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Teilhaberadar und Teilhabequotient

Diese Prezi stellt das Verfahren zur Auswertung sozialdiagnostischer Instrumente zur Erhebung der sozialen Teilhabe vor.
by

Martin Moldenhauer

on 6 August 2016

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Transcript of Teilhaberadar und Teilhabequotient

Psychosoziale Beratungsstelle des ISG an der KHSB:

steigender Gebrauch von sozialdiagnostischen Instrumenten
Auswertung findet nur an einzelnen Instrumenten statt
allgemein:

neue Theorie zum Gesundheitsverständnis (bio-psycho-soziales-Modell)
allgmeiner Trend zur Qualitätssicherung
Annahme:
Durch Visualisierung von ohnehin schon vorhandenen Daten kann eine Einschätzung der sozialen Situation genauer und schneller erfolgen

Außerdem:
"Die Vielzahl von Komplexitätsebenen und möglichen Systembeschreibungen lässt es unwahrscheinlich bis unmöglich erscheinen, dass EIN Modell den Gesamtzusammenhang adäquat erfasst und berücksichtigt."
(Pantucek, 2009)
Abstract:

In dieser Prezi wird das Teilhaberadar und der Teilhabequotient vorgestellt. Dieses Instrument ist ein neues Verfahren zur Auswertung verschiedener sozialdiagnostischer Werkzeuge. Das Ergebnis ist ein übersichtliches Spinnennetzdiagramm, welches die Teilhabe eines Menschen in sozialen Funktionssystemen zeigt, das sogenannte Teilhaberadar. Zusätzlich wird aus dem Radar eine Kennzahl formuliert, der sogenannte Teilhabequotient, welcher ebenfalls die Partizipation eines Menschen darstellt. Im derzeitigen Stadium des Teilhaberadars wird zur Erhebung der nötigen Daten das „Inklusions-Chart-2“ (IC2) und die „Netzwerkkarte“ (NWK) genutzt. Die gewonnenen Informationen werden mit Hilfe der „Internationalen Klassifikation der Funktionsfähigkeit, Behinderung und Gesundheit“ (ICF) in ein neues Kategoriensystem übersetzt. Dieses System bildet die Basis des Teilhaberadars in welchem die übersetzten Daten visualisiert werden.

Was ist das IC2?
Wie genutzt?
Kritik am Instrument
Was ist die NWK?
Wie genutzt?
Kritik am Instrument
Was ist die ICF?
Wie genutzt?
Kritik am Instrument
Was ist das
Spinnennetzdiagramm?
Wie genutzt?
Kritik am Instrument
"Lebenslagendiagnostik"
verdeckte Probleme werden erfasst
indirekte Interventionsplanung
erfasst wesentliche Faktoren sozialer Einbindung
qualitative und quantitative Einschätzung
3 Bereiche
Funktionssysteme
Erfassung sozialer Teilhabe
Existenzsicherung
bedürfnistheoretisches Konzept
Funktionsfähigkeit
behindernde/unterstützende Faktoren
visualisiert Problembeschreibungen
Ableitung von Funktionsmechanismen zur Kommunikation und zum sozialen Netzwerk
stellt algorithmisch auswertbare Daten zur Verfügung
Netzwerkdichte, Star, Liaison, Brücke, Gatekeeper, Isolierte/r
elektronische Umsetzung bereits Vorhanden "easyNWK"
Klassifikationssystem
funktionale Gesundheit
resultierende mögliche Behinderungen
Grundlage: Bio-Psycho-Soziales-Modell
bio-medizinisch
psychologisch
sozial-ökologisch
Ressourcenorientiert
wissenschaftliche Grundlage für Verständnis funktionaler Gesundheit
gemeinsame Sprache für relevante Professionen
Datenbasis für statistische Vergleiche
visualisiert quantifizierbare Daten
Benchmarking
Vergleich von standartisierten Dimensionen
mehrere Dimensionen gleichzeitig
trotzdem übersichtlich
voneinander unabhängig

