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Die soziale Frage

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by

Niclas Böhmer

on 28 May 2014

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Transcript of Die soziale Frage


Was ist die soziale Frage?
"Unter dem Begriff der sozialen Frage (auch Arbeiterfrage genannt) sind zum einen die negativen Folgen der industriellen Revolution, ins Besondere im Bezug auf die Arbeiter, wie auch die sozialen und wirtschaftlichen Folgen des Übergangs von der Agrargesellschaft zur Industriegesellschaft zu beschreiben."
Wie äußerten sich die Missstände, die unter dem Begriff der sozialen Frage zusammengefasst werden ?- Lebensverhältnisse der Arbeiter
Arbeitsverhältnisse
Arbeit bis zu 17 Stunden
geringer Lohn, der meist nur zur Versorgung des Arbeiters reichte
Unternehmer=absolute Macht
fehlende soziale Absicherungen
fehlende Arbeitssicherheit+ schlechte Luft und Beleuchtung --> Frühinvaliden
--> Alkohol meist einzige Lösung
Lebensverhältnisse
Prägend für die Lebensverhältnisse der Arbeiterfamilien war das Wohnungselend -->
Was gab es für Versuche zur Lösung der sozialen Frage ?
Die soziale Frage
Einstieg
Wie kam es zur sozialen Frage ?- Der gesellschaftliche Transformationsprozess im frühen 19. Jh.
Die feudale Ständegesellschaft
Die kapitalistische Klassengesellschaft
Philosoph Ludwig Klages 1913: "Die meisten leben nicht, sondern existieren nur mehr: sei es als Sklaven des Berufs, sei es als Sklaven des Geldes, sei es endlich als Sklaven großstädtischen Zerstreuungstaumels. In keiner Zeit noch war die Unzufriedenheit größer und vergiftender."
Bauernbefreiung
Wirtschaftliche Zielvorstellung : "Die Landwirtschaft ist ein Gewerbe, welches zum Zweck hat, durch Produktion vegetabilischer und tierischer Substanzen Gewinn zu erzeugen oder Geld zu erwerben"(Agrarwissenschaftler Albrecht Thaer)
-> Bekenntnis zur kapitalistischen Marktwirtschaft
1806 Oktoberedikt
Freiheit in Besitz von Grundeigentum
Freiheit im Gebrauch von Grundeigentum
Aufhebung aller Gutsuntertänigkeit oder Leibeigenschaft
Aufhebung der Standesschranken in der Berufswelt
Regulierungsedikt 1811
Einführung der Gewerbefreiheit
Die Bauern mussten als Entschädigung an ihren Gutsherren 1/3 des Landes abgeben
--> Danach kam die politische Emanzipation ins Stocken; es fehlt an Schutzmaßnahmen in ökonomischer Sicht für die Bauern
Ergebnisse- im Bereich...
Landwirtschaft
Rationalisierung der Anbaumethoden
viele Bauern verloren ihr Land und wurden Landarbeitern --> Urbanisierung
Gutsherr wird ein landwirtschaftlicher Unternehmer
Hausgewerbe
maschinelle Fabriksysteme ruinierten Hausgewerbe
einziger Ausweg Abwanderung in Fabrikzentren
Handwerk
Abschaffung der Zünfte --> freie Handwerksgesellen wurden zu abhängigen Lohnarbeiter
Handwerker wehrten sich ( Weberaufstand)
Trugen mit zur Entstehung bei
Pauperismus des Vormärz
Urbanisierung
trug bei zur....
Die "soziale" Frage
wurde ersetzt durch
verschwand durch die neu aufkommende Industrie
Beispiel- Die zwei Formen der Herrschaftsorganisation
Grundherrschaft
Grundbesitzer
Bauern (persönlich frei)
vergibt Land
Abgaben und Frondienste
--> oder abgeschwächte Leibeigenschaft
gutsherrliche Ordnung
Gutsherr
betrieb selbst Gutshof
Bauern (persönlich unfrei)
Vergibt Land an
leistete Abgaben und mussten alle Arbeiten auf dem Gutshof erledigen
Die Bauern konnten weder über die Nutzung des Landes noch über die Produktionsweise frei entscheiden
Rahmenbedingungen zum Entstehen der sozialen Frage
Wegfall von sozial-protektonistischen Absicherungen
Wegfall von landwirtschaftlicher Nebentätigkeit
Urbanisierung
Flexibler Arbeitsmarkt mit Überangebot an mittellosen Arbeitskräften
Gewinnmaximierungsstreben der Unternhemer
fehlende Organisation der Arbeiter
Industriegesellschaft ?
Entstehung einer Arbeiterklasse (erst nach 1850)
Bildung von Großstädten
Arbeitsteilung
Verschiebung der Wirtschaftlichen Sektoren
Kinderarbeit
Auszüge aus verschiedenen Fabrikordnungen
"Sie müssen [...] pünktlich zur Arbeit kommen und erwirken durch Zuspätkommen eine Geldstrafe, welche [...] bis 1/2 ihres täglichen Verdienstes beträgt"
" Wenn die Umstände es erfordern, dass länger als gewöhnlich [...] gearbeitet werden muss, so muss jeder Arbeiter sich dies[...] unweigerlich gefallen lassen"
"In allen Arbeitssälen soll Ruhe und Stille herrschen"

