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Unsere kulturelle Entwicklung: Vom Jäger und Sammler zum Ackerbauern. Das Neolithikum in Mitteleuropa

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Johanna KPunkt

on 20 January 2014

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Transcript of Unsere kulturelle Entwicklung: Vom Jäger und Sammler zum Ackerbauern. Das Neolithikum in Mitteleuropa

http://www.wald-feldbau.de/IMGP25832.jpg
Unsere kulturelle Entwicklung: Vom Jäger und Sammler zum Ackerbauern
- das Neolithikum in Mitteleuropa
Referat: 18.01.2013
Seminar: Umwelt- und Kulturwandel im Jungquartär

Referentin: Johanna Keil
Mesolithikum
mit Wiederbewaldung um 9600 v. Chr.
nomadische Lebensformen
Jäger und Sammler
Mesolithikum
Neolithikum
http://www.romaantiqua.de/forum/rom_52/archaeologisches_freilichtmuseum_oerlinghausen-13524/
http://www.romaantiqua.de/forum/rom_52/archaeologisches_freilichtmuseum_oerlinghausen-13524//
Mesolithikum
aneignende Lebensweise
Ernährungsgrundlage vor allem Wildfang, Fischfang
Sammeln von Wurzeln, Beeren, Pilzen...
in Gruppen aufgeteilt zur optimalen Ausnutzung des Nahrungsmittelangebots
http://www.goettingertageblatt.de/Nachrichten/Goettingen/Uebersicht/Essen-von-der-Steinzeit-bis-heute
Mesolithikum
Werkzeuge aus Stein, wichtig Flint
Werkzeuge aus organischen Materialien
Einbäume & Paddel
Fischfang mit Hilfe von Netzen
http://www.steinzeitwissen.de/mesolithikum/typentafel-1-mikrolithen
Küster, 1996, S. 73
Neolithikum
Bronzezeit
Neolithikum - natürliche Rahmenbedindungen
altgr. neos = neu, jung, lithos =Stein
prähistorische Epoche in der sich die Umstrukturierung zu einer sesshaft-bäuerlichen Lebensweise vollzog
einschneidender Wende"punkt" in der Menschheitsgeschichte
bis zum Neolithikum hat bereits eine Bodenentwicklung stattgefunden
wichtige Voraussetzung für Ackerbau
Neolithikum - erste Besiedlung
Neolithikum
lässt sich nach Lüning in fünf kulturelle Phasen gliedern
Neolithikum - erste Besiedlung
Bandkeramische Kultur
Neolithikum - erste Besiedlung
Strukturen neolithischer Lebensweise
Die BK bauten Siedlungen/Dörfer aus stabilen aus Eichenholz gefertigten Häusern
6-7m breit, 30-40m lang
Strukturen neolithischer Lebensweise
Häuser wurden vermutlich von nur einer Familie (5-7 Personen) bewohnt
Wohnraum
Lagerraum
Raum für häusliche Arbeiten (Entspelzen der Ähren,Mahlen der Körner, Zubereitung der Speisen)
Strukturen neolithischer Lebensweise
archäolog. Funde belegen häufiges Aufgeben von Siedlungen und spätere Wiederbesiedlung
Möglicher Zusammenhang mit Landdegradierung
Indizien, dass nicht alle Menschen an Siedlung gebunden waren
Beweise für eine hohe Mobilität zu BKZ
dadurch ergibt sich auch ein hoher kultureller Zusammenhang
Ursache: geringe Bevölkerungsdichten von 2 bis 16,7 Einwohnern/km²
Domestikation
Domestikation ist der bewusste
„Eingriff in die Pflanzen- und Tierwelt durch Auslese und (…) planmäßige Züchtung von Kulturpflanzen und Haustieren aus Wildpflanzen und Wildtieren, begleitet von betreuender Pflege und Haltung. Die ihrem Phänotyp nach für menschliche Nutzung geeignet erscheinenden Pflanzen und Tiere wurden dabei von ihren wild lebenden Artgenossen abgesondert und im Austausch ihres Erbgutes eingegrenzt.“
Erste Kulturpflanzen
Grundnahrungsmittel insbesondere Emmer (Tritium dicoccum) und Einkorn (Triticum monococcum)
Erste Kulturpflanzen
1. Einkorn
2. Emmer
3. Vielzeilige Spelzgerste
4. Linse
5. Erbse
6. Mohn
7. Lein
Landwirtschaftliche Praxis
Offenhaltung durch Rodung
Landwirtschaftliche Praxis
Anlage von Äckern und Anbau von Nutzpflanzen
Landwirtschaftliche Praxis
Ernte
Tierdomestikation
Ursprünge ebenso im fruchtbaren Halbmond
sekundäres Domestikationszentrum für Rinder und Schweine in ME kann angenommen werden
Tierdomestikation
Anteil von Jagdwild betrug nach Lüning (2003) nur noch lediglich 9%
Vieh diente nicht nur der Fleischproduktion
es lieferte auch wichtige Sekundärprodukte, wie Wolle und Milch
Vieh wurde vermutlich nicht in Ställen, sondern draußen untergebracht
Nutzung von Fernweiden, ähnlich der Transhumanz anzunehmen, damit ganzjähriger Versorgung garantiert werden konte
Verhältnis von Ackerbau zu Viehzucht schwer zu bestimmen
Neolithikum
Bedeutung für die Menschheitsgeschichte
anfängliche Lebenserwartung lag kaum über dem der Wildbeuter
geringe Körperhöhe lässt auf Mangelernährung und gelegentliche Perioden der Knappheit schließen
Fazit
nur wenige Aussagen können als Fakten angesehen werden
viele Fragen bleiben ungeklärt, z.B. die der Offenhaltung der Landschaft
vieles ist und bleibt vermutlich Interpretationssache

