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Franz Kafka

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by

Nele Killig

on 3 July 2015

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Transcript of Franz Kafka

Biographische Daten
Schaffen Kafkas unter dem Blickpunkt des "Ödipuskomplexes"
"Mein ganzes Schreiben handelte von Dir, ich klagte dort ja nur, was ich an Deiner Brust nicht klagen konnte. Es war ein absichtlich in die Länge gezogener Abschied von dir."
Stellung des Mannes
Familienkonstellation
Brief an den Vater
Die Verwandlung

Franz Kafka
-1915
1924
-1918
1919
- 1912
1883
Juni 1914: Verlobung mit Felice Bauer
1916: Kafka wird gegen seinen Willen aus beruflichen Gründen vom
Militärdienst freigestellt
Juli: Neuerlicher Entschluss zur Heirat mit Felice Bauer
September 1917: Kafka bittet wegen diagnostizierter
Tuberkulose
um Pensionierung, wird abgelehnt
Oktober 1917: Übersiedlung zu Schwester Ottla
Dezember 1917: Endgültige Trennung von Felice Bauer
1918: Sturz der österreichisch-ungarischen Monarchie
Verlobung mit Julie Wohryzek
Rückkehr nach Prag
Diagnose der
Kehlkopftuberkulose
03. Juni 1924 - Kafka stirbt
03. Juli 1883, in Prag
nach Abitur, Jura-Studium an Prager Deutschen Universität
1908: Erste Veröffentlichung kleiner Prosastücke
"Die Verwandlung"
entsteht
Gliederung
Biographische Daten
Lebenslauf
Stellung des Mannes
Familienkonstellation
Vater-Sohn-Konflikt
Brief an den Vater
Die Verwandlung
Blickpunkt Ödipuskomplex
Quellen
Franz Kafka
1883-1924
Hermann Kafka
1852-1931
Vater Franz Kafkas
Julie Löwy
1856-1934
Mutter Franz Kafkas
Elli Kafka
litt unter Vater
Entwickelte Vertrauensverhältnis zu Franz erst nach Heirat
"[...] Beispiel für das fast vollständige Gelingen eines
Durchbruches aus
deinem
Kreis
." S.28, Z.736-737
Valli Kafka
über Verhältnis zu Kafka wenig bekannt
hatte am wenigsten Schwierigkeiten mit Vater
Ottla Kafka
Jüngste Schwester Kafkas
Arbeit im elterlichen Geschäft
stand Kafka am nächsten
Entfremdung
mit
Vater
noch größer als die von Franz S.29
Quellen
http://www.franzkafka.de
https://rspree.wordpress.com/2011/02/21/geschlechterverhaltnis-und-burgerliche-familie-im-19-jh/#_ftn20
http://www.fundus.org/pdf.asp?ID=6623
http://www.franzkafka.de/franzkafka/die_freunde/robert_klopstock/457370
http://www.gesundheit.de/wissen/haetten-sie-es-gewusst/medizinische-begriffe/was-ist-eigentlich-der-oedipuskomplex
-Abibox S.38-42, ferner S.76/77
http://www.literaturwelt.com/epochen/express.html
http://www.blauenarzisse.de/index.php/rezension/item/4783-kafka-neu-entdecken
