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Kreuzzugslyrik um 1200

Walther, Werner und Co.
by

Paul Opitz

on 11 June 2010

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Transcript of Kreuzzugslyrik um 1200

Kreuzzugslyrik im
12. Jahrhundert Walther von der Vogelweide Bruder Werner Werke von 1219-1266 überliefert in
J (Jenaer Handschrift)
C (große Heidelsberger Handschrift)
A (alte Heidelsberger Handschrift) ca. von 1170-1230 ungefähr 570 Strophen vielfach überliefert in zB.
J (Jenaer Handschrift)
B (Weingartner Liederhandschrift)
E (Würzburger Liederhandschrift)
A (alte Heidelsberger Handschrift) Motive und Kennzeichen Texte
Strophe im Königs-Friedrichs-Ton – Fürstenrat

Ihr Fürsten: Die den König gerne los wären, die mögen meinen Rat folgen, ich raten ihnen nicht aufs Geratewohl.
Wollt ihr – ich schicke ihn tausend Meilen und noch mehr über Trani hinaus.
Der Held will die Fahrt für Christus unternehmen; wer immer ihn dabei verunsichert,
der hat gegen Gott und die ganze Christenheit gehandelt.
Ihr Feinde, ihr sollt ihn seine Straße ziehen lassen,
mag sein, dass er hier zu Hause euch niemals mehr stört..
Bliebe er dort, was Gott nicht gebe, dann lacht ihr,
käme er uns Freunden wieder heim, dann lachen wir.
Auf die Nachricht mögen beide Seiten warten. - Und haltet euch an den Rat von mir! Ouwe was eren sich ellendet von tiuschen landen! - Kreuzzugsaufforderung

Wehe, wieviel an Ehren flüchtet sich aus deutschen Landen!
Klugheit und Tapferkeit, dazu Silber und Gold – wer diese beiden besitzt, bleibt der mit Schanden daheim:
Wehe, wie denen der Lohn des himmlischen Kaisers entgeht!
Dem sind weder die Engel noch die Damen gewogen.
Armer Mensch von der Welt und gegenüber Gott, wie der beider Verachtung fürchten muss!

Wehe, es kommt ein Sturm, das nehmt für gewiss, davon hören wir jetzt singen und sagen.
Der soll mit Grimm alle Königreiche durchziehen, das höre ich die Wallfahrer und Pilger klagen.
Bäume, Türme liegen vor ihm zerstört da,
starken Leuten bläst der das Haupt weg.
Nun sollten wir uns hin zu Gottes Grab flüchten!
...

Auszug aus: Ouwe war sint verswunden alliu miniu jar?

Durch geringe Buße wird er von schwerer Sünde erlöst. Daran denkt, Ritter, es ist eure Pflicht! Ihr tragt die leuchtenden Helme und die starken Rüstungen, dazu die festen Schilde und die geweihten Schwerter. Wollte Gott, ich wäre dieses Triumphes würdig! Dann könnte ich dürftiger Bettler reichen Lohn verdienen. Doch fürwahr, ich meine weder ein Stück Land noch der Fürsten Gold. Die Krone der Seligkeit möchte ich für immer erkämpfen: die konnte einst ein einfacher Söldner mit seiner Lanze erringen. Könnte ich die herrliche Kriegsfahrt übers Meer mitmachen, dann würde ich "Heil" singen und nimmermehr: o weh! Nimmermehr: o weh!

ich wolte sælden krône êweclîchen tragen:
die mohte ein soldenære mit sîme sper bejagen.
möht ich die lieben reise gevarn über sê,
sô wolte ich denne singen "wol" und niemêr mêre "ouwê",
niemer mêre ouwê.



Ich saz ûf eime steine
und dahte bein mit beine,
dar ûf satzt ich den ellenbogen;
ich hete in mîne hant gesmogen
daz kinne und ein mîn wange. Das Palästinalied
über 10 Strophen
Schilderung des Lebens Christi verwoben mit Rechtfertigung Christen, Juden und Heiden
behaupten, dass dies ihr Erbe sei.
Gott soll um seiner Dreifaltigkeit willen
darüber richten.
Die ganze Welt kämpft um es.
Wir sind mit unserer Bitte im Recht,
und daher ist es Recht, dass er sie uns gewähre. Kristen, juden unde heiden
jehent, daz diz ir erbe sî:
got müeze ez ze rehte scheiden
durch die sîne namen drî.
Al diu werlt diu strîtet her.
Wir sîn an der rehten ger:
reht ist, daz er uns gewer. Aufforderung und Verherrlichung
Rechtfertigung
Verteidigung Friedrichs II.
Papstkritik

(umstrittener Kreuzzug?) Unmutston:
ich waene des sílbers wênig kumet zu helfe in gotes lant,
grôzen hort zerteilet selten pfaffen hant.

Ottenton - Über den Kaiser Otto:
Ihr besitzt zwei kaiserliche Fähigkeiten, des Adlers Macht, des Löwen Kraft,
die sind des Herrschers Zeichen auf dem Schild.
Diese zwei Kampfgefährten -
ach, wollten sie nur auf die Heidenschaft los,
was widerstünde ihrer Tapferkeit und Großmut

Arbeitsauftrag: Übersetzen und Interpretation Lösung Räche, Herr, dich und deine Mutter, du Kind der Jungfrau, an denen, die eures Erblandes Feinde sind!
Lass dir den Christen mitsamt den Heiden sein wie der Wind, denn sie lieben dich kaum mit ganzer Hingabe!
Von deiner Rache gegen sie, Herr und Vater, lasse nicht ab! Du weißt wohl, dass dich die Heiden nicht allein stören,
die sind gegen dich – doch offen ungläubig;
jene sind ungläubiger, die mit diesen so im Stillen gemeinsame Sache machen Haltung zum Kreuzzug
Auszug aus dem Kreuzlied:

Dies kurze Leben schwindet dahin,
der Tod findet uns sündig.
Wer sich Gott zugestellt,
der kann de Hölle entgehen.
In der Not wird Gnade gefunden,
nun heilen Christi Wunden,
sein Land wird bald befreit werden,
das ist sicher, ohne Zweifel. „Fahrt“ wird befürwortet, bringt himmlischen Lohn:

Daz ist ein sæliclîchiu vart,
die got mit hundert giltet.
swelh hêrre al sîn guot ûf dise reise erspart,
er dunket mich ein gouch, swer in des schiltet. Seine Motivation ist hauptsächlich religiös:

Ze trôste wart uns allen
von einer maget ein kint geborn,
der ist sîn selbes vater und ist ouch sîn selbes kint.
[…]
wir wâren in der vinster mit gesehenden ougen blint;
Wir sint von im ze liehte komen!
swer daz behalten wil,
der helfe rechen, daz im ist sîn lant genomen,
sîn kriuze und ouch sîn grap … Bezogen auf Einstellung wie auch auf sprachliche Ausdrucksweise einfach:

Swenne ich von Âkers kume gewant
her in der Tiutschen habe,
mîn kunst erschillet in diu lant …

Ez wolte ein affe über einen sê, do enkunde er wol geswimmen niht,
er bat ein schorpen, daz si in vuorte, alsô diu âventiure giht:
ez sazte in ûf die bulen sîn und vuorte verre in in den tîch.
jenseitsbezogen
religiöse funktionale Argumente

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