von allen Seiten (auch staatlicher) unterstützt, weil es zum Überleben vieler Familien notwendig war
verdienten oft nur 1/10 der Männer
Kinder werden bereits mit 4 Jahren eingesetzt
Waisen oft zum Arbeiten gezwungen (normaler Tag von 4 Uhr morgens bis 9 Uhr abends mit nur kurzen Pausen)
sehr niedriges Bildungsniveau
Arbeit soll "Müßiggang" vertreiben
--> katastrophale gesundheitliche Folgen
"Bleiche Gesichter, matte und entzündete Augen, geschwollene Leiber, aufgedunsene Backen, geschwollene Lippen und Nasenflügel, Drüsenanschwellungen am Halse, böse Hautausschläge und asthmatische Anfälle unterscheiden sie in gesundheitlicher Beziehung von anderen Kindern derselben Volksklasse, welche nicht in den Fabriken arbeiten. Nicht weniger verwahrlost ist ihre sittliche und geistige Bildung" (staatlicher Bericht zur Kinderarbeiten in Fabriken)
„[…] In den niedrigeren Logierhäusern schlafen zehn, zwölf, ja zuweilen zwanzig Personen von beiden Geschlechtern und jedem Alter in verschiedenen Abstufungen der Nacktheit auf dem Fußboden durcheinander. Diese Wohnstätten sind gewöhnlich […] so schmutzig, feucht und verfallen, dass kein Mensch sein Pferd darin unterbringen möchte.“

J. C. Symons: Arts and Artizans at Home and Abroad. Edinburgh 1839. S. 116f. Zit. in: Engels, 1845: S. 270.
niedrige Löhne + hohe Lebenshaltungskosten -->



bisherige Institutionen gegen Armut vielen weg
gesellschaftliche Lehre
Vertreter: Karl Marx und Friedrich Engels
Hauptwerke: "Das kommunistische Manifest"; "Das Kapital"
Arbeiter
Motivation:
Selbsthilfe
Mittel:
Streiks
Organisierte Arbeiterbewegung entstand
Staat
dt. Staat wehrte sich gegen Maßnahmen, solange es ging
Motive
: Selbsterhaltung der alten Mächte; Arbeiter in den Staat eingliedern
konkrete Maßnahmen
:
Lehre des wissenschaftliche Sozialismus
Grundlage: Lehre des Historischen Materialismus
Kommunismus
„klassenlose Gesellschaft“