http://www.univie.ac.at/iggerm/files/mitschriften/SoSe13/Briefe_an_den_Vater_SS2013_Eybl.pdf
http://www.spektrum.de/lexikon/psychologie/vaterimago/16143
1892-1943
1890-1942
1889-1942
Jüdin
ausgeglichene, freundliche, pragmatische Persönlichkeit
passiv duldend, S.27
versuchte Konflikte zwischen Kindern und Mann zu ersticken
"Rolle eines
Treibers in der Jagt
." S.21, Z.518
Jude, bereits als Kind zur Arbeit verpflichtet
Großhandel für Kurzwaren und Modeartikel
gesellschaftlicher Aufstieg
erstes Kind jüdischer Eltern
wird 1920 wieder gelöst
November: Kafka verfasst
Brief an den Vater
, welcher jedoch nie zu seinem Adressaten gelangt
bereits 11 Tage später aufgelöst
28. Juli 1914: Österreich-Ungarn erklärt Serbien den Krieg
Beginn des Ersten Weltkrieges
1915: Erneute Annäherung an Felice Bauer
1913: "
Das Urteil
" wird veröffentlicht
patriarchalischen Gesellschafts- und Familienstruktur
"Naturgegebene" Dominanz über Frau
komplementäre, jedoch nicht gleichwertige Rollen
soziale & rechtliche
Abwertung der Frau
Abhängigkeitsverhältnisse
auf Hausherren bezogen
Ehe als „unbegrenzte Unterwerfung der Frau unter den Willen des Mannes“ (Johann Gottlieb Fichte)
Familie als
Produktionsgemeinschaft
unter Leitung des Vaters
einziger Sohn - privilegierte Position
Die Verwandlung
Zeitgeschichtlicher Hintergrund
Leben & Werk geprägt von Heimatstadt
Prag
sowie
jüdischer Herkunft
Seit Mittelalter europäische Metropole
Kontrast zweier Gesellschaftsschichten
bis 1918 Teil des Vielvölkerstaates der Habsburger Monarchie
bewohnt von 3 Nationen,
Tschechen, Deutsche, Juden
Auseinandersetzungen
Zuordnung Expressionismus
Zeitdruck
, Abhängigkeit von Uhr
Zerstörung der menschlichen Beziehung
Scheitern der Kommunikation
Gefühlen der
Schwäche & Minderwertigkeit
entfremdete Berufswelt
autoritäre Struktur
Gregors Leiden unter:
Inhalt
Moment der Verwandlung
Zusammenleben mit Käfer
Sterben von Gregor
Ideologischer Hintergrund
"Gott ist Tod" - Nietzsche; Verlust religiöser Bindung
Nihilismus - "Umwertung aller Werte"
Darwinismus
; "Kampf ums Dasein, der Stärkere siegt"
Verlust eines ganzheitlichen Menschenbildes
Psychoanalyse
Sigmund Freud
Kafka beruft sich auf dessen Thesen
Expressionismus
Konflikt
mit den Vätern der Gründerzeitgeneration als beherrschendes Motiv der Literatur
Ablehnung von: Naturalismus, Militarismus, Kapitalismus
Forderung von: Kosmopolitismus, Pazifismus, Sozialismus
1920 - 1925
Einzige noch ungefähr abgrenzbare Epoche des 20 Jh.
Kulturpessimusmus
Brief an den Vater
Vater-Sohn-Verhältnis
Lebensthemen und Konflikte Kafkas

