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Zukunft wissenschaftlicher Bibliotheken

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by

Rudolf Mumenthaler

on 12 September 2013

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Transcript of Zukunft wissenschaftlicher Bibliotheken

Zukunft wissenschaftlicher Bibliotheken
Ein Blick in die Kristallkugel
Gedanken zur Zukunft wissenschaftlicher Informationsinfrastruktureinrichtungen aka "Bibliotheken"

Prof. Dr. Rudolf Mumenthaler,
Schweizerisches Institut für Informationswissenschaft, HTW Chur

Kiel, ASPb-Tagung, 11.9.2013
1. Externe Entwicklungen bestimmen die Zukunft von Bibliotheken massgeblich -
Risiken und Chancen
2. Elektronische Informationsdienstleistungen werden überregional/national/international erbracht
5. Services richten sich an Fachgebieten aus
Die wissenschaftlichen Informa-tionsdienstleistungen richten sich nach Fachgebieten und nicht nach einzelnen Hochschulen aus
6. Bibliotheken stehen in Konkurrenz zu kommerziellen Informationsdienstleistern
Nicht nur Bibliotheken, auch kommerzielle Anbieter (Verlage, Aggregatoren) wollen Forschenden komplette Informations-dienstleistungen anbieten
Was bedeutet dies für Bibliotheken?
Ortsunabhängigkeit von e-Services
IT-basierte Dienste sind nicht nur in der Nutzung sondern auch in der Erbringung ortsunabhängig
Bedingt durch Internationalisierung der Forschung und Mobilität der Forschenden sind nicht lokale sondern nationale Dienstleistungen gefragt
Die Nähe oder Distanz zum Anbieter spielen keine Rolle
Dies gilt auch für den Zugriff auf E-Ressourcen: weg von Hochschullizenzen hin zu Nationallizenzen und Open Access
3. Bibliotheken bündeln ihre Kräfte: Konzentration, Kooperation
4. Bibliothek als Raum löst sich von den e-Services
Die Funktion als Erbringer von e-Services für die Wissenschaft löst sich von derjenigen als Ort des Lernens, Studierens, Forschens
Dienstleistungen vor Ort
Bibliothek als Dritter Ort
Lern- und Arbeitsplätze
Orte zum Verweilen, für sozialen Austausch
Dienstleistungen vor Ort für Forschende, Studierende, Lehrende
Beratung, Information Literacy
liaison librarian, embedded librarian
lokale e-Services
zielgruppenspezifische Anpassungen, Personalisierungen
Digitalisierung
Content über offene Schnittstellen bereitstellen
Digitizing on Demand für Forscher
3D-Digitalisierung
Unterschiedliche Arbeitsmethoden und Informationsbedarfe je nach Fachgebiet
Forschende einer Fachrichtung haben mehr Gemeinsamkeiten als Forschende einer Hochschule
Die Services müssen an die Bedürfnisse der Forschenden angepasst sein
Beispiel Virtuelle Forschungsumgebungen
Gegentrend: Transdisziplinarität
Fachspezifische Services
Angebote kommerzieller Dienstleister
interaktive Forschungsplattformen
Publikation von Forschungsdaten
Vernetzung von Forschungsinhalten
Bibliometrie

aktuell beschränkt auf Verlagsangebote
Chance für Bibliotheken: Forschende wünschen eine übergreifende Plattform
aber: WoS, Scopus...
7. Bibliotheken erweitern ihren Sammlungs- und Vermittlungsauftrag
Die Grenzen von Publikationsformen verschwimmen
Die Bibliotheken sind heute noch stark auf Monografien, Zeitschriftenbände und den Nachweis im OPAC fokussiert
Bibliotheken werden einzelne Artikel, primäre Forschungsdaten und Mikro-Publikationen erschliessen und verfügbar machen
Diese Inhalte werden mittels semantischer Verfahren miteinander vernetzt...
...und über Portale nutzbar gemacht
8. Bibliotheken bieten personalisierte Dienste an
Bibliotheken kennen ihre Zielgruppen und deren Informationsbedarfe
Bibliotheken adaptieren zentral bereitgestellte Services so, dass sie den Bedürfnissen und Wünschen ihrer NutzerInnen entsprechen
Kunden-, bzw. Nutzerorientierung ist die Grundlage für innovative Dienstleistungen
Gesellschaft
Mobilität, Medienkonsum, Informationsnutzung
Politik, Recht (Datenschutz, Urheberrecht)
Finanzen, QM, Effizienz, Management, ROI
Wissenschaft
Publikation, Ranking, Impact
Zugang zu und Nutzung von Information, Mobilität, Interdisziplinarität, Internatio-nalisierung, Kommunikation, Kollaboration
Technologie
Cloud, mobile Nutzung, Web 2.0, Web 3.0 inkl. LOD, Suchmaschinen, Speicher, Datenrate, Identifikation, NFC, Wearable Devices, 3D-Printing etc.
Konzentration und Kooperation
Einzelne Bibliotheken sind durch die hochkomplexen technischen Lösungen tendenziell überfordert
Politik ist nicht länger bereit, die heutigen Doppelspurigkeiten zu finanzieren (z.T. Widerspruch zu Interessen der Universitäten)
Hohe Investitionen sind nötig. Die Politik bevorzugt nationale Services (Bsp. Programm "Wissenschaftliche Information" der Schweizer Rektorenkonferenz CRUS)
Diese Informationsinfrastrukturdienstleister müssen nicht zwingend Bibliotheken sein
Bibliotheken müssen eng kooperieren, um diese Rolle übernehmen zu können
Bildung von Kompetenzzentren, Konsortien
Fazit
Bibliotheken haben sich (zu) lange mit sich selbst und ihrer eigenen Welt beschäftigt
Das Umfeld verändert sich radikal
Entsprechend sind radikale Innovationen und Veränderungen gefragt
Bibliotheken fokussieren sich, konzentrieren sich auf ihre Stärken...
...und kooperieren eng miteinander
Bibliotheken richten sich an den Bedürfnissen ihrer Zielgruppen aus
...und bieten lokal attraktive Dienste an, die auf überregionalen/nationalen Services basieren
Danke für Ihre Aufmerksamkeit!
Fragen?

rudolf.mumenthaler@htwchur.ch
http://ruedimumenthaler.ch
www.twitter.com/mrudolf
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