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Geschichte der Psychologie

Zusammenfassung des Buchs von Helmut E. Lück Kohlhammer Urban Taschenbücher, Grundriss der Psychologie Band 1, 6. Auflage 2013 -
by

Ced Neu

on 6 November 2013

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Transcript of Geschichte der Psychologie

holistische Betrachtung
Interdependenzen von Wahrnehmung, Erleben und Verhalten
Lewins Feldtheorie aus Gestalltheorie entwickelt, besonders Bedeutung in Sozialpsychologie
stärkere Betonung psych. Fragestellungen im Bereich Entwicklungs-, Erziehungs- und Sozialpsychologie (vgl. Köhler)
Gruppendynamik, Handlungstheorie und Ökologische Psychologie von ihm geprägt
Begriff des Lebensraums (erlebnismäßig strukturierter Raum), Grenze, Zone und Gerichtetheit
Formalisierung der Theorie durch Topologie und Vektormathematik
ganzheitliche Sicht
Narziss Ach, Erich Jaensche und Vertreter der "Genetischen Ganzheitspsychologie" in Leipzig (Krueger Wundt Schüler und Nachfolger)
Krueger:
Methode der Faktorenanalyse
Theorie der Komplexqualitäten (d.h. der Qualitäten seelischer Ganzheitsgebilde und zur Lehre)
Lehre vom Primat des Erlebnisganzen über die Teile
Begriff des Psych. Ganzen wird zum bestimmenden Moment
genetische Ganzheitspsychologie setzt sich deutlich von Wundts Elementenpsych ab, da sie darauf hinwesit, dass das psych. Geschehen nichts stückweise, sondern ursprünglich als Erlebnisstrom verläuft
Kritik Krueger an Berliner GP:
Vernachlässigung des Gefühlsmäßigen an den Erlebnissen
Vernachlässigung der dispositionellen psych. Strukturen
Mangel planmäßiger genetischer Fragen
Sanders: Aktualgenese = Entstehung von Gestalterlebnissen aus diffusen Vorgestalten ("Gestaltkeimen") > das Individuum kann diese Vorgänge der Aktualgenese begünstigen, indem es sich dem Objekt stärker zuwendet
auch Versuch gestaltpsych. Überlegungen auf das Individuum uns dessen Ganzheitsdrang zu übertragen
Pro-Nazi-Ideologie: Sander glaubte z.B. im Judentum das prasitisch wuchendere Gestaltfremde zu erkennen
Produktionstheorie der Grazer Schule
Meinong, Ehrenfels, Benussi, Heider
Gestalt- und Ganzheitspsychologie
Wertheimer, Köhler, Koffka
Geschichte der Psychologie
test

Möglichkeiten und Methoden der Psychologiegeschichtsschreibung
Strömungen und Entwicklungen im 19. Jahrhundert
Psychologische Schulen im 19. und 20. Jahrhundert
Gegenwärtige Entwicklungen: Das Ende der Schulen?
Teildisziplinen der Psychologie im 20. Jahrhundert
Bewertungen und Perspektiven
Rückbesinnung auf geisteswiss. Tradition der P > Geschichte wieder relevant
histor. Bedingtheit des Handelns
Unzulänglichkeiten des Handelns

Irrtümer der Geschichte:
Nationalsozialisums: materieller Aufschwung der P, aber Anschluss int. verloren
es gab immer exp. P (Wundt, Watson)
50/60er erst Wiederbelebung der exp. P in D, weil lange als rückständig betrachtet
es gab auch Psychoanalyse in Russland
Modelle der Geschichtsschreibung:
1) Geschichte großer Männer
2) Ideengeschichte
3) Problemgeschichte
4) Sozialgeschichte
Psychologie-geschichtliche Forschungsmethoden
1. Quellenstudium

2. Nutzung von Archiven
3) Spurensuche und nichtreaktive Messverfahren
4) Oral history
- Material überlebt sich jedoch selektiv
1a) Hermeneutik: Kunst/Lehre von der Interpretation von Reden und Schriften (zentrale Methode). Hermeneutischer Zirkel: histor. Zeugnisse erhellen sich gegenseitig (Kenntnisse über die entspr. Zeit sind für korrekte Interpretation notwendig)
1b) Mathematisch-stat. Verfahren
1c) bibliometrische Analysen = quant. Auswertung von Zitationen in Zeitschriften
1d) Zeitreihenanalysen
1e) Inhaltsanalysen
2a) Traxel: Institut für Geschichte der P (Uni Passau, dann Würzburg), Heute: Adolf-Würth-Zentrum für Geschichte der P
2b) Hagen 1997: P-Geschichtliches Forschungsarchif (PGFA)
2c) Univ. of Akron, Ohio: Archives of the History of American Psychology
unobstrusive measures = unauffällige Messverfahren = Abnutzungen, Ablagerungen, Archive, Matrial-/Energieverbrauch, unauff. Beobachtungen, Feldexperimente
- das sind nicht-reaktive Messverfahren, d.h. Versuchsperson jann den zu messenden Sachverhalte von sich aus nicht oder nur wenig beeinflussen
5) Zeitreihenanalyse als Bsp. für mathematisch-stat. Verfahren: graph. Darstellungen, Trends, OLS > Prognosen
Psychologische Theorie im Dienste der Psychologiegeschichte