Schuldgefühle
gegenüber der Familie, S.22, S.24
Suche nach
Autonomie
, S.52
Unnachgiebig im Bezug auf Entscheidungen, S.43
Angst vor elterlichem Urteil, S.13
Lebenslange Versuche Konflikt zu bearbeiten, S.44
Bezug zu Kafka:
schlechtes Verhältnis zum Vater, gutes zur Mutter
"[...] mein
Vater
, die
letzte Instanz
[...]"
Definition Ödipuskomplex
Kind in
Entwicklungsphase
umwirbt Elternteil & rivalisiert mit dem anderen
Wahrnehmung gleichgeschlechtlichen Elternteils als
Rivale

Verlangen anders geschlechtliches Elternteil in
Besitz
zu nehmen
"Ich lebe in meiner Familie, unter den besten und liebevollsten Menschen, fremder als ein Fremder."
"Die Welt [...] und mein Ich zerreißen in unlösbarem Widerstreit meinen Körper."
1919
"Das Schreiben erhält mich, aber ist es nicht richtiger zu sagen, dass es diese Art Leben erhält?"
Vater-Sohn-Verhältnis
Gregor leidet unter Aggressivität & Druck des Vaters
Vater: übermächtiger, gefürchteter Konkurrent
fühlt sich stark zu Mutter & Schwester hingezogen
"Da ich nichts anderes bin als Literatur und nichts anderes sein kann und will [...]"
Historischer Hintergrund
Erster Weltkrieg
Großstadterfahrung
Regierungszeit Wilhelm II.
"Kafka rührt an die tiefste Wurzel seines Konfliktes, der elementaren seelischen Beziehung zwischen Vater und Sohn"
Seite 5, Zeile 1
"Liebster Vater"
Seite 6, Zeile 37-38
"[...] ich glaube,
Du
seist gänzlich schuldlos an unserer Entfremdung. Aber ebenso gänzlich schuldlos bin auch ich. Könnte ich
Dich
dazu bringen, dass
Du
das anerkennst, dann wäre kein Aufhören, aber doch ein Mildern
Deiner
unaufhörlichen Vorwürfe [möglich]"
Seite 38, Zeile 1044-1047
"Hier [in den Schriften] war ich tatsächlich ein Stück selbstständig von dir weggekommen, wenn es auch ein wenig an den
Wurm
erinnerte, der, hinten von einem Fuß niedergetreten, sich mit dem Vorderteil losreißt und zur Seite schleppt. "
Seite 8, Zeile 93-94
"Jedenfalls waren wir so verschieden und in dieser Verschiedenheit
einander
so gefährlich [...]"
Seite 8, Zeile 100-103
"Du wirktest so auf mich, wie Du wirken
musstest
, nur sollst du aufhören, es für eine besondere Bosheit meinerseits zu halten, dass ich dieser Wirkung erlegen bin."
Seite 31, Zeile 815-817
"[...] Prozess, in dem Du immerfort
Richter
zu sein behauptest, während Du, wenigstens zum größten Teil [...]
ebenso schwache
und verblendete
Partei
warst wie wir."
Seite 14, Zeile 285-294
"[...] Du der für mich so ungeheuer maßgebende Mensch, [hieltest] Dich selbst [nicht] an die Gebote, die Du mir auferlegtest. Dadurch wurde die Welt für mich in drei Teile geteilt, in einen, wo
ich, der Sklave
, lebte, [...] dann in eine zweite Welt, in der Du lebtest, beschäftigt mit der
Regierung
, [...] und schließlich eine dritte Welt, wo die übrigen Leute glücklich und frei von Befehlen und Gehorchen lebten."
Seite 52, Zeile 1463-1466
"Wenn ich etwas zu tun anfing, was Dir nicht gefiel, und du drohtest mir mit Misserfolg, so war die
Ehrfurcht vor Deiner Meinung
so groß, dass damit der Misserfolg [...] unaufhaltsam war. Ich verlor das Vertrauen zu eigenem Tun. Ich war unbeständig, zweifelhaft."
Seite 56, Zeile 1578-1585
"So können natürlich die Dinge in Wirklichkeit nicht aneinander passen, wie die Beweise in meinem Brief, das Leben ist mehr als ein Geduldspiel; aber mit der Korrektur [...], die ich im Einzelnen
weder
ausführen
kann noch will
, ist meiner Meinung nach doch etwas der Wahrheit so sehr Angenähertes erreicht, dass es uns beide ein wenig beruhigen und
Leben und Sterben leichter
machen kann."
Brief an den Vater,
S.39 Z.1058-1059
Allgemeines
entstanden November 1919
Anlass: gescheiterte Hochzeit Kafkas
wichtigstes biographisches Zeugnis
Konzept
Vaterimago
- selbstständig gewordenes inneres Bild
Gliederung anhand von Einleitungssätzen, systematische Argumentation
Durchgehende Antithetik von Täter und Opfer
biographischer Aspekt
systematischer Aspekt
gesellschaftlicher Aspekt
"Kein Bitten Gregors half, kein Bitten wurde auch verstanden, er mochte den Kopf noch so demütig drehen, der Vater stampfte nur stärker mit den Füßen."
"[...] das hohe,
freie Zimmer
, in dem er
gezwungen
war, flach auf dem Boden zu liegen, ängstige ihn, und mit einer halb unbewussten Wendung [...] eilte er unter das
Kanapee
[...]."
"[...] wie dann die
Mutter
auf den Vater zulief und [...] auf ihn eindrang und ihn umarmend, in gänzlicher Vereinigung mit ihm [...] die Hände an des Vaters Hinterkopf um
Schonung von Gregors Leben bat
."
Parabelstück Kafkas, 1912
Vielzahl autobiografischer Bezüge
zentrale Thematik: Entfremdung des Einzelnen von sich selbst
beruft sich auf Freuds Thesen
Allgemeines
Full transcript