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Jugoslawienkrieg

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susanne lenz

on 24 November 2014

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Transcript of Jugoslawienkrieg

Jugoslawienkriege

Ursachen der Kriege
1990 und 1991 Spannungen zwischen den Ethnien in Bosnien und Herzegowina.
Bevölkerungsstruktur:
--> Nach der Volkszählung von 1991 machten von insgesamt 4,36 Millionen Einwohnern die Bosniaken 43,7 % aus, die Serben 31,4 % und die Kroaten 17,3 %; 5,5 % erklärten sich als Jugoslawen.
Referendum am 29. Februar und dem 1. März 1992. Bei einer Wahlbeteiligung von 64 bis 67 % stimmten 99,43 Prozent für die völkerrechtliche Souveränität.
--> Die Mehrheit der Serben wurde von ihrer politischen Führung Jugoslawien zum Boykott dieses Referendums aufgerufen.
Militärische Eskalation folgte nach der Anerkennung des unabhängigen Bosnien und Herzegowina durch westliche Staaten im April 1992.
26. September 1991: UN verhängt ein „allgemeines und vollständiges“ Waffenembargo
Kriegsbeginn: 1. April 1992
Konfliktparteien: Armee der Republik Bosnien-Herzegowina + NATO; Kroatischer Verteidigungsrat (HVO) + Streitkräfte der Republik Kroatien (HV) + NATO gegen. Armee der Serbischen Republik (VRS) + Jugoslawische Volksarmee (JNA)
Juni 1992 : Das Mandat der Anfang 1992 zur Kontrolle des Waffenstillstands in Kroatien ins Leben gerufenen UNPROFOR wurde um die Kontrolle des Flughafens Sarajevo erweitert.
Januar - März 1993: Intervention der NATO
--> Operation Deny Flight: Einhaltung der nach UN-Sicherheitsrat-Resolution 816 eingerichteten Flugverbotszone über Bosnien-Herzegowina (eingerichtet von der UN seit 9. Oktober 1992).
1995: Verschärfung der Nato-Interventionen: Einheiten der bosnischen Serben transportierten schwere Waffen aus einem Waffendepot der UNO ab. Das UNO-Kommando forderte die sofortige Rückgabe der Waffen. Die gesetzte Frist wurde von den Serben ignoriert. Die NATO unternahm Luftangriffe auf serbische Stellungen
Am 21. November 1995 wurde der Krieg mit der Annahme des Vertrages von Dayton beendet.
Bosnienkrieg
Kosovokrieg
Konflikt um die Kontrolle des Kosovo
in den Jahren 1998/1999.
Konfliktparteien:
UÇK („Befreiungsarmee des Kosovo“) + NATO gegen Jugoslawien
Auslöser:
Außenpolitische Situation der Balkanregion (siehe: Kroatienkrieg, Bosnienkrieg, 10-Tage Krieg)
Der Konflikt
verlief in zwei Phasen:
1. Phase:
Vom Januar 1998 bis März 1999 handelte es sich zunächst um eine bewaffnete innerstaatliche Auseinandersetzung zwischen der UÇK und und den Ordnungskräften der Bundesrepublik Jugoslawien.
-->
Ende der 1. Phase durch Einschreiten der NATO durch Entwurf eines Friedensvertrags (Vertrag von Ramboulliet)
2. Phase:
Ausgelöst durch die Nichtunterzeichnung des Vertrages von Rambouillet durch die BR Jugoslawien.
Die zweite, sogenannte zwischenstaatliche Phase des Konflikts begann am 24. März 1999 und endete am 10. Juni 1999. Während dieser Zeit erfolgten in der Operation Allied Force Luftangriffe der NATO gegen die Bundesrepublik Jugoslawien.
Die mit dem Einsatz von zeitweise über 1.000 Kampfflugzeugen eine der massivsten Luftkriegsoperationen der Militärgeschichte bildeten; dabei setzten alleine die Vereinigten Staaten von Amerika einen größeren Prozentsatz ihrer Luftstreitkräfte gegen die Bundesrepublik Jugoslawien ein, als während des gesamten Vietnam-Krieges und der Operation Desert Storm.
Der Kosovokrieg
wird – insbesondere in der westlichen Welt – kontrovers diskutiert.
-->
Der Angriff der NATO gegen die souveräne Bundesrepublik Jugoslawien erfolgte ohne UN-Mandat.
Am 21. Juni erklärte NATO-Generalsekretär Javier Solana die NATO-Luftangriffe für beendet und am 24. Juni beschloss das serbische Parlament die Aufhebung des Kriegszustandes.

