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Demokratie im Römischen Reich

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by

Marcus Schmidt

on 18 March 2011

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Transcript of Demokratie im Römischen Reich

Die Römische Verfassung Was sind Prätoren? Ab dem Jahr 367 v.Chr. waren die Aufgaben der Prätoren den Konsuln die Aufgaben des Gerichts abzunehmen. Somit waren die Prätoren die höchsten Richter des Staates und die Prätur daher ein begehrtes Amt.

Mit der römischen Expansion wurde die Zahl der Prätoren erhöht, da man auch über die Provinzen eine richterliche Aufsicht benötigte, in der Zeit hatte man sechzehn Prätoren aktiv.

Ein Prätor war dazu berechtigt die Konsuln, z.B. im Kriegsfall, zu vertreten und die Obergewalt des Staates zu übernehmen.

Was ist Ein Konsul? Der Konsul (auch Consul) war der höchste Staatsbeamte der Römischen Republik bis zum Beginn der Kaiserzeit und das oberste Mitglied der Regierung. Des Weiteren war ein Konsul ein militärisches Amt, er hatte das sog. Imperium inne und damit waren beide Konsuln die obersten Befehlshaber über das römische Heer. Es gab immer 2 Konsule die sich gegenseitig kontrollierten. Jedes Jahr wurde das Amt von der Römische Volksversammlung neu gewählt. In den ersten Jahren der Republik konnten nur Patrizier das Amt belegen. Als durch eine Reform auch Plebejer in das Amt gelangen konnten, kam es zu Machtkämpfen zwischen den Bevölkerungschichten der Republik. Durch eine weitere Reform wurde das Amt auf eine Altersstufe beschränkt. Diese Reform löste den Kampf nicht, aber sie entschärfte ihn.
Welche Machtbefugnisse gab es? Dank des imperiums unterstand ihnen die militärische und zivile Verwaltung der Republik, sowie die Gerichtshoheit, das Recht zur Ernennung von Senatoren, das Recht Senat und Volksversammlung einzuberufen, die Versammlungen zu leiten, Gesetzesanträge zu stellen und Wahlen abhalten zu lassen. Uneingeschränkt ist ihre Befehls- und Strafgewalt allerdings nur außerhalb der Stadt Rom durch das imperium militiae. Durch das imperium domi gibt es für sie innerhalb der Stadt gewisse Einschränkungen in deren Ausübung. In Krisenzeiten konnte der Senat jedoch einen Belagerungszustand ausrufen und diese Einschränkungen auch innerhalb der Stadt aufheben.

Einschränkungen erhielt das Amt der Konsuln durch seine Bindung an den Senat, insbesondere in der Außenpolitik, der Finanzverwaltung und auch durch das Volk, welches die Möglichkeit der tribunizischen Interzession hatte. Mit der Zeit wurden weitere Ämter geschaffen, welche ebenfalls Befugnisse der Konsuln erhielten und somit deren allumfassenden Machtbereich einschränkten. So wurde 367 v. Chr. die ordentliche Gerichtsbarkeit an den Prätor übertragen, während dem Konsul die Strafrechtspflege und die extraordinaria cognitio blieb. 366 v. Chr. wurde ihnen der census genommen und die Zensur anderen Beamten übertragen. 312 v. Chr. mussten sie die lectio senatus abgeben. Dennoch blieb den Konsuln gegenüber allen untergeordneten Beamten das ius intercedendi gegen ihre noch nicht vollzogenen Amtshandlungen.

Da es durch den jährlichen Wechsel gerade im Bereich der militärischen Befugnisse durchaus zu Problemen kommen konnte, gab es die Möglichkeit durch eine Amtsverlängerung, dem sog. prorogatio imperii, diese zu umgehen.

Der Römische Senat Der Römische Senat als "Versammlung der Alten" umfasste im Allgemeinen 300 Mitglieder. Im Laufe der Zeit erwarb jeder Beamte nach seinem Amtsjahr ein automatisches Anrecht auf einen Senatssitz.

Die Zuständigkeiten des Senats lagen vor allem in der Außenpolitik, beim Empfang ausländischer Gesandtschaften, bei der Einsetzung von Provinzstatthaltern und der Verlängerung ihrer Amtsgewalt, bei der Ernennung von Oberkommandierenden und der Gewährung eines Triumphs für den siegreichen Feldherrn. Der Senat gab seine Stellungsnahme ab zu Verträgen, zu Kriegserklärungen und Friedensausschüssen. Beschlüsse der Zenturiatskomitien bedurften der Zustimmung des Senats, bevor sie rechtsgültig wurden. Schließlich fühlte sich der Senat auch zuständig für die innere Ruhe und Ordnung. Deswegen konnte er in höchster Gefahr durch außerordentlichen Senatsbeschluss den Staatsnotstand erklären und einen Konsul beauftragen, mit allen Mitteln die Sicherheit wiederherzustellen, notfalls unter Umgehung bestehender Gesetze. Der Senat verkörperte in der römischen Politik das Element der Tradition und der Kontinuität, er war bis in das letzte Jahrhundert der Republik die eigentliche Regierung Roms.