die Geschwindigkeit der Ausbreitung legt nahe, dass dahinter ein effektives, entwickeltes Anbausystem stand
Neolithisierung = Verbreitung der neuen Wirtschaftsweisen
Küster, 1996, S. 49
Neolithikum - natürliche Rahmenbedindungen
Relief und Böden
Lüning, 2000, S. 25
Jankuhn, 1969, S. 219
1. Altneolithikum (Neolithisierung)
2. Mittelneolithikum (ca. 5000-4400 v. Chr.)
3. Jungneolithikum (ca. 4400-3500 v. Chr.)
4. Spätneolithikum (ca. 2500-2800 v. Chr.)
5. Endneolithikum (ca. 2800-2200 v. Chr.)
Gliederung ergibt sich vor allem aus Kermaikfunden u. anderen Faktoren
älteste bäuerliche Kultur mit Siedlungen in ganz ME
leitet sich von typischen Verzierungen keramischer Funde ab
gelten als Indiz für ausgedehnten kulturellen Zusammenhang
Ennen & Janssen, 1979, S. 27
Göttinger Typentafeln zur Ur- und Frühgeschichte, 1983, S. 2
Wald-Räume
vermutlich nur wenig natürlich lichte Stellen
ggf. in den Lössgebieten, aufgrund dichter Grasnarbe
Flüsse mit gehölzarmen Schotterbetten als ungestörte Leitbahnen
Wie Offenhaltung für LW erfolgte noch nicht abschließend geklärt
http://www.sreiss.de/gieselautal/gieselautal/giesel2.html
Lüning, 2003, S. 128
http://www.romaantiqua.de/forum/rom_52/archaeologisches_freilichtmuseum_oerlinghausen-13524/
http://www.afm-oerlinghausen.de
(Seidl, 2006)
Verbreitung der Wildformen (Jankuhn, 1969, S. 17)
Lüning, 2000, S. 54
In ME wurde Speiseplan durch Wildpflanzen, Früchte, Nüsse, Wurzeln ergänzt
z. B. Rainkohl, Äpfel, Waldbeeren, Haselnüsse
Diversität der Kulturpflanzen nahm im Laufe des Neolithikums zu
http://www.wald_feldbau.de/Steinbeile%20mit%20gef%C3%A4lltem%20Baum2.jpg
Experimentelle Archäologie - Neolithischer Waldfeldbau Forchtenberg
http://www.wald-feldbau.de/100501102.jpg
http://www.wald-feldbau.de/IMGP10362.jpg
zur Vorbereitung des Ackers ist eine flächige Bodenbearbeitung notwendig
wahrscheinliche Werkzeuge sind Erdhacken und einfach Ards
Tegetmeier (1993) hält sogar bereits den Pflugbau für möglich, da nach seinen Berechnungen mit einem jährlichen Bedarf von 250kg Essgetreide pro Kopf eine Versorgung sonst nicht mgl. gewesen wäre
Minimum-Bedarf nach Ramminger
beträgt allerdings nur 165 kg
Erntegeräte waren geradschneidige Erntemesser und/oder gebogene Sicheln
bei der BK bestanden Klingen aus Feuerstein
zur weiteren Verarbeitung wurden Dreschgeräte, Mörser, Stampfer zum Entspelzen u. Mahlsteine benötigt
