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Immerfeuchte Tropen

von Paul Haller für GeoGK
by

Paul Haller

on 12 January 2015

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Transcript of Immerfeuchte Tropen

Immerfeuchte Tropen
Gebiete mit 2000-4300mm Niederschlag
bestehen größtenteils aus tropischen Regenwäldern
liegen innerhalb der tropischen Klimazone

Topographie
Tieflandregenwälder bis 800m
Nebelwälder in höheren Bergregionen
größtes Gebiet Amazonien
8,4% der Erdoberfläche
klare Grenze zu anderen Klimazonen
Lage
Naturraumstruktur
Klima
Boden
Bios
Wasser
Shifting Cultivation (Wanderfeldbau)
Zerstörung des Regenwaldes
Bedeutung
Speicherkapazität von 80 Millionen Tonnen CO₂
Beherbergung von mehr als der Hälfte aller Tier- und Pflanzenarten
genetischer Speicher für Medizin und Biowissenschaften
zweitgrößtes zusammenhängendes Waldgebiet
Nebelwald
Abholzung
Gründe für die Abholzung
Holz verkaufen
Ausbeutung von Bodenschätzen
Bau von Großstaudämmen
Infrastruktur
Umwandlung von Wald in Felder für Monokulturen
Äcker für Rinderweiden
Monokulturen
Bergbau
Vorgehen
meist Kahlschlag durch illegale Brandrodung/ Rodung mit großen Maschinen
Abholzung für Zufahrtswege/Infrastruktur
Überprüfung Holzqualität durch Bohrungen ins Holz
Bauern nutzen Asche als Dünger, belasten Boden durch jahrelangen Monokulturanbau -> ziehen dann weiter
Etappen der Zerstörung
Weitgehend unberührter Naturwald
Naturwald
nachhaltige Nutzung durch Jäger und Sammler
Schutzgebiete
selektive Stammholzsammlung
kleinflächige Rodung
Wanderfeldbau
Sekundärwald
Feldfrüchte
Veränderung des Naturwaldes
bei unzureichender Regeneration des Standortes
bewirtschafteter Wald
Bewirtschaftung für Holz, Tourismus
Umwandlung des Naturwalds
Intensivierung
permanente Kulturen
Holzplantagen
Agro-forstliche Systeme
Mischungssysteme
High-Input-Systeme
Dauerkulturen
integr. Tierproduktion
Intensivierung der Nutzung
häufiges Brennen
z.B. Weidennutung)
Schaffung ökologisch instabile Systeme
großflächige Weidenutzung
verkürzte Brache bei Wanderfeldbau
Übernutzung Stammholz
zerstörte ehemalige Waldflächen
degradierte Standorte
verlassene, nicht mehr produktiv nutzbare Standorte
weitere Übernutzung
Folgen der Abholzung
gespeichertes + neu produziertes Co2 gelangt in die Luft -> unterstützt anthropogenen Klimawandel
Artenvielfalt nimmt ab
Ausbreitung Wüsten durch Zerstörung des Wasserkreislaufs des Regenwalds
Vertreibung und Vernichtung von indigenen Völkern und Kultur
Verluste
täglich 550 Millionen Quadratmeter = 35 große Fußballfelder
ca. 40.000 Quadratkilometer in Südamerika/ ca. 34.000 in Afrika, werden jährlich vernichtet
Aussterben von 500+ Arten am Tag
über 41.000 Pflanzen und Tierarten auf der roten Liste z.B. Gorilla, Dreiecksspinne, Minifrosch…
Wie kann man selber helfen?
Benutzung von Recycling-Toilettenpapier
wenig/kein Fleisch aus Massentierhaltung konsumieren
Leitungswasser anstatt Flaschenwasser
Benutzung von Stoffbeuteln
Kaufen von möglichst wenigen Fertigprodukte/keine Gartenmöbel aus Tropenholz
Wiederverwendung von Papier
kein Biobenzin/-diesel tanken
Plantagenwirtschaft
Ecofarming
Quellen
http://blog.chaaq.org/wp-content/uploads/2012/11/9-Nebel2.jpg
https://www.regenwald.org/uploads/photos/teaser_small/jatam-mining-sulawesi-morowali.jpg
http://www2.klett.de/sixcms/media.php/76/holztransporter.jpg
http://www.abenteuer-regenwald.de/regenwald-retten/alltagstipps
http://de.wikipedia.org/wiki/Regenwald
https://www.greenpeace.de/themen/waelder/spenden?BannerID=081210201503426&match=e
http://www.greenpeace-aachen.de/wald/palmoelplantage.jpg
http://www.faszination-regenwald.de/info-center/oekosystem/wasserhaushalt.htm
https://www.abenteuer-regenwald.de/frontend-kids/content/regenwald-wasserkreislauf-nature.gif
http://lv-twk.oekosys.tu-berlin.de/project/lv-twk/19-trop-wet1-twk.htm
http://de.wikipedia.org/wiki/Immerfeuchte_Tropen
http://lv-twk.oekosys.tu-berlin.de/project/lv-twk/19-trop-wet1-twk.htmhttp://www2.klett.de/sixcms/media.php/229/28555_AH_Loes.pdf
http://de.wikipedia.org/wiki/Immerfeuchte_Tropen
http://de.wikipedia.org/wiki/Tropischer_Regenwald
http://www.faszination-regenwald.de/info-center/oekosystem/humus.htm
http://www.google.de/imgres?imgurl=http%3A%2F%2Fwww.diercke.de%2Fbilder%2Fomeda%2F800%2F3231E_1.jpg&imgrefurl=http%3A%2F%2Fwww.diercke.de%2Fkartenansicht.xtp%3FartId%3D978-3-14-100700-8%26seite%3D234%26id%3D5259%26kartennr%3D1&h=600&w=436&tbnid=qxn9HkOfbat5MM%3A&zoom=1&docid=EDuQoLVkWJRsaM&ei=nFGMVNedGsXGygPip4HoAw&tbm=isch&client=safari&iact=rc&uact=3&dur=6008&page=1&start=0&ndsp=20&ved=0CDoQrQMwCA
http://lv-twk.oekosys.tu-berlin.de/project/lv-twk/16-trop-sum3-twk.htm#go33
http://www.google.de/imgres?imgurl=http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/4/49/Ferralsol.gif/220px-Ferralsol.gif&imgrefurl=http://de.wikipedia.org/wiki/Ferralsol&h=154&w=220&tbnid=6KDBEQiIKUQJfM:&zoom=1&tbnh=90&tbnw=129&usg=__aps0FvLZQclRvVhAtlPpSIudYw8=&docid=G_s1coowpRgAoM&client=safari&sa=X&ei=1l-MVOneDcy9UZfdgfAO&ved=0CDoQ9QEwBA&dur=378
http://geo.bildungszentrum-markdorf.de/fortbildung/pictures/Weltbodenkarte_FAO.gif

