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40 Jahre unabhängige medizinische Hilfe

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MSF Austria

on 25 May 2012

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2004 2004 2000 1999 1998 1998 1996 1995 1993 1982 1992 1971 Médecins Sans Frontières / Ärzte ohne Grenzen (MSF) wird gegründet Eine Gruppe französischer Ärzte und Journalisten gründet Ärzte ohne Grenzen als Reaktion auf den Krieg und die folgende Hungersnot in Biafra (Nigeria) sowie die Überschwemmungen in Ostpakistan, dem heutigen Bangladesch. 1976 Krieg im Libanon Während des ersten Großeinsatzes der Organisation in einem Kriegsgebiet führt Ärzte ohne Grenzen chirurgische Eingriffe durch. 1975 Kambodschaner fliehen vor den Roten Khmer Ärzte ohne Grenzen richtet sein erstes groß angelegtes medizinisches Programm für die Flüchtlinge ein, die in großer Zahl vor Pol Pots Regime fliehen. © D.R. © MSF © MSF 1980 Krieg in Afghanistan Die sowjetische Invasion Afghanistans in den letzten Tagen des Jahres 1979 löst einen ein Jahrzehnt währenden Krieg aus. Medizinische Teams von Ärzte ohne Grenzen passieren heimlich die pakistanisch-afghanische Grenze und sind wochenlang auf Eseln in entlegene Gebiete unterwegs, um dort verletzten Zivilisten und Zivilistinnen zu helfen. © MSF 1984 Hungersnot in Äthiopien Ärzte ohne Grenzen beginnt einen Einsatz zur Behandlung der Mangelernährung in den von Hungersnöten heimgesuchten Gebieten des Landes. © Sebastiao Salgado/Amazonas Images 1985 Konflikte in Zentralamerika Ärzte ohne Grenzen versorgt Menschen mit medizinischer Hilfe, die vor den bewaffneten Konflikten in El Salvador und Nicaragua nach Honduras fliehen. © Jean Gaumy/Magnum 1986 Bürgerkrieg in Sri Lanka Ärzte ohne Grenzen hilft Zivilisten und Zivilistinnen, die im Kampf zwischen der Regierung und den Tamil Tigers verletzt und traumatisiert werden mit mobilen Kliniken und Krankenhaus-Programmen. © Didier Lefevre / imagesandco.com 1988 Erdbeben in Armenien Ärzte ohne Grenzen stellt zum ersten Mal medizinische Hilfe in der Sowjetunion bereit. © MSF 1990 Bürgerkrieg in Liberia Auf dem Höhepunkt der kriegerischen Auseinandersetzung in Liberia leistet Ärzte ohne Grenzen Notfallhilfe. 1991 Kurden flüchten aus dem Nordirak Im Rahmen des bis dahin größten Katastropheneinsatzes leistet Ärzte ohne Grenzen in der Türkei, im Iran und in Jordanien den Kurden Hilfe, die von der vorrückenden irakischen Armee aus ihren Häusern vertrieben werden. 2000 Hilfe für Asylsuchende in Europa Ärzte ohne Grenzen erweitert seine Programme für Asylsuchende und nicht registrierte Migranten und Migrantinnen in Belgien, Frankreich, Italien und Spanien. 1991 Bürgerkrieg in Somalia Im vom Krieg erschütterten Mogadischu führt Ärzte ohne Grenzen chirurgische Programme durch und versorgt Flüchtlinge in den benachbarten Ländern. © John Reardon Hunger in Somalia © Remco Bohle Ärzte ohne Grenzen alarmiert die internationale Gemeinschaft über die ausgedehnte Hungersnot und eröffnet Programme zur Behandlung mangelernährter Kinder und Erwachsener. Während ein grausamer Bürgerkrieg Land und Hauptstadt im Griff hält, setzt Ärzte ohne Grenzen seine Arbeit in Afghanistan fort und verhandelt unablässig mit allen Konfliktparteien, um Zugang zu den Menschen zu erhalten, die medizinische Hilfe brauchen. Bürgerkrieg in Afghanistan © MSF © Wim Van Cappellen Bürgerkrieg in Burundi Ärzte ohne Grenzen hilft während des Bürgerkriegs Zivilisten und Zivilistinnen in Burundi und Flüchtlingen in Tansania und Ruanda. Während des Völkermords an mehr als 800.000 Tutsi und gemäßigten Hutu durch Hutu-Extremisten bleibt Ärzte ohne Grenzen in der Hauptstadt Kigali. Zum ersten Mal trifft Ärzte ohne Grenzen die schwere Entscheidung und ruft zu einer internationalen militärischen Intervention auf, um dem Völkermord Einhalt zu gebieten. 