Sozialismus
„Diktatur des Proletariats“

Kapitalismus
Kapitalisten/Bourgeosie <-> Proletariat

Feudalismus
Feudalherren <-> Bauern

Sklavenhaltergesellschaft
Sklavenhalter <-> Sklaven

Urgesellschaft

Stufen der menschlichen Gesellschaft nach Marx

Geschichte bestimmt durch Produktionsverhältnisse
herrschende(besitzende) Klasse vs. beherrschte --> Klassenkampf--> es entsteht eine neue umgekehrte Gesellschaftsordnung
Prinzip des Fortschritts
Prinzip der Dialektik
Teleologie
Analyse des Status quos
Kapitalisten
verfügten über Waren und Produktionsmittel
Proletarier
hauptsächlich Lohnarbieter, die nichts als ihre Arbeitskraft besaßen
Funktionsweise des Kapitalismus
Prinzip des Mehrwertes
Mechanisierung des Produktionsprozesses
Verelendung des Proletariats
Akkumulation von Besitz
Konzentrationstheorie
Überproduktionskrise
Zusammenbruch des
Systems
Die kommunistische Utopie
Auf den Kapitalismus folgt der Sozialismus, darauf der Kommunismus
Merkmale
klassenlose Gesellschaft
kein Privateigentum an Produktionsmitteln
kein Staat
planmäßige Produktion
Unternehmer
Alfred Krupp
Motivation:
eigener Profit
Ausgangspunkt:
patriarchalische Verantwortung für "unmündigen" Arbeiter
Ziel:
Bindung der Arbeiter, ohne politische Partizipation
Mittel:
Betriebskrankenkassen; Arbeitspension; Wohnungsfürsorge
Friedrich Harkort
altruistischer motiviert (Maßnahmen für alle Arbeiter des Ortes)
Ziel:
Eingliederung des Arbeiters in die bürgerliche Gesellschaft
Mittel:
Krankenkassen; Konsumvereine Arbeitersparkasse; Forderungen an den Staat; Betriebsverfassung
1883
1884
1911
1889
1853
März 1839
Krankenversicherung
Unfallversicherung
Alters- und Invalidenversicherung
Reichsversicherungsordnung
1. deutsches Jugendschutzgesetz
Einführung von Fabrikinspektoren
Versicherte
Leistungen
1885
1911
Krankenversicherung
4,3 Mio.
47 Mio. RM
13,3 Mio.
358 Mio. RM
Kirche
Adolph Kolping
katholischer Priester
6. Mai 1849 Gründung "Katholische Gesellenvereine" Erziehung des Arbeiters zur Tüchtigkeit
Johann Hinrich Wichern
evangelischer Sozialreformer
Ausgangspunkt
: Krise religiös-sittliches Problem
Mittel
: Gründung von Inneren Missionen
"Central- Ausschuß für die Innere Mission der deutschen evangelischen Kirche"
Inwieweit konnte die soziale Frage im ausgehenden 19. Jahrhundert gelöst werden ?
1869
1875
1891
1878-1890
1863
Liebknecht und Bebel gründen " Sozialdemokratische Arbeiterpartei" (SDAP)
Vereinigung von ADAV und SDAP zur "Sozialistischen Arbeitspartei"(SAP)
1890 Umbenennung in SPD
SAP wird verboten --> Mitgliederschaft im Volk wächst trotzdem
Erfurter Parteiprogramm der SPD
Ferdinand Lassalle gründet "Allgemeinen Deutschen Arbeiter Verein"(ADAV)
Quellen
Hg. Hans-Jürgen Lendzian, 2007, Zeit und Menschen 1, 1.Auflage, Paderborn: Bildungshaus Schulbuchverlag 403-439
Wolfram Fischer, 1982, Armut in der Geschichte Erscheinungsformen und Lösungsversuche der "Sozialen Frage" in Europa seid dem Mittelalter, 1. Auflage, Göttingen: Vandenhoeck und Ruprecht
Johannes Werner, 2012, Geschichte 1, 1. Auflage: Stark Verlag S. 3-26
Prof. Dr. Rüdiger Hachtmann, 2002, Deutsche Geschichte Wie wir wurden, was wir sind, 1. Auflage:Ernst Klett Verlag S. 93-96
Günter Brakelmann, Die Soziale Frage des 19. Jahrhunderts, 1. Auflage, Witten/Ruhr: Luther-Verlag
Jürgen Osterhammel, 2009, Die Verwandlung der Welt, Sonderausgabe, Münchent: C.H. Beck
Materialien Frau Spindler
Karl Marz, Das Kapital http://www.arbeiterpolitik.de/Texte/Kapital/KAPITAL1.pdf (23.1.14)
Geschichte Kompakt: Die soziale Frage, http://www.geschichte-abitur.de/industrialisierung/die-soziale-frage (23.1.14)
Andreas Schmitd, Die Soziale Frage im 19. Jahundert, http://buber.de/christl/unterrichtsmaterialien/soziale_frage (23.1.14)
Freiheer vom Stein Gymnasium, http://www.muenster.de/~gberg/ASozFrage.html (23.1.14)
Planet Wissen, Industrialiserung, http://www.planet-wissen.de/politik_geschichte/wirtschaft_und_finanzen/industrialisierung/ (23.1.14)
wikipedia, Hochindustrialiserung, http://de.wikipedia.org/wiki/Hochindustrialisierung_in_Deutschland#Urbanisierung (23.1.14)
Zum-Wiki, Soziale Frage, http://wikis.zum.de/zum/Lernpfad_Industrialisierung/Soziale_Frage (23.1.14)
Zum-Wiki, Lebenswelten, http://wikis.zum.de/zum/Lernpfad_Industrialisierung/Lebenswelten (23.1.14)
SOZIALPOLITK, Kinderarbeit, http://www.sozialpolitik.com/sozialgeschichte/kinderarbeit (23.1.14)
SOZIALPOLITK, Die Arbeiterbewegung entsteht, http://www.sozialpolitik.com/sozialgeschichte/arbeiterbewegung (23.1.14)
SOZIALPOLITK , Industrielle Revolution, http://www.sozialpolitik.com/sozialgeschichte/industrielle_revolution (23.1.14)
Werner Scholz, Vorbedingungen der Industrialisierung, http://www.cwscholz.net/projects/WUGeschichte/node8.html#SECTION00082000000000000000 (23.1.14)
Inhaltsverzeichnis
Was ist die soziale Frage ?
Wie kam es zur sozialen Frage ?
Der gesellschaftliche Transformationsprozess
weitere Ursachen
Wie äußerten sich die Missstände, die unter dem Begriff der sozialen Frage zusammengefasst sind ?
Arbeitsverhältnisse der Arbeiter
Kinderarbeit
Lebensverhältnisse
Wohnungselend
Lohnsituation
Was gab es für Ansätze zur Lösung der sozialen Frage ?
gesellschaftliche Lehre
Arbeiter
Unternehmer
Kirche
Staat
Waren die Lösungsansätze erfolgreich ?
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