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Naturalismus

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by

Jonas Meyne

on 5 January 2015

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Transcript of Naturalismus

Naturalismus
Lyrik
Veränderung der Literatur
Ziele im Naturalismus, Kritik
allgemeines Ziel:
die Gesellschaft positiv zu beeinflussen
Was ist Naturalismus
1880- ca. 1900
Programmatik: wissenschaftlich exakte Abbildung der Wirklichkeit
Überwindung des Realismus
Hallo und
herzlich
willkommen!
Hintergrund-wissen
Ziele im Naturalismus
Veränderung der Literatur
Naturalismus Deutschlands
Agenda
Lyrik:
Arno Holz:
Buch der Zeit 1886
wichtige Vertreter + Werke
Realismus < Naturalimus
Abbild
Wirklichkeit
erstmaliger Einbezug von:
sozialen Missständen
moralischem und wirtschaft-
lichem Elend
dem Alltäglichen, Niederen
dem „Hässlichen“
Hintergrund
Industrielle Revolution
historische Einordnung
Positivismus
wissenschaftlich-
philosophischer Hintergrund
Naturalismus Deutschlands
Übergang von traditioneller Handarbeit zur maschinellen Massenproduktion
Verlagerung des Pauperismus in Größstädte
„Sozialen Frage“
(verarmte Bevölkerungsschicht des Bürgertums)
umfasst die mit der Industrialisierung einhergehenden sozialen Missstände
(Armut, Wohnraummangel, Kriminalität, Alkoholismus)
Prosa
Drama
Milieutheorie
Wissenschaft
der Mensch ist allein von wissenschaftlich wahrnehmbaren Einflüssen abhängig, also definiert durch bestimmte Faktoren:
1. genetisches Erbgut
2. sein ihn umgebendes soziales Umfeld (Milieu)
3. die Zeitumstände
Kritik an der Gesellschaft
und der Staatsform
+ Behandeln der realen Verhältnisse:
- keine Lösungsansätze
abb.2: http://images.zeno.org/Kunstwerke/I/big/72d022a.jpg
• Der erste Satz referiert, der Zweite stellt dar
• Mittelachszentrierung
• Verzicht auf Reim
• Sekundenstil: Zeitdeckung
• Darstellung der Sprech- weise: Interpunktion
• personale Erzählform
• Dialog

• ausführliche Regieanweisung
• Handlung rückt in den Hintergrund
• Bote aus der Fremde bringt Situation in Gang, offenes Ende

abb.1: Liebermann, Der Weber, 1882
Er war jetzt zu ihr unter die Decke gekrochen, die Unterhosen hatte er anbehalten.
„Nicht mal Platz genug zum Schlafen hat man!“
Er reckte und dehnte sich.
„So’n Hundeleben! Nicht mal schlafen kann man!“ Er hatte sich wieder auf die andre Seite
gewälzt.
Die Decke von ihrer Schulter hatte er mit sich gedreht, sie lag jetzt fast bloß da …
……………………………………………………………………………………………………….
Das Nachtlämpchen auf dem Tisch hatte jetzt zu zittern aufgehört.
Die beschlagene, blaue Karaffe davor war von unzähligen Lichtpünktchen wie übersät. Eine
Seite aus dem Buch hatte sich schräg gegen das Glas aufgeblättert. Mitten auf dem vergilbten
Papier hob sich deutlich die fette Schrift ab: „Ein Sommernachtstraum“. Hinten auf der Wand,übers Sofa weg, warf die kleine, glitzernde Photografie ihren schwarzen, rechteckigen Schatten.
Der kleine Fortinbras (Sohn) röchelte, nebenan hatte es wieder zu schnarchen angefangen.
„So’n Leben! So’n Leben!“
Er hatte sich wieder zu ihr gedreht. Seine Stimme klang jetzt weich, weinerlich.
„Du sagst ja gar nichts!“
Sie schluchzte nur wieder.
„Ach Gott, ja! So’n …Ae!! …“
Er hatte sich jetzt noch mehr auf die Kante zu gerückt.
„Is ja noch Platz da! Was drückste dich denn so an die Wand! Hast du ja gar nicht nötig!“
Sie schüttelte sich. Ein fader Schnapsgeruch hatte sich allmählich über das ganze Bett hin
verbreitet.
Beispiel Zeitgestaltung im Sekundenstil: Papa Hamlet
Der Naturalismus in der Literatur ist […]
die Rückkehr zur Natur des Menschen,
die direkte
Beobachtung
,

die genaue Anatomie
und
die Feststellung und Wiedergabe dessen,
was ist.

- Émile Zola, 1880
Naturalismus
Verständnis des Menschen als
Teil in der Gesellschaft
Entwicklung von Gesetz-
mäßigkeiten
• Verwendung kritischer Themen
• Kollektiv verdrängt den Hauptcharakter/ autonomen Held
• Übernahme der Umgangssprache
Arno Holz: Im Thiergarten

Im Thiergarten, auf einer Bank, sitz ich und rauche;
und freue mich über die schöne Vormittagssonne.

Vor mir, glitzernd, der Kanal:
den Himmel spiegelnd, beide Ufer leise schaukelnd.

Über die Brücke, langsam Schritt, reitet ein Leutnant.

Unter ihm,
zwischen den dunklen, schwimmenden Kastanienkronen,
pfropfenzieherartig ins Wasser gedreht,
– den Kragen siegellackrot –
sein Spiegelbild.

Ein Kukuk
ruft.
Verbreitung über Zeitschriften
zentrale Ausgangspunkte:
erst Berlin/ später München
„Die Kunst hat die Tendenz, wider die Natur zu sein."
Formelhaft ausgedrückt: „Kunst = Natur – X“ 26
- Arno Holz, 1891
Phase des Schaffens ab 1886
Experimenteller Roman:
Arno Holz + Johannes Schlaf:
Papa Hamlet 1889

Drama:
Gerhart Hauptann:
Vor Sonnenaufgang 1889
Die Weber 1893
Kunst-Natur=O
- X
X
= Unvollkommenheit der
literarischen Mittel/ Subjektivität des Künstlers
Situationen, Abläufe, Dinge sind definiert durch Naturwissenschaftliche Gesetze
nur gegebenes (Positives) darf berücksichtigt werden
->Spekulation/ Übernatürliche Erklärungen führen zu falschen Ergebnissen
die Rückkehr zur Natur des Menschen,
die direkte
Beobachtung
,
die genaue Anatomie
und
die Feststellung
und
Wiedergabe dessen,
was ist
Émile Zola, Photographie, Jahr unbekannt
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