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Allgemeine Psychologie I FHM Bielefeld | Psy-22 | Sebastian Rauch

Organisationpsychologie

17.02.2020

Leonie Schnölzer

Chantal Klemm

Yagmur Rakici

Johanna Luz

Gliederung

1. Begriffserklärung

1.1 Begriffliche Klärung & Abgrenzung

1.2 Warum braucht man die

Organisationspsychologie?

1.3 Fragen

1.4 Tätigkeiten in der Organisationspsychologie

1.5 Forschungsthemen

2. Menschenbilder

2.1 Economic Man

2.1.1 Taylorismus

2.1.2 Fordismus

2.2 Social Man

2.3 Complex Man

2.4 Self-actualizing Man

3. Untersuchungsmethoden

3.1 Netzwerkanalyse

3.2 Organisationsdiagnose

3.3 Ziele

4. Anwendungsbeispiele & Theorien

4.1 Interaktion zwischen Führungskraft

und Mitarbeiter:

Leader-Member-Exchange

4.2 Interaktion zwischen Mitarbeitern:

Ostrazismus

4.3 Organisationale Karriereentwicklung

4.4 Theorien der Organisation

5. Berufsfelder

Quellenverzeichnis

1. Was hat die Psychologie mit Organisation zu tun?

Begriffserklärung

• Teilgebiet der Psychologie

• Die Organisationspsychologie bezieht sich auf das menschliche Verhalten und Erleben in Organisationen

• Sie bildet das Zweitgrößte Interessens- und Arbeitsgebiet (2011, 20,8%)

• Durchschnittliches Einstiegsgehalt nach dem Bachelor 28.700 €)

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1.1 Begriffliche Klärung & Abgrenzung

Begriff

• Die Organisationspsychologie eng mit Arbeitspsychologie verknüpft

• Organisationspsychologie bezieht sich auf die Arbeit in Organisation

• Die Arbeitspsychologie geht darüber hinaus, umfasst weitere Arten von Arbeitstätigkeiten z..B freiberuflich oder Familienarbeit

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• Organisationen = „soziale Gebilde“, die dauerhaft ein Ziel verfolgen und eine formale Struktur aufweisen

• Organisationen können profitorientierte Unternehmen sein, aber auch Non-Profit-Institutionen z. B Krankenhäuser

• Begriff umfasst ein bestehendes, arbeitsteiliges System indem Aufgabenträger (maschinelle oder menschliche) Tätigkeiten verrichten müssen

• diese dienen der Erfüllung der Unternehmensaufgaben & Erreichung der Unternehmensziele

• Können Dienstleistungen oder Produktion von Sachgütern sein

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1.2 Warum braucht man die Organisationspsychologie?

• bündeln die Anstrengungen und Energien von Menschen mit dem Ziel, bestimmte Unternehmensziele zu verwirklichen

• Bereitstellung von Dienstleistung oder Herstellung von Produkten sind in Zeiten der Globalisierung komplex und können nicht von einzelnen Personen bewerkstelligt werden

• Erfolg einer Organisation kann an folgenden Kriterien gemessen werden: Überleben, Wachstum, Image, Nachhaltigkeit, Zufriedenheit der Beschäftigten, soziale Anerkennung etc.

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1.3 Die Organisationspsychologie wirft Folgende Fragen auf:

Fragen

• Auf welche Art und Weise sollen Beschäftigte geführt werden?

• Wer hat beruflichen Erfolg?

• Durch welche Maßnahmen können Beschäftige Motiviert werden, damit sie leistungsstark und gleichzeitig gesund bleiben?

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1.4 Tätigkeiten in der Organisationspsychologie

Tätigkeiten

• Personenauswahl (Auswahlinterviews)

• Maßnahmen zur Personalentwicklung ( z. B Selbstmanagement-Kompetenzen im Arbeitsalltag)

• Einsatz bei Motivationsproblemen (Konzeption passender Motivationsprogramme)

• Leistungsbeurteilung (360° Feedback)

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• Konfliktmanagement

• Anwesenheitsmotivation: Fehlzeiten

• Interkulturelles Management: Diversität, Gleichbehandlung

• Arbeitsschutz: Stress, Burnout, psychische Belastung

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1.5 Forschungsthemen

• Individuum steht oft im Vordergrund

• Interaktion - da Organisationen Gebilde sind, bei denen die Menschen ständig und in verschiedensten Situationen miteinander interagieren müssen

• Zusammenarbeit von Vorgesetzten und Beschäftigten, Konflikten, Zusammenstellung von Leistungsstarken Teams

FoRSCHUNGS-

THEMEN

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• Die Ebene der Organisation ist im Vergleich zu anderen Forschungsfeldern der Psychologie nachgeordnet

• Die Organisation selbst steht im Fokus

• Einfluss der Organisationsstruktur auf die Beschäftigten

• die Zusammenhänge zwischen einzelnen Abteilungen oder zwischen mehreren Organisationen

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•Wie gelingt es, leistungsstarke Teams zusammenzustellen?

