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Transcript

Cognitive Apprenticeship Modell

Lernumgebung

Cognitive - Apprenticeship - Modell/ - Ansatz

(Collins et al. 1989)

Das Modell (Collins et al. 1989)

Definition und Herkunft

Definition

Kernfrage: Welches Wissen/ Kompetenzen/ grundlegende Fertigkeiten muss man sich aneignen, welches für mein Leben relevant ist?

Durch diese Methode ( des Lehrens und Lernens ) im Sinne von Meister-Lehrlings-Verhältnissen sollen kognitive Prozesse für den Lernenden sichtbar gemacht werden.

Ziel = das zunehmend eigenständige Erwerben und Ausführen von Fertigkeiten.

Die Cognitive - Apprenticeship - Methode entstammt der Apprenticeship - Methode

Apprenticeship = Lehre mit dem Meister - Lehrlings - Prinzip = Beobachtung -->

Coaching -->

schrittweise Annäherung an den Zielzustand

- Vermittlung von Fähigkeiten und Wissen ist eingebettet im sozialen und funktionalen Kontext = Arbeitskontext

- die Aktivitäten sind sichtbar, beobachtbar = Lernender kann den Lehrenden beobachten -->

transparente Beziehung zum konkreten Produkt

ABER: Problemlöseprozesse, kognitive Prozesse laufen verborgen ab! --> Ausweitung der Methode hin zum -->

Cognitive - Apprenticeship - Modell (C-AS-M)

Apprenticeship - Methode

Im Cognitive- AS - Modell:

1. Fokussierung auf kognitive Prozesse und Fähigkeiten

2. Zusammenspiel zw. Aufgaben und Anforderungen = je nach Anforderung --> passende Aufgabe, um Übung in verschiedenen Situationen zu gewähren

- die Komplexität der Aufgaben werden langsam gesteigert

3. Wissen ist generalisierbar --> anwendbar in vielen, unterschiedlichen Situationen

Welche Bedeutung hat dies nun für die

Gestaltung von Lernumgebungen?

Was ist der Unterschied zum traditionellen

Modell ?

Was gehört zu einer Lernumgebung dazu?

4 Dimensionen einer Lernumgebung

- Inhalt

- Methoden

- Sequenzierung

- soziale Gesichtspunkte

Vier Arten von Wissen --> wichtig zur Entstehung von Expertise

- Kontrollstrategien - metakognitive Strategien mit Überwachungsfunktion. Beinhalten kontrollierende, diagnostische u. bereinigende Komponenten

- Lernstrategien - Verhaltensweisen und Gedanken von Lernenden, die aktiv und zielgerichtet Prozesse des Wissenserwerbs unterstützen und beeinflussen

- Fachwissen - Konzepte, Fakten, Prozesse, welche eine Verbindung zu dem bestimmten Fachthema/Domäne haben

- Heuristisches Wissen - hilfreiche Techniken, Vorgehensweisen zur Bewältigung von Aufgaben = wird implizit erworben bei Bearbeitung von Problemen

Inhalt = Wissen

Methoden

Die Methoden, wie sich ein Lernprozess sinnvoll gestalten lässt, bilden den

Kernpunkt unseres Themas.

--> Mehr dazu findest Du in der großen

"Methoden"-Bubble

Schlüssel zur Anordnung von

Lernaktivitäten

Hier lernt ihr...

.... wie Lernvorgänge durch Sequenzierung (= Bildung einer Reihenfolge) erleichtert bzw. verbessert werden können

Sequenzierung

Allgemeine Fähigkeiten vor Speziellen

--> Lernenden soll zunächst eine konzeptuelle "Landkarte" der Zielkompetenz/des Zielprozesses dargelegt werden bevor sie die Details im jeweiligen Gebiet erfahren

--> z.B. zuerst grobe Mindmap für den Überblick dann erst detailliert in Teilgebiete/Unterthemen eintauchen

--> konzeptuelles Modell vom gesamten Handlungsrahmen

- hilft den einzelnen Teilhandlungen Sinn zuzusprechen

- wirkt als Leitfaden für die Aufgabenbearbeitung

- fördert Fähigkeit zur Kontrolle der eigenen Fortschritte und Fähigkeit zur Eigenkorrektur

Allgemeine Fähigkeiten vor Speziellen

wachsende Mannigfaltigkeit

wachsende Mannig-faltigkeit

--> bezieht sich auf die Anordnung von Arbeitsaufgaben

--> Aufgaben sollen so angeordnet werden, dass sie eine immer breiter werdende Spanne an Strategien und Fähigkeiten erfordern

--> Lernende erfahren so unterschiedliche Bedingungen und Situationen, in denen sie ausgewählte Strategien & Fähigkeiten ans Ziel führen/oder auch gerade nicht ans Ziel führen

