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HIOB

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by

Der Bohrer

on 12 January 2014

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Transcript of HIOB

Kleine"kursorische Lektüre"
Prolog
Dialog
Epilog
Hiob
1.1-5

- Idealbild des Frommen
- Materieller Reichtum
- Kinder

1.13-22

Hiob verliert alles (Viehherde, Kinder, etc.)
Er vollzieht alle üblichen Trauerriten

„ Nackt bin ich aus dem Schoß meiner Mutter gekommen, und nackt kehre ich wieder dorthin zurück. JHWH hat es gegeben, JHWH hat es genommen, gesegnet seid der Name JHWHs.“

2.7(ohne Satan)-13

- Schreckliche Hautkrankheit
- Soziale Isolation

Konträr zur Ansicht seiner Frau sagt Hiob: „Das Gute nehmen wir ja auch an von Gott, und das Böse sollten wir nicht annehmen?“

Satan
Satan
42,10-17

Tun-Ergehen-Zusammenhang:
Wiederherstellung aller Güter und noch mehr
„Und Hiob starb alt und lebenssatt“

Kap. 3

- Hiob verflucht den Tag seiner Geburt
- Er fordert eine Umkehrung der Schöpfung
- WARUM?

„Warum gibt Gott den Menschen eigentlich das Leben? Warum schließt er die Menschen ein in ihr Nicht-Erkennen eines Lebenssinns?“ (V.23)

- Todessehnsucht

„Ich halte meine Klage nicht zurück, es muss heraus, was mich verzweifeln lässt!“

- In Frage stellen des Tun-Ergehen-Zusammenhangs
- Herausforderung zu einem Rechtstreit mit Gott

„Das ist mein Begehr, dass der Allmächtige mit Antwort gibt“ (31,35)

Anklage und Rebellion
Unsensible, lange, ausschweifende Dialoge:

1. Freund:
„Bedenk doch! Wer geht ohne Schuld zugrunde? Wo werden Redliche im Stich gelassen? Wohin ich schaue: Wer Unrecht pflügt, wer Unheil sät, der erntet es auch.“ (4,7f)

2. Freund:
„Ja, wohl dem Mann, den Gott zurechtweist. Die Zucht des Allmächtigen verschmähe nicht.“ (5,17) (so wie auch Elihu)

3. Freund:
Relativierungsversuche des Leidens / Das Leiden des Menschen ist in seiner Natur angelegt (vgl. 4,17-21)


Hiob: „Ihr enttäuscht mich wie die Steppenflüsse, die trocken werden, wenn es nicht mehr regnet.“ (6,15)



Die Freunde Hiobs
Gott und Hiob
(Gemeinsames Lesen)
Hiob
Generelle Informationen
Hiob = im Original „Ijob“

Ijob ist ein Satzname und stellt eine Bitte um Gottes Hilfe dar

Parallelen im Altbabylonischen und bedeutet „Wo ist der (göttliche) Vater?“

Stellung im Kanon:
Beginn des zweiten Teils des Alten Testaments, dem Abschnitt der Lehrbücher (Lehrende Bedeutung/religiöse Bewältigung der Gegenwart)

Ursprünglich auf Hebräisch verfasst

Verfasst zwischen 500 und 100 Jahre vor Christus

Mehrere Verfasser
Dichterischer Teil = Streitgespräch

Prolog (Prosa)
Dialog
Elihureden
Gottesreden
Epilog (Prosa)


Prosaerzählung als Rahmen

In Versform formulierte Gottesreden und Reden Ijobs und seiner Freunde

Frage nach dem Wesen Gottes entzündet am Leiden des Gerechten (Hiob)

Interpretation des Leidens:
1. Bewährung des Gerechten (Hiob)
2. Strafe für verborgene oder offenbare Sünden
(Freunde)
3. Erziehungsmaßnahme Gottes (Elihu)

Beantwortet nicht Grund und Ziel des Leidens
Anleitung zum rechten Verhalten im Leiden

Sammelbecken alttestamentlicher Gottesvorstellungen und Gotteserfahrungen
Deutung von Lebenserfahrungen als Erfahrungen des Handelns Gottes