• Welche Auswirkungen haben unterschiedliche Programme auf die Gesundheit und Beschäftigungsfähigkeit von Organisationszugehörigen?

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2. Menschenbilder in der Organisationspsychologie

Menschenbilder

• Organisationspsychologie ist von verschiedenen Menschenbildern geprägt, die sich im Laufe der Zeit verändert haben

• Menschenbilder dienen dazu Eigenschaften zu verallgemeinern

• Um die diversen Forschungsansätze über das Erleben und Verhalten verstehen zu können ist es hilfreich sich die unterschiedlichen Menschenbilder anzuschauen

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ECONOMIC MAN

2.1 Economic Man

• War ein zu Beginn des 20. Jahrhunderts (in Zeiten der Industrialisierung und beginnenden Massenproduktion) verbreitetes Menschenbild

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Grundannahmen

1. Der Durchschnittsmensch handelt nach der Maxime des größten Gewinns

2. Der Betrieb ist ein technisches System, an das der Mensch angepasst werden muss

3. Arbeitstätigkeit wird in kleinste Elemente unterteilt

4. Unterscheidung zwischen Hand und Kopfarbeit

5. Arbeiter sind hauptsächlich durch monetäre Anreize (Geld) und Kontrolle motivierbar und ansonsten recht verantwortungsscheu

6. Immer gleiche Tätigkeiten führen zu nachteiligen Effekten (Monotonie, einseitige Beanspruchungsfolgen)

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Die beiden größten Organisationstheorien (basierend auf den Economic Man) sind:

1. Taylorismus

2. Fordismus

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2.1.1 Taylorismus

Frederick Winslow Taylor (1856-1915)

• Schrieb das Werk „Die Grundsätze wissenschaftlicher Betriebsführung“

• Analysierte die Arbeit, zerlegte sie gedanklich in Einzelschritte und ergänzt den Faktor Zeit

• Standardisierung (Ablaufplanung)

• Versucht anschließend die Effizienz zu steigern

• Ziel: Höchstmögliche Tagesleistung

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2.1.2 Fordismus

Henry Ford (1863-1947)

• Gründer der Automobilherstellung Ford Company

• Führt Fließbandarbeit ein und perfektioniere sie

• Fordismus =nach dem Ersten Weltkrieg etablierte Form industrieller Warenproduktion

• Bezahlen die Mitarbeiter besonders gut um den Konsum zu anzukurbeln

-> Absatzmarkt steigt

• 3 Monatsgehälter entsprachen einem Modellauto

• Arbeitsdisziplin (Alkoholabstinenz wurde kontrolliert)

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Social Man

2.2 SOCIAL MAN

Entstehung

  • Untersuchung durch Hawthorne-Studien führten zum Paradigmenwechsel

  • Thematik:

--> Einfluss verschiedener Umweltfaktoren auf die Arbeitsleistung

(hier: Variationen von Beleuchtung & Arbeitsstunden)

  • Kritik Hawthorne-Studie

  • Ergebnis:

-> die Leistung verbesserte sich fast immer

-> Ergebnisse wurden als Effekte der sozialen Situation interpretiert

--> Human-Relations-Bewegung begann

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Beschreibung

  • Annahmen durch Ergebnisse:

- Motivation durch die Qualität der zwischenmenschlichen Beziehungen

- werden die Bedürfnisse nach Achtung, Anerkennung & Wertschätzung befriedigt, steigt die Leistung

- werden soziale Bedürfnisse nicht befriedigt, resultieren Unzufriedenheit, Produktivitätsrückgang & Krankheit

  • Grundannahmen des Social Man:

- Mensch wird durch Motive angetrieben

- soziale Beziehungen definieren die Identität

- soziale Beziehungen definieren das Zugehörigkeitsgefühl

- Materielle Be- und Entlohnung spielen eine untergeordnete Rolle

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2.3 Complex Man

Complex Man

  • Interagiert die Aspekte vorheriger Menschenbilder

  • Eine ganzheitliche Betrachtung des arbeitenden Menschen mit all seinen Fähigkeiten, Fertigkeiten, Eigenschaften und Bedürfnissen

