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Der geteilte Himmel

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LMB 70349

on 25 June 2014

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Transcript of Der geteilte Himmel

Personenkonstellation

- Prolog
- Erwachen im Krankenhaus
- Erstes Treffen zwischen Rita und Manfred
- Vertiefung der Beziehung
- Anwerbung Ritas zum Lehramtsstudium
- Einzug Ritas bei Manfred
- Einzug Ritas im Sanatorium
- Arbeitsbeginn im Waggonwerk
Inhaltsangabe
Interpretation des Gesamtwerks
Erzählung von Christa Wolf
Der geteilte Himmel
Christa Wolf
März 1946: Besuch der Oberschule
Mai 1946: Tuberkulose Erkrankung
1946/47: Mehrmonatiger Sanatoriumsaufenthalt
1947: Umzug
November 1948: FDJ, Abitur
1949: Eintritt in die SED
1951: Heirat mit Gerhard Wolf
Spätherbst 1951: Studium der Germanistik in Leipzig
Januar 1952: Geburt der Tochter Annette; journalistische Arbeit
1953: Examensarbeit, Umzug nach Berlin
Wissenschaftliche Mitarbeiterin beim Schriftstellerverband, Lektorin, Redakteurin NDL
Frühes Leben
18. März 1929: Geboren in Landsberg an der Warthe als Christa Ihlenfeld
Ostern 1935: Einschulung
Juni 1937: Genesungsreise an die Ostsee wegen eines Bronchialkatarrhs
1939-45: Besuch der Oberschule, Mitglied im BDM
Flucht auf einem Lastwagen von Westpreußen in den Westen
Februar-April: Schulbesuch
Schreiberin beim Bürgermeister von Gammelin bei Schwerin
1945
1929
1949
Bekanntschaft mit Gerhard Wolf (geb. 1928)
Lehrerstudium in Jena
Manfred Herrfurth
Jahrgang 1930
Sohn gutbürgerlicher Eltern
hart, unnahbar
Leidenschaft: die exakten Naturwissenschaften
Schwierigkeiten im Umgang mit Menschen: Kommunikationsprobleme
eine andere Generation als Rita
Stereotyp für Christa Wolfs Bild vom Mann
erscheint wesentlich älter als er ist
Rita Seidel
Jahrgang 1940
Tochter eines Porzellanmalers
musste 1945 mit ihrer Mutter aus der böhmischen Heimat flüchten
Empfindsamkeit für Stimmungen und Gefühle
reagiert sensibel auf Natur, Kunst und Menschen, die für sie eine Einheit sind
anfänglich ist ihr Leben ein "unbeschriebenes Blatt" => Einfall: Jedes Jahr sollte man zumindest ein erwähnenswertes Erlebnis haben
Rolf Meternagel
geboren 1912
verheiratet
steht symbolisch für die ganze deutsche Arbeiterschaft
war anfänglich Tischler, wie ein säkularisierter Jesu
im Faschismus "mitmarschiert", dann drei Jahre Gefangenschaft, danach Eintritt in die SED
Instrukteur => Fehlschläge und Degradierung
Gegenpol zu den Herrfurths
steht für das stille Heldentum
dient der Allgemeinheit, selbstlos
wird am Ende krank => Märtyrer
Erwin Schwarzenbach
stammt aus einer Arbeiterfamilie
war begeistert vom NS, wollte in den "Werwolf" gehen =>erkannte seine Fehler, schätzt jetzt Nachsicht und Geduld
traf auf Rita als "Bevollmächtiger für Lehrerwerbung"
unterrichtet am Institut Geschichte
ist mit einer Lehrerin verheiratet, hat zwei Kinder
Kommunist
, somit Ritas Ratgeber
strebt eine komplett sozialistische Gesellschaft an
Ehepaar Herrfurth
oppurtunistisch und borniert
legen nur Wert auf den äußeren Eindruck
wenige Charakterzüge => Kontrast zu den Jüngeren
sind nicht mehr menschlich
Frau ist ebenfalls dominant in der Beziehung
Vater ist ein "deutscher Mitläufer"
Mutter betrieb Tauschhandel nach dem Krieg, wäre lieber im Westen
Ernst Wendland
Jahrgang 1928, wirkt aber durchgängig jünger als Manfred
Produktions-, später Werkleiter des Waggonwerks
laut Rita: "unscheinbar"
kräftig, etwas blass; mit blondem, glatten Haar
war drei Jahre in Sibirien beim Bergbau, danach Antifa-Schule und am Ende FDJ
war mit Meternagels Tochter verheiratet
hat viele Gemeinsamkeiten mit Rita
rettete Rita bei ihrem Suizidversuch
der selbstlose Retter, liebt Rita
Marion
Ritas Freundin
wollte auch Lehrerin werden, hält das Studium aber nicht durch
Ritas Gegenbild: lässt Probleme nicht an sich heran
munter, kokett, modebewusst, unkompliziert, pragmatisch
