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3401 - 1. Kapitel

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Danae Martin Hernandez

on 23 October 2013

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Transcript of 3401 - 1. Kapitel

Warum Methodenlehre in der Psychologie?
Die Fehler der Alltagspsychologie
Der alltagspsychologische Sprachgebrauch ist mehrdeutig und ungenau.

z.B "mehr Stress" - unklar.
"Stress" sehr häufig benutzt - Mehrdeutigkeit
Was die Psychologie als Wissenschaft anders macht
Der Unterschied zwischen der Alltagspsychologie und der wissenschaftlichen Psychologie besteht nicht im Gegenstand, im "Was, sondern in der Methode, im "Wie" der Erkenntnisgewinnung.
Durch die Anwendung bestimmter Methoden werden bestimmte Aspekte der Wirklichkeit besonders hervorgehoben.
Welche statistischen Analysen sind sinnvoll?
ein Maß zu berechnen, das die einzelnen Messungen zusammenfasst -
arithmetische Mittel
Häufigkeitsverteilung der Messungen
- wie häufig bestimmte Einzelwerte vorkommen.
Streuungs- oder Dispersionsmaße
liefern einen zusammenfassenden Wert, aus dem hervorgeht, wie stark sich die einzelnen Messungen voneinander unterschieden.
Was gewinnen wir durch den Einsatz wissenschaftlicher Methoden in der Psychologie?
Alltagsvortellungen über psychische Phänomene stimmen manchmal nicht mit wissenschaftlichen Erkenntnissen überein.
Z.B. Unterschiede zwischen Männern und Frauen
[Janet Shibley Hyde (2005) - Durchsicht von 46 Meta- Analysen zur Geschlechter-"Unterschieden"]
Die Alltagspsychologie ist fehlerbehaftet.



Die wissenschaftliche Psychologie ist weniger fehlerbehaftet, weil sie bestimmte Methoden einsetzt, um psychologische Fragen zu beantworten.
Alltagspsychologische Fehler beim Wahrnehmen, Erinnern und Denken
Müller-Lyer-Täuschung
Andere Fehler der Alltagspsychologie: Primacy- und Recency-Effekt: es handelt sich um Urteilsverzerrungen, die mit der Reihenfolge zusammenhängen, in der Informationen aufgenommen werden. Die zuerst und die zuletzt dargebotenen Informationen werden besonders gut erinnert und beeinflussen deshalb das Gesamturteil besonders stark.
Der Primacy-Effekt tritt in der Regel deutlicher und häufiger auf als der Recency-Effekt.
Als Ursache oder Grund für das Verhalten anderer Personen werden besonders häufig Eigenschaften der beobachteten Person genannt, z.B. "X lächelt mich an, weil er/sie ein freundlicher Mensch ist.

Wenn eine Person dagegen ihr eigenes Verhalten erklären soll, werden eher situative Bedingungen ins Feld geführt. "..., weil heute ein schöner Tag ist."

Personen schreiben das Verhalten anderer Personen eher personalen, das eigene Verhalten dagegen eher situationalen Faktoren zu.
Die erste Tendenz wurde von
Ross und Mitarbeitern als fundamentaler Attributionsfehler
bezeichnet.
Jones und Nisbett
sprechen vom
Akteur-Beobachter-Fehler, um beide Tendenzen zu kennzeichnen.
Ein weiterer "Fallstrick":
Negativitätsbias
: z.B Hoch sozial ängstliche Personen
überschätzen die Sichtbarkeit ihrer Ängstlichkeit und unterschätzen ihre Leistungen
in sozialen Bewertungssituationen .
Fehler beim alltagspsychologischen Umgang mit Wahrscheinlichkeiten.
Beispiele:

AIDS-Test (Gigerenzer, 2002, s. 176)

Geburstagsparadoxon

Ziegen-Problem
Manchmal stützen wir uns auf unsere bisherige Erfahrung, wenn wir Erklärungen abgeben.

Wenn im Alltag noch versucht wird, eine psychologische Vermutung zu überprüfen, wird in der Regel nur nach bestätigender Evidenz gesucht.