--> Strategien werden somit in ein dichteres Netz an Kontextverknüpfungen eingebunden --> fördert die Transfer-Fähigkeit

Zunehmende Komplexität

zunehmende Komplexität

--> Stellen von zunehmend komplexeren Aufgaben, sodass allmählich mehr und mehr Fertigkeiten und Konzepte zur Lösung der Aufgabe benötigt werden

--> Zwei Mechanismen zu Bewältigung steigender Komplexität:

1. Aufgabe mit dem Ziel sequenzieren, die Komplexität der Aufgabe zu kontrollieren

2. Nutzung eines Gerüsts, das zu Beginn hilft eine komplexe Abfolge an Aktivitäten durchzuführen

--> z.B. Übergang von anfangs relativ kurzen Texten mit schlichtem Satzbau hin zu längeren Texten, die komplexere Zusammenhänge beinhalten

Soziale Merkmale von Lernumgebungen:

4 kritische Charakteristika

1. Situiertes Lernen: Lernen in einer Umgebung, die reale Anwendungssituationen widerspiegelt

2. Community of Practice: Aktives Sprechen über und Üben von Expertenfähigkeiten (Fähigkeiten zur Problemlösung/Aufgabenbearbeitung)

3. Intrinsische Motivation muss gefördert werden

4. Kooperation zwischen Lernenden aktiv Nutzen

soziale

Aspekte

6 Methoden eines Lehr- / Lernprozesses

Methoden

Hier lernt ihr...

... wie ein Lernprozess nach den Methoden des Cognitive Apprenticeship-Ansatzes ablaufen kann

--> Erwerb von Wissen und Fertigkeiten in sechs aufeinander folgenden Schritten:

Modeling

1. modeling

Experte fungiert als Modell, bewältigt eine Aufgabe, während der Lernende beobachtet

--> dient zur Entwicklung eines konzeptuellen Modells des Vorgangs, sodass der Lernende die Aufgabe nachmachen kann

Coaching

2. coaching

Lehrender ist in der Rolle eines Beobachters aber ist ebenfalls zur Unterstützung der Lernenden da

Bietet Hinweise, Gerüste, Herausforderungen, Feedback, Tipps falls notwendig

--> Lehrender reduziert Hilfestellungen nach und nach, sodass Lernende immer selbstständiger in der Aufgabenbewältigung werden

Scaffolding = mit einem Gerüst versehen

Lehrende bieten Hilfen zur Unterstützung der Lernenden, z.B. Vorschläge, guter Rat o.Ä., auch reciprocal teaching oder physische Unterstützung

--> scaffolding wird in die Ausführung der Aufgabe einbezogen (die bis dato noch nicht alleine bewältigt werden kann)

--> Fading (Ausblenden): allmähliches Entfernen der Hilfe bis die Lernenden ganz auf sich gestellt sind

3. scaffolding

Lern-/Lehrmethode zum Leseverständnis

Wiederholung: reciprocal teaching

- Lehrer gliedert Text in Abschnitte, die einzeln nacheinander bearbeitet werden sollen

- Lehrer macht ideale Vorgehensweise zunächst vor, danach sollen Schüler die weiteren Abschnitte bearbeiten

- Jeder Textabschnitt soll folgendermaßen bearbeitet werden:

--> Questioning: Fragen stellen, die der Text idealerweise nicht direkt beantwortet (dient zur Überprüfung des Verständnisses des Textes)

--> Summarizing: Zusammenfassen des Abschnittes (dient auch dem Textverständnis)

--> Clarification: Überpr+fung, ob die ienzelnen Wörter oder Sätze im Text richtig verstanden wurden

--> Prediction: Schüler werden aufgefordert eine Vermutung über den nächsten Artikel zu äußern

- Lehrer ist Moderator und bietet Hilfen an, Ünterstützung wird immer weiter zurückgefahren (Fading)

articulation

umfasst sämtliche Methoden, die Lernende dazu veranlassen, ihr Wissen, ihre Begründungen oder Problemlöseansätze in Worte zu fassen

--> drei verschiedene Methoden der Artikulation

4. articulation

a) Erkundigendes Lehren (Collins &Stevens 1982/83)

--> Befragung von Lernenden, sodass sie ihr Verständnis von Konzepten/Prozeduren artikulieren

b) Ermutigung der Lernenden, ihre eigenen Gedanken zu formulieren, während sie eine Problemlösung entwickeln (Scardamalia 1984)

c) Lernende nehmen in kooperativen Arbeitseinheiten

eine Kritiker- oder überwachende Rolle ein

--> werden dazu angeleitet in jeweiliger Rolle

ihre Ideen anderen Lernenden

gegenüber zu formulieren

reflection

5. reflection

Ermutigung der Lernenden, ihre eigenen Problemlösestrategien mit denen von Experten, anderen Lernenden und mit kognitiven Expertisemodellen zu vergleichen

