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Hurrelmann

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Luca N.

on 20 March 2017

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Transcript of Hurrelmann

Klaus Hurrelmanns Modell der produktiven Realitätsverarbeitung
Konzept der Entwicklungsaufgaben
Inhalt
Allgemeine Informationen zum Modell
Entwicklungsaufgaben im Jugendalter
Die zehn Maximen nach Hurrelmann
pädagogische Konsequenzen aus Hurrelmanns Modell
Quellen
Qualifizieren
Entfaltung intellektueller und sozialer Kompetenzen
=> selbstverantwortlich schulischen und beruflichen Anforderungen nachzukommen
Ziel: berufliche Erwerbsarbeit aufnehmen
ökonomische Basis für die selbstständige Existenz
Übernahme einer Mitgliedsrolle in der Leistungsgesellschaft
Binden
Akzeptieren der veränderten körperlichen Erscheinung
soziale und emotionale Ablösung von den Eltern
Aufbau einer Geschlechtsidentität / Partnerbeziehung
Bindung zu männlichen und weiblichen Gleichaltrigen
Verantwortung für die Sicherung sozialer Bindungen und der ,,biologischen Reproduktion'' der Gesellschaft
Konsumieren
Umgang mit Wirtschafts-, Freizeit-, und Medienangeboten
Entwicklung von sozialen Kontakten / Entlastungsstrategien
Umgang mit Geld
Partizipieren
Aufbau eines individuellen Werte - und Normensystems
ethisches und politisches Bewusstsein entwickeln
Übernahme von gesellschaftlicher Partizipationsrolle als Bürger im kulturellen und politischen Raum
Zehn Maximen der sozialisationstheoretischen Jugendforschung
Erste Maxime
im Jugendalter entwickelt sich die Persönlichkeit in einem Wechselspiel von Anlage und Umwelt
Persönlichkeitsmerkmale und Verhaltenseigenschaften => zum Teil durch genetische Ausstattung / durch soziale und physische Faktoren bestimmt
genetisch: z.B. körperliche Konstitution, Temperament
Umwelt: z.B. soziale Lage der Familie
Unterschied zwischen ,,innerer + ,,äußerer Realität''
innere Realität: individuelle Faktoren
äußere Realität: gesellschaftliche Faktoren
Zweite Maxime
produktive Verarbeitung, der inneren und äußeren Realität (Entwicklungsaufgaben müssen bewältigt werden)
"Arbeit an der eigenen Person" => Strukturierung und Gestaltung der Persönlichkeit
Dritte Maxime
Bewältigung der EA => intensive Arbeit an eigener Person <=> ständiger Prozess des Suchens, Tastens und Ausprobierens von Verhaltensmöglichkeiten
Vierte Maxime
Entwicklung der Ich-Identität
=> Gleichgewicht zwischen persönlicher Individuation und sozialer Integration
Individuation: Aufbau personaler Identität
soziale Integration: ,,Vergesellschaftung'' der menschlichen Natur
Intensive Phase der Selbstreflexion, Identitätssuche & Identitätsbildung
Werte, Normen und soziale Bedeutung mit eigenen Interessen in Verbindung bringen
Erfahrung und Bewältigung eines Spannungsverhältnisses, welches über die Belastbarkeit der Persönlichkeit entscheidet
Fünfte Maxime
Sozialisationsprozess kann krisenhafte Formen annehmen wenn die Anforderungen der Individuation und Integration nicht erfüllt werden => Entwicklungsaufgaben nicht gelöst
positives Stimulierungspotential als auch Belastungspotential vorhanden
Gefahr: Lösungsstau + Entwicklungsdruck
Sechste Maxime
Bedeutung der "sozialen" Ressourcen (Bezugsgruppen) neben "personalen" Ressourcen (individuelle Bewältigungsfähigkeiten)
Siebte Maxime
wichtigste Vermittler im Entwicklungsprozess neben Familien: Schulen, Ausbildungsstätten, Gleichaltrige und Medien
Gleichaltrige und Freundesgruppen => großer Stellenwert im Sozialisationsprozess, Konsum, Lebensstil
Medien- und Freizeitsektor => frei und unkontrolliert => viel Freiraum für Erfahrungen und Experimente
optimal => sich ergänzende + anregende Impulse
Achte Maxime
Jugendphase: eigenständige, unabhängige Lebensphase
Ziel: Übergang von der Abhängigkeit in die Autonomie
Kombination der Komponenten Transition und Moratorium
Neunte Maxime
hochentwickelte Gesellschaften => ökonomische / soziale / kulturelle Ungleichheit => Merkmale prägen zunehmend auch die Jugendphase und führen zu einer Spaltung jugendlicher Lebenswelten => Je privilegierter die Ausgangsbedingungen, desto erfolgreicher die Persönlchkeitsentwicklung
Zehnte Maxime
Geschlechtszugehörigkeit prägt Bewältigung von Entwicklungsaufgaben
pädagogische Konsequenzen aus Hurrelmanns Modell
Quellen
https://de.wikipedia.org/wiki/Klaus_Hurrelmann
https://www.yumpu.com/de/image/facebook/41982834
https://www.bestplacetolearn.de/wp-content/uploads/2015/09/Hurrelmann.jpg
Unterrichtsmaterial
Allgemeines zum Modell
handlungstheoretisch ausgerichtetes Sozialisationsmodell
Jugendliche müssen gesellschaftlich vorgegebenen Entwicklungsaufgaben individuell bewältigen
"produktive" Realitätsverarbeitung => Jugendliche soll aktiv die innere und äußere Realität aufeinander beziehen => Persönlichkeitsentw. => Sozialisation
Persönlichkeit => individuell spezifische, einmalige Struktur von körperlichen, psychischen Eigenschaften, Dispositionen
Jugend => muss als wichtige Lebensphase anerkannt werden
Maximen => nicht zeitlos
Sozialisation im Jugendalter kann ohne pädagogische Unterstützung nicht gelingen (=> "Ressourcen")
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