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Die Judenbuche

Königs Erläuterungen
by

Katrin Markert

on 10 March 2014

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Transcript of Die Judenbuche

Anette von Droste-Hülshoff, 1838
Geb.: 10. Januar 1797
Anette von Droste-Hülshoff
Inhalt
Dorf B. und Paderborn
ehemaliges Füstbistum Paderborn (30 km östlich von Paderborn)
Dorf B. = Dorf Bellersen
Brederholz zwischen Bellersen und Stadt Bredenborn
Die Judenbuche - Personenkonstellation
Anette von Droste-Hüllshof
Die Judenbuche
Erbgut Hülshoff
erzogen in katholischem Glauben
gute Schulbildung
Musikunterricht (Klavier)
1824: Erste Dichtungen
Bekanntschaften mit bekannten Dichtern und Persönlichkeiten
Lyrik: erste Sammlung 1844
"Die Judenbuche": 1837-1841
-> Kernstück
Friedrich Mergel
Einziger Sohn eines Grundbesitzers (Hermann Mergel)
Margreth Semmler
Margreth Mergel
zweite Ehefrau von Friedrichs Vater Hermann
Simon Semmler
Bruder von Margret
Johannes Niemand
Unehelicher Sohn von Simon Semmler
Förster Brandis
Jude Aaron
Mordopfer
Kindesalter Friedrichs
Hermann Mergel und 2. Frau Margret mit Sohn Friedrich
Tod des Vaters Hermann als Friedrich 9 Jahre alt
Witwe Margret mit Sohn führen ruhiges Leben
12. Lebensjahr
Einfluss durch Onkel Simon Semmler
Freundschaft mit Johannes Niemand
Veränderung
"Ein Sittengemälde aus dem gebirgichten Westfalen"
Tod des Oberförster Brandis
Holzfrevler-Überfälle auf das Brederholz
Friedrichs Unschuld kann nicht bewiesen werden
Holzfrevler können nicht überführt werden
Mitglieder bleiben unklar
Herbst 1760, 16. Lebensjahr
Tod des Juden Aaron, welchem Friedrich Geld schuldet
Verdacht fällt auf Friedrich
-> unter einer Buche
Verschwinden des Verdächtigen und kurz darauf auch Johannes Niemands
-> Mordfall nicht aufgeklärt
Jüdische Gemeinde erwirbt Buche -> Inschrift: "Wenn du dich diesem Ort nahest, so wird es dir ergehen, wie du mir getan hast."
1788, 44. Lebensjahr
Fremder kommt nach B. -> gibt sich als Johannes Niemand aus
wird im Dorf aufgenommen
14 Tage später
Johannes Niemand erhängt an der Judenbuche
Gutsherr glaubt ihn als Friedrich Mergel zu erkennen
Die Judenbuche - ein Werk des Biedermeiers?
Biedermeier
ca. 1820 bis ca. 1850
Stimmung: meist melancholisch und pessimistisch
Drang in Heim und engsten Kreis abzukapseln
-> Mittelpunkt der Lebens
Selbstgenügsamkeit und Hingabe an die Arbeit
Drama
Lyrik
Stimmungsbilder
Märchen und Romane
Novellen
Reiseberichte
Bevorzugte Gattungen:
Die Judenbuche - ein Werk des Biedermeiers?
Biedermeier
Personen handeln nicht aus eigenem Interesse
Schilderung von Natur und Lebensverhältnissen des einfachen Volkes
Dämonisierung
Novelle
Dingsymbol:
Buche
Einzelne Handlungen in Abschnitten aus Friedrichs Leben
Menschliche Gerechtigkeit als göttliches Gesetz schlägt fehl
Wendepunkte:
plötzliches Verschwinden Friedrichs mit Johannes
Rückkehr Friedrichs als Johannes Niemand
Tod Friedrichs
wahre Begebenheit
Zeitgeschichtlicher Hintergrund
Endgültiger Sieg über Napoleon bei Schlacht bei Waterloo 1815
Restaurierung der vorrevolutionären, absolutistischen Macht im Wiener Kongress zwischen 1815 und 1820
-> alle liberalen und demokratischen Ansätze wurden unterdrückt
Verschärfte Zensur, Verbot der Meinungsfreiheit und Pressefreiheit
-> Angst und Resignation der Bevölkerung
=> Märzrevolution 1849/50
Quellen
Königs Erläuterungen - Die Judenbuche
Deutschbuch
http://www.xlibris.de/Epochen/Biedermeier?page=0%2C3
http://www.abipur.de/referate/stat/649927522.html
http://www.pohlw.de/literatur/epochen/vormaerz.htm#Biedermeier
Nachwort von Martin Wesendahl
Natur als Zeuge und Richter
http://www.digitale-schule-bayern.de/dsdaten/18/766.html
Schwierigkeiten mir vergangener Schönheit bewältigen
-> Betonung des Schönen, der Ruhe und der Ordnung
Gest.: 24. Mai 1848
zunächst Musikerin und Komponistin
Wichtigste Werke:
•Bertha oder Die Alpen
•Ledwina
•Das Hospiz auf dem großen St. Bernhard
•Des Arztes Vermächtnis
•Die Schlacht in Loener Bruch
•Bei uns zu Lande auf dem Lande

