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Immanuel Kant: Grundlegung zur Metaphysik der Sitten

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Johannes Wichelmann

on 2 April 2017

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Transcript of Immanuel Kant: Grundlegung zur Metaphysik der Sitten

Vorrede
Erster Abschnitt:
Übergang von der gemeinen sittlichen Vernufterkenntnis zur philosophischen

Immanuel Kant:
Grundlegung zur Metaphysik der Sitten

Was kann als uneingeschränkt gut gelten?
Verstand
Witz
Urteils-
kraft
Mut
Entschlos-
senheit
Beharrl-
ichkeit im
Vorsatze
Charakter
Macht
Reich-
tum
guter
Wille
Gesund-
heit
Glück-
seligkeit
Zweiter Abschnitt: Übergang von der populären Moralphilosophie zur philosophischen
Dritter Abschnitt: Letzter Schritt von der Metaphysik der Sitten zur Kritik der reinen praktischen Vernunft
Ohne einen guten Willen können ...

Talente

Sekundärtugenden

Charakter

Glückseligkeit

... böse und schädlich werden.
Beispiel:

Intelligenz, Ausdauer, Willensstärke werden allgemein als gut anerkannt, können bei ei-nem Mörder allerdings ins genaue Gegenteil umschlagen.
guter
Wille
Pflicht
Handlungen
pflichtwidrig

pflichtmäßig
aus Pflicht
(aus Neigung
gegen die Pflicht)
(aus Neigung, stimmt mit Pflicht überein)
(ohne Neigung, stimmt mit Pflicht überein)
Ein Kaufmann verhält sich ehrlich und erhebt für jeden seiner Kunden den gleichen Preis. Dies geschieht jedoch nicht
aus Pflicht
, sondern um die Kunden auch in Zukunft zu behalten.
Beispiel 1:
Der Kaufmann handelt nur aus eigennützigem Interesse.
Jemand hilft gern Bedürftigen, da er es mag, Freude um sich zu verbreiten und Spaß am helfen hat.
Beispiel 2:
Er hilft nicht
aus Pflicht
, sondern aus Neigung d.h. pflichtmäßig.
Stellen wir uns nun aber den
Menschenfreund
(GMS AA, 398) aus dem zweiten Beispiel vor, der sich durch veränderte Lebensumstände nicht mehr für das Leid anderer interessiert, ihnen aber trotzdem weiterhin gegen seine Neigung und ohne eigenen Vorteil hilft.
Beispiel 3:
Dieser Mensch handelt nur
aus Pflicht
und damit als einziger moralisch.
Handlungen aus Pflicht
formelles Prinzip a priori
materielles Prinzip a posteriori
(Neigung)
Wille/ Maxime als subjektives Prinzip des Wollens
Handlung
Folgen
Zweiter Satz: Der moralische Wert einer Handlung aus Pflicht zeigt sich nur in der Maxime.
Wo ist der erste Satz?
Wie könnte der erste Satz lauten?
Handlungen müssen vollständig frei von Neigung sein.
formelles Prinzip a priori
Wille/ Maxime als subjektives Prinzip des Wollens
objektiv:
das Gesetz
subjektiv:
reine Achtung
Achtung:

selbstgewirktes
Gefühl

setzt Reflexion der Vernunft voraus
frei von Neigung
Bewusstsein der reinen Unterordnung unter ein Gesetz
Das Gesetz:

moralisches Gesetz

frei jeglicher Neigung

Prinzip des Willens
kategorischer Imperativ:
Ich soll niemals anders verfahren als so, daß ich auch wollen könne, meine Maxime solle ein allgemeines Gesetz werden.
(GMS AA, 402)
Dritter Satz:
Pflicht ist die Notwendigkeit einer Handlung aus Achtung fürs Gesetz.
(GMS AA, 400)
Was ist nun aber Pflicht?
Vernunft-erkennt-nisse
formale Erkenntnisse
materiale Erkenntnisse
Physik
Empirisch
Logik
A priori
Aus der Vernunft gewonnen
Aus der Erfahrung gewonnen
Ethik
Empirisch
A priori
Aus der Vernunft gewonnen
Aus der Erfahrung gewonnen
Reinheit der Sittenlehre
keine empirischen Neigungen
Neigungen beeinträchtigen die Handlung, sodass sich kein Prinzip, ob gut oder schlecht, mehr dahinter klar erkennen lässt.
Ableitung des allgemeinen Gesetzes (Moral) für vernunftbegabte Wesen
vom Menschen unabhängiges Gesetz
unabhängig der Metaphysik (reine Philosophie)
keine Anwendungsmöglichkeit ohne Gebrauch der apriorischen Philosophie
Wille und Vernunft
Der Wille ist das Mittel die Vernunft zu gebrauchen!
Wille
Vernunft (wird befolgt)
Vernunft wird nicht befolgt
Der gute Wille
objektiv notwendig?
subjektiv notwendig?
Der Begriff des Imperativs
Imperative überbrücken den unvollkommenen subjektiven Willen!
Nötigung
objektiv: gut
subjektiv: nicht zwingend gut
objektiv
praktisch gut


Wille
als Zweck
Wille
als Zweck
an sich
guter
Wille
Welt
der
Erfahrung
Metaphysik
der Sitten
(Handlungen aus
Pflicht nicht
erkennbar, existieren möglicher Weise gar nicht)
reine
Vernunft
kein Einfluss
praktische Wichtigkeit
Obwohl eine Metaphysik der Sitten in der Welt der Erfahrung nicht angetroffen wird, hat sie nicht nur einen theoretischen, sondern auch einen praktischen Wert, da sie aufgrund ihrer hohen Überzeugungskraft den Menschen viel eher zur Einhaltung ihrer Gesetze bewegen kann als eine sich auf Erfahrung berufende Moralphilosophie.
(mit Handlungen aus Pflicht)
Imperative
(Imperativ der Sittlichkeit) kategorisch
Handlung für sich selbst objektiv notwendig
hypothetisch
Handlung ist zu irgend einer wirklichen oder möglichen Absicht gut
apodiktisch-praktisches-Prinzip
Gebote (Gesetze) der Sittlichkeit
moralisch
Imperative
hypothetisch
mögliche Absicht
wirkliche Absicht
problematisch-praktisches Prinzip
assertorisch-praktisches Prinzip (nur Glückseligkeit)
Regeln der Geschicklichkeit
Ratschläge der Klugheit
technisch
pragmatisch
kategorisch
objektiv notwendig
apodiktisch-praktisches Prinzip
Gebote der Sittlichkeit
moralisch
Imperativ
der Geschicklichkeit
Imperativ
der Klugheit
analytisch
Imperativ

der Geschicklichkeit
Imperativ
der Klugheit
Verwirklichung
synthetisch
Wer den Zweck will, will auch das dazu unentbehrlich notwendige Mittel, das in seiner Gewalt ist.
Bei dem Bestimmen der Mittel zum Erfüllen des Zwecks muss auf die Erfahrungswelt zurückgegriffen werden.
(Dies ist bei dem Imperativ der Klugheit nicht möglich, weil nicht mit völliger Gewissheit bestimmt werden kann, welche Mittel zum Erreichen der Glückseligkeit tatsächlich erforderlich wären.)
Imperativ
der Sittlichkeit
Handlung zur Erfüllung einer beliebigen Absicht
praktisches Gesetz (objektiv)
Maxime (subjektiv)
Grundsatz nach dem das Subjekt handeln soll
Grundsatz nach dem das Subjekt handeln soll
Formulierungen des
Kategorischen Imperatives
Neigung (subjektiv)
Vernunft (objektiv)
angenehme Handlung
gute Handlung
Handle nur nach derjenigen Maxime, durch die du zugleich wollen kannst, dass sie ein allgemeines Gesetz werde
Kann die Maxime ohne Widerspruch als allgemeines Gesetz gedacht werden?
Kann man wollen, dass die Maxime unserer Handlung ein allgemeines Gesetz werde?
Die Grundformel
”Handle nur nach derjenigen Maxime, durch die du zugleich wollen kannst, daß sie ein allgemeines Gesetz werde.“ (GMS AA, 421)
Die Naturgesetzformel
”Handle so, als ob die Maxime deiner Handlung
durch deinen Willen zum allgemeinen Naturgesetz werden sollte.“ (GMS AA, 421)
Die Menschheitsformel
”Handle so, daß du die Menschheit, sowohl in deiner Person als in der Person eines jeden anderen, jederzeit zugleich als Zweck, niemals bloß als Mittel brauchest.“ (GMS AA, 429)
"Ein anderer sieht sich durch Not gedrungen, Geld zu borgen. Er weiß wohl, daß er nicht wird bezahlen können, sieht aber auch, daß ihm nichts geliehen werden wird, wenn er nicht festiglich verspricht, es zu einer bestimmten Zeit zu bezahlen." (GMS AA, 422)
Wie lautet seine Maxime?

