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Cluster Kopfschmerzen

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by

Marie Spilker

on 20 May 2016

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Transcript of Cluster Kopfschmerzen

Großer Hinterhauptnerv
Vergleichsweise wenig invasive operative Methode
Elektrode an Kopfrückseite implantiert
verbunden mit Generator - dieser im Bauchraum untergebracht
Nebenwirkungen oder technische Probleme
Außerdem möglich:
lokale Betäubung, Kortisoninjektion oder Reizstromtherapie Blockierung oder Stimulation - vorübergehende Linderung

Cluster Kopfschmerz
Übersicht
1. Definition
2. Historie
3. Ursachen
4. Symptome
5. Risikofaktoren
6. Schmerz
7. Attacken
8. Untersuchung
9. Diagnose
10. Prognose
11. Krankheitsverlauf
12. Therapie
13. Operative Behandlung
14. Physiotherapie
15. Kopfschmerztagebuch
16. Vergleich
17. Quellen
6. Schmerz
1. Definition
Einseitig, meist hinter dem Auge liegender Kopfschmerz
In Attacken, tritt gehäuft auf
Seltene Kopfschmerzerkrankung
"Glühendes Messer im Auge"
"Nägel durch den Schädel bohren"
Am häufigsten erkranken Männer zwischen 20 und 40 Jahren
Chronische und episodischen Form
Betroffenen besonders belastend
Auf Dauer sind Pat. psychisch stark angegriffen
4. Symptome
Tränendes Auge
Gerötete Bindehaut des Auges
Lidschwellung
Laufende/verstopfte Nase
Schwitzen im Bereich der Stirn oder des Gesichtes
Horner-Syndrom (= verengte Pupille, ein herabhängendes Oberlid)
Gefühl "verstopftes" Ohr
Über 90% extrem unruhig
Klagen aber viele Pat. auch Migräne-typische Symptome wie Übelkeit, Licht-/Lärmempfindlichkeit
Soziale Isolation, Persönlichkeitsänderung, Angst, Depression, Mutlosigkeit, Wut, Trauer, Verzweiflung
7. Attacken
Immer zur gleichen Tageszeit
Attacken: Frühling/Hebst
1-2 Stunden nach dem Einschlafen oder in den frühen Morgenstunden
Abstände: sehr unterschiedlich
Können die Pat. jeden 2ten Tag oder bis zu 8x täglich quälen
Zwischen Episoden liegen bei manchen Patienten Wochen und Monate, in denen sie beschwerdefrei sind
Einseitig, sehr stark
Schmerzschübe: Zwischen 15 und180 Minuten
Entwickeln Depressionen
In extremen Fällen: Suizid →
Wichtig: Seelische Beschwerden des Pat. ernst nehmen, professionell behandelt werden
Automatische Reaktion auf die starken Schmerzen, werden vom sogenannten autonomen (vegetativen) Nervensystem gesteuert
"Heißes Messer in's Auge gestochen/gebohrt"
3. Ursachen
Derzeit noch nicht genau bekannt
Die Steuerung des Schlaf-Wach-Rhythmus regelt unter anderem das Zwischenhirn, der Hypothalamus
Experten vermuten, dass die Attacken in dieser Hirnregion entstehen
Nachgewiesen: Hirnregion um den Hypothalamus bei Pat. stärker aktiv
Hypothalamus gilt als "innere Uhr" des Menschen und wird für die tageszeitliche Rhythmik der Attacken und die saisonale Häufung der Episoden verantwortlich gemacht
5. Risikofaktoren
Nicht genau erläutert
Verwandte ersten Grades: 18-fach höheres Risiko ebenfalls daran zu erkranken
Bestimmte Substanzen/Situationen lösen Attacken aus, ist nicht abschließend geklärt
Alkohol
Nikotin
Schokolade
Nüsse
Käse
Histaminhaltige Nahrungsmittel
Flimmerlicht (Fernseher, Kino)
Aufenthalte in großen Höhen
Körperliche Anstrengung
Gefäßerweiternde Medikamente (Nitroglyzerin)
8. Untersuchung
Ansprechpartner: Hausarzt/Auf Kopfschmerzen spezialisierter Neurologe
Anamnese besonders wichtig
Craniale Computertomographie (= CCT) oder eine Kernspintomografie (= MRT) des Gehirns gemacht werden, um eventuelle Entzündungen, Tumoren, andere Ursachen der Beschwerden auszuschließen
Manchmal besteht zunächst der Verdacht auf Zahnerkrankungen oder Nasennebenhöhlenentzündungen, die so zur falschen oder verzögerten Therapie führen
9.1 Diagnose
Rein klinische Diagnose: Arzt befundet anhand des Beschwerdebildes
Kriterien sind:
a) Mindestens 5 Attacken, welche die Kriterien b bis e erfüllen