Blaukittel
Themen: Gegenwelt, Sehnsucht, Liebe, Vergänglichkeit
http://deutschsprachige-literatur.blogspot.de/2010/05/epochen-biedermeier-1815-1848.html
Biedermeier
Wichtigste Vertreter: Anette von Droste-Hülshoff, Jeremias Gotthelf, Eduard Mörike, Adalbert Stifter
Sprache: schlicht, volkstümlich, bildhaft
Tod und Mord als zentrales Thema
-> Vergänglichkeit
ABER: Vorgreifen in den Realismus und Naturalismus!
Gliederung
1 Biographie Anette von Droste-Hülshoff
2 Zeitgeschichtlicher Hintergrund
3 Personenkonstellation
3.1 Friedrich
3.2 Margreth Semmler
3.3 Simon Semmler
3.4 Johannes "Niemand"
3.5 Förster Brandis und "Jude" Aaron
3.6 Blaukittel
4 Schauplatz: Dorf B. und Paderborn
5 Inhalt
6 Novelle
7 Strömung des Biedermeiers
8 Werk des Biedermeiers?
9 Quellen
ständige Bedrohung des Menschen in scheinbar gesicherter Realität
Wo ist die Hand so zart, dass ohne Irren
Sie sondern mag beschränktes Hirnes Wirren,
So fest, dass ohne Zittern sie den Stein
Mag schleudern auf ein arm verkümmert Sein?
Wer wagt es, eitles Blutes Drang zu messen,
Zu wägen jedes Wort, das unvergessen
In junge Brust die zähen Wurzeln trieb,
Des Vorurteils geheimen Seelendieb?
Du Glücklicher, geboren und gehegt
Im Lichten Raum, von frommer Hand gepflegt,
Leg hin die Waagschal, nimmer dir erlaubt!
Lass ruhn den Stein - er trifft dein eignes Haupt!
Friedrich Mergel, geboren 1738, war der einzige Sohn eines sogenannten Halbmeiers oder Grundeigentümers geringer Klasse im Dorfe B., das, so schlecht gebaut und rauchig es sein mag, doch das Auge jedes Reisenden fesseltdurch die überaus malerische Schönheit seiner Lagein der grünen Waldschlucht eines bedeutenden und geschichtlich merkwürdigen Gebirges.
Das Ländchen, dem es angehörte, war damals einer jener abgeschlossenen Erdwinkel ohne Fabriken und Handel, ohne Heerstraßen, wo noch ein fremdes Gesicht Aufsehen erregte und eine Reise von dreißig Meilen selbst den Vornehmeren zum Ulysses seiner Gegend machte - kurz, ein Fleck, wie es deren sonst so viele in Deutschland gab, mit all den Mängeln und Tugenden, all der Originalität und Beschränktheit, wie sie nur in solchen Zuständen gedeihen.
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