"Wenn ich mich in Geldnot zu sein glaube, so will ich Geld borgen und versprechen, es zu bezahlen, ob ich gleich weiß, es werde niemals geschehen." (GMS AA, 422)
Was wäre, wenn seine Maxime ein Naturgesetz würde?
Das Gesetz widerspräche sich selbst. Wenn niemand ein gegebenes Versprechen hielte, würde niemandem, der ein Versprechen gäbe, mehr geglaubt. Daher wären Versprechen nicht mehr möglich.
"Ein dritter findet in sich ein Talent, welches vermittelst einiger Kultur ihn zu einem in allerlei Absicht brauchbaren Menschen machen könnte. Er sieht sich aber in bequemen Umständen und zieht vor, lieber dem Vergnügen nachzuhängen, als sich mit Erweiterung und Verbesserung seiner glücklichen Naturanlagen zu bemühen" (GMS AA, 422f)
Wie lautet seine Maxime?
Ich kann aus Bequemlichkeit meine Naturanlagen verwahrlosen lassen.
Was wäre, wenn diese Maxime ein allgemeines Gesetz würde?

Ein vernünftiger Verstand könnte dies nicht wollen. "Denn als vernünftiges Wesen will er notwendig, daß alle Vermögen in ihm entwickelt werden, weil sie ihm doch zu allerlei möglichen Absichten dienlich und gegeben sind." (GMS AA, 423)
"Einer der durch eine Reihe von Übeln, die bis zur Hoffnungslosigkeit angewachsen ist, einen Überdruß am Leben empfindet, ist noch so weit im Besitze seiner Vernunft, daß er sich selbst fragen kann, ob es auch nicht etwa der Pflicht gegen sich selbst zuwider sei, sich das Leben zu nehmen." (GMS AA, 421f)
Wie lautet seine Maxime?
Wenn das Leben über längere Zeit mehr Übel droht, als es Annehmlichkeiten verspricht, darf ich es mir selbst verkürzen.
Kann diese Handlung mit dem Prinzip der Menschheit als Zweck an sich selbst bestehen?
"Wenn er, um einem beschwerlichen Zustande zu entfliehen, sich selbst zerstört, so bedient er sich einer Person bloß als eines Mittels, zur Erhaltung eines erträglichen Zustandes bis zum Ende des Lebens. Der Mensch aber ist keine Sache, mithin nicht etwas, das bloß als Mittel gebraucht werden kann, sondern muß bei allen seinen Handlungen jederzeit als Zweck an sich selbst betrachtet werden." (GMS AA, 429f)
Beispiel
Beispiel
Beispiel
Die Autonomieformel
”[Handle so], daß der Wille durch seine Maxime sich selbst zugleich als allgemein gesetzgebend betrachten könne.“ (GMS AA, 434)
Die Reich-der-Zwecke-Formel
”Demnach muß ein jedes vernünftiges Wesen so handeln, als ob es durch seine Maximen jederzeit ein gesetzgebendes Glied im allgemeinen Reiche der Zwecke wäre.“ (GMS AA, 438)
Wille unterwirft sich selbstgegebenen und dennoch allgemeinen Gesetzen
"[...] vernünftige Wesen stehen alle unter dem Gesetz, daß jedes derselben sich selbst und alle anderen niemals bloß als Mittel, sondern jederzeit zugleich als Zweck an sich selbst behandeln solle. Hierdurch aber entspringt eine systematische Verbindung, d. i ein Reich, welches [...] ein Reich der Zwecke (freilich nur ein Ideal) heißen kann.
Es gehört aber ein vernünftiges Wesen als Glied zum Reiche der Zwecke, wenn es darin allgemein gesetzgebend, aber auch diesen Gesetzen selbst unterworfen ist." (GMS AA, 433)