1) biographische Forschung > Entwicklungs- und Persönlichkeitspsychologie (siehe Bühler: Modell des menschlichen Lebenslaufs
2) Sozialpsychologie im Dienste der Schulen und Institutionengeschichte (siehe Kuhn: "Scientific community" - sozialps. Bedeutung der Wissenschaftsgemeinschaft)
3) Psychoanalyse und Psychohistorie > geschichtswiss. Interpretation auf psychoanalyt. Basis
4) Marxistische Gesellschaftstheorie und Kritische Psychologie (z.B. Holzkamp
Positivismus und naiver Empirismus
Evultionstheorie
Völkerkunde und Völkerpsychologie
Massenpsychologie
Psychologie zwischen Philosophie und Physiologie
Sinnesphysiologische Forschung und Psychophysik
Experimentelle Psychologie des Lernens
Hume/Comte/Mill/Feuerbach
Dreistadiengesetz (für Wissenschaft und Individuum)
- Entwicklung der Menschheit erfolgt in 3 Stadien
1) theolog. Stadium
2) metaphysischer/abstrakter Zustand
3) wiss./positivistischer Zustand
englischer Positivismus = naiver Empirismus, weil Forscher "wahre" Erkenntnisse gewinnen kann
Darwin (1809-1882)
Moriz Lazarus und Heymann Steinthal
- vergleichende Studien der Völker
Wundt: exp. P und Völkerps
"Psychologie des Foules" von Gustave LeBon, 1895
aber nicht Begründer der MP, eher Italien (1890-95) > Anfänge auch als "Lateinische oder Römische Schule der MP" bezeichnet
kulturelle, ökonomische und soziale Umwälzungen nach Franz. Rev 1789 > Macht der Menschenmassen, Wirkung der Massen auf den einzelnen
Italiener: Versuch, die verminderte Zurechnungsfähigkeit des einzelnen in der Masse nachzuweisen > kriminologisches Interesse > auch Einzug in Rechtsprechung genommen
Franzosen: warum? > höhere psych. Funktionen in der Masse gebremts und niedrigere verstärkt > Masse dummer als Individuen im Durchschnitt, Masse als kopfloses Tier, niedere Instinkte werde in Masse aktiviert
LeBon kann Bedingungen und Ursachen dynamischer Prozesse nicht überzeugend darlegen
MP immer eher Randgebiet, Heute: Massenkomm-forschung, Soziologie
Psych heute: Studium sozialer Bewegungen und Teile der Ökolog. Psychologie (crowding)
Mediziner
materialistisch-mechanistische Vorstellungen, Phsyik, Chemie
Das Funktionieren des menschlichen Körpers entsprach wissenschaftlichen "Gesetzen", nicht dem Willen übernatürlicher oder göttlicher Gewalten
Hermann von Helmholtz > Bestimmung der Leitungsgeschwindigkeit der Nerven > erhebliche Bedeutung für P
Fechner beweist: strenges Messen und Experimentieren ist im Bereich psychischer Vorgänge möglich
- das Weltganze strebt einer höheren Ordnung zu, nicht nur Mensch, sondern auch Tiere, Pflanzen, Steinte, etc. sind in diesen kosmischen Organismus eingeschlossen
zwischen Materiellem und Geistigem, Physischem und Psychischem muss es eine zwingend logische Verbindung geben > diese sah er in der Psychophysik
Weber stellt Notwendigkeit der Ermittlung von Reizschwellen heraus
Versuche mit Tastempfindlichkeit der menschl. Haut: Veränderung, die nötig ist, um als Veränderung gegenüber Standardgröße eben noch erkannt zu werden (Zirkeltest, Gewichte), immer in konstantem Verhältnis zur Standardgröße > Weber-Fechnerische Konstante: gibt Hinweise auf die Leistungsfähigkeit der menschl. Sinnesorgane
Helligkeit 1/60
Gewichte 1/50
Temperatur 1/30
Salzgeschmack 1/3

