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Binnendifferenzierung im Sportunterricht

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by

Martin Brandenburg

on 17 October 2013

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Transcript of Binnendifferenzierung im Sportunterricht

Binnendifferenzierung im Sportunterricht
Warum differenzierender Sportunterricht?

Unterricht in Jahrgangsklassen orientiert sich am Durchschnitt der Lerngruppe und wird damit dem einzelnen Schüler nicht gerecht
daraus resultieren:
→ Abbruch von Lernprozessen
→ Frustration
→ Verschüttung von wertvollen Begabungen
Damit wird Unterrichts- bzw. Lernerfolg infrage gestellt

Lerntheorie - Konstruktivismus: 30 SuS = 30 Abbilder der Wirklichkeit

Heterogenität der Lerngruppe hinsichtlich Interessen, Einstellungen, Motivation, Lern- und Arbeitstempo
Differenzierung (nach Söll 1979/2011)
Differenzierung ist ein wichtiges pädagogisches Prinzip

Die Ausrichtung der Lernziele und Lerninhalte auf das Alter der Schüler, den allgemeinen Leistungsstand der Klasse, die äußeren Gegebenheiten des Unterrichts und ebenso die generelle Wahl der Methoden und Unterrichtsformen sind Sache einer vernünftigen Unterrichtsplanung.

Was dann noch bleibt, sind die Unterschiede im Lernerfolg und Leistungsvermögen der einzelnen Schüler. Diese zu berücksichtigen ist Sache der Differenzierung.

Dies führt zu folgender Definition:
Differenzierung bezeichnet die Ausrichtung der unterrichtlichen Maßnahmen auf die unterschiedliche Leistungsfähigkeit der Schüler.
Ziele eines differenzierenden Sportunterrichts
Differenzierung hat stets eine doppelte Zielsetzung:

einerseits Integration, indem sie darauf abzielt, möglichst allen Schülern eine bestimmte Qualifikation zu vermitteln,
andererseits individuelle Förderung, indem sie dem einzelnen Schüler zur bestmöglichen Leistung verhelfen soll.

Differenzierung hat somit immer einen
konvergenten Aspekt, nämlich trotz unterschiedlicher Voraussetzungen gemeinsam ein bestimmtes Ziel zu erreichen
und
einen divergenten Aspekt, die individuelle Förderung und Beratung des Einzelnen.
Heterogenität im Sportunterricht
die anlagebedingten Leistungsvoraussetzungen. die als physische und psychische Leistungsfaktoren die körperliche Leistungsfähigkeit bestimmen. (z.B. Alter, Geschlecht)

die sozialisationsbedingten Faktoren, die fordernd oder hemmend auf die sportliche Leistung und die Einstellung zum Sport einwirken. (Vereinssport, Geld)

4 Arten von Leistungsschwachen SuS
partiell leistungsschwache SuS
generell leistungsschwache SuS
SuS mit gespaltenem Leistungsbild
SuS mit körperlichen Beeinträchtigungen

Grundformen der Differenzierung
1. Niveau- oder Leistungsdifferenzierung
2. Interessen- oder Wahldifferenzierung
3. Äußere Differenzierung
4. Innere Differenzierung
Optimale sportspezifische Förderung des Einzelnen
Individuelle Disposition fördern
Neigungen und Fähigkeiten einzelner fördern
Motivierung leistungsschwacher SuS
leistungsstarke SuS förden
ausgewogene Differenzierung
den Ansprüchen und Standards in fachlicher, institutioneller und gesellschaftlicher Hinsicht gerecht werden
Innere Differenzierung
Als Differenzierungskriterien, d.h. als Gesichtspunkte, nach denen differenziert werden soll, können dienen:

- die Leistungen, die der Schüler tatsächlich erbracht hat,
- das Leistungsvermögen als Ausdruck der potentiellen Leistungsfähigkeit.

Mittel der Differenzierung
- Veränderung der organisatorischen Struktur der Klasse
- Unterschiedliche inhaltliche Zielsetzungen
- Einsatz bestimmter Methoden, Lernhilfen, Medien und Arbeitsmaterialien

Je nach Wahl der Mittel ergeben sich 2 unterschiedliche Formen der Differenzierung
Innere Differenzierung setzt nach der äußeren Differenzierung an und findet innerhalb einer Lerngruppe statt. Individuelle Neigungen und Leistungsfähigkeiten sollen trotz der Gruppensituation bedacht werden
Didaktische Differenzierung
und
Methodische Differenzierung
In der Praxis ergänzen sich beide Formen, zusammen machen sie einen "guten" Unterricht aus!
Didaktische Differenzierung
Der Klassenverband bleibt trotz Heterogenität erhalten
Die Lerninhalte werden auf Untergruppen oder Einzelpersonen verlagert
(Einzellernen = Individualisierung oder Gruppenlernen = Differenzierung)
Homogenisierung oder Heterogenisierung der Gruppen
es sind alle Formen und Methoden der Differenzierung zu verstehen, die bestimmend und zum Teil verändernd in die inhaltlichen und organisatorische Gestaltung des Unterrichts eingreifen
Gleiche Lerngruppe mit unterschiedlichen Zielen
Methodische Differenzierung
einheitliche Lerngruppe, die nur kurzfristig, in einzelnen Bereichen von der gemeinsamen Zielsetzung abweicht
Schwerpunkt liegt auf der differenzierenden Funktion methodischer Mittel, z. B. Wahl der Lehrwege, Einsatz von Hilfen, Felxibilität in der Einteilung der SuS etc.
Ebenen der methodischen Differenzierung sind:
- die Differenzierung nach der motorischen Lernfähigkeit.
- die Differenzierung nach der physischen Belastbarkeit.