Unzureichende Prüfung alltagspsychologischer Vermutungen
Die Tendenz, eine soziale und psychologische Wirklichkeit aufgrund einer bloßen Vermutung zu erzeugen, findet sich in der wissenschaftlichen Psychologie als
Pygmalion- oder Rosenthal-Effekt
wieder.
Die
Methodologie
als Teilgebiet der Wissenschaftstheorie beschäftigt sich mit der
Analyse und Lehre der Methoden einer Wissenschaft
.


Es gibt keine Wissenschaft, die ohne eine Methodenlehre auskommt.

Methoden als "Wege zur Wissenschaft"

Im Unterschied zur Alltagspsychologie setzt die Psychologie als empirische Wissenschaft Methoden ein, die eine systematische Überprüfung und Weiterentwicklung von Theorien durch die geplante und wiederholbare Erhebung, Analyse und Interpretation von Erfahrungsdaten ermöglichen. Durch dieses Vorgehen sollen Fehler minimiert werden, was jedoch nicht heißt, dass die Wissenschaft völlig fehlerfreie Erkenntnisse liefert.
Prozess der wissenschaftlichen Erkenntnisgewinnung
: aus einer bestehenden Theorie werden Hypothesen abgeleitet, die dann empirisch geprüft werden, indem Erfahrungsdaten erhoben, analysiert und im Lichte der Theorie interpretiert werden. Bevor aus einer Theorie Hypothesen abgeleitet werden können, muss aber erst einmal eine Theorie da sein.

Eine Theorie enthält Begriffe, deren Bedeutung durch
Explikations- und Definitionsmethoden
festgelegt und präzisiert werden.
z.B Stress - theoretischer Begriff oder
hypothetisches Konstrukt.
Begriffe, die zu Aussagen verknüpft worden sind. -
Kriterien der Logik

Die wissenschaftliche Psychologie geht präziser und kontrollierter mit Sprache um und sie wendet auch spezifische Kriterien an, die festlegen, unter welchen Bedingungen eine Erklärung als eine
wissenschaftliche Erklärung
gelten kann.
Die Psychologie ist eine
empirische Wissenschaft
und verwendet deshalb nicht nur Methoden zur Generierung und Formulierung von Theorien, sondern auch Methoden zur Erhebung und Analyse von Erfahrungsdaten.

Die Messung psychischer Phänomene trägt erheblich zu deren empirischer Präzisierung bei. Diese Präzision oder Genauigkeit ist insbesondere dann wichtig, wenn die Effekte von Maßnahmen bewertet werden sollen.
Objektivität
- Unabhängigkeit der Messung vom Beobachter

kritische Prüfung von Hypothesen
: nicht durch bestätigende Belege für eine Vermutung,
nicht durch Konfirmation
. Es wird versucht, eine
bestehende Hypothese zu widerlegen
, also zu zeigen, dass sie falsch ist (
Falsifikation
).
Arithmetische Mittel und Streuungsmaße
sind Beispiele für
deskriptive Statistiken
. In der deskriptiven Statistik geht es um Verfahren, die Daten summarisch beschreiben. In der
Inferenzstatistik
geht es dagegen um Verfahren, die es erlauben, von
Stichprobenstatistiken auf Populationsparameter
zu schlussfolgern.

Die
Stichprobenstatistiken
werden als Schätzungen für die Populationsparameter verwendet. Die formalen Grundlagen für diese Schätzungen liefert die
Wahrscheinlichkeitstheorie
.

Interventionsmethoden
: zielen nicht darauf ab, die Wissenschaftlichkeit von Aussagen zu sichern, sondern bestimmte Wirkungen zu erzielen.
Der Umgang mit wissenschaftlichen Methoden muss erlernt und geübt werden:

Es reicht in den allermeisten Fällen nicht aus, Werkzeuge zu kennen; man muss vielmehr den Umgang mit diesen Werkzeugen lernen und einüben, um sie kompetent einsetzen zu können.

Wissen,
was
+ wissen,
wie
Wissenschaftliche Prüfung von zutreffendem alltagspsychologischem Wissen: intuitive Entscheidungen im Alltag führen unter bestimmten Voraussetzungen sogar zu besseren Ergebnissen als ein systematisches Abwägen aller Informationen.
[Gerd Gigerenzer: Bauchentscheidungen]


spezielles Verfahren der Datenerhebung: fMRT (funktionelle Magnetresonanztomographie).
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