Fechners Leistung: Auffinden eines Naturgesetztes für die menschl. Wahrnehmungsleistung überhaupt: Geometrisch ansteigende Reizintensitäten entsprechen arithmetisch ansteigenden Sinnesintensitäten

Gültig in mittleren Bereichen, nicht in Extremen
∆I/I=K
I = Standardreiz
∆I = zusätzliche Intensität
K = Weber-Fechnerische Konstante
Maßformel E=K*Log R, d.h. Empfindung ist abhängig vom produkt der Konstante K und dem Logarithmus des Reizes
Hermann Ebbinghaus 1850-1909
- richtete erstes Labor für ExpP ein und verteidigte sie gegenüber Verstehender P
- wandte Fechners psychophysikalische Methoden auf Gedächtnisleistung an
- ersann Methode der Gedächtnisprüfung, die noch heute verwendet wird: sinnlose Silbenreihen
- entwickelt noch heute gültige Gesetzmäßigkeiten
- konnte spezifische, nicht-lineare Form der Vergessenskurve bestimmen
-nach längeren Zeitabstand häufigere Widerholungen nötig
die Anzahl der Wdh. die nötig ist, um ein fehlerfreies Reproduzieren zu ermöglichen, gibt wichtige Hinweise auf Gedächtnis
bestanden zur gleichen Zeit
scientific communities
Vorteil: gemeinsame Idee (paradigma) institutionalisiert und somit vorangetrieben
Kuhn hat besonders auf die Wirkung dieser communities aufmerksam gemacht
meist eine zentrale Figur
Leipziger Schule
Wundts physiologische oder exp. P
Lebenslauf
Wundt 1832 geboren
wird Assi bei von Helmholtz am neuen Institut für Physiologie
naturwiss.-materialistische Position > Forderung nach exp. Methode und Statistik Eine P vom naturwissenschaftlichen Standpunkt bedeutet, seelische Vorgänge auf der Grundlage physiologischer Veränderungen erklären zu Wollen. Empfindungen stellen für ihn erste psychische Akte dar, die durch Sinnesreize zustande kommen
nach Leipzig berufen, gründet dort 1879 das erste Experimentalpsychologische Institut, 1883 Zeitschrift "Philosophische Studien"
Grundzüge Lehre
die Tatsachen des Bewusstseins, ihre Verbindungen und Beziehungen untersuchen und Gesetze auffinden
direkte Erfahrung von Sinneseindrücken messen, vor allem durch exakte Raum- und Zeitmessung
aber es gibt auch Erinnerungen, Gefühle und Stimmungen
nahm an, diese sind durch gezielte Selbstbeobachtung zugänglich
Gegner der Methode einer allg. Introspektion i.S. der kontemplativen Introspektion, war aber auf Beschreibungen der Vpn angewiesen
sah instruierte, kontrollierte Selbstbeobachtung als unabdingbaren Teil der expP
hoffte (nach Helmholtz Messung der Leitungsgeschwindigkeit von Nerven), psych. Prozesse durch Zeitmessung in der Weise erfassen zu können, dass von den Reaktionsszeiten der physikal. Anteil subtrahiert wurde
war auf Suche allgemeingültiger Gesetzte, d.h. wollte das Bewusstsein in nicht weiter aufteilbare Bestandteile zerlegen > ELEMENTE des Bewusstseins
Elementepsychologie
nennt seine P später VOLUNTARISMUS, da Erlebnisse nicht Ereignisse, sondern Ergebnisse von Willenshandlungen sind
Bewusstsein ist zusammengsetzt aus einfacheren Bestandteilen (Elementen)
um diese Elemente zu studieren fordert Wundt die exp, statist. und entwicklungsgeschichtl. Methode (3. später gestrichen)
zentraler Begriff der expP oder physiolog. P ist die APPERZEPTION
diese sah Herbart als "gesteigerte Aufmerksamkeit"
für Wundt: das Eintreten eines Bewusstseinsinhaltes in das Aufmerksamkeitsfeld, quasi die beabsichtigte Verschiebung vom Blickpunkt
ist als innere Willenshandlung Prototyp aller psychischer Prozesse
Wissenschaftspolitik Wundts
revolutionär psychische Prozesse auf physiologische Grundlage zurückzuführen oder Philosophie durch experimentelle Bewesie auf eine neue Grundlage zu stellen
P gab es nicht als Studiengang, lehrte auf Philosphielehrstühlen
da gab es Widerstand der Philosophen
Wirkungen der Leipziger Schule
wandte sich gegen die Ausweitung des Experiments auf höhere psychische Prozesse (> später Würzburger Schule) oder gegen die angewandt-psychologische Fragestellung (pädagogiche Praxis oder Wirtschaft)
hat auch mit seiner Völkerpsychologie die Entstehung einer exp. Sozialpsychologie verhindert
lehnte auch exp. Untersuchung sozialer Prozesse ab
Begünstigung d. Methodenlehre > integration von Experiment, Statistik und Geschichte in P
Würzburger Schule
Külpe, Bühler
Denkprozesse in Leipzig wenig behandelt, Methodenrepertoire eng und Introspektion abgelehnt > Denkpsychologie unter Külpe (1863-1915)
Schüler waren: Narziss Ach, Karl Büher, Karl Marbe
Bühler-Wundt Kontroverse:
Wundt kritisierte: es seien Scheinexperimente, weder vollständige, noch unvollständige, weil Beobachter nicht in der Lage sei, den Eintritt des zu beobachtenden Sachverhalts zu bestimmen, die Erscheinungen zu beobachten, den Versuch zu replizieren oder Bestandteile des Versuchs zu modifizieren
Bühler hingegen sagt, seine seien Experimente und das Denken keineswegs zu komplex für exp. Forschung
heute auch alle eher auf Bühlers/Külpers Seite, obwohl es Vorbehalte gegen Introspektion gibt
hatte prägenden Einfluss auf Gestaltpsychologie und Kognitive P überhaupt erst ermöglicht
Frankfurt, später Berlin
Gegenbewegung zum elementarischen Denken
holistische Betrachtung
Hauptthese: Ganze ist mehr (genauer: etwas anderes) als die Summer seiner Teile > Übersummativität
Die Registrierung einzelner Bewusstseinsinhalte nicht angemessen (weil Ganzheitlichkeitsannahme)
phänomenologisches Vorgehen mehr oder weniger typisch
dynamischer Charakter menschlichen Verhaltens wird akzeptiert und mit Methoden versucht Rechnung zu tragen
Groddeck (Schüler des Arztes Schweningers) hat auf Grundlage Schweningers ganzheitl. Betrachtung und unter Einfluss von Freud, die Psychosomatik begründet - die ganzeihtliche Betrachtung von Leib und Seele
Leipziger Schule der Ganzheitspsychologie
Frankfurter/Berliner Schule der Gestaltpschologie
Wertheimer
Meinong: erstes österr. psycholog. Labor
Summer der Bestandteile (z.B. einer Wahrnehmung) zusammenhängende Gesamtheiten unterscheidbar, die aus Bestandteilen alleine nicht erklärbar sind
Gesamheiten = Komplexionen
Komplexionen mit Aktivitäten des Betrachters erklärt, erst durch Aktivitäten (Produktionen) entsteht aus Einzelelementen beim Betrachter ein ganzheitlicher Eindruck
Benussi später zurück nach Italien und gründete mit Musatti, Metelli und Kanzisa Schule von Padua
Heider nach USA: Naive Psychologie
(zieht Alltagswissen ein), Balancetheorie der Einstellungen und Attributionstheorie
Grundgedanke Attributionsforschung:
Personen erleben Ereignisse in ihrer Umwelt als verursacht
beobachtet jemand die Handlung anderer Personen, so sucht dieser Beobachter nach Erklärungen wie Handlungsabsichten, aber auch nach Faktoren wie Begabungen, Anstrengungen, Fleiß, usw.
dies gilt für Fremd- und Selbstattribution
Menschen suchen nach Erklärungenfür Erfolge und Misserfolge und verhalten sich entsprechend
Attributionen sind handlungsrelevant
Bsp: eine Lehrerin verhält sich einem von ihr als unbegabt eingeschätzem Schüler anders gegenüber, als dem "faulen" Schüler
Gültig sowohl bei Fremd- als auch bei Selbstattribution
Beginn 1912: Veröffentlichungen zum Phi-Phänomen
Nicht der Mensch schafft Gestalten aus irgendwelchen fundamentalen Sinnesdaten, sondern Gestalten sind selbst die Grundeinheit des Seelenlebens
Experimente über das Sehen von Bewegungen: abwechselnd zwei Bilder mit Scheibenwischer Blättern > Eindruck der Schweinbewegung
zu schnell: Simultanität der Reize erlebt
zu langsam (0.15 sec): Eindruck der Sukzessivität
idealerweise wahrgenommene Bewegungsgestalt bezeichnet Wertheimer in der Unterscheidung von anderen Phänomenen als das Phi-Phänomenen
Koffka: Wahrnehmungen seien nicht von Empfindungen ableitbar: das Wahrnehmungsganze (Gestalt) sei von psych. Prozessen begleitet, die ebenfalls nicht auf Teilsachverhalte zurückgeführt werden können
auch das Handeln ist durch Gestaltprinzipien bestimmt
Köhlers Schimpansenversuche (systematischer als die davor von Hobhouse), liefert überzeugende Theorie:
richtige Lösung nicht zufällig (wie Thorndike Trail and Error), sondern plötzlich auftritt > Ziel und Hilfsmittel bilden eine Gestalt, die Erkenntnis dieser Gestalt durch das Tier nennt Köhler EINSICHT
Köhler erkannte die einsichtsvolle Handlung (und nicht nur die Wahrnehmung) als Gestalt
arbeitete an dem heute noch umstrittenen Nachweis, dass nicht nur die Wahrnehmung nach Gestaltprinzipien erfolgt, sondern auch die Hirntätigkeit nach funktional äquivaltenen Gestaltprinzipien geordnet ist (ISOMORPHIEPOSTULAT)
Stumpf wird Köhlers Nachfolger am Berliner Psychologischen Institut > Blütezeit der Gestaltpsychologie
Zeitschrift Psych. Forschung ab 1921
wiss. Gegener war der Behaviourismus, praktische Anwendung von P
in USA setzt sich von GP psychodiagnostische Verfahren durch: Bender Gestalt-Test und Lewins entwicklungs- und erziehungspsy. Ansätze
seit 70 er Jahre Gesellschaft für Gestalttheorie und ihre Anwendungen mit Zeitschrift Gestalt Theory für Verbreitung von gestaltpsyc. Denken (www.gestalt-theory.net)
Feldtheorie
Tolman, Lewin
Sechs grundsätzliche Charakteristika der Feldtheorie:

1) konstruktive Methode (Übergang von klassifizierender zur konstruierenden o. genetischen Methode notwendig, wie in anderen Wissenschaften

2) dynamischer Ansatz: es sollen Konstrukte und Methoden entwickelt werden, welche die dem Verhalten zugrunde liegenden Kräfte behandeln

3) psychologischer Ansatz: das Feld so zu beschreiben, wie es zu der gegebenen Zeit für das Individuum existiert, Entw. wiss. Konstrukte und operationaler Definitionen

4) Ausgang von der Analyse der Gesamtsituation: nach und nach spezifischere und eigehender Analyse

5) Verhalten als Funktion des je gegenwärtigen Feldes: nicht Vergangenheit bedingt Verhalten, sonder nur indirekt da das vergangene psych. Feld einer der Ursprünge des gegenwärtigen Feldes ist

6) Mathematische Darstellungen psycholog. Situationen: logisch zwingende Sprache

Konflikte spielen große Rolle = entgegengesetzte, etwa gleich starke Kräfte, die gleichzeitg auf Ind. einwirken, werden durch Umwelt des Ind. geprägt (von I wahrgenommenen U)
Appetenz-Appetenz-Konflikt: zwei positive Aufforderungscharaktere (valence)
Aversions-Aversions-Konflikt: Entscheidung zwischen 2 negativen
Appetenz-Aversions-Konflikt: z.B. Kind will Hund streicheln, vor dem es Angst hat. Wenn besonders schwerwiegen, geht INd. u.U. aus dem Feld
Lebensraum und Topologie
Umgebung eines I ist vieler Gebilde und Ereignisse von quasiphysikalischer und quasisozialer Natur (Zimmer, Flure, Tische, Freunde, Nachbarn)
Kind erfährt die Eigenschaften dieser Gebilde in früher Kindheit
es sind nicht die physikalischen Eigenschaften, die für Kind ausschlaggebend, sondern die "funktionellen Möglichkeiten" (manche Dinge reizen zum Klettern, andere zum Essen)
diese fordernden Umwelttatsachen nennt Lewin = Aufforderungscharaktere/Valenz
Stärke oder Vorzeichen wird durch momentanen Bedürfnisse bestimmt
Lebensraum des I daher in ständiger Veränderung und manche positive Regionen des Lebensraums nur zu erreichen wenn negative durchschritten werden
Ziel mit Mathematik, insb. Topologie ein Grad der Genauigkeit zu erbringen
Lebensraum als Jordankurve (ovale, begrenzte Fläche), PErson als Punkt von LR umfasst
Durchschreiten des Lebensraums (nicht zwingend physikal.) ist LOKOMOTION
Lewins "universelle Verhaltensgleichung V=f(P,U), V= Verhalten, P= Person, U=Umwelt oder V=f(Lr)
Lewin unterscheidet aristotelisches und galileisches Denken: weder vergangene noch zukünftige psychische Fakten, sondern nur die gegenwärtigen Situation beeinflusst Ereignisse
frühere Ereignisse nur insofern relevant, da sie die gegenwärtige psych. Verfassung und gegenwärtiges Verhalten beeinflussen