10-Tage-Krieg
(Slowenien Krieg)
23. Dezember 1990
fand ein Referendum über die Unabhängigkeit Sloweniens statt. Mit einem Ergebnis von 88,2 % stimmten die Slowenen für die Eigenstaatlichkeit.
-->
Im Frühjahr 1991 versuchte die slowenische Regierung einen Konsens in Form einer Konföderation Sloweniens mit der jugoslawischen Staatsführung zu finden. Dies scheiterte.
Am 25. Juni 1991
lösten sich Slowenien aus dem Staatsverband Jugoslawiens und erklärte seine Unabhängigkeit.
-->
Die slowenische Polizei und die Streitkräfte der slowenischen Territorialverteidigung Teritorialna Obramba (TO) übernahmen unmittelbar danach die Kontrolle.
Die Kämpfe
begannen am 27. Juni. Es kam zu mehreren Gefechten zwischen slowenischen Polizisten und vor allem der slowenischen Territorialverteidigung und der jugoslawischen Volksarmee.
Nach zehn Tagen
wurde ein Waffenstillstand vereinbart.
Unter der UN und der österreichischen
Regierung konnte schließlich ein Kompromiss erzielt werden: Slowenien sollte den Vollzug der Unabhängigkeit für die Dauer von drei Monaten aussetzen und in dieser Zeit mussten sich die dortigen Soldaten der JNA, die ihren Präsenzdienst in Slowenien leisteten, zurückziehen.
Am 25. Juni

1991
erklärte die kroatische Regierung ihre Unabhängigkeit von der SFRJ (kommunistisches Jugoslawien). Zuvor (am 19. Mai 1991) fand ein Referendum in Kroatien statt. 94,7 Prozent der Wähler waren für die Unabhängigkeit.
-->

Serbische Radikale Parteien riefen jedoch in einigen Teilen Kroatiens zum Boykott des Referendums auf. Die serbische Bevölkerung stellte im Jahr 1990 11,9% der Gesamtbevölkerung Kroatiens dar.
Kriegsbeginn: März 1991
-->

Konfliktparteien: Republik Kroatien gegen Republik Serbische Krajina (RSK) + Jugoslawische Volksarmee
Internationale Anerkennung Kroatiens
1991–92 (unter anderem auch von Deutschland)
UN Intervention
: (22. Mai 1992: Kroatiens Eintritt in die UN)
-->
21. Februar 1992, gemäß Resolution 743 des UN-Sicherheitsrates, wurden 16.000 Soldaten zur Erhaltung des Friedens in Kroatien und Bosnien und Herzegowina eingesetzt (UNPROFOR).
-->

kein aktives Eingreifen der Truppen, sie dienten lediglich zum Schutz der Zivilbevölkerung

durch Errichtung von UN-Schutzzonen.
12. November 1995:

Abkommen von Erdut

-->

Ende des Kroatienkrieges
Kroatienkrieg
Opfer und Kriegs-verbrechen
Bosnien und Herzegowina
: Das Research and Documentation Center (IDC) in Sarajevo kam im November 2005 zu einer Zahl von
97.207
Toten und Vermissten (
80.545
Tote,
16.662
Vermisste), davon 66 Prozent Bosniaken, 26 Prozent Serben und 8 Prozent Kroaten. Unter den Zivilisten sei der Anteil der Bosniaken noch höher. Während des Bosnienkrieges seien insgesamt wahrscheinlich
100.000
Menschen ums Leben gekommen.
Kroatien: Nach Angaben der kroatischen Regierung aus dem Jahr 1995 12.131 Tote, darunter 8.100 Zivilisten, 33.043 Verwundete, 2.251 Verschollene auf Seiten der Kroaten und 6.780 Tote auf Seiten der dort lebenden Serben.
Slowenien
: bei den slowenischen Truppen
19
Tote und
182
Verletzte, bei der jugoslawischen Volksarmee
44
Tote und
146
Verletzte (Schätzungen)
Kosovo:
4000 Leichen oder Leichenteile bis 2002 ausgegraben, etwa
800
albanische Tote wurden bislang in Serbien gefunden (da es bis heute keine genauen offiziellen Zahlen gibt, beruhen die Opferzahlen auf Flüchtlingsberichten und Massengrabfunden).
Serbien
: die NATO-Operation 1999 führte zu etwa
5.000
Todesopfern in der Bundesrepublik Jugoslawien (NATO-Angaben); nach jugoslawischen Angaben kamen
462
Soldaten,
114
Polizisten und etwa
2000
Zivilisten ums Leben (Angaben der Jugoslawischen Volksarmee).
Total: 121.994 Tote
Quellen
Wikipedia:

Jugoslawienkriege
10-Tage-Krieg
Kroatienkrieg
Bosnienkrieg
Kosovokrieg
"Lasst Theorien sterben, nicht Menschen"
Sir Karl Raimund Popper
=> Multikausalitäten
Zusammenbruch des Sozialismus

Vielvölkerstaat

Serbien stärkte seine Bedeutung innerhalb Jugoslawiens

Nationalismus in den einzelnen Teilrepubliken nahm zu.

Wirtschaftskrise: Hyperinflation

Vorkriegsgeschichte
Uebernahme der Kommunisten nach 1945
Massaker von Bleiburg (1945/46)
--> Erschießung von Truppenverbänden, die während des 2. Weltkriegs mit NS -Deutschland verbündet waren.
Widerstand und Anfeindungen an und von muslimischen Minderheiten (1940/50 & 1983)
Autonomiebestrebungen der 1960er Jahre (Kroatien & Mazedonien (Kirche)
Verfassungsänderung von 1974
--> Gewährte Autonomierechte an einzelne Teilstaaten
Tod des Staatspräsidenten Josip Broz Tito (1980)
--> Starke politische Unruhen, die nie diplomatisch gelöst wurden
Unruhen im Kosovo (1981)
--> ausgelöst durch wirtschaftliche Unzufriedenheit; erste Anzeichen der Kosovo-Albaner für einen souveränen Staat ( „Kosova Republika!“)
SANU-Memorandum (1986)
--> Serbische Intellektuelle forderten ein Ende der sogenannten „Diskriminierungen des serbischen Volkes“; sie behaupteten unter anderem ein Genozid am serbischen Volk.
Aufstieg von Slobodan Milošević (1987/88)
--> 1987 wurde Slobodan Milošević Vorsitzender der serbischen Kommunistischen Partei, 1988 auch Präsident der Teilrepublik Serbien. Er trug maßgeblich zu den Verschärfungen der nationalistischen Spannung zw. Serbien und den anderen Teilrepubliken bei.
Antibürokratische Revolution (1987-89)
--> Gegenbewegungen zu den Autonomiebestrebungen der Provinzen (Serbiens) Kosovos und Vojvodina durch Slobodan Milošević inszeniert.
Wirtschaftskrise (1989)
--> Hyperinflation belastet Jugoslawiens Wirtschaft. (am 19. Dezember 1989 bekam man für 1 DM (umgerechnet 0,51 €) immerhin 70.000 Dinar), im festen Verhältnis 7:1 an die Deutsche Mark gekoppelt, und es wurden vier Nullen gestrichen.)
1990 verschärfte sich die Lage: die wirtschaftlich stärksten Teilrepubliken Serbien und Kroatien stellten die Zahlungen in den Republikenausgleichsfonds ein.
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