Die Römische Verfassung Eine geschriebene Verfassung im formellen Sinn existierte in vormoderner Zeit noch nicht. Die Regeln der Republik bildeten sich auch erst im Laufe der Jahrhunderte heraus, wobei sich mit der Zeit für das Regierungssystem der römischen Republik fünf Prinzipien von besonderer Bedeutung herauskristallisierten, die schließlich auch festgelegt wurden:

Alle Ämter (die so genannten Magistrate) durften nur für ein Jahr ausgeübt werden (Annuitätsprinzip)
eine direkt anschließende zweite Amtszeit war ausgeschlossen (Iterationsverbot)
Alle Ämter – mit Ausnahme der Diktatur – wurden von mindestens zwei Personen gleichzeitig besetzt (Kollegialität), die sich über das Interzessionsrecht gegenseitig kontrollierten: Jeder Inhaber eines Amtes besaß das Recht, Entscheidungen seines Kollegen zu verhindern bzw. rückgängig zu machen.
Wer ein Amt ausüben wollte, musste zuvor das nächst niedrigere Amt innegehabt haben (cursus honorum).
zwischen zwei Ämtern musste ein ämterloser Zeitraum von zwei Jahren liegen (Bienniat)
In der klassischen Zeit der Republik war das höchste Amt das Konsulat. Je zwei Konsuln waren verantwortlich für die Sitzungsleitung von Senat und Komitien (Volksversammlungen), die Rechtsprechung, das Finanzwesen sowie die Heeresführung; sie besaßen das so genannte imperium maius und hatten dadurch unbeschränkte Amtsgewalt.

Um das Konsulat zu bekleiden, musste ein Kandidat zuvor den gesamten cursus honorum durchlaufen haben. In aufsteigender Folge umfasste dieser folgende Ämter:

Quästur (quaestor): Untersuchungsrichter, Verwaltung der Staatskasse und des Staatsarchivs (Amtsgewalt potestas)
Ädilität (aedilis): Polizeigewalt, Marktaufsicht, Festaufsicht, Tempelfürsorge, Ausrichtung von Spielen (Amtsgewalt potestas)
Prätur (praetor): Rechtsprechung, Vertretung der Konsuln (Amtsgewalt imperium minus)
In Krisenzeiten gab es für Konsuln und Senat die Möglichkeit, für ein halbes Jahr einen dictator zu ernennen. Dieser hatte das summum imperium, d. h. ihm unterstanden alle Ämter, während nur die Volkstribunen eine vergleichbare „sakrosankte“ Stellung hatten.

Gewählt wurden die Amtsträger von insgesamt drei verschiedenen Volksversammlungen. Zensoren, Konsuln, Prätoren und der Pontifex Maximus wurden von den Comitia Centuriata gewählt. Die unteren Ämter (Ädilen, Quästoren und die vigintisex viri) wählte die Comitia Populi Tributa. Daneben gab es noch die Comitia curiata, denen jedoch hauptsächlich die Funktion zukam, die Magistrate in ihrem Amt formal zu bestätigen und in Sachen Familienrecht zu urteilen. Das Concilium Plebis schließlich wählte die Volkstribunen und die plebejischen Ädilen.

Roms gemischte Verfassung
nach Polybios (Hist. VI) Verfassungsorgan: staatstheoretische
Einordnung:
Consulat monarchisches Element
Senat aristokratisches Element
Römisches Volk demokratisches Element

Kontrolliert wurden die Amtsträger vom Senat und den Volksversammlungen, die auch für die Gesetzgebung zuständig waren. Die Mitglieder des Senats wurden nicht gewählt, sondern hatten die Mitgliedschaft durch ihre Zugehörigkeit zum höheren Adel oder waren von den Censoren neu aufgenommen worden. Sie behielten ihr Amt gewöhnlich auf Lebenszeit (sie konnten von einem Censor aber auch wieder aus dem Senat ausgeschlossen werden). Ursprünglich war der Senat nur Patriziern vorbehalten, später konnten aber auch Plebejer über den Cursus honorum in die senatorische Nobilität aufsteigen.

Näherungsweise lässt sich von einer Gewaltenverschränkung sprechen, in der weder Exekutive und Judikative noch der zivile vom militärischen Amtsbereich getrennt waren. Auf Grund der zahlreichen Staatsämter, in denen sich viele grundverschiedene Elemente antiken Staatsdenkens wiederfinden, fiel bereits Zeitgenossen die theoretische Einordnung der römischen Republik schwer: So war sie weder eine reine Aristokratie noch Demokratie oder gar Monarchie. Der antike Historiograph Polybios charakterisierte das republikanische Rom erstmals als so genannte Mischverfassung, welche verschiedene Elemente bekannter Verfassungsreinformen kombiniere (Monarchie - Konsulat, Aristokratie - Senat und Demokratie - Volksversammlung) und gerade deshalb besonders langlebig sei.

S.P.Q.R.: Senatus Populusque Romanus:
(„Senat und Volk von Rom“), Fatzit: Die Verfassung der Römischen Republik, naja eigentlich kann man es (wie wir gelernt haben) nicht Verfassung nennen weil einige wichtige Bereiche einer heutigen Verfassung fehlen. Jedoch ist es erstaunlich das die damaligen schon so fortschritlich dachten. Umso verwunderlicher ist es das all diese ideen im Mittelalter quasi verloren gingen.
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