Feldtheorie und Entwicklung
LR von Kindern ist kleiner und weniger differenziert
erheblichen Umstrukturierungen der Valenzen und Barrieren im Lr zur Zeit des Jugendalters führt zu Unsicherheiten und Konflikten
Regression: Rückkehr vom differenzierten zu einem weniger differenzierten Punkt der psychischen Entwicklung > bezieht sich auf Unterschiede in der psychischen Verfassung zwischen einem Erwachsenen und einem Kind > unter Belastung kann Person auf "primitiveres" Niveau "regredieren"
Lewin: Das Kind und die Welt (1931)
William Stern
Martha Muchow; "Der Lebensraum des Großstadtkindes"

Aktionsforschung, Minderheitsprobleme und Gruppendynamik
Lewin:
Wissenschaft nur sinnvoll mit Begleitforschung/Evaluation
Forschung, Intervention und Training als drei Säulen der Aktions- und Handlungsforschung (action research)
Feldtheorie sehr praktisch im Bereich Sozialpädagogik/Sozialarbeit

Lewins "Sensitivity Training" > Versuch zu befreifen, der ganzheitl. Betrachtung des I uns seines Lr Beachtung zu schenken

Psychoanalyse
Freud, Adler, Jung
Individualpsychologie
Adler
Analytische Psychologie
Jung
Zusammenfassung des Buchs von Helmut E. Lück
Kohlhammer Urban Taschenbücher, Grundriss der Psychologie Band 1, 6. Auflage 2013