1994 Völkermord in Ruanda 1994 Krise in Goma Ärzte ohne Grenzen zieht seine Teams aus den Flüchtlingscamps in Zaire und Tansania ab und verurteilt massiv, dass Beteiligte am Völkermord die Kontrolle über die Lager haben und Hilfsgüter abzweigen. © Howard J. Davies/UNHCR Das Massaker von Srebrenica Ärzte ohne Grenzen wird Zeuge des Falls der UN-„Sicherheitszone“ und erhebt die Stimme gegen das nachfolgende Massaker an etwa 8.000 Bosniern sowie die Massendeportation und die Misshandlung weiterer Tausender durch serbische Soldaten. © Olivier Jobard/Sipa Press 1995 Ärzte ohne Grenzen leistet medizinische Hilfe für Zivilisten und Zivilistinnen, die durch den Krieg in Tschetschenien vertrieben wurden und unter prekären Bedingungen in den russischen Republiken Tschetschenien und Inguschetien sowie im benachbarten Georgien leben. Krieg in Tschetschenien © Remco Bohle Ärzte ohne Grenzen impft mehr als vier Millionen Menschen gegen Meningitis und eröffnet spezielle Zentren zur Behandlung Tausender, die sich im Zuge des massiven Ausbruchs der Epidemie infiziert haben. Meningitis-Epidemie in Nigeria Hunger im Südsudan Ärzte ohne Grenzen reagiert auf die ausgedehnte Hungersnot, die der Bürgerkrieg und die Dürre in der Provinz Bahr-el-Ghazal ausgelöst haben. © Paul Lowe/Magnum Ärzte ohne Grenzen hilft den Opfern des Wirbelsturms in Honduras, Nicaragua, Guatemala und El Salvador. © Larry Towell Hurrikan Mitch Ärzte ohne Grenzen wird ausgezeichnet für den „bahnbrechenden humanitären Einsatz auf zahlreichen Kontinenten“. 1999 Ärzte ohne Grenzen erhält den Friedensnobelpreis © MSF Krise im Kosovo Ärzte ohne Grenzen leistet medizinische Hilfe für Vertriebene im Kosovo sowie für Menschen in Flüchtlingslagern in Albanien, Mazedonien und Montenegro und auch für Zivilisten und Zivilistinnen in Serbien. Ärzte ohne Grenzen organisiert medizinische und psychologische Hilfsprogramme in der Region und bietet in den vermeintlichen UN-Schutzzonen von Gorazde und Srebrenica Unterstützung. Krieg in Bosnien 1991 Ärzte ohne Grenzen beginnt mit antiretroviraler Therapie für Menschen mit HIV/AIDS in Thailand und startet im folgenden Jahr Projekte in Guatemala, Kambodscha, Kamerun, Kenia, Malawi und Südafrika. HIV/Aids-Pandemie © Juan Carlos Tomasi 2002 Nach der Auflösung der UNITA-Rebellenarmee und dem Ende des 28 Jahre währenden Bürgerkriegs behandelt Ärzte ohne Grenzen tausende mangelernährte Kinder in Gebieten, die bis dahin für humanitäre Hilfe unerreichbar waren. Ärzte ohne Grenzen wirft den Vereinten Nationen vor, der politischen Regelung der Nachkriegsphase mehr Priorität einzuräumen als der dringend unmittelbar benötigten humanitären Unterstützung. Hunger in Angola Notlage in Darfur, Sudan Ärzte ohne Grenzen startet ein Ernährungsprogramm sowie Wasser- und Sanitärprogramme, eröffnet Kliniken und führt Impfkampagnen im Westsudan und im Tschad durch, wo Hunderttausende vor der Gewalt in Darfur fliehen. Daraus entwickelt sich in den Jahren 2005/2006 einer der größten Einsätze in der Geschichte von Ärzte ohne Grenzen. Ärzte ohne Grenzen erhält 133 Million US-Dollar an privaten Spenden für die