Loading presentation...

Present Remotely

Send the link below via email or IM

Copy

Present to your audience

Start remote presentation

  • Invited audience members will follow you as you navigate and present
  • People invited to a presentation do not need a Prezi account
  • This link expires 10 minutes after you close the presentation
  • A maximum of 30 users can follow your presentation
  • Learn more about this feature in our knowledge base article

Do you really want to delete this prezi?

Neither you, nor the coeditors you shared it with will be able to recover it again.

DeleteCancel

Make your likes visible on Facebook?

Connect your Facebook account to Prezi and let your likes appear on your timeline.
You can change this under Settings & Account at any time.

No, thanks

Copy of Methoden des fremdsprachlichen Deutschunterrichts

No description
by

Sunčana Puntarec-Pelesk

on 20 March 2013

Comments (0)

Please log in to add your comment.

Report abuse

Transcript of Copy of Methoden des fremdsprachlichen Deutschunterrichts

Methoden des fremdsprachlichen Deutschunterrichts Mandy Schuffenhauer
Martin Hilger
WS 2012 / 2013
Dozentin: Dr. phil. mgr Anna Lewandowska
Martin- Luther Universität Halle/ Saale Methode I Die Grammatik-Übersetzungsmethode (GÜM) Methode II Die direkte Methode (DM) Methode III Die audiolinguale Methode (ALM) Methode IV Die audiovisuelle Methode (AVM) Methode V Die vermittelnde Methode (VM) Methode VI Kommunikativ-pragmatischer Ansatz Methode VII Kommunikative Didaktik (KD) Methode VIII Der interkulturelle Ansatz Unterrichtstechnik Die Grammatik Übersetzungsmethode (GÜM) Methoden Didaktik Faktorenmodell Methodenkompetenz methodische Grundrichtungen Unterrichtsmethoden im
e. und w. Sinne •„Wer die Grammatik beherrscht, beherrscht die fremde Sprache“ Ende 18. Jh./19.Jh. entstanden
Sprache wird als Gebäude angesehen, das nach logischen Regeln aus bestimmten Bausteinen besteht
Sprachregeln
kognitives Lernkonzept - Konstruktionsregeln erkennen und anwenden
Persönlichkeitsentwicklung
Das Lesen und Schreiben von Literatur steht im Vordergrund
Frontalunterricht
Lernweg : deduktiv --> immer vom Allgemeinen zum Besonderen Spracherwerb = Regellernen + Vokabellernen Unterrichtsphasen der GÜM • Grammatikpräsentation zu Beginn
Satzbildung zum Grammatiklehrstoff
Lesen; Schreiben; Übersetzen (als Anwendung des Lehrstoffes)
• vorherrschende Unterrichtssprache: Muttersprache
Hin- und Herübersetzung
syntaktische und semantische Analyse verschiedener Texte
Wortschatzarbeit, Grammatik, Textarbeit

Sprachwissen > Sprachkönnen KRITIK Auswendiglernen Keine Kommunikation Nur 2 von 4 Fertigkeiten geschult Lehrerautorität, Lehrerzentriert Erlernung einer lebendigen Sprache durch
eine tote Sprache Übungen und Übungsformen •Übungen in Form von Regelanwendung zur Bildung korrekter Sätze
•Übersetzungen: Hinübersetzung / Herübersetzung
•Lesen fremdsprachlicher Literatur und ganzer Bücher
•Schriftliche Zusammenfassungen des Gelesenen oder auch Nacherzählungen von Textvorlagen
•Grammatisch korrekte Ergänzung von Lückentexten / Umformung von Sätzen nach formalen Grammatikkategorien
•Diktate usw. Die direkte Methode (DM)
[Vgl. HENRICI/RIEMER 2001: 510-511, NEUNER/HUNFELD 1993: 33-44]

Ende 19. Jahrhundert - bis teilweise heute
- Anfang des 19. Jhd. aus kritischen Stimmen gegenüber der GÜM
- Wilhelm Vietor (1882): Der Sprachunterricht muss umkehren
- gesprochene Sprache

- Beispielgrammatik, statt Regelgrammatik

- gesprochene Sprache, statt geschriebene Direkte Methode II Direkte Methode III - diverse Forderungen (Lesen einfacher Texte, spielerisches Lernen, Aussprache), jedoch zunächst
keine alternativen Konzepte