Mittel der methodischen Differenzierung sind:
1. Maßnahmen, die auch inhaltliche Entscheidungen enthalten:
Angebot verschiedener Übungen
Angebot von Alternativen zu einer Übung
Varianten einer Übung

2. Maßnahmen, die im engeren Sinne methodisch sind:
verschiedene Lehrwege (z.B. mehr ganzheitlich oder analytisch orientierte)
Einsatz und Reduktion methodischer Hilfen
unterschiedliche Übungsbedingungen (z.B. hinsichtlich der Gerätehöhe)

3. Maßnahmen vorwiegend organisatorischer Art:
(variable) Gruppenbildung nach Können oder Größe.
(zusätzliche) freiwillige Versuche für belastungsfähigeren SuS
(generell) offene Wiederholungszahl oder Übungszeit
Formen der methodischen Differenzierung
Erreichen des gleichen Lernziels - durch Differenzierung der Lernmethode
zielt darauf ab, SuS von verschiedenen Ausgangsniveaus zum generell gleichen Ziel zu bringen
Der normative Lehrweg wird für die Mittelgruppe angelegt und die Sonderprogramme für die Extremgruppen
divergente Differenzierung
geht von einem einheitlichen Ausgangsniveau aus, daraus entwickelt sich die Auffächerung der einheitlichen Klasse, um einzelne SuS individuel zu fördern
unterstützende Maßnahmen sind
Alternativen anbieten
Differenzierung nach Lehrwegen
Differenzierung hinsichtlich der Organisation
Differenzierung hinsichtlich der Übungsbedingungen
Veränderung der Ausgangsstellung
Veränderung der Ausführungsbedingungen
Veränderung der Bewegungs- und Drehrichtung
Übertragung einer Übung auf ein anderes Gerät
Erhöhung des Komplexitätsgrades einer Übung
"Differenzierung ist nicht die Kompensation von Unterschieden" (Laging 2004)
mit jedem Kind Aufgaben vereinbaren, die es bis an seine Grenzen herausfordert und zugleich nicht überfordert
Differenzierung kostet Zeit
Differenzen müssen reflektiert werden
Lernen als Auseinandersetzung mit Differenzen zu verstehen
Schaffung von Transparenz notwendig
Keine Individualisierung bzw. Homogenisierung
Heterogenität als Vielfalt und damit als Bereicherung begreifen
Realisierung von Chancengleichheit
Schlussfolgerungen
Probleme und Grenzen der Differenzierung
Literatur
Söll, W.: Differenzierung im Sportunterricht, Bd 2., Schorndorf 1979.
Söll, W.: Sportunterricht-Sport unterrichten, Schorndorf 2011.
Paradies, L.: Differenzieren im Unterricht, Sek I und Sek II, Berlin 2012.

Laging, R.: Differenzierung im Sportunterricht; in: Sportpädagogik, (2004) 2, S. 4-9
Sinning, S.: Zielwerfen im Handball. Ein differenzierendes Laernangebot; in: Sportpädagogik, (2004) 2, S. 26-29.

Beispiel (Silke Sinning)
Handball
: Differenziertes Üben von technischen Handballelementen und problemorientierte Einbindung der Fertigkeiten ins Spiel.
Zielwurf:
1. Erwärmung
2. 4 Gruppen: Wurf auf Basketballbretter A-D nach Zuruf mit individueller Wurfentfernung (2 Gruppen aktiv/2 beobachtend)

3. differenziertes Üben an drei Stationen mit verschiedenen Wurftechniken mit anschließender Reflexion

8. Klasse/Doppelstunde
Mannschaft 1 und 4: mit der rechten Hand den Ball ans Brett werfen und ihn direkt mit beiden Händen auffangen; Brett B und C
Mannschaft 1 und 3: mit der linken Hand den Ball ans Brett werfen und ihn direkt mit beiden Händen auffangen; Brett A und D
Mannschaft 2 und 4: mit der rechten Hand den Ball im Sprung ans Brett werfen und ihn direkt mit beiden Händen auffangen; Brett A und B
Mannschaft 3 und 2: mit der linken Hand den Ball im Sprung ans Brett werfen und ihn direkt mit beiden Händen auffangen; Brett C und D
Mannschaft 1 und 2: mit der rechten Hand den Ball im Sprung ans Brett werfen und ihn direkt mit beiden Händen im Sprung auffangen; Brett B und D
Mannschaft 3 und 4: mit der linken Hand den Ball im Sprung ans Brett werfen und ihn direkt mit beiden Händen im Sprung auffangen; Brett A und C
5 m
6 m
7,5 m
3 Treffer

insgesammt 20 Würfe
freie Wurftechnik und Position
3m Entfernung Seil auf 1,40m
4m
5m
6m
3 Treffer

insgesammt 20 Würfe
3 Treffer

insgesammt 20 Würfe
3 Distanzen
1. Stundenteil
2. Stundenteil
4. Spielphase: 2 Mannschaften spielen/ 2 beobachten/notieren Würfe/Tore
Auswertung 1: zu wenig Torwürfe/Treffer und kaum Würfe von schwächeren SuS




Auswertung 2: Leistungsstarke Spieler noch zu dominant
Maßnahmen:
Torvergrößerung (Matten)
kleinere Mannschaften
im Angriff mit einen Spieler mehr
Maßnahmen:
Trefferzonen auf den Matten
Trefferwertung nach Wurfentfernung
Aufsetzer und Hüftwürfe zählen doppelt
SuS suchen sich gleichstarke Gegenspieler
konvergente Differenzierung
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