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17. Juni 1953 - Volksaufstand in der DDR

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by

Pavel Hazarbasanov

on 13 March 2014

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Transcript of 17. Juni 1953 - Volksaufstand in der DDR

17. Juni 1953 - Volksaufstand in der DDR
II SED-Parteikonferenz 9.-12. Juli 1952
- der planmäßige
"Aufbau des Sozialismus"
wird verkündet
- "Der Sturz des Bonner Vasallenregimes ist die Voraussetzung für die Wiederherstellung der Einheit Deutschlands"
- Moskauer "Empfehlungen" - grundlegende Aufgaben:

1. Zentralisierung
2. Forcierte Militarisierung
3. Förderung der Schwerindustrie
4. Verstaatlichung der Landwirtschaft
Der Weg in die Krise
Zentralisierung
Ziel: Konzentration der gesamten Macht bei der Zentrale in Ost-Berlin
- Auflösung der fünf Länder
- Gründung von 14 Bezirke; Verwaltung - Räte
- alles wird von der SED in Ost-Berlin kontrolliert und geführt

Die DDR wird somit in einem zentralistischen Einheitsstaat verwandelt.
Militarisierung
- Militarisierungskurs - Werbekampagne der KVP
- bis Mitte 1953 - 113.000 Soldaten
- Förderung der Rüstungs- und Schwerindustrie
führt zur Vernachlässigung anderer Wirtschaftszweigen
Staatsausgabenanteile 1952 im Vergleich:
- Gesundheitswesen - 6%
- Volksbildungskosten - 8%
- Militärausgaben - 11%
Verstaatlichung der Landwirtschaft
Gründung von landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaften (LPG)
Text im Bild:
Dem Sozialismus gehört
die Zukunft.
Werktätige Einzelbauern
werdet Mitglieder der LPG
SED sucht nach Schuldigen für die Krise
6. November 1952 - Ministerpräsident Otto Grotewohl berichtet im Ministerrat über Versorgungsschwierigkeiten
SED-Führung nimmt eine Säuberungsaktion vor (auch in den eigenen Reihen)
Demaskierung von "Saboteure" und "Agenten"
Enteignung und Verstaatlichung vom privaten Eigentum (hauptsächlich des
Mittelstands
)als Kompensation für die Krise
Kampagne gegen den Mittelstand
Enteignung vieler Einzelunternehmer und Privatbesitzer
Betriebsüberprüfungen, Verhaftungen und Verurteilungen zu 1-3 Jahre lange Zuchthausstrafen
beschlagnahmte Vermögen: 14.112.000 DM
Wegnahmen von Lebensmittelkarten
Der "neue Kurs"
Vertiefung der wirtschaftlichen Krise
schlechte Lebensbedingungen für alle Teile der Bevölkerung
Massenflucht in den Westen
Verbitterung der Bevölkerung
verschärfter Klassenkampf
Einstellung der Zwangskollektivierung
Förderung der Privatunternehmer
Wahrung der Rechtsstaatlichkeit
usw.

Im Allgemeinen wurden alle Missachtungen, außer die erhöhten Arbeitsnormen, korrigiert.
Diese Beschlüsse wurden am 11. Juni 1953 veröffentlicht.

Jedoch war dieser neue Kurs für die Krise zu spät.
11. Juni 1953 - Politbüro und Ministerrat bekennen ihre Fehler und versprechen diesen durch tiefgreifende Reformen zu korrigieren
Arbeiter protestierten zunächst nur gegen die Behaltung der erhöhten Arbeitsnormen, später aber gegen die Regierung als Ganzes
Forderungen: Rücktritt der Regierung, freie Wahlen
riefen zum Generalstreik am nächsten Tag auf

Arbeiterprotest am 16. Juni 1953
17. Juni 1953 - Volksaufstand
Folgen und Reaktionen
Ausbruch
Mittwoch, 17. Juni 1953
spontane Ausbrüche von Protesten im frühen Morgen in mehr als 500 Orten in der DDR
RIAS berichtet aus Berlin
Breite des Protests zunächst nicht bewusst
Schwerpunkte - Berlin, Magdeburg, Leipzig, Dresden
Zahl der Protestierenden nicht genau bekannt, vermutlich zwischen 400.000 und 1.5 Mio. Menschen
keine echte Organisation
Verlauf
FOLGEN
Teilnahme zunächst freiwillig, später - zwangsweise
Enteignung von Bauernhöfe, Betriebe
viele Bauern fliehen in den Westen
Verdarb der Landwirtschaft
Besetzung und sogar Brandstiftung von Regierungsgebäuden
Befreiung von Häftlingen
blutige Zusammenstöße zwischen Polizei und Demonstrierenden
Landkreisen Görlitz und Niesky
Außerkraftsetzung der SED-Regime in wenigen Stunden
starke Unzufriedenheit aufgrund der besonders schlechten Lebenslage (Arbeitslosigkeit, Wohnungsnot usw.) und der Oder-Neiße Grenze zu Polen
die vertriebenen Machthaber flohen nach Berlin-Karlhorst unter den Schutz der sowjetischen Behörden
14. Uhr, Ministerpräsident Otto Grotewohl:
Rücknahme der Normenerhöhungen
der Aufstand sei "das Werk von Provokateuren und
faschistischen Agenten

ausländischer Mächte
und ihrer Helfershelfer aus deutschen kapitalistischen Monopolen"
"Gerade weil es keine Organisation gegeben hatte, war unstreitbar: Der RIAS war, ohne es zu wollen, zum Katalysator des Aufstandes geworden. Ohne den RIAS hätte es den Aufstand so nicht gegeben"

- Egon Bahr
Niederschlagung des Aufstandes

ein Ausnahmezustand wurde verhängt
somit übernahm die UdSSR die Verwaltung der DDR
Eingriff von sowjetische Truppen und Panzer
ohne große Zusammenstöße zwischen Militär und Demonstranten wurde der Aufstand niederschlagen
Reaktion der DDR
Bedeutung für die SED: Kennzeichen dafür, dass sie das Vertrauen der Bevölkerung völlig verloren haben; vom Protest überrascht
- geben sogar ihren Schuld zu:

"Wenn Massen von Arbeiteren die Partei nicht verstehen ist die Partei schuld, nicht der Arbeiter"

Aufstand - "faschistischer Putschversuch"
1400 Verhaftungen
"Reinigung von feindlichen Elementen" in der SED
Reaktion der Westmächte
reagierten zurückhaltend
wollten keine Konflikte mit der UdSSR
seien "überrascht" vom Ausmaß des Aufstands
wurden später dafür stark kritisiert
Der 17. Juni galt seit 1954 bis 1989 als der "Tag der deutschen Einhet"
VIELEN DANK FÜR IHRE AUFMERKSAMKEIT! :)

Lia und Pavel, 12e

Quellen:
http://www.bpb.de/geschichte/deutsche-einheit/der-aufstand-des-17-juni-1953/
http://de.wikipedia.org/wiki/Aufstand_des_17._Juni
http://www.17juni1953.com/
Kursbuch Geschichte, neue Ausgabe, "Von der Antike bis zum Gegenwart", Cornelsen
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