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Berufsfeld "Übersetzen"_28.04.2012

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Knut Weinmeister

on 3 September 2013

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Berufsfeld "Übersetzen"
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San Francisco
Budapest
(cc) photo by Metro Centric on Flickr
(cc) photo by Franco Folini on Flickr
(cc) photo by jimmyharris on Flickr
Stockholm
(cc) photo by Metro Centric on Flickr
Berufsfeld "Übersetzen"
6. Praktische Übungen
5. Qualitätsstandard laut DIN EN 15038
4. Übersetzungsprozess
1. Was ist "üBERSETZEN"?
Dolmetschen
Übersetzen
live

AT+ZT flüchtig

gesprochen => gebärdet

nicht wiederholbar

kaum Korrektur
möglich

Versprecher

bidirektional

Publikum anwesend

wenig Vorbereitung
zeitversetzt

AT+ZT fixiert

geschrieben => gefilmt

wiederholbar

Korrektur möglich


"saubere Gebärden"

unidirektional

vor der Kamera

mit Vorbereitung
4. Übersetzungsprozess
Auftrag Textanalyse/-besprechung Probe-Filme Probe-Filmkontrolle
3. Kompetenz
5. QUALITÄTSSTANDARDS
DIN EN 15038
(Norm für Übersetzer)
Übersetzer m. Hochschulabschluss oder 5jähriger Berufserfahrung
"Korrekturleser" m. gleicher Qualifikation u. eigener Erfahrung als Übersetzer
regelmäßige Weiterbildung
angemessene technische Ausstattung
Dokumentation u.a. des Übersetzungsprozesses
4-Augen-Prinzip
ÜbersetzungsPROZESS
Vorbereitungszeit, Probe-Filme
Verwendung eines Teleprompters
Filmkontrolle nach den Kriterien von Cokely (Hinzufügung, Weglassung usw.) bzw. Dolmetschkritik
Gestaltung des GS-Films
gute Beleuchtung
professionelles Filmstudio mit mindestens einer HD-Kamera
Schnitt/Nachbearbeitung durch DGS-kompetenten Cutter
Technik
Hände und Mimik gut sichtbar
bei Studioaufnahmen Make-up
angepasster Hintergrund
ÜbersetzungsTEAM
Übersetzer (L1-DGS/L2-Deutsch):
hohe Ausgangs- u. Zielsprachkompetenz
sehr gute Kenntnis der Sozialisations- und Bildungsbedingungen der GL
hohe Translationskompetenz
hohe Registerfähigkeit
GSD-Abschluss
Filmkontrolle (L1-Deutsch/L2-DGS):
hohe Ausgangs- u. Zielsprachkompetenz
sehr gute Kenntnis der Sozialisations- und Bildungsbedingungen der GL
hohe Translationskompetenz
keine Arbeitssassistenz
GSD-Abschluss
2. Einsatzmöglichkeiten
7. Professionalität des Berufsbilds
PAUSE
Einsatzmöglichkeiten als Übersetzer
1. Vom-Blatt-Übersetzen (Gericht, Polizei, Krankenhaus etc.)

2. Texte von Websiten-Anbietern (Behörden, Einrichtungen, Firmen etc.)

3. Audio-Texte für Musseen, Ausstellungen etc.

4. Sonstige Texte (alles, was gedruckt ist). z. B. Kinderbücher
Was ist "Übersetzen"?
Übersetzen:
Wir verstehen [...] unter Übersetzen die Translation eines fixierten und demzufolge
permanent dargebotenen bzw. beliebig oft wiederholbaren Textes der Ausgangs-sprache in einen jederzeit kontrollierbaren und wiederholt korrigierbaren Text in der Zielsprache. (Kade, Otto: Zufall und Gesetzmäßigkeit in der Übersetzung. Beihefte zur Zeitschrift Fremdsprachen 1. Leipzig 1968, S. 35)

Dolmetschen:
Unter Dolmetschen verstehen wir die Translation eines einmalig (in der Regel mündlich) dargebotenen Textes der Ausgangssprache in einen nur bedingt kontrollierbaren und infolge Zeitmangels kaum korrigierbaren Text der Zielsprache. (ebd.)
Kompetenzen
- Laut EU gibt es über 285 verschiedene Übersetzerprogramme.