Leitfragen
a)Wie ist das Ökosystem der Immerfeuchten Tropen strukturiert?

b) Welche Perspektiven hat der Tropische Regenwald in der Zukunft?

c)Sind Plantagenwirtschaft und Ecofarming nachhaltige Nutzungsformen?
Def.: von Heidelberger Botaniker Prof. Kurt Egger entwickeltes Konzept der kleinbäuerlichen Landbewirtschaftung

Ziel: Erreichenvon hohen Ernteerträge durch möglichst wenig Fremdmitteleinsatz

Vorgehensweise
Verwendung von Anbaustruktur, die Stockwerkbau des Regenwaldes ähnelt
->wenig Entziehung von Nährstoffen ( Boden)
Terrassierung von Hängen, Anlegen von Erosionsschutzgräben
Bepflanzung von Terrassenkanten mit Bäumen
Pflanzen von weiteren Bäumen -> Gewinnung von Brennholz
intensive Gründüngung
Verlegung Vieh von Weide in Stall
Ziele
schonende, nachhaltige Nutzung des Bodens
->Erhalt der Fruchtbarkeit
Vorteile: Schonung des Bodens
->lange Zeit Verwendung
Verbesserung der sozialen, ökonomischen Situation der Kleinbauern (minimaler Kapitaleinsatz notwendig, stabile Ernteerträge)
Regenwald erzeugt 3/4 seines Regens selbst
zwei Wasserkreisläufe
Maßnahmen gegen die Zerstörung
Aufforstung
Entwaldung stoppen durch Sanktionen
Organisationen wie Fairtrade und WWF unterstützen
großer Wasserkreislauf
Wasser vom Atlantik durch Passat zum Regenwald
kleiner Wasserkreislauf
Wasser gelangt über Flüsse zurück in den Atlantik
kleiner Wasserkreislauf
kleiner Wasserkreislauf:
Wasser über Wurzeln in die Blätter
das Wasser kondensiert und fällt in Form von Regen
Teil der tropischen Klimazone mit höchstens drei ariden Monaten pro Jahr
Niederschlag:
9 von 12 Monaten übersteigt Regen die (mögliche) Verdunstung
Niederschläge sind sehr hoch 2000-4000mm im Jahr
Temperatur:
durchschnittlich 24-27°C und Tageslängen von ca. 12h
zwischen 10° Nord und 10° Süd entlang der Breitengrade
Vegetation
üppige, artenreiche, immergrüne Waldgebiete
diese Urwälder bilden Ökosysteme, die immer feuchtem, heißem Klima angepasst sind
dichte Vegetation, ca. 60-100 Baumarten pro ha
Stämme im unteren Bereich unverzweigt (erst ab bestimmter Höhe)
dichtes, hohes Blätterdach; meist große, ledrige Blätter; unregelmäßiger Laubwechsel
üppige Epiphytenflora
Stockwerkbau
Stratum 5-Baumriesen
riesige Bäume, sogenannte „Überständer“/ „Urwaldriesen“; hartblättrige Epiphyten
bilden „Dachgeschoss“
Höhe: bis zu 60, teilweise 80m
Stämme am Boden Durchmesser von 5m
Kronen der Überständer isoliert/schwach besiedelt
Bsp.: Limba, Mahagoni, Bromeliaceen
Stratum 4- oberste, dichte & geschlossene Kronendach
liegt bei 15 – 25m über dem Erdboden
weichblättrige Epiphyten
Blätterdach ist gleichmäßig und fast geschlossen 
ist weitgehend undurchlässig
hier leben 2/3 aller Tier-und Pflanzenarten
häufig Rankenlianen
Bsp.:Brechnüsse, Rattanpalmen
Stratum 3-mittlere Schicht niedriger Bäume (Einzelbäume)
bis 20m hoch
