen umzugehen (ihnen also Bedeutung zu geben) müssen wir:

1. Eindeutigkeit und Verschiedenheit und
2. Beständigkeit (Konsistenz) oder Festigkeit (Stabilität)
in die Objekte/Situationen einführen Stereotype haben also etwas zu tun mit
unserer Wahrnehmung
Erlernen bzw. Übernehmen "Die Art der 'eingeführten Eindeutigkeit und Beständigkeit' hängt von denen ab, die sie einführen" Beispiel: Die Definition von Metall Laie vs. Chemiker "Glatt, glänzend, schwer, kann gehämmert werden" "Chemisches Element, geht mit Sauerstoff Verbindung ein und bildet so eine Base" In einer unbekannten Welt wählen wir aus, was unsere Kultur bereits für uns definiert hat.

Wir neigen dazu, nur das wahrzunehmen, was wir in der Gestalt ausgewählt haben, die unsere Kultur für uns bereits stereotypisiert hat. 2.2. Bedeutungsaspekte des Stereotypenbegriffs a) Valenz
b) Realität
c) Stabilität
d) Soziale Geteiltheit Stereotypenbegriff durch Lippmann (1922) wertneutral eingeführt.

Lippmann: „Stereotyp = starr und unveränderlich“

Das steht allerdings im Widerspruch zur Ideologie des „American Way of Life“, der die Anpassung und Integration positiv bewertete

Stereotyp = negativ eingestuft Valenz = Wertigkeit Ambivalenz des Grundbegriffs, die heute noch in der Stereotypenforschung dominiert Daher zwei Definitionsklassen:
Stereotypendefinitionen


mit ohne enthaltender Wertung = wertneutral = wertend Negative und positive Bewertung der Objektklasse vereinfachte, rigide und (für den Urteilenden) vorteilhafte Ideen

Beispiel aus Literatur:
"[Ein Stereotyp ist] eine negative Einstellung gegenüber einer Person oder Gruppe basiert auf einem sozialen Vergleichsprozess, bei dem die eigene Gruppe als positiver Bezugspunkt verwendet wird“
 (Schäfer & Six, 1978) Entscheidendes Charakteristikum von Stereotypen = Nichtübereinstimmung von Urteil und Realität,
also Fehl- oder Falschurteil

Stereotype laufen auf niedriger, nicht-logischen Ebene ab Lässt sich bei vielen Autoren wiederfinden:

Urteile, die „nicht mit der Wirklichkeit übereinstimmen“ (Karsten, 1978) bzw. „keine oder nur eine beschränkte Grundlage in der Realität haben“ (Saeger & Flowerman, 1954)

Auch Lippmann (1922): „Stereotypes are incorrect [and] illogical in origin“
Oft waren/wurden Stereotype als “falsch” bezeichnet, besonders dort wird der Wahrheitsgehalt angezweifelt

