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Menschenrechtsprofession nach Staub-Bernasconi

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by

Elisabeth Kostin

on 9 December 2015

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Transcript of Menschenrechtsprofession nach Staub-Bernasconi

-Soziale Arbeit als Menschenrechtsprofession-
Silvia Staub-Bernasconi
Gliederung
• Biographie
• Definition
• 3 Ethiken
• Tripelmandat
• Soziale Arbeit als Menschenrechtsprofession
• These
Silvia
Staub-Bernasconi
Definition
Menschenwürde
Menschenrecht
„Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.“
(Art. 1 GG)
Alle Menschen sind
unabhängig ihrer Herkunft,
ihres Geschlechts,
ihrer Religion, etc.
gleich und haben den
gleichen Wert.
Schützenswertenste Merkmal ist die Würde jedes Einzelnen
„Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren.
Sie sind mit Vernunft und Gewissen begabt und sollen einander
im Geiste der Brüderlichkeit begegnen.“
(Art. 1 Menschenrechte)
Freiheit,
Gleichheit
und
Brüderlichkeit
Niemand
darf
andere
schikanieren
Über einen
anderen
Menschen
richten
Über die
Meinung
eines Anderen
urteilen
Gleichheit
vor
dem
Gesetz
3 Ethiken
Soziale Arbeit
als Menschenrechts-profession
Tripelmandat
"Berufskodex"
These
Quellen
Individualistische Ethik
Systemische Ethik
Kollektivistische
Ethik
- Staub-Bernasconi, Silvia (2007): Vom beruflichen Doppel- zum professionellen Tripelmandat. Wissenschaft und Menschenrehte als Begründungsbasis der Profession Soziale Arbeit

- Susanne Dungs, Uwe Gerber, Heinz Schmidt und Renate Zitt (2006): Soziale Arbeit und Ethik im 21. Jahrhundert. S. 267-289

- Staub-Bernasconi, Silvia (1995): Systemtheorie, soziale Probleme und soziale Arbeit: lokal, national, international. Oder: vom Ende der Bescheidenheit. Bern, Stuttgart, Wien: Haupt. S. 413-425

- http://www.dbsh.de/beruf/haltung-der-profession-menschenrechtsprofession.html

- http://www.dbsh.de/beruf/berufsethik.html

- http://www.avenirsocial.ch/cm_data/EthikprinzSozArbeitIFSW.pdf

Menschenrechte
& Menschenwürde
Soziale Gerechtigkeit
„Soziale Arbeit ist eine Profession, die sozialen Wandel, Problemlösungen in menschlichen Beziehungen
sowie die Ermächtigung und Befreiung von Menschen fördert, um ihr Wohlbefinden zu verbessern. Indem
sie sich auf Theorien menschlichen Verhaltens sowie sozialer Systeme als Erklärungsbasis stützt,
interveniert Soziale Arbeit im Schnittpunkt zwischen Individuum und Umwelt/ Gesellschaft. Dabei sind die
Prinzipien der Menschenrechte und sozialer Gerechtigkeit für die Soziale Arbeit von fundamentaler
Bedeutung“.
(IFSW 2000).
Definition Sozialer Arbeit
von: Lynn Beckené, Elisabeth Kostin, Christina Rumpf
3 Generationen von Menschen- und Sozialrechten
1. Abwehr- & Nicht-
einmischungsrechte
- zeitlich einzuordnen im 18. Jahrhundert
- auch bekannt als "negative Rechte"
- beinhaltet "Freiheit", "Gleichheit" und "Brüderlichkeit"
2. Anspruchsrechte
von Individuen
- zeitlich einzuordnen im 19. Jahrhundert
- auch bekannt als „positive Rechte“

Recht auf:
• physische Unversehrtheit -> Gewährleistung des Existenzminimums
• Gewissens- und Meinungsfreiheit -> Bildung
• Handels- und Gewerbefreiheit -> Arbeit
3. Kollektive oder Minderheitsrechte
- zeitlich einzuordnen im 20./21. Jahrhundert
- sind Anspruchs- und Abwehrrechte für gesellschaftliche Gruppen und Minderheiten

Verbot des Völkermords, Zerstörung der Kulturgüter, der Sprache/Religion einer Minderheit
Menschen- und Sozialrechte: Utopie oder Realutopie?
Definition Realutopie