kleinkronige Bäume mit geraden, schlanken Stämmen und dünner Rinde
häufig Rankenlianen und Brettwurzeln
Bsp.: Kauliflorie (Bäume, dessen Blüten/Früchte direkt am Stamm wachsten, z.B. Kakaobaum); Hochstauden (z.B. Bananen)
Stratum 2 & 1-Strauchschicht und Krautschicht
bis ca. 3m
nur 1-2% des oben auftreffenden Lichts erreichen Waldboden
dort leben schattenliebende Pflanzen, wie Pilze und Farne -Krautschichten aber auch Blütenpflanzen
Jungbäume
Krautschicht im Bereich von Lichtungen sehr üppig
viele dieser schattenliebenden Gewächse mittlerweile als Zimmerpflanzen bei uns bekannt z. B. Usambaraveilchen oder Begonien 
Bsp.: Farn, weichblättrige Kräuter (z.B.
Aronstabgewächse)
weitere Besonderheiten
weitere Besonderheit des Tropischen Regenwaldes: Epiphyten(Schmarotzer) oder Aufsitzerpflanzen (z.B. Lianen und Orchideen)
wachsen auf Stämmen der Bäume, bekommen durch ihre Wurzeln Nährstoffe, können an ihrem Standort benötigte Nährsalze aufnehmen und können durch Wachsen auf Bäumen in höheren Stockwerken leben
Fauna
2/3 der Tiere leben im Obergeschoss der Regenwälder da sich dort durch Blüten, Früchte und Blätter Nahrung im Überfluss befindet und die Tiere viel Sonnenlicht abbekommen
auffälligste Tiere
im Blätterdach:
Affen
Pflanzenfresser: Faultier
Vögel aller Arten die oft sehr bunt sind
Schlangen
Insekten
Nahrung für Pflanzenfresser in Erdgeschoss knapp, leben daher weit verstreut:
Okapi
Waldelefant
Zwergflusspferd und Capybaras
Leopard und Jaguar
Duckerantilopen und Moschusböckchen
wirbellose Tiere (z.B. Insekten, Termi
ten
)
auch Blutegel in großen Mengen
Tiere in Bodennähe
Plantagen
= landwirtschaftliche Großbetriebe der Pflanzenproduktion, welche oft auf eine Anbaufrucht spezialisiert sind
Plantagenwirtschaft
= Art der Bodenbewirtschaftung in den Tropen
Beispiel : Kakaoanbau in Côte d’Ivoire
Elfenbeinküste weltweit größter Kakaoproduzent
über 50 % der landwirtschaftlichen Nutzfläche von Kakaoplantagen eingenommen
Großbetrieb für Kakaoanbau
Monokultur (oft nur eine bestimmte Anbaufrucht)
Abnahmeländer meist in Europa und Nordamerika
unmittelbare Verarbeitung, dann Weitertransport
mit vielen Arbeitskräften verbunden
Ökologie
Vorteile:
Verminderung Bodenerosion
Schutz der Nährstoffe durch Monokulturen
Nachteile:
trotzdem Bodenbelastung durch Monokulturen
Rodung Regenwald
Verschmutzung der Gewässer durch Düngemittel usw.
Sozial
Vorteile:
Schaffung neuer Arbeitsplätze
rentabel für Betreiber ( hohe Erträge, billige Arbeitskräfte, sofortige Weiterverarbeitung)
Nachteile:
Krankheiten durch Pestizidbelastungen möglich
geringer Lohn
Anbau von Exportgütern, anstatt Versorgung der Bevölkerung zu sichern
Ökonomie
Vorteile:
finanzielle Gewinne für Betreiber
Steigerung BIP
Nachteile:
von Weltmarkt abhängig
artenreichste Vegetationsform mit ggrößten Biomasseproduktion & dem größten Stoffumsatz der Erde