Beispiele:
Stereotypen sind eine „Verfälschung der Realität“ (Kleining, 1959)
“All of these stereotypes have one factor in common, namely, that they are definitly false“ (La Pierre, zitiert nach Klineberg, 1987)
Auch Autoren, die Stereotype „nur“ als Verallgemeinerung, Übergenerealisierung bzw. Vereinfachung auffassen, gehen direkt oder indirekt von realistischen Annahmen aus, d.h. sie implizieren Stereotype seien falsch Stabilität Stereotype sind gegenüber veränderungen resistent Beispiele dafür in Literatur: Whrithsman (1972): „Ein vereinfachtes und standardisiertes Bild (oft hoch bewertend, irrig und erstarrt) einer Gruppe von Menschen [zugeordnet]“ Wörterbuch für Psychologie, Fröhlich (1987): „Allgemeine Bezeichnung für relativ überdauernde und starre, festgelegte Sichtweisen“ Lilli (1970): „Extrem verfestigte und vereinfachte Attitüden“ Stereotype bleiben über längere Zeit hinweg bestehen und werden auch bei sich ändernder Informationsbasis aufrechterhalten
Sozial bzw. kollektiv Stereotype =
Stereotypen, für die ein bestimmter Konsens in der Bezugsgruppe des Wahrnehmenden feststellbar ist Stereotype werden dann sozial, wenn sie von vielen Personen geteilt werden persönliche Stereotype: Im Gegensatz zu sozialen Stereotypen: = individuelle Sichtweisen auf Gruppen von Personen, die nicht notwendigerweise einen Konsensus in der Bezugsgruppe wiederspiegeln Soziale Geteiltheit heißt also, dass Stereotype innerhalb einer sozialen Entität weit verbreitet sind bzw. konsensual verwendet werden Beispiele dafür in Literatur: Lilli (1970): „Stereotype sind durch hohen Grad der Übereinstimmung des Urteils einer Vielzahl von Personen über ein und denselben Sachverhalt gekennzeichnet Es besteht eine unausgesprchene Übereinstimmung über die Verwendung einzelner Merkmale zur Charakterisierung eines bestimmten Meinungsgegenstands“ 2.1. Aufgabe der Definition a) Bedeutungsaspekte anhand von Begriffsbestimmungen veranschaulichen

b) Beziehung bzw. Abgrenzung des Stereotypenbegriffs zu verwandten Bezeichnungen 2.3. Begriffsproblematik Begriff „Stereotype“ im Bedeutungsfeld von Begriffen wie „Vorurteil, Einstellung, Meinung“ integriert Schwierigkeit einer definitorischen Abgrenzung der einzelnen Gegenstandsbereiche
Führt zu analogierender Verwendung einiger Termine (insb. Vorurteil und Stereotyp) + Katz & Baly (1933):
Differenzierung zwischen einem
kognitiven (= Stereotyp) und einem
affektiven (= Vorurteil)
Aspekt Verhaltenskomponente = Drei-Komponenten-Ansatz Beispiel in Literatur:
„bei Vorurteilen und Stereotypen, die hier synonym verwendet werden sollen, [handelt es sich] um ausschließlich negative Attitüden, die sich weitgehend einer Beeinflussung widersetzen“ (Stumme, 1975) Welcher Begriff lässt sich am besten als Oberbegriff verwenden? Sherif & Cantril (1947) nennen „Attitüde“ Bergler (1966) tendiert zu „Stereotypen“ unter der Verwendung des Begriffs „stereotyper Systeme“ Begründung: „da auch der Stereotypenbegriff in zunehmenden Maße mit einem bewertenden Bedeutungsumfeld aufgeladen wurde“ „stereotypen Systeme“
„Einstellungs-Systeme“ Wurde von Bergler & Six (1972) aber wieder zugunsten des Einstellungskonzepts verworfen
Kognitive vs. Affektive Aspekte und Verhaltenskomponente dominieren Definitionsansätze Zusammenfassend: Vorurteile vs. Stereotype Teilklasse einer Einstellung + bewertende Komponente kognitive Urteile oder Meinungen Stereotype = kognitive Komponente von Vorurteilen
da sie, im Gegensatz zu Vorurteilen, keine Aussagen über deren Beziehung zu Handlungen geben können 3. Prinzipien 3.1. Prinzip der Stabilität Überzeugungen, die mit sozialen Objekten verbunden sind, sind äußerst stabil Stereotypen sind oft soziales Erbe einer Gesellschaft Niemand wächst auf, ohne die wichtigsten Stereotypen kennenzulernen (insbesondere gilt das für Stereotype über ethnische Gruppen) Ziele vs. Inhalte Sozial und historisch geprägte Stereotype sind sehr stabil Aber Unterschied bzgl. Zielen und Inhalten: = fast immer stabil = immer im Wandel hervorgerufen durch Änderungen der Intergruppenbeziehungen 3.2. Prinzip der Visibilität Unter der Voraussetzung von Stabilität gilt:
Je größer Visibilität eines sozialen Objektes, desto größer
die Genauigkeit
die Verbreitung und
die Übereinstimmung
der Überzeugungen, die mit dem Objekt verbunden sind Unter der Voraussetzung von stabilen Gruppenbeziehungen gilt: Je größer Visibilität einer ethnischen Gruppe, desto größer
die Genauigkeit
die Verbreitung und
die Übereinstimmung
bzgl. der Stereotypen, die der Gruppe zugeordnet werden Unter der Voraussetzung von Wandel können soziale Objekte zeitweilig besser wahrnehmbar werden Unter der Voraussetzung von Wandel können ethnische Gruppen zeitweilig besser wahrnehmbar werden Pettigrews vergleichende Analyse (1959) zwischen der Stereotypenzuordnung amerikanischer Südstaatler und Nordstaatler gegenüber Schwarzen:

Personen aus den Südstaaten zeigten größere Übereinstimmung und mehr Genauigkeit in Stereotypenzuordnung als Personen aus den Nordstaaten USA Beispiele vs. Deutschland Stereotype gegenüber Polen Stereotype gegenüber Brasilianer
Je größer die Genauigkeit von ethnischen Stereotypenzuordnungen, desto größer ist ihre Verbreitung in der Gesellschaft

Je größer die Genauigkeit von ethnischen Stereotypenzuordnungen, desto größer der Konsens über ihre Zuordnung

Je größer die Verbreitung von ethnischen Stereotypenzuordnungen, desto größer ist der Konsens hinsichtlich der Zuordnung

Je größer die Genauigkeit, Verbreitung und der Konsens über Stereotypenzuordnungen, desto größer ist die Stabilität der Zuordnung

Veränderungen in den bestehenden Beziehungen zwischen ethnischen Gruppen veringern die Stabilität von Stereotypenzuordnungen und verändern ihre Genauigkeit sowie das Niveau der Verbreitung und des Konsens Fünf neue Hypothesen über Stereotypenzuordnung: 1. 2. 3. 4. 5. 4. Das Stereotypisieren Stereotypisieren = Art und Weise der kognitiven Strukturierung von stereotypen Zuordnungen Prinzip der Ordnung der Elemente:
"Elemente einer Überzeugung bzw. eines Zweifels stehen in individueller Ordnung zueinander"

In seiner angewandten Form besagt das Prinzip:
Die einer Zielgruppe zugeordneten Stereotypen bilden eine Rangordnung Vier Postulate bzw. vier Ordnungsskalen: 1. Postulat der Bedeutsamkeit =
2. Postulat der Intensität =
3. Postulat der Richtung =
4. Postulat der Zentralität = Ausmaß der Charakterisierung der stereotypisierten Gruppe Ausmaß der Akzeptanz der Stereotype Aussage darüber, ob Stereotype günstig oder ungüstig sind Aussage darüber, in wie weit Stereotyp für Individuum wichtig ist 5. Warum nutzen wir Stereotype? 5.1. Stereotypieren aus ökonomischen Gründen Lippmann (1922): Generelle Verallgemeinerungen (Stereotypisierung) sind eine ökonomische Strategie des Menschen,
da auf Details zu achten anstrengend und zeitaufwendig ist.

Wir verlassen uns auf unsere Erfahrung und kategorisieren dementsprechend 5.2. Stereotype als Verteidigungsmittel Lippmann (1922): Stereotype sind ein „geordnetes, mehr oder minder beständiges Weltbild“, an dass sich unser Verhalten, unser Denken, Handeln und Fühlen angepasst hat, „sie sind das Bild einer Welt, auf die wir uns eingestellt haben“
Wir nutzen Stereotype also, um uns einzustellen und vorzubereiten, auf Dinge (evtl. Gefahren), die wir noch nicht sehen/gesehen haben, vielleicht aber sehen werden
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