Psychiater Jean Martin Charcot (Freud bekam Stipendium bei ihm): konnte zeigen, dass hysterische Symptome im hypnotischen Zustand herbeigeführt werden können > nicht physiologische, sondern psychologische Ursachen für die Hysterie ausschlaggebend
Jospeh Breuer unterstützt Freud fachlich und materiell
Freud bestätigt dessen Ergebnisse: Hysterische Symptome können zum Verschwinden gebracht werden, wenn unbewusste schock ähnliche, sog. traumatisierende Erlebnisse, die den Symptomen zugrunde liegen, in der Hypnose erinnert und unter Gefühlsausbrüchen abreagiert werden
Freud entwickelt an Patientin Anna O. seine "katharische Methode ("Reinigung"), beide nehmen durch Anna O. immer mehr Abstand von Hypnosetechniken
1900 Freuds "Traumdeutungen" = erste große Darstellung der Psychoanalyse in Theorie und Methode, Durchbruch der PA
Annahme, dass auch beim Erwachsenen im Traum Triebregungen eine modifzierte Wunscherfüllung finden
die zensurierende Instanz (Über-Ich) verhindert Auftauchen der Wnsche, Traum also "Hüter des Schlafs"
Freud: Zur Pschopathologie des Alltagslebens (1901): Vergreifen, Verpsrechen und Vergessen keine Zufälligkeiten sondern unerfüllte Wünsche...Freud'scher Versprecher
Mittwochsgesellschaft, später Wiener Psychoanalytische Vereinigung
Freud an die Clark University, PA in USA verbreitet
Freud gründet Internationalen Psychoanalytischen Verlag
Freud bricht mit vielen Schülern
Anna Freud, seine Tochter arbeitet über Abwehrmechanismen des Ichs und zählt zu den ersten Kinderanalytikerinnen
Freud entwickelt Strukturelle Theorie der Persönlichkeit mit den Bereichen Es, Ich und Über-Ich
stirbt 1939
Problemgeschichte der Lehre;
PA= 1) Theorie vom menschlichen Erleben und Verhalten, 2) Methode zur Erforschung psych. Prozesse beim I und außerhalb der Behandlungssituation (z.B. Deutung dicherischen Schaffens) und 3) eine Methode zur Behandlung psychischer Störungen, 4) eine historisch-gesellschaftliche Bewegung
Phasen der psychoanalyt. Theore (Freuds Biograpahie).
1) Voranalytische Zeit (Promotion bis Beginn Selbstanalyse)
2) Traumtheorien (1895-1899): Ann. von frühkindlichen Phantasien, Katrationskomplex, Penisneid, Ödipuskomplex
3) Topographische Theorien (ab 1900): Unterscheidung von bewusst (bw), vorbewusst (vbw), unbewusst (ubw) und Theorie der frühkindlichen Entwicklung (Phasenlehre)
4) "Das Ich und das Es" (1923), Beginn Strukturelle Theorie, entwickelt bekannte Persönlichkeitstheorie mit Es, Ich und Über-Ich und sieht im (weitgehend ubw) Es (sprich: Ees) den Sitze der antagonistischen Triebe Eros (gr. Liebe) und Thanatos (gr. Tod), im Über-Ich die Gewissensinstanz und im Ich den "Kampfplatz" zw. den Ansprüchen der Triebe und des Über-Ichs.
Kind durchläuft in seiner Entw. verschiedene Phasen
Freud: "Drei Abhandlungen zur Sexualtheorie" (1905)
Wut, Hassgefühle der Kinder bei Reinlichkeitserziehung in analen Phase
Aggressionen nicht als eigenst. Trieb neben Libido, sondern sind Begleiterscheinungen zur Überwindung von Hindernissen auf dem Weg zum Lustgewinn
Aggression als Reaktion auf Hindernisse, Frustrationen
Bemächtigungstrieb als Komponente des Sexualtriebs
Sadismus diese an Hauptstelle gerückt
bei Masochismus ist Komponente durch Fehlentwicklungen auf die Person selbst gerichtet
Jahre später greifen Forscher in Yale auf Freud zurück und entwickeln Frustrations-Aggressionstheorie
Freud: "menschlicher Hass" im Ich lokalisiert: Das "Ich" hasse alle Objekte mit Zerstörungsabsichten, die ihm zur Quelle von Unlustempfinden werden
Wenn heute von psychoanalyt. Aggressionstheorie die Rede ist, dann ist die dritte Triebtheorie gemeint:
"Jenseits des Lustprinzips" (1920) und "Das Ich und das Es" (1923) > beschreibt Strukture der Persönlichkeit
Es nun sitzt zweier Triebe: Eros, der auf Lebenserhaltung und Fortpfl. ausgreichtet ist, und Thanatos, der auf die Umwandlung des Lebendingen zur anorganischen Ruhe ausgrichtet ist
die beiden sind Gegenspielerm die als Grundmächte des menschlichen Daseins den Lebenslauf eines Menschen bestimmen
in jedem Menschen als Energie vorhanden
je nach gerade vorhandener Energiemenge sind Personen bereit, aggresiv zu handeln, sie ist naturgegeben und unvermeidbar
Erziehungsprozesse zur Steuerung von Agressionen wesentlich
Katharsis-Hypothese > Aggr. sollen sich nur da entladen, wo gesellschaftl. erwünscht - ist umstritten (Begriff von Aristoteles, Reinigende Wirkung) (Abbau von Aggressionsstaus vs. die Einübung von Aggressionen)
Erkenntnistheoretische Grundlagen der PA
Freud sperrt sich gegen Experimente, stand. Tests und Begleitforschung
Deutungsprozess des Therapeuten große Ähnlichkeit mit hermeneutischen Interpretationen
psychische Realität kann nicht im Experiment erfasst werden, allein die psychoanal. Behandlungssituation gestattet Einsicht in die psych. Mechanismen sagt Freud
Freud übernahm viele Begriffe, Ideen und Methoden von Kollegen und Schülern ohne dies immer kenntlich zu machen
Stern = akademischer Psychologe, der sich differenziert mit PA auseinandergesetzt hat, hat Freud auch getroffen
Kontroversen zwischen akademischer P und PA: Breslauer Aufruf gegen die PA unter Anführung von Stern, Resolution gegen die PA, Warnung vor Kinder- und JugendPA
Hermine Hug-Hellmuth schreibt z.B. "Tagebuch eines halbwüchsigen Mädchens"
Grundzüge der Triebmechnik
Kritiker stellten die prinzipielle Unbeweisbarkeit und Unwiderlegbarkeit von Triebtheorien heraus
zentraler Begriff bei Freud = Verdrängung (wurde schon von Herbart und von Schopenhauer entdeckt)
Verdrängung (ungleich Unterdrückung) unbewusster Vorgang und wichtigste Form der Abwehr