Erfahrungshorizonte:

1. Nähe Gottes

lebensfördernd, aber auch lebensbedrohlich (Hiob; wünscht sich eine Auszeit von ihm,
bedrängend nah)

Theologische Bedeutung

2. Macht Gottes

chaosbezwingend, aber auch lebenszerstörend (Hiob; leidet unter Gott, der ihm
alles nimmt)

3. Umgang Gottes mit dem Recht

berechenbar, aber auch willkürlich (Hiob; Leiden als Rechtsbruch Gottes, da er
nichts Falsch gemacht hat; Aufkündigung der Solidarität des Schöpfers mit seinen
Geschöpfen)

Altorientalischer Glaubens an den Tun-Ergehen-Zusammenhang

Der Mensch, der Gutes tut, dem wird es auch in seinem eigenen Leben gut ergeht
Ein böser Mensch hat dementsprechend ein schlechtes Leben zu erwarten


Unmittelbar auswirkende göttliche Gerechtigkeit


"Krise der Weisheit“
Tun-Ergehen-Zusammenhang wurde im Laufe der Zeit brüchig

Kriege konfrontierten die Menschen mit Unsicherheit und Leid, das sich nicht mehr ohne Weiteres auf individuelles Fehlverhalten zurückführen ließ

Frage nach der Gerechtigkeit Gottes angesichts des Leidens Unschuldiger (Ijob)

Tun-Ergehen-Zusammenhang

Rahmenerzählung: Gott stellt Ijob auf die Probe, aber sein gutes Tun wird letztendlich belohnt

Streitgespräch: Tun-Ergehen-Zusammenhang wird aufgehoben (Freunde); Der Sinn von Gottes Handeln ist den Menschen nicht zugänglich und eine
Antwort auf die Theodizeefrage nicht möglich


Antworten im Buch Hiob

Bedeutung: Gerechtigkeit Gottes oder Rechtfertigung Gottes

Warum lässt Gott das Leiden zu, wenn er doch die Potenz („Allmacht“) und den Willen („Güte“) besitzen müsste, das Leiden zu verhindern

Bewältigung der Frage:

Es kommt zu keiner Lösung, Gott verweist nur auf seine Majestät und die Schönheit der Schöpfung; er, Gott, dämmt allein das Chaos ein
Ansatz: Gott gesteht dem Bösen einen Raum in der Schöpfung zu, auch wenn er letztlich der allen Überlegene ist



Die Frage der Theodizee

Mögliche Erklärung

Aufbau
Leitfrage
"Entweder will Gott die Übel beseitigen und kann es nicht: Dann ist Gott schwach, was auf ihn nicht zutrifft,
Oder er kann es und will es nicht:
Dann ist Gott missgünstig, was ihm fremd ist,
Oder er will es nicht und kann es nicht:
Dann ist er schwach und missgünstig zugleich, also nicht Gott, Oder er will es und kann es, was allein für Gott ziemt:
Woher kommen dann die Übel und warum nimmt er sie nicht hinweg?"

Lactantius (ca. 250 bis nach 325 n. Chr.)

(zurückgeführt auf Epikur 341-270 v. Chr.)

Augustinus: „Ein Übel ist das, was schadet.“

Differenzierung:
malum physicum (das natürliche Übel)
malum morale (das moralische Übel)

Leibniz fügt im 17. Jh. malum metaphysicum hinzu
Befreiungstheologie des 20. Jh. fügt strukturelles Übel hinzu

http://www.bibelwissenschaft.de/de/bibelkunde/altes-testament/ketubimschriften/ijobhiob/

http://www.bibelwissenschaft.de/wibilex/das-bibellexikon/lexikon/sachwort/anzeigen/details/hiob-hiobbuch-3/ch/cad3cfdcdbeac5d65a068fd566c6f4ac/

http://de.wikipedia.org/wiki/Ijob

http://www.die-bibel.de/bibelwissen/inhalt-und-aufbau/altes-testament/poetische-buecher/das-buch-hiobijob/

http://www.bibleserver.com/text/EU/Hiob1

Quellen
Hiob
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