SMOP-Wert
"Surface Measure of Overall Performance"
innerer Flächeninhalt
15 Felder in 3 Bereichen
quantifizierbare Daten:
Inkludierungsgrad
Tendenz
werden zusammengefasst und normiert
GAF-Skala
beschränkt auf Netztwerkdichte
bestmöglicher Wert 0,5
Netzwerkdichte = n/(N/2*(N-1))
N: Anzahl der Personen im Netzwerk (ohne Person im Mittelpunkt)
n: Anzahl der Verbindungen zwischen den Personen im Netzwerk (ohne Verbindungen zum Mittelpunkt)
Wenn NWKDichte ≤ 0,5
dann Wert=2*NWKDichte
sonst Wert=2*(-NWKDichte+1).
Kapitel "Partizipation (Teilhabe)"
als Kategoriensystem
Inhaltliche Zuordnung von erstellten Kennzahlen zu ICF-Schlüsseln
Beschränkung auf ausformulierte zweite Gliederungsstufe
Pro ICF-Schlüsseln genau eine Kennzahl
98er- und 99er-Items nicht berücksichtigt da zu unspezifiziert
Beispiel:
Pantuceks Erklärung zum Funktionssystem "Gesundheitswesen":
"Volle Inklusion in das Gesundheitswesen ist gegeben, wenn die Leistungen der Medizin und der medizinischen Berufe auf dem Niveau der Zeit zugänglich und leistbar sind, wenn im Bedarfsfalle diese Möglichkeit auch wahrgenommen wird und eine adäquate Unterstützungsleistung erwartet werden kann."

Pantuceks Erklärung zur Existenzsicherung "Wohnen":
"Unter sicherem und adäquatem Wohnen ist das Vorhandensein einer geeigneten Unterkunft zu verstehen: Ein heizbarer Raum mit Bett; mit Möglichkeiten, den Besitz sicher und ohne Zugriff durch andere aufbewahren zu können; Raum und Möblierung, um sich ungestört erholen zu können oder anderen Tätigkeiten nachzugehen, die gemeinhin mit „Wohnen“ assoziiert werden (Gestaltung des Raumes, Lesen, Fernsehen, Musik hören, Schreiben, Gäste empfangen und bewirten, Kochen, für die eigene Körperhygiene sorgen, ungestörte intime Kommunikation, Haustiere halten etc.)."

Pantuceks Erklärung zur Existenzsicherung "Lebensmittel":
"Unter sicherer und adäquater Versorgung mit Lebensmitteln ist zu verstehen: Hinreichender Zugang zu Essen und Trinken, zu Hilfsmitteln für die Körperhygiene, zu Medikamenten und anderen gesundheitsrelevanten Produkten; zu Produkten, die Schutz vor unerwünschter Schwangerschaft und vor Ansteckung gewähren; zu Produkten, die dem Ausbau des eigenen Wissens und der Bildung dienen (Internet, Bücher, Zeitschriften); zu Produkten, die der geistigen und emotionalen Entwicklung dienen (Kunstwerke, Musik)."
d510 Sich waschen
Den ganzen Körper oder Körperteile mit Wasser und geeigneten Reinigungs- und Abtrocknungs-materialien oder -methoden zu waschen und abzutrocknen, wie baden, duschen, Hände, Füße, Gesicht und Haare waschen und mit einem Handtuch abtrocknen Inkl.: Körperteile und den ganzen Körper waschen; sich abtrocknen Exkl.: Seine Körperteile pflegen (d520); Die Toilette benutzen (d530)
d520 Seine Körperteile pflegen
Sich um seine Körperteile wie Haut, Gesicht, Zähne, Kopfhaut, Nägel und Genitalien über das Waschen und Abtrocknen hinaus zu kümmern Inkl.: Haut, Zähne, Haar, Finger, Zehennägel pflegen Exkl.: Sich waschen (d510); Die Toilette benutzen (d530)
d530 Die Toilette benutzen
Die Beseitigung menschlicher Ausscheidungen (Menstruationssekrete, Urin, Stuhl) zu planen und durchzuführen sowie sich anschließend zu reinigen Inkl.: Die Belange der Blasen- und Darmentleerung sowie der Menstruation regulieren Exkl.: Sich waschen (d510); Seine Körperteile pflegen (d520)
d540 Sich kleiden
Die koordinierten Handlungen und Aufgaben durchzuführen, welche das An- und Ausziehen von Kleidung und Schuhwerk in Abfolge und entsprechend den sozialen und klimatischen Bedingungen betreffen, wie Hemden, Röcke, Blusen, Hosen, Unterwäsche, Saris, Kimonos, Strumpfhosen, Hüte, Handschuhe, Mäntel, Schuhe, Stiefel, Sandalen oder Slipper anziehen, ordnen und ausziehen Inkl.: Kleidung und Schuhwerk an- und ausziehen sowie geeignete Kleidung auswählen