  • Gekennzeichnet: Flexibilität und Lernfähigkeit

  • Arbeit: soll so gestaltet werden, dass sie der komplexen menschlichen Persönlichkeit

  • Eine erfolgreiche Karriere muss hier subjektiv beurteilt werden

Eine Berufliche Laufbahn lässt sich also nach Herkunft, Zielen und Möglichkeiten definieren

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  • Unterschiede bei Personen in Motivation, Fähigkeiten, Interessen, Werten und Zielen

Diese können innerhalb einer Erwerbsbiologie individuell variieren

  • Personen reagieren individuell auf Managementstrategien

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Schwierigkeit:

  • für den Complex Man keine allgemeingültige Führungs- oder Managementsstrategien, stattdessen differenzierte Analyse der individuellen Bedürfnisse / Situation

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Self-Actualizing-Man

Self-Actualizing

Man

Entstehung

  • In den 1950er Jahren: Krise der Arbeitsmotivation

  • Reaktion: neuer Forschungsansatz trat in den Vordergrund

  • Ziel der Human-Relations-Bewegung: Bedürfnis der Arbeiter nach Selbstverwirklichung zu erfüllen

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Beschreibung

  • Menschen streben nach Autonomie und Selbstverwirklichung
  • Im Job Characteristics Modell wurden 5 Kernmerkmale der Arbeit definiert, die Beschäftige motivieren sollen:

1. Vielfalt der geforderten Fertigkeiten und Fähigkeiten

2. Ganzheitlichkeit der Aufgabe

3. Bedeutung bzw. Wichtigkeit der Aufgabe

4. Autonomie

5. Rückmeldung

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3. Untersuchungsmethoden

Untersuchungs-methoden

Netzwerk-

analyse

3.1 Netzwerkanalyse

ss

  • Analyse von Netzwerken innerhalb unterschiedlicher Organisationen

  • intraorganisationale Netzwerke

  • interorganisationale Netzwerke

  • Beziehung innerhalb und zwischen Organisationen untersuchen

  • Suche nach: zentrale Akteuere, Subgruppen, Positionen

  • auf kleinräumige soziale Phänomene anwendbar

  • auf große Datenmengen ebenso

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Beispiel:

  • Einfluss von losen und intensiven Beziehungen zwischen unterschiedlichen Abteilungen innerhalb einer Oragnisation
  • Hansen, 1999
  • weak ties = Austausch von einfachem Organisationswissen
  • strong ties = tatsächlicher Wissenstransfer

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Ziele

3.2 Organisationsdiagnose

  • GOAL 2
  • Beschreibung, Erklärung und Prognose des regelhaften Verhaltens von Organisationsmitgliedern

  • wissenschaftliche, systematische Darstellung der Fragen und Verfahren

  • Entwicklung von Veränderungsstrategien
  • Wichtig: Zusammenarbeit von Auftraggeber und Mitarbeiter

  • hängt von individuellen Zielen der Organisationsdiagnose ab

  • Diagnoserahmen muss genau festgelegt werden

  • Vor- und Nachteile festlegen

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3.3 Ziele

  • müssen klar definiert werden

  • Sensibilität und Bewusstseinsgrad der

  • Organisationsteilnehmer erhöhen

  • Erweiterung Organisationslernen
  • Aufdecken von Handlungsfeldern
  • Maßnahmen der Organisationsentwicklung vorbereiten, begleiten und evaluieren

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4. Anwendungsbeispiele

& Theorien

Anwendungs-

beispiele

&

Theorien

Interaktion

4.1 Interaktion zwischen Führungskraft und Mitarbeiter :

Leader-Member-Exchange

  • Führung: Fähigkeit eines Individuums, andere zu beeinflussen, zu motivieren und andere zu befähigen

--> Erfolg der Organisation

  • Leader-Member-Exchange

--> individuelle Beziehung zu jedem einzelnen Beschäftigten

--> dyadische Interaktion zwischen einer Führungskraft und ihrem Mitarbeiter

--> stützt sich auf Complex man

--> hohes Maß an Respekt und Vertrauen sowie gegenseitige Verpflichtungen

--> mit zahlreichen positiven Ergebnissen verbunden

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4.2 Interaktion zwischen Mitarbeitern:

Ostrazismus

  • liegt vor, wenn einzelne Personen oder eine Gruppe keine Handlungen zeigt, die ein anderes Organisationsmitglied in eine Interaktion einbeziehen, obwohl solche Handlungen sozial angemessen wären

  • Löst starken Leidensdruck bei den Betroffenen aus

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  • Soziale Ausschluss erfolgt nicht durch aktive Handlungen anderer Mitarbeiter sondern durch unterbundene Interaktion

--> besonders schwer dagegen anzugehen

  • Führt zu Angst, Depressionen und emotionalem Stress, was sich auf die Arbeitsproduktivität auswirkt

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organisationale Karriereentiwcklung

4.3 Organisationale Karriereentwicklung

  • Neue Laufbahnmodelle zum optimalen Einsetzen des Potentials von Mitarbeitern:

--> Expertenlaufbahnen und Projektlaufbahnentwickelung

  • erhöht die Bindung von hochqualifizierten Beschäftigten an das Unternehmen

  • führt zu einem Wettbewerbsvorteil

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4.3 Organisationale Karriereentwicklung:

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4.4 Theorien der Organisation

Theorien

  • 1. Trennung von Hand & Kopf

--> Aufgabe des Managements das Wissen der Arbeiter systematisch zu sammeln

--> Aneignung des Managements von Kenntnissen der Arbeiter

  • 2. Pensum und Bonus

--> Aus wissenschaftlichen Erkenntnissen soll ein Tagespensum abgeleitet werden, Arbeiter kann dies ohne Schädigung bewältigen

--> Motivation durch einen Bonus, um dieses Pensum zu erfüllen

  • 3. Auslese und Anpassung der Arbeiter

--> Ziel: „eine Arbeitervereinigung der leistungsfähigsten Leute“

--> Tests zur Auslese der geeigneten Arbeiter

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5. Berufsfelder

Berufsfelder

  • In Organisationen selbst -> Personalreferent/in

  • Human Ressource Management / Personalmanagement

  • In Beratungsfirmen, die extern von Organisationen herangezogen werden -> Junior oder Senior Consultant

  • Laufbahnberatung

  • Teamentwicklung

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  • Betriebliche Gesundheitsförderung

  • Schulungen für Führungskräfte und zur Verbesserung sozialer Kompetenzen

  • Personalauswahl und Personalentwicklung

-> verfügen über einen Universitätsabschluss im Fach Psychologie

-> oft die Möglichkeit bereits im Studium eine Vertiefung mit dem Schwerpunkt Arbeits- und Organisationspsychologie

-> Postgradual weitere Qualifizierungs- und Weiterbildungsmöglichkeiten

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Quellenverzeichnis

Quellen

  • Hoyos, Carl Graf, Frey Dieter: Arbeits- und Organisationspsychologie: ein Lehrbuch. 1 Auflage. Weinheim Belltz, Psychologie Verlags Union, 1999

  • Kühl, Stefan, Strodtholz Petra, Taffersdorf Andreas (Hrsg): Handbuch Methoden der Organisationsforschung: Quantitative und Qualitative Methoden, Auflage 1, VS Verlag für Sozialwissenschaften, Wiesbaden, 2009

  • Kauffeld, Simone: Arbeits- Organisations und Personalpsychologie für Bachelor. Lesen, Hören, Lernen im Web. 2011. Aufl. Berlin Heidelberg New Yoek: Springer-Verlag GmbH 2011

  • Nerdinger, Friedemann W.: Arbeits- und Organisationspsychologie. Springer-Lehrbuch. Springer, Berlin, Heidelberg 2019

  • Nerdinger W. Friedemann, Blicke Gerhard, Schaper Niclas, Arbeits- und Organisationspsychologie 3. Auflage, Berlin Heidelberg, 2014

  • Rosentiel Lutz von: Grundlagen der Organisationspsychologie: Basiswissen und Anwendungshinweise. 6 überarbeitete Auflage, Stuttgart: Schäffer-Poeschel Verlag, 2007

  • Schuler, Heinz, Sonntag Karlheinz: Handbuch der Arbeits- und Organisationspsychologie. 1 Auflage. Göttingen: Hofgrefe Verlag, 2007

  • https://www.youtube.com/watch?v=AY_GsVxdkt0

  • https://www.mystipendium.de/studium/arbeits-und-organisationspsychologie

Danke fürs Zuhören!

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