b) Starke/sehr starke einseitige Schmerzattacken im Augenbereich, die unbehandelt 15 bis 180 Minuten dauern

c) Begleitend tritt mindestens eines der nachfolgenden Clustercharakteristika auf der schmerzenden Seite auf:
Tränendes Auge und/oder gerötete Bindehaut, Laufende oder verstopfte Nase, Lidschwellung, Schwitzen im Bereich der Stirn oder des Gesichts, Verengte Pupille und/oder hängendes Augenlid, Körperliche Unruhe

d) Die Attackenfrequenz liegt zwischen einer Attacke jeden zweiten Tag und/oder ein bis acht Attacken pro Tag

e) Die Beschwerden sind nicht auf eine andere Erkrankung zurückzuführen
12.1 Medikamentöse Therapie
Häufig schwierig
Aspirin, Ibuprofen: Wirkungslos

Medikamente für Cluster Kopfschmerz:
Triptane: Nicht zur Vorbeugung, da sie bei dauerhafter Einnahme selbst Kopfschmerzen auslösen können
In Unterhautfettgewebe gespritzt oder als Nasenspray verabreicht, auf diese Weise schnellere Wirkung
Bei längeren Schmerzattacken können sie auch als Tabletten eingenommen werden
Lokale Betäubungsmitteln (z.B. Lidocain),
In Nasenloch der schmerzenden Kopfhälfte getropft/gesprüht
Hilft in etwa 30% der Fälle - blockiert, den Schmerz weiterleitende Nervenbahnen
Ünterdrücken die Schmerzen, keine Heilung, Stärke/Häufigkeit der Attacken verringert
Medikamentöse Therapie ist vorrangig
12.2 Akuttherapie
Gut wirksam ebenfalls Triptane
100%iger Sauerstoff (8-15 l/min - für 15 Minuten)
Über eine Hochkonzentrationsmaske
Gut verträglich
Wirkung zum Attackenbeginn am größten
Erfolg: 80%
Nicht vorbeugend
Verordnung über Krankenkasse meistens unproblematisch
13.1 Operative Behandlung
Medikamentösen Therapieversuche scheitern, kann man auf operative Verfahren zur Behandlung zurückgreifen
Viele dieser Methoden sind noch experimentell und es liegen keine Langzeitbeobachtungen vor
Operative Eingriffe können Strukturen dauerhaft geschädigt werden, wodurch neue Beschwerden auftauchen können
Sollten nur in spezialisierten Zentren durchgeführt werden
3 Verfahren:
tiefe Hirnstimulation
okzipitale Nervenstimulation
Ganglion sphenopaltinum Stimulation
13.3 Okzipitale Nervenstimulation (ONS)
13.4. Ganglion sphenopaltinum Stimulation
Nervenknoten
Elektrode durch Gaumen implantiert
von außen durch Controller aktivierbar
Häufigkeit und Schwere nehmen ab
11. Krankheitsverlauf
Verlauf kann im Einzelfall nicht angegeben werden
Langzeitstudien liegen nicht vor
Übergänge von einem episodischen in einen chronischen Clusterkopfschmerz, als auch umgekehrt
80 %: Betroffende des episodischer Clusterkopfschmerz leiden auch nach 10 Jahren noch daran
12 %: Betroffende chronischer Clusterkopfschmerz zum episodischem Verlauf entwickelt
50%: Chronischen Clusterkopfschmerz Betroffenden bleibt chronische Verlaufsform nach 10 Jahren
10. Prognose
Wenn der Pat. seinen individuellen Auslöser für die Attacken kennt (z. B. Alkohol), kann er diesen meiden und so die Häufigkeit der Schmerzperioden zusätzlich senken
Heilbar ist der Cluster-Kopfschmerz zum jetzigen Zeitpunkt nicht, eine Spontanheilung ist jedoch jederzeit möglich
Episodische Form:
Die meisten Pat. leiden an dieser Form
Akute Schmerzattacken, die über mehrere Wochen oder Monate andauern können (= Clusterperiode)