d550 Essen
Die koordinierten Handlungen und Aufgaben durchzuführen, die das Essen servierter Speisen betreffen, sie zum Mund zu führen und auf kulturell akzeptierte Weise zu verzehren, Nahrungs-mittel in Stücke zu schneiden oder zu brechen, Flaschen und Dosen zu öffnen, Essbesteck zu benutzen, Mahlzeiten einnehmen, zu schlemmen oder zu speisen Exkl.: Trinken (d560)
d560 Trinken
Ein Gefäß mit einem Getränk in die Hand zu nehmen, es zum Mund zu führen und den Inhalt in kulturell akzeptierter Weise zu trinken, Flüssigkeiten zum Trinken zu mischen, zu rühren, zu gießen, Flaschen und Dosen zu öffnen, mit einem Strohhalm zu trinken oder fließendes Wasser wie z. B. vom Wasserhahn
d570 Auf seine Gesundheit achten
Für physischen Komfort, Gesundheit sowie für physisches und mentales Wohlbefinden zu sorgen, wie eine ausgewogene Ernährung und ein angemessenes Niveau körperlicher Aktivität aufrecht erhalten, sich warm oder kühl halten, Gesundheitsschäden vermeiden, sicheren Sex praktizieren einschließlich Kondome benutzen, für Impfschutz und regelmäßige ärztliche Untersuchungen sorgen Inkl.: Für physischen Komfort sorgen; Ernährung und Fitness handhaben; die eigene Gesundheit erhalten
Teilhaberadar:
Durchschnittswert für jedes ICF-Kapitel errechnen
Spinnennetzdiagramm mit 9 Achsen
1 Achse = 1 Kapitel der ICF
errechnete Durschnittswerte jeweils abtragen

Teilhabequotient:
eingeschlossene Fläche berechnen (SMOP)
mit GAF-Wert multiplizieren
wann ist man in ein System "weitgehend inkludiert"?
ungenauer Begriff
keine Standards
abhängig von Sozialarbeiter
Skalen ungenau
Zufriedenheit und Motivation zur Änderung eines Systems nicht erfasst
neue Version seit Ende Nov 2012 (IC3)
visuelle Auswertungsmöglichkeiten im Klientenkontakt wichtiger
mathematische Auswertungsmöglichkeiten interessant für Statistik/Forschung
kompliziert
bio-psycho-soziales-Modell
soziale Komponente
Paradigmenwechsel in der Medizin
gewinnt an Bedeutung (?)
Voraussetzung bei SMOP-Berechnung
alle Faktoren haben gleichen Einfluss
höhere Werte können niedrige Werte kompensieren (?)
Reihenfolge der Achsen beeinflusst SMOP-Wert
mehrere Vergleichsmöglichkeiten
eine Struktur über einen Zeitraum
mehrere Strukturen zu einem Zeitpunkt
Ergebnis: Die Hauptaussage, die das Teilhaberadar trifft, ist die Feststellung des gegenwärtigen Grades der Funktionsfähigkeit eines Menschen in neun verschiedenen Bereichen. Diese neun Bereiche sind dargestellt durch die neun Achsen im Diagramm. Der Teilhabequotient fasst diese neun Bereiche noch einmal zusammen zu einer Kennzahl.
Vorteile
Nachteile
Unterstützung im Interventionsprozesses und der Interventionsplanung
Erweiterung durch Einarbeitung anderer Diagnoseinstrumente möglich
Lieferung von „harten“ Daten für die Forschung
neue Verständigungsmöglichkeit mit Medizin durch Verknüpfung mit ICF
Verfahren kommt aus der Sozialen Arbeit und kann von ihr maßgeblich beeinflusst werden
transparentes Auswertungsverfahren
umfassende Erhebung von sozialen Daten ermöglicht eine möglichst realitätsnahe Abbildung sozialer Teilhabe
Elektronische Variante dieses Instruments bereits vorhanden
Teilhabequotient reduziert einen Menschen auf eine Zahl

Interessant für Forschungsansätze, birgt aber die Gefahr des Missbrauchs
wie geht es weiter?
spiegelt das Teilhaberadar und der Teilhabequotient überhaupt Wirklichkeit wider?

Bereit für den Einsatz in der Praxis?

großer Forschungsansatz

vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit!
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