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Transcript

Die sozial-kognitive Lerntheorie

nach Albert Bandura

Psychologie

Leopold Kraus

Definition

Lernen am Modell meint den Prozess, bei dem eine Person (Beobachter) sich Verhaltensweisen aneignet, die sie bei einer Person (Modell) beobachtet hat. Als Ergebnis dieses Prozesses zeigt der Beobachter neues oder verändertes Verhalten.

Grundannahmen der Theorie

Grundannahmen

1. Lernen findet im sozialen Kontext statt

2. Kognitive Prozesse spielen beim Lernen eine wichtige Rolle

3. Mensch und Umwelt beeinflussen sich gegenseitig

4. Der Mensch ist zur Selbststeuerung fähig

5. Vorstellung vom Wesen des Menschen:

reflektierendes, leistungsorientiertes, problemlösendes und aktives Wesen

Aufmerksamkeits-

prozesse

Aneignungsphase

Modell

Gedächtnis-

prozesse

Aufmerksamkeitsprozesse

Aus der Vielzahl der Informationen, die das Verhalten des Modells/Vorbilds enthält wählt der Lernende die für ihn wichtigen Bestandteile aus und beobachtet sie exakt.

Persönlichkeitsmerkmale des Modells

PM des Modells

Besonders attraktiv für die Beobachtung sind Modelle, die soziale Macht besitzen, also belohnen und bestrafen können und die Bedürfnisse des Lernenden zufrieden stellen.

Attraktivität kann im Alter, Geschlecht oder Herkunft begründet liegen.

Persönlichkeitsmerkmale des Beobachters

PM des Beobachters

Fehlendes Selbstvertrauen geringe Selbstachtung begünstigen die Aufmerksamkeit einem Modell gegenüber.

Andere Faktoren steuern menschliche Wahrnehmung wie z.B Erfahrungen, Interessen Wertvorstellungen, Bedürfnisse, Triebe, Gefühle und Stimmungen.

Beziehung zwischen Modell und Beobachter

Beziehung

Die Abhängigkeit des Beobachters vom Modell lenkt die Aufmerksamkeit und begünstigt die Nachahmungsbereitschaft.

Eine positive emotionale Beziehung, die von Verständnis und Wertschätzung geprägt ist unterstützt die Aufmerksamkeitsprozesse.

Situationsbedingungen

Situation

Wahrnehmung ist immer an soziale Situationen gebunden.

Fühlen sich Menschen von einer Situation bedroht, haben sie Schwierigkeiten, ihre Aufmerksamkeit auf die wichtigsten Aspekte zu konzentrieren.

Gedächtnisprozesse

Kognitive Prozesse der Informationsverarbeitung :

  • Visuelle und verbale Kodierung des Wahrgenommenen

  • Einordnung der Informationen in bestehende kognitive Strukturen

  • Speicherung im Gedächtnis

Ausführungsphase

Beobachter

Motorische

Reproduktions-prozesse

Abgleich mit motorischen Fähigkeiten

Aus einer Vielzahl der im Gedächtnis gespeicherten Kodierungen werden solche ausgewählt und organisiert, die für das beabsichtigte Verhalten relevant sind

Motorische Fähigkeiten müssen geübt, korrigiert und wiederholt werden, bis sich ein Erfolg einstellt.

Vergleich der Ergebnisse der Handlungen und Verhaltensweisen mit gespeicherten Kodierungen

Motivationsprozesse

Ob ein Mensch ein bestimmtes Verhalten beachtet, um es zu erlernen, hängt von seiner Motivation ab.

beeinflusst sowohl die Aneignungs- wie auch die Ausführungsphase

Motivations-prozesse

Ergebniserwartung

Ergebnis-

erwartung

Mit Ergebniserwartung sind jene Konsequenzen gemeint die sich eine Person vom Nachahmen einer Verhaltensweise verspricht.

Kompetenzerwartung

Kompetenz-

erwartung

Unter Kompetenzerwartung versteht man die von einem Beobachter vorgenomme subjektive Einschätzung eigener Fähigkeiten, die er zum Nachahmen eines Verhaltens benötigt

Aussicht auf Selbstbekräftigung

Aussicht auf

Selbstbe-kräftigung

Aussicht auf Selbstbekräftigung bedeutet die Erwartung einer günstigen Selbstbewertung bei Zeigen eines nachzuahmenden Verhaltens,

die zu Zufriedenheit, Wohlbefinden und Selbstbelohnung führt.

Verstärkungsprozesse

Menschen sind in der Lage ihr Verhalten zu steuern, indem sie sich selbst bekräftigen oder bestrafen.

Verstärkungs-

Prozesse

Selbstbeobachtung

Selbstbewertung

Selbstreaktion

Direkte Selbstbekräftigung

Der Beobachter bekräftigt sich selbst für sein nachgeahmtes Verhalten mit Selbstbelohnung, Eigenlob und Zufriedenheit.

Direkte Selbst-

bekräftigung

Externe Bekräftigung

Der Beobachter erfährt für die Nachahmung eines Verhaltens angenehme Konsequenzen

bzw. vermeidet dadurch unangenehme Konsequenzen.

Stellverstretende Bekräftigung

Stellvertretende Bekräftigung

Das beobachtete Modell erfährt für sein Verhalten angenehme Konsequenzen bzw. kann unangenheme vermeiden.

Stellvertretende Selbstbekräftigung

Das beobachtete Modell bekräftigt sich selbst für sein Verhalten mit Selbstbelohnung, Eigenlob und Zufriedenheit.

Stellvertretende Selbst-

bekräftigung

Effekte des Modelllernens

Effekte des

Modelllernens

Auslösender Effekt

Das Verhalten eines Modells veranlasst andere es unmittelbar nachzuahmen.

Modellierender Effekt

  • Menschen lernen an Vorbildern neue Verhaltensweisen & Einstellungen gegenüber Personen, Objekten und Sachverhalten

  • Keine Übernahme der Verhaltensweisen durch den Beobachter, das Gesehene wird neu organisiert

Enthemmender Effekt

  • Bereits erlerntes Verhalten kann durch wahrgenommene Konsequenzen beeinflusst werden

  • Zieht das Modellverhalten keine negativen Konsequenzen nach sich, sinkt die Hemmschwelle dieses Verhalten nachzuahmen

Hemmender Effekt

Das Modellverhalten zieht negative Konsequenzen nach sich.

Die Bereitschaft, dieses Verhalten nachzuahmen sinkt.

Danke für Eure Aufmerksamkeit!

Quellen

vorherige Schulunterlagen

http://www.lern-psychologie.de/kognitiv/bandura.htm

http://www.lern-psychologie.de/skripte/

modelllernen.pdfhttps://www.spektrum.de/lexikon/psychologie/sozial-kognitive-lerntheorie/14567

http://www.wissenschaftskritik.de/albert-bandura-sozial-kognitive-lerntheorie/

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