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Lyrik der Romantik

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by

Paula Schumann

on 12 March 2015

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Transcript of Lyrik der Romantik

Wenn nicht mehr Zahlen
und Figuren

Wenn nicht mehr Zahlen und Figuren
Sind Schlüssel aller Kreaturen
Wenn die so singen, oder küssen,
Mehr als die Tiefgelehrten wissen,
Wenn sich die Welt ins freie Leben
Und in die Welt wird zurückbegeben,
Wenn dann sich wieder Licht und Schatten
Zu echter Klarheit wieder gatten,
Und man in Märchen und Gedichten
Erkennt die wahren Weltgeschichten,
Dann fliegt vor Einem geheimen Wort
Das ganze verkehrte Wesen fort.
Sehnsucht nach der Vergangenheit:
"Welt ins freie Leben [...] wird zurückbegeben" (V.5f.)
Kunst steht über der Wissenschaft:
"Wenn die so singen, oder küssen, Mehr als die Tiefgelehrten wissen" (V.3f.)"
Romantik trägt zu Erleuchtung bei:
"[...] Licht und Schatten [...]/ Zu echter Klarheit" (V.7f.)
Mystisch, Romantische Weltbild:
"[...] in Märchen und Gedichten Erkennt die wahren Weltgeschichten" (V.10)
Lyrik der Romantik
Stilmittel
Motive
Naturverbundenheit
Nacht
-Traum, Fantasie
Gefühl
-Liebe
Ironie
Sehnsucht
Wander-, Reisemotiv
Das Wunderbare
Entfesseltes Ich
Mittelalter
Ablehnung der Wirklichkeit, Gegewart (Märchen)
Themen
Psyche
Offene Formen
Progressive Universalpoesie
Romantische Ironie
Blaue Blume: (Novalis)
Symbol der Sehnsucht
Gesellschaftskritik
In Danzig (1842)

Dunkle Giebel, hohe Fenster,
Türme tief aus Nebel sehn.
Bleiche Statuen wie Gespenster
Lautlos an den Türen stehn.

Träumerisch der Mond drauf scheinet,
Dem die Stadt gar wohl gefällt,
Als läg’ zauberhaft versteinet
Drunten eine Märchenwelt.

Ringsher durch das tiefe Lauschen,
Über alle Häuser weit,
Nur des Meeres fernes Rauschen.
Wunderbare Einsamkeit!

Und der Türmer wie vor Jahren
singet ein uraltes Lied:
Wolle Gott den Schiffer wahren,
Der bei Nacht vorüberzieht.
Joseph von Eichendorff
Motiv der Natur:
Personifikation
des Mondes, Nebel

Motiv der Nacht:
Stadt ist ruhig - "lautlos",Mondlicht

Hinwendung zur Vergangenheit:
"uraltes Lied" - Tradition

Mystifizierung der Wirklichkeit:
"Märchnenwelt"; "Statuen wie Gespenster"

Nacht romantisiert die Stadt
Novalis
1788-1857
Sohn einer katholischen Adelsfamilie
studierte Jura & Geisteswissenschaften
verfasste Lyrik, Prosa und Dramen
Die blaue Blume (1818)

Ich suche die blaue Blume,
Ich suche und finde sie nie,
Mir träumt, dass in der Blume
Mein gutes Glück mir blüh.

Ich wandre mit meiner Harfe
Durch Länder, Städt und Au'n,
Ob nirgends in der Runde
Die blaue Blume zu schaun.

Ich wandre schon seit lange,
Hab lang gehofft, vertraut,
Doch ach, noch nirgends hab ich
Die blaue Blume geschaut.

Symbol für:
Sehnsucht
Liebe
Streben nach dem Unendlichen
Wanderschaft, Reiselust
Heinrich Heine

Das Fräulein stand am Meere (1832)

Das Fräulein stand am Meere
und seufzte lang und bang
Es rührte sie so sehre
der Sonnenuntergang.

Mein Fräulein, sei`n sie munter,
das ist ein altes Stück:
hier vorne geht sie unter
und kehrt von hinten zurück.

Blamier` mich nicht, mein schönes Kind,
und grüß mich nicht unter den Linden.
Wenn wir nachher zu Hause sind,
wird sich schon alles finden.
ironisiert, parodiert die Romantik


Synästhesie
Verschmelzung von Sinneseindrücken
Bretano (der Spinnerin Nachtlied)
"Es sang vor langen Jahren
Wohl auch die Nachtigall,
Das war wohl
süßer Schall
,
Da wir zusammen waren"

Progressive Universalpoesie
Versuch, Wissenschaft, Kunst und Poesie in Texten und Literatur miteinander zu verbinden
Künstler als freischaffendes Genie
Wechselbezug zwischen Traum und Wirklichkeit
Alle Sinne sollen angesprochen werden
1797 - 1856
gilt als „letzter Dichter der Romantik“
Überwinder der Romantik
1772-1801
Georg Friedrich von Hardenberg
"Novalis" Pseudonym als Dichter
Philosoph und Dichter der Frühromantik
(~ 1795-1835)
Romantik
Klassik
- Erkannte Nachteile der bürgerlichen
Ordnung
-> Mensch sei fähig, all seine Kräfte in harmonischer Einheit zum Schönen,
Wahren, Guten auszubilden
- Geschlossene Literarische Formen
- Herleitung aus der Antike

- Natur im Einklang mit Menschen
- Von ihm beherrschbar
- Kraftquell des Menschen
- Kein Gottglaube; göttliches Prinzip in der Natur
- Beherrschbarkeit der Umwelt
- Fortschrittsglaube
- Erkannten Nachteile der bürgerlichen Ordnung
-> Stellte keine Ideale auf, keine Bildungsprogramme mit dessen Hilfe die Ideale verwirklicht werden sollten
- Offene Formen
- Mittelalter und rückwärts gerichtete politische Ideale
- Abgrenzung von Natur und Mensch;
- Unerreichbarer Gegenstand seiner Sehnsucht
- Natur als Ort der göttlichen Offenbarung
- Einheit von Kunst und Wissenschaft
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