->also sind auch die Böden in der tropischen Klimazone besonders hervorragend für das Pflanzenwachstum geeignet…
Falsch
Wie kann das sein?


seit Tertiär hat sich in den äquatorialen Gebieten kaum klimatisch etwas geändert, sodass ursprünglich vorhandene Silikatminerale kontinuierlich über Jahrmillionen hinweg chemischen Verwitterungsprozessen bei geringen Humusgehalt ausgesetzt waren

Infolge des Verwitterungsprozesses entstand aus Si-reichen Dreischichtsilikaten (mit hoher Kationenaustauschkapazität) Kaolinit (also Si- arme Zweischichttonminerale mit geringer Kationenaustauschkapazität)

—> geringe Speicherfähigkeit von Nährstoffen
Pflanzennährstoffe, Basen & Kieselsäuren wurden ( in tiefere Bodenschichten) ausgewaschen , übrig blieben Sesquioxide (Al2O3, Fe2O3) weshalb pH Wert niedrig bis sehr niedrig, die Böden also stark sauer

—> Anreicherung mit Eisen- & Aluminiumoxide werden Böden auch als Ferralsols bezeichnet (ferr[um]; al[uminium]) —> dadurch entsteht auch intensive gelb bis Rotfärbung der Böden

stark saure Böden werden als Acrisols bezeichnet ( lat.: acris- sauer)

da verwitterbares Ausgangsgestein kaum noch vorhanden

—> kaum Bodenbildungsprozessen
Bodenhorizont
aufgrund der intensiven tiefgründigen Verwitterung mit bis zu 30m sehr mächtigen, uniformen Unterboden & mit maximal 15 cm geringe Humusschicht woraus geringe Ausbildung der Bodenhorizonte resultiert

Bodentypen aufgrund Verwitterungsprozesse fast ausschließlich in Gebieten der subtropischen & tropischen Klimazone —> zonale Bodentypen

aber auch Gunsträume in Tropen vorhanden: mit jungen, nährstoffreichen Böden (Schwemmländer [in Süd-& Südostasien] Vulkangebiete [auf Java oder in Teilen Ostafrikas]
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