http://www.wald-feldbau.de/IMGP25392.jpg
Verbreitung der Wildschafte
Verbreitung der Wildziegen in Eurasien
Jankuhn, S. 1969, S. 18f.
dennoch, die während des Neolithikums entwickelte erstmalige Symbiose von Menschen, Nutzpflanzen- und Tieren ermöglichte eine zunehmend höhere Produktivität des Landes und damit einen stetigen Bevölkerungsanstieg
das System lässt sich bis heute nicht mehr auflösen
revolutionärer Charakter = Neolithische Revolution
Literatur
BERNHARD, W. (1987): Anthropologie der Bandkeramik. In: Schwabedissen, H.
(Hrsg.): Die Anfänge des Neolithikums vom Orient bis Nordeuropa (Institut für Ur- und Frühgeschichte der Universität zu Köln), (Böhlau Verlag) Köln, S. 128-163.
ENNEN, E. & W. JANSSEN (1979): Deutsche Agrargeschichte. Vom Neolithikum bis
zur Schwelle des Industriezeitalters. In: Pohl, H (Hrsg.): Wissenschaftliche Paperbacks Sozial- und Wirtschaftsgeschichte. (Franz Steiner Verlag) Wiesbaden.
HAMON, C. & J. GRAEFE (2008): Neue Aspekte zu Mahlsteinen in neolithischen
Gesellschaften. In Hamon, C. & J. Graefe (Hrsg): New Perspectives on Querns in Neolithic Societies. (Archäologische Berichte 23).
JANKUHN, H. (1969): Vor- und Frühgeschichte. Vom Neolithikum bis zur Völkerwanderungszeit.
(Eugen Ulmer) Stuttgart.
KOSCHIK, H. (Hrsg.) (1999): PflanzenSpuren. Archäobotanik im Rheinland: Agrarlandschaft und
Nutzpflanzen im Wandel der Zeiten. (LVR. Rheinisches Amt für Bodendenkmalpflege) Material zur Bodendenkmalpflege im Rheinland Heft 10.
KÜSTER, H. (1995): Geschichte der Landschaft in Mitteleuropa. Von der Eiszeit bis zu Gegenwart.
(Verlag C.H. Beck) München.
LÜNING, J. (2000): Steinzeitliche Bauern in Deutschland. Die Landwirtschaft im Neolithikum. In:
Universitätsforschungen zur prähistorischen Archäologie, Band 58 (Verlag Dr. Rudolf Habelt GmbH) Bonn.
LÜNING, J. (20032): Grundlagen des sesshaften Lebens. In: Spuren der Jahrtausende. Archäologie
und Geschichte in Deutschland. (Konrad Theiss Verlag) Stuttgart, S. 110-139.
SEIDL, A. (2006): Deutsche Agrargeschichte. (DLG-Verlag) Frankfurt am Main.
ZIMMERMANN, A. (2003): Die ersten Bauern. Bandkeramik. In: Menschen. Zeiten. Räume.
Archäologie in Deutschland (Konrad Theiss Verlag) Stuttgart, S. 135-138.
Mesolithikum
Terberger, 2003, S. 199
Lüning, 2003, S. 121
Lüning, 2003, S. 125
Lüning, 2003, S. 211
Lüning, 2003, S. 110
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