- natürlicher Erwerb

- Assoziationsmethode Direkte Methode IV - Persönlichkeitsentwicklung

- Lehrer als "Partner" / "Helfer",
nicht als reine Authorität Direkte Methode V - Hören uns Sprechen
- authentisches Material
- formaler Grammatikunterricht
stark minimiert
- Prinzip der Einsprachigkeit Direkte Methode VI - Ziel: Sprechfertigkeit, d.h.
- Schulungen zur Aussprache,
Phonetik, Nachahmung (Vor-und Nachlesen,
Vor-und Nachssprechen)
- freies Sprechen
- Dialoge, Sprachspiele
- Grammatik nur als Mittel zum Zweck (in Übungen eingebaut), nicht als Selbstzweck
- Sprachkönnen vor Sprachwissen Kritik an der DM Audiolinguale Methode (ALM) 1950/1960 bis ca.1970
Begriffsklärung:
•setzt sich aus 2 Wörtern zusammen
1. lat. audiere hören
2. lat, lingua: Zunge Rede, Sprache
•wird im Deutschen auch als „Hör-Sprech- Methode“ bezeichnet = die sog. „Reiz-Reaktion-Methode“ Die Audiolinguale Methode II •„army specialized“ , ALM wurde in den USA entwickelt

• Das Militär entwickelte 1941-43 zahlreiche Sprachenprogramme

Militärdolmetscher: große Gruppe, unterschiedliches Niveau, kurze Zeit Die Audiolinguale Methode III Strukturelle Linguistik

Behaviorismus Die Audiolinguale Methode III didaktische und methodische Grundlagen: Induktivität Varietät Situativität Authentizität Sprachkönnen Progressivität Hören & Sprechen Die Audiolinguale Methode IV pattern + drills = habits Übungsformen •Typische ÜF: Pattern Drills
(als Lückentexte, Satzbildung nach vorgegebenem Muster, Frage-Antwort-Übungen, Dialogübungen, „Nachsprechübungen“), die oft als Tonbandübungen angeboten werden
Satzschalttafeln KRITIK ??? Vorteile? Nachteile? Vorteile gutes Sprachgefühl Alltagssituationen
einheitliches Niveau Nachteile Einseitigkeit:
•Drill: Starres, monotones und schematisches, oft von technischen Medien bestimmtes Vorgehen,
ERMÜDUNG
fehlende Lernereigeninitiative
Grammatik im Hintergrund
•Fixierung auf rein reproduktive Leistungen
•Schaffung einer künstlichen Alltagswelt oft sehr künstlich, z. B. „typische“ Dialogübungen kaum authentisch; Sprachlabor-Wahnsinn (!)
•Lerner werden zu einem Lernsystem reduziert, Mangel an Lernereigeninitiative u. (sprachlicher, natürlicher) Kreativität
•Rolle des Lehrers: nur noch „Techniker“ in einem riesigen Sprachlabor?
[Vgl. HENRICI/RIEMER 2001: 513-515, HEYD 1991:26-29, HUNEKE/STEINIG 2010: 192-194]

Fortsetzung und Weiterentwicklung der ALM, Ende 1950 bis 1970

auch: „Hör-Seh-Methode“ --> der visuelle Reiz, verbunden mit einem akustischen Reiz Die Audiovisuelle Methode (AVM) Die Audiovisuelle Methode II - Bild- und Audiomaterial --> Hören und Sehen

- authentische Sprechsituationen in Dialogen
- Bildmaterial: Dias, Bilder, Filme, Folien, Video, Audiomaterial

- Zurückdrängung kognitiver Elemente Die Audiovisuelle Methode III Ablauf:

visueller und akustischer Reiz

Bedeutungsklärung

Wiederholung der Dialoge

Herstellen eigener Dialoge mit z.B. gleicher Satzstruktur Die Audiovisuelle Methode IV Kritik:

- siehe ALM
- Fehlen grammatikalischer Erklärung
- Unterrichtsmaterial selten motivierend, durch immer gleiche Abläufe
- kein Platz für eigene sprachliche Äußerungen (rezeptives und reproduktives Lernerverhalten)
- Entmündigung des Lerners Die vermittelnde
Methode 50er Jahre der BRD

Vertrags- und Leiharbeiter (Vgl. HENRICI/RIEMER 2001: 512-513, NEUNER/HUNFELD 1993:71-72)
Ab 1950 – in manchen Sprachschulen sogar bis heute Verschmelzung der vorherigen Methoden Lernerautorität humanistisches Grundkonzept Historischer Hintergrund Die vermittelnde Methode Vor - und Nachteile - Brainstorming Kommunikativ-Pragmatischer Ansatz (Kommunikative Didaktik/ KD)
[Vgl. NEUNER/HUNFELD 1993: 83-105; HEYD 1991: 29-32); HUNEKE/STEINIG 2005:170-174; HENRICI/RIEMER 2001:516-518]

-- > seit Mitte der 70er Jahre bis heute Kommunikative Didaktik II - Strukturalismus --> ergänzt um: Kontextualismus und Pragmalinguistik

- vordergründig: Verstehensleistung und kontext- bzw. situationsangemessener Ausdruck