Realutopien sind individuelle und kollektiv geteilte Bilder des Wünschbaren, für die vage bis sehr konkrete Vorstellungen bestehen, unter welchen Bedingungen und mit welchen Ressourcen und Mitteln sie verwirklicht werden könn(t)en.
- Autonomie des Individuums
- Freiheit und Selbstverwirklichung spielen eine große Rolle
- Umwelt, Kontakt und Fürsorglichkeit der Mitmenschen stehen im Hintergrund
- was für das Individuum gut ist, ist auch für die Gesellschaft gut
- bei Konflikt zwischen individuellen und sozialen Werten => individuelle Werte haben Vorrang!!!
- Gesellschaft dient zur Erfüllung der Bedürfnisse und für den Rechtschutz des Individuums
- die Gesellschaft steht im Vordergrund
- Individuum steht unter der Gesellschaft und ist fremdbestimmt
- Werte und Pflichten stehen vor den Freiheitswerten und deren Rechte
- alles was für die Gesellschaft gut ist, ist auch gut für das Individuum
- zusammenfassende Theorie von Atomismus (Individuum) und Holismus (Gesellschaft)
- alles was geschieht ist von einander abhängig (Wechselwirkung)
- ausgeglichene Balance zwischen den Rechten und den Pflichten
- die Moral und das Gesetz beziehen sich auf das Individuum und die Gesellschaft bzw. soziale Systeme
„Soziale Arbeit basiert auf der Achtung des innewohnenden Wertes und der Würde aller Menschen und den Rechten, welche daraus folgen. Professionelle der Sozialen Arbeit sollen die körperliche, psychische, emotionale und spirituelle Integrität und das Wohlbefinden jeder Person stützen und verteidigen.“
(Andreas Lienkamp)
- Recht auf Selbstbestimmung
- Recht auf Teilhabe

- ganzheitlicht Betrachtung
- Stärken erkennen & fördern
„Bezogen auf die Gesellschaft allgemein und in Bezug
auf die Menschen, mit denen sie arbeiten, sind
Professionelle der Sozialen Arbeit verpflichtet, soziale
Gerechtigkeit zu fördern.“
(Andreas Lienkamp)
- Diskriminierung entgegentreten
- Verschiedenheit anerkennen
- gerechte Verteilung von Mitteln
- Ziel: einbeziehende Gesellschaft
Quelle: Hoffmann 2013
Wissenschaftliche Fundierung
- Definiert wird (Scherr 2001:26): "Das zentrale Problem sind hier nicht in erster Linie die im Kontext der Zusammenarbeit prinzipiell unvermeidlichen Fremddefinitionen, sondern: dass den Fremddefinitionen nichts Präzises, Eigenständiges durch die TheoretikerInnen wie PraktikerInnen der Sozialen Arbeit entgegengesetzt werden kann, um klarzustellen, a) für welche Problematiken man zuständig ist, b) auf welches Bezugs-, d.h. Beschreibungs- und Erklärungswissen man sich für die Begründung des Vorgehens stützt, c) welche Ziele man verfolgt und d) wie man die Wirksamkeit des professionellen Handelns überprüft – vier Grundpfeiler eines professionellen Verständnisses."

-Handeln wissenschaftlich begründen
-bringt ihr Wissen sowohl im Praxisalltag als auch in unterschiedlichen transdisziplinären und transprofessionellen Diskursen ein.
-gesellschaftliches Mandat als Beitrag zur Bearbeitung sozialer Probleme ist mehrheitlich unbestritten.
- geb. 1936 in Zürich
- 1958-1960 Ausbildung in Sozialer Arbei, Zürich
- 1960–1963 Berufstätigkeit im Sozialdienst
- 1963–1965 als UNO-Stipendiatin Social Work-Studium, USA
- 1965–1967 Studienleiterin in der Evangelischen Akademie Boldern-Zürich
- 1967-1997 Professorin für Theorien Sozialer Arbeit und Handlungstheorien, Zürich
- 1968–1979 Studium der Soziologe, Sozialpsychologie, Sozialethik und Pädagogik an der Universität Zürich –> Promotion
- 1996 Habilitation an der Technischen Universität Berlin
- 1997-2003 Professorin für Soziale Arbeit und Menschenrechte an der Technischen Universität Berlin, Institut für Sozialpädagogik
- bis 2010: stellvertretende Vorsitzende der DGSA
Biographie
-negative politische Entscheidungen & Praktiken zurückweisen
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