- Die EU-Kommission und deren Generaldirektion Übersetzung DGT haben eine Expertenkommission einberufen --> Ziel: Erstellung eines Kompetenzprofils für alle Übersetzer.

- Ergebnis: 6 Kompetenzen werden als Mindestanforderung an einen Übersetzer gestellt.

- Adaption zum Sprachpaar "Deutsch-DGS" -> 7 Kompetenzen
1. Sprachkompetenz
Bei der Ausgangssprache wird eine hohe Lesekompetenz vorausgesetzt, die in der textbezogenen Komponente beschrieben wurde. Auch in der Zielsprache DGS sollte eine überdurchschnittliche Kompetenz vorhanden sein, die sich vor allem auf den Einsatz der verschiedenen Register sowie auf soziolinguistische Faktoren bezieht.

In beiden Sprachen und Kulturen sollte man kompetent sein, was ebenfalls die soziolinguistischen Aspekte und die textbezogene Kompetenz betrifft. Die Kenntnisse aus der hörenden Kultur werden dabei auf die Kultur der Gehörlosen übertragen.
2. Interkulturelle Kompetenz
Das selbständige Einholen von Informationen, z. B. aus Büchern oder Software, und die Analyse der Ausgangstexte kann auch auf den Umgang mit DGS bezogen werden. Dabei ist neben der Recherche unbekannter Gebärden mit Hilfe von Lexika oder Fachblättern auch das Umschreiben der Texte für die DGS-Wiedergabe notwendig.
3. Recherchekompetenz
4. Fachkompetenz und Interesse am Fach
5. Dienstleistungskompetenz
6. Medientechnische Kompetenz
7. Mediale Kompetenz
Hierbei geht es um das Anwenden des eigenen Fachwissens auf den Ausgangstext bzw. Zieltext sowie um die Bereitschaft, sich in den Fachgebieten weiterbilden zu wollen.
Dieser Bereich umfasst die Steuerung und Verhandlungsfähigkeit zwischen Auftraggeber und Auftragnehmer sowie die Teamfähigkeit auch mit hörenden Übersetzerkollegen, was z. B. die Kontrolle der eigenen Arbeit betrifft. Die Teamfähigkeit gilt ebenso für die freiberufliche Arbeit wie für den Angestelltenbereich.
Kamerabenutzung, technische Bearbeitungen wie Schnitt und die Einbettung der Filme in eine Homepage sind für den Gebärdensprach-Darsteller wichtig, damit er z. B. weiß, wann eine Pause zu machen ist, wann die Untertitel eingeblendet werden, wo sich auf der DVD oder im Internet was befindet und somit, wie der technische Bereich aufgebaut ist.
Klares und deutliches Gebärden, die Vermeidung von Fehlern oder Stottern und das freie Gebärden sind für einen reibungslosen Ablauf gebärdensprachlicher Filme als Voraussetzung anzusehen.
Teleprompter
Filmaufnahmen
Filmkontrolle I
Filmkontrolle II
Postproduktion


1. Schritt: ein Text in DGS übersetzen und in DGS-GLOSSEN festhalten (20 Minuten)

2. Schritt: Übersetzen und Aufnahme im Studio mit Teleprompter (15 Minuten)

3. Schritt: Auswertung der Filme in einzelnen Gruppen (10 Minuten)

4. Schritt: Vorstellung der Ergebnisse und Diskussion im Plenum
6. Praktische Übungen
7. Professionalität des Berufsbilds
1. Übersetzer/innen handeln bei der Auftragserfüllung nach bestem Wissen und Gewissen.

2. Übersetzer/innen werden in Sachgebieten tätig, in denen sie über ausreichende Kenntnisse verfügen (Fachkompetenz).

3. Übersetzer/innen haben dafür Sorge zu tragen, dass alle Unterstützungen (Qualitätskontrolle durch 4-Augen-Prinzip, gebärdensprachkompetenter Cutter) bereitgestellt werden.

4. Offener Brief von tauben Dolmetscher/innen und Übersetzer/innen gegen unlauteren Wettbewerb
Knut Weinmeister
28.04.2012
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