- Zweck, Wirkung, Ablauf der Kommunikation, Situation und Sprecherrollen Kommunikative Didaktik III - Sprachliches Handelns als kreative und
geistige Tätigkeit
- Behavorioristisches Vorgehen nur zur
Festigung toleriert, ansonsten hinterfragt Kommuniative Didaktik IV - Identitätsbildung und -darstellung beim Lerner
- Rollendistanz, Empathie und Ambiguitätstoleranz
- Transparenz von Lernzielen durch Lehrer Kommunikative Didaktik V Fremdsprache als Mittel der Verständigung in Beruf und Freizeit
- Entwicklung kommunikativer Kompetenz:

- inhaltlich-kognitive K.
- sozial-affektive K.
- sprachliche K. Kommunikative Didaktik VI - themenbezogen (Themen sollen Lerner tangieren)
- Erfahrungen und Motive des Lerners
- Einbezug von Medien
- handlungsorientiert (Lerner sollen sprachliche Handeln)
- Rollenspiel, Planspiel, Simulation
- Gruppen- und Partnerarbeit
- Fertigkeiten in Verbindung miteinander gebübt Kommunikative Didaktik VII Neu:
- Einbezug authentischer Sachtexte
- Erweitern der Welterfahrung durch landeskundliche Aspekte

Übungsinventar:

- Mischung von Übungen, die die Kommunikationsfähigkeit ausbilden
- Übungsketten (entlang der Phasen des kommunikativen Handelns)
- authentisches Material Kritik an der KD Interkultureller Ansatz (Vgl.: Huneke/Steinig 2010: 199-202)
Ende 1980 bis heute

- knüpft unmittelbar an pragmatisch-kommunikativen Ansatz an (IA) Interkultureller Ansatz II Aufgabe von FSU nach Krumm (1994:23, zit. in: Huneke/Steinig 2010: 199):
„die Menschen für Mehrsprachigkeit und das Leben in multikulturellen Gesellschaften zu sensibilisieren und zur interkulturellen Kommunikation zu befähigen"

Vergleich zum gestrigen Seminar - Oertel, A.L. Interkultureller Ansatz III - Kulturbedingtheit kommunikativen Handels
- Fremdverstehen (Hören und Lesen)
- Identitätsentwicklung durch Wissen über Werte
und Normen einer Kultur
- Themenrelevanz
- Interkulturelle Germanistik Interkultureller Ansatz IV Neu:
- bedeutende Rolle der Landeskunde
- Zuwendung zu literarischen Texten
- Regionalisierung und Kontrastierung von Herkunfts- und Fremdkultur
- der autonome Lerner
- der helfende Lehrer im Hintergrund Fazit bzw. Konsequenzen für den
Fremdsprachenunterricht Ansätze Methoden Prinzipien Prinzipien statt Methoden?

[ vgl. Henrici (2001:520f.) in Henrici/Riemer (2001)]

•Erfahrungsorientiert

•Bedürfnisorientiert

•Realitätsorientiert

•Handlungsorientiert

•Reflexionsorientiert Ist die Anwendung von Prinzipien sinnvoll?

Werden Vorteile gegenüber den verschiedenen Methodenkonzepten sichtbar?

Was nehmt ihr aus dieser Sitzung mit? zentrale Fragen Literatur zum Thema Henrici , Gert/ Riemer, Claudia: Einführung in die Didaktik des Unterrichts.
Deutsch als Fremdsprache mit Videobeispielen. Band 2, 2001.

Heyd, Gertraude: Deutsch lehren. Grundwissen für den Unterricht in Deutsch als Fremdsprache, 1991.

Huneke,Hans-Werner/ Steinig, Wolfgang: Deutsch als Fremdsprache. Eine Einführung, 2010.

Neuner, Gerhard/Hunfeld, Hans: Methoden des fremdsprachlichen Deutschunterrichts:
Eine Einführung, 2001. Fernstudieneinheit 4.

Knifka, Gabriele/ Siebert-Ott, Gesa: Deutsch als Zweitsprache – Lehren und Lernen, 2007.

Vitor, Wilhelm: Der Sprachunterricht muss umkehren. Ein Beitrag zur Überbürdungsfrage,
dritte durch Anmerkungen erweiterte Auflage, 1905. Interkultureller Ansatz : Beispiel NEUNER/HUNFELD (1993:125)
etwas abgeändert

Klugheit, Prima!, Guten Tag, Angst, Sehr gut!, Dummkopf!, Ok, Ohne mich!, Ätsch!,
Alles ist gut gelaufen, Frage?, Phantastisch!, Sehr gut!
Was können die einzelnen Gesten bedeuten?
Welche Gesten kennt ihr aus anderen Ländern, welche aus eurer Heimat?
Diskutiert zunächst in der Gruppe und stellt es dann der Klasse vor! Beispiel Kommunitiv - Pragmatische Methode HUNEKE/STEINIG (2005:172) Beispiel Audiovisuelle Methode
Full transcript