medizinische Hilfe für die Überlebenden der Tsunami-Naturkatastrophe. Da abzusehen ist, dass durch die immense Spendenbereitschaft für die auf Medizin spezialisierte Arbeit der Organisation mehr Mittel zur Verfügung stehen als in Projekten umgesetzt werden können, bittet Ärzte ohne Grenzen die Öffentlichkeit, kein weiteres Geld für die Tsunami-Überlebenden an die Organisation zu spenden und viele Spender werden um eine „Umwidmung“ ihrer Spende gebeten. Die große Mehrheit stimmt zu. © Francesco Zizola / Noor Tsunami trifft Südasien Ernährungskrise in Niger 2005 Dank der umgewidmeten Spenden, die für die Tsunami-Hilfe eingehen, ist Ärzte ohne Grenzen in der Lage, auf eine unbeachtete und vernachlässigte Krise im Niger zu reagieren. 63.000 schwer mangelernährte Kinder können dort ambulant mit einer neuen therapeutischen Fertignahrung behandelt werden. Es ist der bis dahin größte Einsatz dieser Art. Ärzte ohne Grenzen ändert daraufhin die Richtlinien für die Behandlung von Mangelernährung und nimmt diesen innovativen Ansatz auf. © Stephan Oberreit / MSF © William Martin / MSF 2008 Nach dem Streit um die Präsidentenwahl kommt es zu Gewaltausbrüchen. Ärzte ohne Grenzen behandelt verwundete Zivilisten in den Elendsvierteln der Hauptstadt Nairobi und unterstützt Menschen aus Kenia, die in den Westen des Landes geflohen sind, in provisorischen Lagern. Politische Unruhe in Kenia führt
zur Vertreibung Tausender © Julie Remy Nachdem Haiti im Januar von einem schweren Erdbeben getroffen wird, startet Ärzte ohne Grenzen einen seiner größten Nothilfe-Einsätze. Vom 12. Januar bis zum Ende Oktober 2010 behandelt Ärzte ohne Grenzen mehr als 358.000 Menschen, nimmt mehr als 16.500 chirurgische Eingriffe vor und begleitet mehr als 15.000 Geburten. Von Oktober bis Ende Dezember 2010 werden von der Organisation mehr als 84.500 Menschen gegen Cholera behandelt. Anders als beim Tsunami in 2005 geht Ärzte ohne Grenzen in Haiti davon aus, dass bis Ende 2010 die gesamten 104 Millionen Euro ausgegeben werden, die Privatpersonen für die Nothilfe-Aktivitäten spendeten. 2010 Erdbeben in Haiti In Pakistan gibt es Mitte des Jahres Überflutungen, die zu massiven Zerstörungen von Häusern und Infrastruktur führen. Hunderttausende Menschen sind von den schweren Überschwemmungen betroffen. Ärzte ohne Grenzen weitet die vorhandenen Programme aus und richtet neue in Regionen ein, in denen die Organisation noch nicht gearbeitet hat. Bis Dezember erreichen die Teams mehr als 80.000 Patienten und Patientinnen und verteilen fast zwei Millionen Liter Trinkwasser und 65.000 Hilfsgüter-Kits. © Andrew McConnell Fluten in Pakistan 2010 Ärzte ohne Grenzen unterstützt Krankenhäuser in Gaza nach einer Offensive Israels, mit dem das Land auf einen Raketenangriff militanter Kräfte antwortet. Nach Aushandlung eines Waffenstillstands eröffnet Ärzte ohne Grenzen ein chirurgisches Krankenhaus und bietet postoperative und psychologische Betreuung. © Warrick Page 2009 Konflikt in Gaza © Joanna Stravropoulou Nach einem Cholera-Ausbruch im August behandelt Ärzte ohne Grenzen in den folgenden zehn Monaten mehr als 65.000 von der Krankheit betroffene Menschen. Gleichzeitig unterstützt die Organisation staatliche Einrichtungen mit medizinischer Ausrüstung, Bonuszahlungen für die Mitarbeiter und Behandlungsprogrammen. Kampf gegen die Cholera in Simbabwe 2008 Seit 40 Jahren bietet Ärzte ohne Grenzen Opfern von Katastrophen, Kriegen und Epidemien medizinische Nothilfe. Schnell und unabhängig.