kann gut mit Problemen umgehen, hilft Rita auch mit ihren als sie im Sanatorium ist
Martin Jung
ca. 23 Jahre alt
Ingenieur in einem Chemiefaserwerk
schreibt bei Manfred seine Diplom-Arbeit
"unbekümmerter, aber gar nicht oberflächlicher Junge"(S.107)
für Rita: Symbol von Jugend und Leben
Manfreds Gegenbild, jedoch in einer Beziehung auch sein alter Ego, den Manfred entäuscht ihn schlussendlich wie einst ein älterer Freund ihn
Jazzliebhaber
Rudi Schwabe
etwas älterer Schulkamerad von Manfred
als FDJ-Schulsekretär half er Manfred bei der Affäre mit dem "politischen Oppositionszentrum"
"Allround-Funktionär"
nach Parteistrafe im Studentendekanat gelandet
"Schwächling" (S.161)
wurde durch seine Gegner zum Dogmatiker
"dieses ewige Kind" (S.131)
Zeitgeschichtlicher Hintergrund
Mauerbau
Kalter Krieg
Der Bitterfelder Weg
"Subjektive Authentizität"
Kalter Krieg
Der Bitterfelder Weg
Mauerbau
"Subjektive Authentizität"
"Bedürfnis, auf eine neue Art zu schreiben"
ein Verfahren der Wirklichkeitswiderspiegelung im Falle Christa Wolfs
13. August 1961
beruhte auf einem Beschluss der Staaten des Warschauer Paktes
war im Interesse der DDR, um Republikflucht zu verhindern (Wirtschaftliche Schäden, Aufruhr im Alltag der Bürger)
Hintergrund: Zuspitzung der Berlin- Krise => deswegen kein besonderer Protest der Alliierten
Die Mauer bedeutete vor allem Einschränkungen für die Deutschen beider Staaten
Wirtschaftsboykotte an der Tagesordnung =>Reaktion der Menschen: Republikflucht, besonders hoch qualifizierte Wissenschaftler und Facharbeiter
Gründe:
Das System der DDR
Abwerbungen
Das Thema Republikflucht und Entscheidung für die Republik war groß in der Literatur
eine Entwickelung der Kulturpolitik der DDR
Werkstätige sollten einen aktiven Zugang zu Bildung, Kunst und Kultur bekommen
dazu gingen Lehrer, Schriftsteller und Künstler in die Betrieben und unterstützten sie dabei
kontrovers, jedoch bildeten die "Zirkel schreibender Arbeiter" eine wichtige Durchgangsstufe für manche mit hohen Preisen ausgezeichnete Schriftsteller
Sowohl Christa Wolf als auch Rita Seidel, die Hauptfigur namen freiwillig daran teil und arbeiteten für eine Zeit in einem Waggonwerk
Interpretation Textstelle
- Meternagel als Besucher im Sanatorium
- Vergangenheit Manfreds
- Betriebsfeier im Waggonwerk
- Allgemeine Krise
- Erinnerung Ritas an Ausflug mit Manfred
- Ritas zwanzigster Geburtstag
- Sommer 1960
- Feier zum 15. Jubiläum des Volkseigenen Betriebs
- Rita am Lehrerinstitut
- Eigenartiger Traum Ritas
- Feier bei Manfreds altem Professor
- Gerüchte über Fluchten in den Westen
- Streit zwischen Mangold und Schwarzenbach
- Eintreffen von Briefen von Martin und Manfred bei Rita
- Auseinandersetzung zwischen Manfred und Wendland
- Streit zwischen Manfred und Rita
- Flucht Martins in den Westen
- Ritas Besuch bei Manfred im Westen
- Wiedersehen zwischen Manfred und Rita
- Ritas letzter Tag im Sanatorium
- Endgültiger Abschied zwischen Manfred und Rita
- Entlassung Ritas aus dem Sanatorium
"Den Himmel wenigstens können sie nicht zerteilen" [...] "Der Himmel teilt sich zuallererst."
[...] gestoßen, gedrängt, auseinandergetrieben [...]
[...] Soviel Helligkeit bei soviel Dunkel.
[...] Dieses ganze Gewölbe von Hoffnung und Sehnsucht, von Liebe und Trauer? [...]
[...] Keiner sah das Gesicht des anderen [...]
[...] Was jetzt nicht beschlossen war, konnten sie nicht mehr beschließen. Was jetzt nicht gesagt war, konnten sie nicht mehr sagen. Was sie jetzt nicht voneinander
wußten, würden sie nicht mehr erfahren. [...]
[...] Ihre Zeit war genau bemessen. [...]
[...] Er lächelte (sie soll ihn lächeln sehen,
wenn sie an ihn denkt). [...]
Allgemeine sprachliche Auffälligkeiten
- Viele Zitate aus und Referenzen
auf andere lit. Werke
- Manche Elemente erinnern stark an Sage
von Hero und Leander
- Wechsel der Erzählzeiten und der Perspektive
- Oft Stilmittel, die mit den vier
Elementen in Verbindung stehen
- Antike Tragik
- Heilungsprozess
- Titel