--> Unterstützung der Reflexion durch verschiedene Techniken des Reproduzierens und Wiederholens von Problemlösungen sowohl von Experten als auch Lernenden

--> anschließender Vergleich

--> Wichtig bei Wiederholung: die enscheidenen Punkte der Experten- und Schülerleistung sollen herausgearbeitet sein

exploring

= Förderung der Eigenständigkeit der Lernenden beim Lösen von Problemen

--> Wichtig, wenn Fragen oder Probleme eingekreist werden sollen

6. exploring

Methode:

- zunächst gibt der Lehrer eine globale Zielsetzung vor

- Lernende werden ermutigt, selbst eine Fokusssierung auf spezielle Unterziele/themen vorzunehmen oder globale Zielsetzung zu überarbeiten

goal-based-scenario ...

goal-based scenario

... ist eine besondere Umsetzung des CA-Ansatzes

...bietet ein Mittel, um abstraktes Wissen mit der Anwendungssituation zu verknüpfen -> stabiles Wissen

...enthält mehrere Prinzipien, die für den Lernerfolg entscheidend sind

Verbindung situierten und unsituierten Wissens

Verbindung situierten und unsituierten Wissens

situiertes Wissen: im Anwendungskontext erlerntes Wissen

unsituiertes Wissen: Wissen, das in einem abstrakten Kontext erlernt wird

Probleme bei situiertem Wissen

situiertes Wissen

1. Problem der Flexibilisierung (fehlende Fähigkeit, gelerntes auf andere Methoden anzupassen)

2. Lernproblem (es wird kein umfassender Rahmen zur Organisation des Wissens entwickelt)

3. Transferproblem (Erlerntes kann nicht auf neue Situationen angewendet werden)

Probleme bei unsituiertem Wissen

unsituiertes Wissen

1. Motivationsproblem (Sinn des Lernstoffs unklar)

2. Trägheit des Wissens (kein Wissen über tatsächliche Answendung des Gelernten)

3. Problem des Behaltens (von Abstraktem, nie angewendetem Wissen)

Wie entsteht also stabiles Wissen?

stabiles Wissen

Stabiles Wissen ist sowohl situiert als auch unsituiert:

Es benötigt wirkungsvolle Abstraktionen, die auf realen Situationen gründen.

Wichtig ist hier die Verbindung von Situation und Abstraktion.

der goal-based scenario- Ansatz beinhaltet mehrere Prinzipien,

die für den Lernerfolg

entscheidend sind.

6 entscheidende Prinzipien

Authentizitätsprinzip

Realitätsnaher Lernkontext

Verflechtungsprinzip

duale Betonung: Kompetenzerwerb und Bewältigung der Aufgabe

Artikulationsprinzip

Prinzipien

gelerntes in Worte fassen

Reflexionsprinzip

Handeln regelmäßig reflektieren & vergleichen

Lernkreislaufprinzip

Lernzyklus: Planung, Ausführung, Reflexion

Multimediaprinzip

Stärken verschiedener Medien nutzen

Die Idee der passion school

passion

school

eine Rekonzeptualisierung von Schule

von Collins, Schank und Joseph

  • Anwendung des CA- Prinzips auf Schulen
  • Curricula stärker auf individuelle Interessen ausgerichtet (-> "passion")
  • Ziel: Auswirkung auf Motivation und Lernverhalten + bessere Vorbereitung auf das Berufsleben
  • Spezielle Curricula über mehrere Jahre belegt -> fundiertes Können & tieferes Verständnis
  • im Laufe der Schullaufbahn spezialisieren auf ein Curriculum, Wechsel aber auch möglich

Berufs-orientierte Curricula

das 4-Stufen-Modell der Curricula

4-Stufen-Modell der Curricula

1. Stufe: Neulinge Arbeiten an einem Projekt und werden von erfahreneren Lernenden angeleitet

2. Stufe: Arbeit an einem größeren Projekt, erfahrene Lerner als Projektleitung

3. Stufe: Anleiten eines Neulings bei einem Projekt

4. Stufe: (Teil-)Projektleitung bei einem größeren Projekt

ein zusammenfassendes Video:

https://www.youtube.com/watch?v=Hz3S8z9gLzc&t=1s

Abschluss

ein kleines Quiz zur Wiederholung:

https://quizizz.com/join/quiz/60b91fb16142dd001ba04c11/start?studentShare=true

https://quizizz.com/join/quiz/60b91fb16142dd001ba04c11/start?studentShare=true

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