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Georg Büchner

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by

Constanze Baumgart

on 12 March 2014

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Transcript of Georg Büchner

1816

1831
1813
1833

Georg Büchner - seine Lebensstationen
Elternhaus und Schule
*17.10.1813 in Goddelau im Großherzogtum Hessen
Sohn von Ernst Karl und Frau Caroline Louise Büchner (geb. Reuß)
Vater arbeitete seit 1811 als Distriktarzt und später als Chirurg des Philippshospitals in Hofheim, wo sich seine Eltern kennenlernten
Büchners Lebensumstände: gutbürgerlich, Arzttradition in der Familie seit dem 16. Jahrhundert
Trennung zwischen Haushalt und Praxis bestand nicht --> beeinflusste seine Berufswahl und Gerechtigkeitssinn

Vater: prinzipienstreng, diszipliniert --> möchte naturwissenschaftliche Laufbahn für seinen Sohn
Mutter: schöngeistiger Sinn --> möchte sein literarisches Interesse wecken
8 Kinder in der Familie, fast alle leben in der Öffentlichkeit außer Schwester Mathilde
Luise Büchner (1821-1877): eine der ersten Frauenrechtlerinnen
Wilhelm Büchner (1816-1892): wirtschaftlich erfolgreicher Fabrikant und Erfinder, später Land- und Reichstagabgeordneter
Ludwig Büchner (1824-1899): Philosoph
Alexander Büchner (1827-1904):Professor für "fremdländische Literatur" und Jurist
1816 Umzug nach Darmastadt
1822 mit 9 Jahren Schüler der privaten Erziehungs- und Unterrichtsanstalt des Theologen Carl Weitershausen
u.a. Latein und Griechisch als Schulfächer
1825 besucht er das Humanistische Gymnasium in Darmstadt
1830 hält er die Rede zur "Verteidigung des Cato von Utika" im Rahmen des "Gymnasial Redeactus"
1831 am Ende seiner Schullaufbahn hält er die Abiturrede in Latein
bekannte Personen, die ebenfalls sein Gymnasium besuchten: Physikprofessor und Schriftsteller Georg Christoph Lichtenberg (1742-1799) und Naturforscher Justus Liebig (1803-1873)
Studienzeit
1831 Umzug nach Straßburg, um Medizin zu studieren
Bevölkerung lebt wie in Darmstadt am Existenzminimum --> Unruhen, Rinderlaufstand, Aufstand der Weber
wirkt sich auf Büchners politische Einstellung aus - "Meine Meinung ist die: Wenn in unserer Gesellschaft etwas helfen soll, so ist es Gewalt."
tritt der Straßburger Studentenvertretung "Eugenia" bei und wird einer der radikalsten Vertreter
Mitgliedschaft in einer Sektion des links orientierten Geheimbundes "Societé des Droits de l'Homme et du Citoyen" (Rechte von sozialbenachteiligten Menschen)
während Studium lebt Büchner beim Pfarrer Johan Jakob Jaeglé, entfernt verwandt
Beziehung zu Tochter Wilhelmine Jaeglé (Minna), heimliche Verlobung
Krisenzeit - Zurück in Hessen
1833 Rückkehr nach Deutschland, um sich im Oktober in Gießen an der Landes-Universität zu immatrikulieren
Professor Wilbrand für vergleichende Anatomie, Physiologie und und Naturgeschichte führt seinen Sohn in seinen Vorlesungen vor (Vergleich Woyzeck)
Jahreswende: Zeit der Krisen - "Die politischen Verhältnisse könnten mich rasend machen"
Gefühlsleben ungeordnet durch Trennung von Minna
unsicher, ob sein Promotionsabschluss der richtige für ihn ist
leichte Hirnhautentzündung
Briefe an Minna: Isolation, innere Verfassung, psychische Krise
Depressionen führen zum "Fatalismusbrief"
Literarisches Wirken und beruflicher Werdegang
Januar 1835: Flucht aufgrund des "Hessischen Landboten" (anderer Vortrag)
