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Das alternative Milieu der 80er Jahre

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Christoph Schindler

on 28 January 2013

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Transcript of Das alternative Milieu der 80er Jahre

Punks "Die Jugend '76 driftet nicht nach rechts oder nach links. Sie sucht den Weg nach oben"( Stern 44/1976)

Underground und Gegenkultur haben ihren Betrieb aus Personalmangel eingestellt." Die Popper machen Schlagzeilen, Sinnbild für eine brave, angepasste Jugend, deren Leidenschaft sich in der eigenen Präsentation und dem Kampf um Marktanteile beim wochenendlichen Saturday-Night-Fever-Beziehungsmarkt erschöpft. „A guy walks up to me and asks 'What's Punk?'.
So I kick over a garbage can and say 'That's punk!'.
So he kicks over the garbage can and says 'That's Punk?', and I say 'No, that's trendy!"
Billie Joe Armstrong "There is no future in England´s dreaming.
We're the future, your future."
Gesellschaft ist kaputt, sie hat keine Zukunft.
Denn seht uns an: Wir sind eure Spiegelbilder. Die Zukunft und die Hoffnung eures Landes. Eure Zukunft! Punk war bewusst destruktiv. Es ging um die Zerstörung scheinheiliger Tabus und Ideologien, nicht um sachliche Kritik, Verbesserungsvorschläge oder gar das Angebot einer neuen Moral. Punk hatte keine Lösungen anzubieten, keine Visionen für die Zukunft, zumindest nicht solche, die irgendjemand real miterleben möchte. Punk wollte nicht reformieren, sondern zerstören, auch die marihuana-vernebelten Kuschelutopien der Linken. Punks glaubten nicht mehr an das reformoffene, demokratische Deutschland. Das alternative Milieu der 80er Jahre "Die Jugendphase ist für Jugendliche zu einem steinigem Weg in eine unbekannte und unsichere Zukunft geworden."
Shell Deutschland 2002 - hohe Jugendarbeitslosigkeit (jeder fünfte)
- Zukunftsangst/ Orientierungslosigkeit
-> hohe Suizidrate
"Reduzierung auf das Machbare" Dennoch boomen überall Initiativen, Basisgruppen, Aktionsbündnisse. Friedensbewegung, Anti-Atomkraft- und Ökobewegung, Feministinnen, Hausbesetzer und Autonome

--> Minderheiten "Mit den Linken wollte ich mich nicht identifizieren. Für mich standen die für: Strickpullover, Jesuslatschen, Teestube und Karl-Marx-Bücher-Lesen. Das war alles so langweilig und geschwätzig." (Harry Rag)
"Die Siebzigerjahre waren ja Kleinbürgertum in vollendeter Form. Deswegen hat es ja auch so Spaß gemacht, diese Leute zu provozieren. Aber das musste wirklich überlegt sein. Es ging mir immer
darum: Wo sind Schwachpunkte? Wo wird geheuchelt?" (Chrislo Haas) "Das war die beste Abgrenzung zu diesen ganzen Grün-Alternativen" (Ralf Dörper) Unsere Gesellschaft fährt Müll auf Halden, steckt Ausgeflippte in Zellen, betreibt Aggressionen durch Armeen und befriedigt Triebe- um die Moral nicht zu stören- an abgeschirmten Orten. Diesen Zustand zu zeigen, ihn symbolisch am Körper auszudrücken, damit zu provozieren, zu quälen und sich dafür zu bestrafen zu lassen, war ungeheuerlich. Punk war ja anfangs feinste Ironie.
'No Future' - das waren für mich ironische Statements. Dieser doppelbödige Humor wurde oft nicht verstanden. Dass mit dem Hakenkreuz durch die Gegend zu laufen, ein Symbol der kulturellen Befreiung war, das haben viele nie gerafft.
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