- Erzählte Geschehnisse nicht zwingend in chronolog.
Reihenfolge
- Widmung
1956 Cheflektorin des Verlags Neues Leben, Geburt der Tochter Karin
Herbst 1958: als Wahlhelferin der SED in Westberlin verhaftet und einige Tage in Moabit inhaftiert
ab1959-1961: dreijährige Tätigkeit für die Stasi als IM
24. April 1959: 1. Bitterfelder Konferenz
September 1959: schreibt
Moskauer Novelle
Mai 1963: Die Erzählung Der geteilte Himmel erschient
1964 Film Der geteilte Himmel
Dezember 1965: 11. Plenum des ZK der SED, kritische Rede C. Wolfs
1976: Unterzeichnung des "Offenen Briefs" gegen die Ausbürgerung von Wolf Biermanns
1960
Studien und Tätigkeit im Waggonbau Ammendorf, Mitglied einer Brigade (kleinste Organisation im Arbeitsprozess)
Leitung des "Zirkels schreibender Arbeiter" im Waggonbau
1981: Schriftstellerbegegnungen für den Frieden
1982: Poetik-Vorlesungen in Frankfurt a. M.
1983: Gastdozentur in Columbus, Ohio
Juni 1989: Austritt aus der SED
4. November 1989: Rede auf dem Alexanderplatz
8. November 1989: Aufruf im Fernsehen "Bleiben sie bei uns"
26. November 1989: Aufruf "Für unser Land", für eine sozialistische Alternative zur BRD
1990: Erzählung
Was bleibt
=> deutsch-deutsche Literaturstreit
1992: Stippendiatin am Getty Center in Santa Monica, Kalifornien
1999: Elisabeth-Langgässer-Literaturpreis für Gesamtwerk
2002: Deutscher Literaturpreis für Gesamtwerk
1. Dezember 2011: Tod Christa Wolfs
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