Wir bedanken uns herzlich bei allen, die unsere Arbeit unterstützen.
Und bitten weiterhin um Ihre Mithilfe. Ein vernichtendes Erdbeben erschüttert Südostasien 2005 © Bruno Stevens / Cosmos Ärzte ohne Grenzen setzt mobile Kliniken ein, um Menschen in entlegenen Dörfern behandeln zu können, und errichtet aufblasbare OP-Zelte zur Behandlung der vielen Tausend Opfer des schweren Erdbebens, das die Region Kaschmir in Pakistan und Indien trifft. Chirurgische Versorgung von Kriegsopfern im Irak 2006 Da ein sicheres Arbeiten im Irak nicht möglich ist, richtet Ärzte ohne Grenzen ein Programm für rekonstruktive Chirurgie in Amman (Jordanien) ein. Dort wird schwer verwundeten Patienten geholfen, die von Kollegen aus dem Irak dorthin überwiesen werden. © Jiro Ose http://www.facebook.com/aerzteohnegrenzenMSF http://www.aerzte-ohne-grenzen.de http://www.aerzte-ohne-grenzen.at http://www.msf.ch "Wir glauben nicht, dass Worte immer Leben retten können, aber wir wissen, dass Schweigen mit Sicherheit tötet." Aus der Friedensnobelpreisrede von Dr. James Orbinski,
Präsident von Médecins Sans Frontières / Ärzte ohne Grenzen (MSF),
Oslo 1999 © Juan Carlos Tomasi 2007 Konflikt in Somalia Hunderttausende Zivilisten und Zivilistinnen fliehen aus der Hauptstadt Mogadischu, als die schlimmsten Kämpfe seit 15 Jahren in der ganzen Stadt ausbrechen. Trotz der sehr unsicheren Lage öffnet Ärzte ohne Grenzen ein chirurgisches Programm in Mogadischu und kann einigen Vertriebenen helfen. Darüber hinaus erhält die Organisation medizinische Programme im übrigen Land aufrecht. © Kevin Phelan/MSF 2003 USA marschieren in den Irak ein Ärzte ohne Grenzen bleibt während der Anfangszeit der Invasion in Bagdad und unterstützt Krankenhäuser und Kliniken in ausgewählten Städten. Später wirft Ärzte ohne Grenzen der US-Regierung vor, Hilfsorganisationen für ihre Kriegsführung zu vereinnahmen und ihrer Verpflichtung als Besatzungsmacht nicht gerecht zu werden. Diese besteht nach dem Humanitären Völkerrecht darin, zu gewährleisten, dass Zivilisten eine angemessene medizinische Unterstützung erhalten. © Pascale Zintzen /MSF Nach fünf Jahren Abwesenheit kehrt Ärzte ohne Grenzen nach Afghanistan zurück und unterstützt Krankenhäuser in Kabul und Lashkar Gah, der Hauptstadt der Provinz Helmand.
Im Jahr 2004 hatte sich die Organisation nach der Ermordung von vier Mitarbeitern und einer Mitarbeiterin nach 20 Jahren Hilfeleistung aus Afghanistan zurückgezogen. Ärzte ohne Grenzen nimmt Programme in Afghanistan wieder auf 2009
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