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THEODIZEE

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by

Jakob Aschauer

on 29 December 2014

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Transcript of THEODIZEE

THEODIZEE
Das Rätsel des Leidens kann/soll nicht beseitigt werden!
Eine Frage im Wandel der Zeit
Glaube kann als Ausweg Hoffnung schenken und das Beste daraus machen!
Erschütterung einer grenzenlosen Menschheit
Frage der Rechtfertigung/Gerechtigkeit Gottes
(griechisch: theós »Gott«; díkē »Gerechtigkeit«)
als theoretischer Begriff 1697 von Gottfried Wilhelm Leibniz in die Philosophie eingeführt
Problem der philosophischen Gotteserkenntnis
Widerspruch:
(physisches Leiden der Welt & moralisches Böses)
Allmacht (Potenz) & Güte (Wille) Gottes
zugelassenes Übel
Gotteszweifel als Argument des Atheismus
Glaube an Gott
Lösungsansätze
Sinneswandel

"Entweder will Gott die Übel beseitigen und kann es nicht: Dann ist Gott schwach, was auf ihn nicht zutrifft,
Oder er kann es und will es nicht:
Dann ist Gott missgünstig, was ihm fremd ist,
Oder er will es nicht und kann es nicht:
Dann ist Gott schwach und missgünstig zu gleich, also nicht Gott,
Oder er will es und kann es, was allein für Gott ziemt:
Woher kommen dann die Übel und warum nimmt er sie nicht hinweg?
(341-270 v. Chr.)
viele Antworten -
kein Ausweg?
SINN & ZUSAMMENHANG DES BÖSEN
Gottfried Wihelm Leibniz
Das Böse ohne eigene Existenz als Mangel an Gutem
Das Böse im Gesamtbild notwendig und erklärbar als bester Zusammenklang einer kontrastreichen Welt

"Wir leben in der besten aller möglichen Welten"
DEISMUS DER AUFKLÄRUNG
Voltaire:
Gott bleibt ohne Einfluss auf die Weltgeschichte unnahbar und mit unverkennbarem Willen
Gerechtigkeit als falsche zwischen-
Gottesbild ist zu überdenken
menschliche Vorstellung
ENTWICKLUNGSZUSAMMENHANG
Hegel:
Das Böse als Probeschöpfung
Das Übel als Durchgangsstadium ist notwendiger Teil einer Umgestaltung
Rechtfertigung durch den Gang der Geschichte mit vernünftigem Endzweck
ERKENNTNISKRITIK AN SPEKULATION
Immanuel Kant:
LEIDEN SCHAFFT NÄHE
Dietrich Bonhoeffer: (1906-1945)
EHRLICHE THEOLOGIE
Karl Barth: (1886-1968)
Persönliche Wahrnehmungsweise als fundamentale Fragestellung der Lebenskunst:
sinnlose Kränkung oder Gelegenheit zur Bewährung
Theodizee behandelt eine falsche Fragestellung!
Nicht "warum?" sondern "wie überstehbar?" sollte sollte den Umgang mit Leiden bestimmen
Bei Metaphysik stoßen Vernunft und Erkenntnisvermögen an ihre Grenzen (authentische Theodizee)
Der Rechtfertigungswille des Menschen als einzige Antwort auf das Böse
unbedingtes Vertrauen statt Suche nach rationalen Antworten (Widerstand)
durch Leiden zum Leben (Bewährung)
Hoffnung, dass Gott aus dem Bösesten Gutes entstehen lassen will und kann
Es gibt keine Antwort, denn Gottes Pläne sind nicht durchschaubar
Menschliche Anklage ist nicht berechtigt
Das Böse als "unmögliche Möglichkeit"
HOLOCAUST:
Hannah Arendt: (1906-1975)
"Banalität des Bösen"
Neue Erscheinungsform:
Das Böse wird überpersonal und verliert Bewusstsein
TSUNAMI 2004/2005
unbändige Natur-
gewalt führt zu grausamer Verwüstung
Naturgesetze und resultierende Katastrophen sind unvermeidbar
Gottes Allmacht zeigt sich im Beistand (nicht in der Verhinderung)
Grundgedanken
Ein Ausweg?
Quellen
ERKLÄRUNGSTENDENZEN
LEIDEN DURCH RÜCKZUG GOTTES
Hans Jonas: (1903-1993)
Gott als gütiger Erschaffer der Welt gibt seine Allmacht ab und schafft so Raum
Göttliche Selbstentäußerung
Selbstbestimmte Endlichkeit der Menschheit
Der Mensch trägt die Verantwortung
(1724-1804)
(1694-1778)
(1770-1831)
(1646-1716)
Das Erdbeben von Lissabon 1755
DEFINITION
EPIKUR:
Instrumentalisierung
Ontologische Depotenzierung
Pädagogisierung
Moralisierung
Ästhetisierung
Das Böse ist im Hinblick auf ein übergeordnetes Ziel eigentlich gut.
Das Böse an sich gibt es nicht, es ist nur ein Fehlen von Gutem.
Die Erfahrung des Bösen lässt den Menschen reifen.
Das Böse ist eine Folge der menschlichen Sünde bzw. des Missbrauchs der menschlichen Freiheit.
Das Böse ist als Kontrast zum Guten notwendig.
(Tun-Ergehen-Zusammenhang)
Massenmord in unmenschlichen Dimensionen als Verbrechen aus Gehorsam
Keine isolierte Betrachtung:
Wolfgang Huber. Der christliche Glaube. 2008 (S. 58-63)
Klaus von Stosch. Theodizee. 2013 (UTB-Verlag)
Peter Kliemann. Glauben ist menschlich. 2001 (S. 23)
Hans Jonas. Gottesbegriffe nach Auschwitz. Eine jüdische Stimme. 1987
Epikur. Von der Überwindung der Furcht. Katechismus, Lehrbriefe, Spruch-sammlung, Fragmente. Eingeleitet und übertragen von Olof Gigon. 1968
GEO Themenlexikon. Band 16: Religionen. Glauben, Riten, Heilige. 2007 (S. 766)
GEO Themenlexikon. Band 14: Philosophie. Ideen, Denker, Visionen. 2007 (S. 342)
Wikipedia Artikel zu Theodizee: http://de.wikipedia.org/wiki/Theodizee
FAZIT
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