Niederschrift "Dantons Tod" --> Szenen der franz. Revolution, Auseinandersetzung zwischen Robbespierre und Danton
erste Veröffentlichung in der Zeitschrift "Phönix", danach auch als Buch
1893 erste einzelne Szenen aufgeführt, 1902 Uraufführung in Berlin
Definition des dramatischen Dichters: auf anderer Qualitätsstufe stehender Geschichtsschreiber
"Seine höchste Aufgabe ist es der Geschichte, wie sie sich wirklich begeben hat, so nahe als möglich zu kommen --> Welt ist zu zeigen wie sie ist und nicht wie sie sein sollte
wendet sich gegen die Dichter der Klassik und deren idealistisches Denken
Niederschrift dauerte nur wenige Wochen --> Honorar für Flucht
100 Gulden von Gutzow (Kritiker & Literat) erreichten ihn nicht mehr
im März reist Büchner nach Straßburg, wo er sich unter dem Namen Jacques Lucius anmeldet
politisch ist er kaum noch tätig, woraufhin er seinen Namen wieder annimmt
verdient Geld durch Übersetzungen, wie Victor Hugos "Lucrèce Borgia" und "Marie Tudor"
im gleichen Jahr schreibt er die Novelle "Lenz" über den Autor des Sturm und Drang und dessen Wahnsinns
idealistische Abneigung: "Der liebe Gott hat die Welt wohl gemacht, wie sie sein soll, und wir können wohl nicht was besseres klecksen, unser einziges Bestreben soll sein, ihm ein wenig nachzuschlafen."
1835
Novelle trägt autobiographische Züge
Ludwig Büchner: "halb und halb des Dichters eigenes Portrait"
bleibt unvollendet, erstmals 2 Jahre nach Büchners Tod publiziert
1836 Lustspiel "Leonce und Lena" ensteht als Folge eines Preisausschreibens für 300 Gulden
thematische Anklänge an "Woyzeck" --> Langeweile, freie Wille, Moral
verpasst Einsendeschluss und Manuskript wird ungelesen zurück geschickt
arbeitet trotzdem immer wieder an der Novelle
zur selben Zeit ensteht das Fragment "Woyzeck", das ihn bis zu seinem Tod beschäftigt
Existenz des Dramas "Pietro Aretino" ungeklärt, welches 1836 enstanden sein soll
zieht aus beruflichen Gründen im Oktober nach Zürich, wo er an der Universität zum Dr. phil. promovierte
daraufhin wird er Privatdozent
Der frühe Tod
1837
1837 Briefe an Minna Jaeglé, in denen er über eine Erkältung schreibt
wahrscheinlich Typhuserkrankung
bricht am 2. Februar aus und führt rasch zum Tod
+ 19. Februar 1837 mit 23 Jahren
2 Tage später auf dem Friedhof "Zum Krautgarten" in Zürich beerdigt
Minna kommt nicht zur Beerdigung, bleibt ihr Leben lang unverheiratet
"Mein Leben gleicht einem schwülen Sommertage! Morgens heitere angenehme Luft - in etlichen Stunden Sturm und Gewitter, zerknickte Blumen, zerschlagene Pflanzen. Meine Ansprüche auf Lebenszeit, auf eine heitere Zukunft zu Grabe getragen, alles, alles verloren."
Das Fragment Woyzeck


1821 Johann Christian Woyzeck verübt Mord an seiner Geliebten
Fall erregte großes Interesse, da der Soldat und Perückenmacher Halluzinationen und Depressionen hatte, weswegen seine Schuldfähigkeit kontrovers diskutiert wurde
Büchners Drama zeigt das Verbrechen Woyzecks und wie dieser von der Gesellschaft sozial gebrochen wurde
Manuskript wird erst 42 Jahre nach seinem Tod von Freund Karl Emil Franzos unter dem Namen "Wozzeck" veröffentlicht
Franzos entziffert und verändert, bringt Szenen in eine logische dramengemäße Reihenfolge
1913 als "Wozzeck" am Residenztheater in München uraufgeführt
viele Editionen und Versionen des Dramas
Anspruch des büchnerischen Originals wird jedoch keine Fassung erfüllen







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