Wechseln sich mit kopfschmerzfreien Phasen (= Remissionsphase)
Chronische Form:
Ohne Besserung über ein Jahr andauert, Pausen kürzer als 4 Wochen
Prognose sehr schlecht, muss dauerhaft mit Medikamenten behandelt werden
Wenn diese nicht wirken sollten verschiedene andere Maßnahmen und Medikamente probiert werden, denn nicht alle wirken auch bei jedem Patienten
15. Kopfschmerztagebuch
9.2 Diagnose
Im Durchschnitt dauert es mehr als acht Jahre, bis die zutreffende Diagnose gestellt wird
Zielführende adäquate Diagnosen oft sehr spät oder gar nicht gestellt
Effektive Therapien bleiben daher aus oder werden erst nach vielen qualvollen Jahren eingeleitet
Zusätzlich nicht diagnostizierter sowie fehl- oder unbehandelt ist Clusterkopfschmerz eine der bösartigsten und gleichzeitig am stärksten behindernden Schmerzerkrankungen des Menschen
16. Vergleich: Migräne, Spannungsgefühl, Cluster Kopfschmerz
14. Physiotherapie
Schmerzmechanik nicht endgültig geklärt
Jeder Clusterkopfschmerz ist individuell, mit eigener Mechanik/Strukturen
Mögliche Trigger zu suchen, die den Clusterkopfschmerz immer wieder auslösen
Mögliche manualtherapeutische Maßnahmen zu ergreifen, sind mögliche Aufgaben der konzeptionellen Physiotherapie
"Physiotherapie gilt als nicht therapeutisch wirksam, ich habe aber die Erfahrung gemacht, dass eine Mobilisierung des N. facialis gegen sein Weichteil- und seines knöchernes Umfeld häufig zu einer langfristigen Heilung führt" - Stephan Kerlin
2. Historie
Beschrieben seit 1745, vielleicht früher
Erste vollständige Beschreibung durch Wilfried Harris (Londoner Neurologe) 1926; nannte es migrainous neuralgia
Bayard Taylor Horton (US Neurologe) beschrieb CK 1939 in seinem paper: "(...) the headdaches (are) able to take normal men and force them to attempt or complete suicide"
Keine Aufzeichnugen seit wann es als Cluster Kopfschmez bezeichnet wird
Forschung ist immernoch unausgereift
http://www.clusterkopf.de/
http://www.physiotherapie-kerlin.de/schmerznavigation/kopfschmerzen/
http://www.netdoktor.de/krankheiten/cluster-kopfschmerz/
http://www.dmkg.de/clusterkopfschmerz
http://flexikon.doccheck.com/de/Cluster-Kopfschmerz
http://www.schmerzklinik.de/service-fuer-patienten/clusterkopfschmerz-wissen/
https://www.dolormin.de/schmerzratgeber/kopfschmerzen/dolormin-kopfschmerztagebuch.html#
http://www.dgn.org/leitlinien/11-leitlinien-der-dgn/3051-ll-54-ll-clusterkopfschmerz-und-trigeminoautonome-kopfschmerzen#clusterkopfschmerz
http://www.ndr.de/ratgeber/gesundheit/Therapien-gegen-Cluster-Kopfschmerz,clusterkopfschmerz104.html
http://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/visite/Cluster-Kopfschmerz-Experten-Interview,visite11570.html
http://www.innovations-report.de/html/berichte/veranstaltungen/21-maerz-2016-internationaler-tag-des-clusterkopfschmerzes.html
Kurzlehrbuch Neurologie Urban & Fischer 2. Auflage
Der Kopfschmer Kompass; Herbig Gesundheitsratgeber; 2015
17. Quellen
Auch zur Behandlung der Parkinson Krankheit eingestetzt
Elektrode tief im Gehirn (Hypothalamus) implantiert
Schwerwiegende Nebenwirkungen in der Vergangenheit
Heute nur noch selten; mit viel Zurückhaltung
13.2 Tiefe Hirnstimulation
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