Autonomie des Willens
Reich der Zwecke
Gesetze sind unabhängig von Interesse
Imperativ ist
unbedingt
bedürfen wir einerseits der Freiheit, unseren Willen nach allgemeingültigen, selbstgegebenen Gesetzen bestimmen zu können,
denen zu folgen wir andererseits durch die Pflicht genötigt werden müssen, sofern unsere Neigung ihrer Befolgung entgegensteht
muss der Wille jedes vernünftigen Wesens zugleich als gesetzgebend gelten, weil es sonst kein Zweck an sich selbst ist
Das Reich der Zwecke
als Reich der Natur
Als bloßes Glied und nicht Oberhaupt im Reich der Zwecke
Preis und Würde als Werte im Reich der Zwecke
Im Reich der Zwecke hat alles entweder ...
einen Preis
eine Würde
Der Preis im Reich der Zwecke
"Was einen Preis hat, an dessen Stelle kann auch etwas anderes, als Äquivalent, gesetzt werden;" (GMS AA, 434)
Marktpreis
alles, "was sich auf die allgemeinen menschlichen Neigungen und Bedürfnisse bezieht" (GMS AA, 434)
zum Beispiel Geschicklichkeit und Fleiß im Arbeiten
Affektionspreis
alles, "was auch ohne ein Bedürfnis vorauszusetzen einem gewissen Geschmacke, d. i. einen Wohlgefallen am bloßen zwecklosen Spiel unserer Gemütskräfte, gemäß ist" (GMS AA, 434f)
zum Beispiel Witz, lebhafte Einbildungskraft und Laune
Die Würde im Reich der Zwecke
"was dagegen über allen Preis erhaben ist, mithin kein Äquivalent verstattet, das hat eine Würde." (GMS AA, 434)
"das, was die Bedingung ausmacht, unter der allein etwas Zweck an sich selbst sein kann, hat nicht bloß einen relativen Wert, d. i. einen Preis, sondern einen inneren Wert, d. i. Würde" (GMS AA, 435)
Moralität hat einen inneren Wert
Autonomie
Achtung
Ausdruck der Schätzung für die Gesetzgebung, die allen Wert bestimmt, und eine Würde haben
muss.
"Autonomie ist also der Grund der Würde der menschlichen und jeder vernünftigen Natur"
(GMS AA, 436)
Die Autonomie (Selbstbestimmung) vernünftiger Wesen beschreibt ihre Fähigkeit, sich selbstgegebenen und dennoch allgemeinen Gesetzen zu unterwerfen.
Warum hat Moralität
einen absoluten Wert?
allgemeine Formel des kategorischen Imperativs
"Moralität ist also das Verhältnis der Handlungen zur Autonomie des Willens, das ist, zur möglichen, allgemeinen Gesetzgebung durch die Maximen desselben." (GMS AA, 439)
Wille
Autonomie
Heteronomie
oberstes Prinzip der Sittlichkeit
Ursache aller unechten Prinzipien der Sittlichkeit
Fremdgesetzlichkeit
Eigengesetzlichkeit
empirisch
rational
Prinzip der Glückseligkeit
Prinzip der Vollkommenheit
physischer Nutzen
moralisches Gefühl
Kritik heteronomer Moraltheorien
taugen nicht für moralische Gesetze, da sie subjektiv und nicht zu verallgemeinern sind.
ontologische Vollkommenheit
theologische Vollkommenheit
taugen nicht für moralische Gesetze, da zur Klärung der Vollkommenheit die Sittlichkeit voraus zusetzen ist.
Kausalität
Freiheit
Naturnotwendigkeit
vernünftige Wesen
vernunftlose Wesen
Der menschliche Wille ist dann frei, wenn er einem selbstgegebenen Gesetz folgt.
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