Grundzüge der psychoanalyt. Diagnostik
klass. PA seit Freud an der psychoanalyt. Gesprächssituation festgehalten
Zugänge zum Vor- und Unbewussten erhält Behandlung durch Deutung von Fehlleistungen, Kindheitserinnerungen, besonders aber von Traumsymbolen
Deutung der freien Assoziation des Patienten lässt einzelne Traumelemente als Symbole für Wünsche erkennen, die ins ubw oder vbw gedrängt wurden
Deutung von Träumen kann sinnvoll nur in PA erfolgen
Freud wehrt sich gegen Verbindung von Theorie und psychologischer Diagnostik

gehört neben der PA von Freud und der Analytischen P Jungs zu den drei Hauptströmungen der Tiefenpsychologie
IP von Adler begründet
war TN bei Freuds Mittwochsgesellschaften
er schreibt über Organminderwertigkeit, Freuds Anerkennung
Adler wird Präsident der Wiener Vereinigung für PA gewählt
Differenzen mit Freud führen schon 1911 zur Trennung und A gründet Verein für freie PA (später Verein für Vergleichende IP)
Begriff IP wurde gewählt, um im Gegensatz zu Freuds "zerlegender" (analyt.) P die Unteilbarkeit des einzelnen Ind. zu betonen. (Holistische Psychologie)
Wiener Schulreform eng mit IP verbunden
Adler gründete 30 Erziehungsberatungsstellen
A hat es nicht geschafft seine Lehre systematisch darzulegen
seine Bücher "Menschenkenntnis" 1927 und "Der Sinn des Lebens" 1931 große Verbreitung
Grundzüge der Lehre
A beeinflusst durch Nietzsche, Vaihinger und Smuts
der von Nietzsche beschriebene "Wille zur Macht" wird von Adler im Sinne einer Folge des Minderwertigkeitsgefühl
Vaihinger: Lehre des Fiktionalismus = menschliches Denken beinhaltet immer Fiktion, d.h. falsche und z.T. widersprüchliche Vorstellungen und Empfindungen
isoliert gedachte menschliche Eigenschaften (vgl. unendlich kleine Zahl in Mathematik) als praktische Annahme (natürlich nicht beweisbar)
Menschheit könnte ohne Fiktion nicht existieren sagt V
A nutzt Fiktionsbegriff dann in Neurosenlehre: für den Neurotiker hat die Fiktion die Bedeutung der Wirklichkeit selbst
gewisse Wertschätzung der Gestaltpsychologie bei A, auch A hat ganzheitliche Sicht und lehnt elementaristisches Denken ab
mit Betonung des menschl Strebens nach Glück, Gemeinschaft und Vollkommenheit nimmt A Grundzüge der Humanisitischen P vorweg
Schlagworte A's Lehre: Minderwertigkeitskomplex, Machtstreben und männlichen Protest
Menschenbild von A
ganzheitlich
dynamisch-zielorientiert (final)
will nicht analysieren, zergliedern, sondern das I ganzheitl in den Lebenszusammenhängen erfassen
Organismus in ständiger Bewegung, wird aber nicht von außen angetrieben, sondern ist aktiv, hat Ziele, zeigt Bewegung, die "Um-zu-Charakter" hat
er will Mängellagen überwinden
möchte Macht, Anerkennung, Glück, Vollkommenheit
von Minus zu Plus Lage will er wechseln
nicht alle Ziele erreichbar, es gibt Grenzen
Mensch hat Organminderwertigkeiten > Ausgleich durch andere Organe möglich > kann sogar zu Leistungen kommen, die über "normalen" Konstitution liegen (z.B. Maler mit Sehfehlern) > wird als Überkompensation bezeichnet
Typisch für Neurose ost eine Überkompensation, die unrealistisch/unnütz ist
Fiktion = Fehlkompensation
Gefühl der Minderwertigkeit ist nach A zentrale Quelle menschlichen Strebens
wenn Eltern weder Überlegenheit ausspielen noch das Kind verwöhnen, wird es Kräfte zur Kompensation entfalten
schnelle Verbreitung von IP in USA
In D 60er Jahre
Zeitschrift für IP
Deutsche Gesellschaft für IP
Jung 1875 geboren, arbeitet unter Bleuler am Burghölzi (Psychatrie in Zürich)
Bleuler prägt Begriffe Autismus und Schizophrenie
arbeitet als Stationsarzt und führt Experimente über pathologische und normale Wortassoziationen durch (Personen sollten auf Reizwort mit anderen Worten reagieren) > unter Müdigkeit werden Klangassoziationen häufiger (Tisch-Fisch) - er spricht von Komplexen
Vater-Sohn Beziehung mit Freud, Selbstständigkeit in Theorieentwicklung von Freud ignoriert
Jung erkennt, dass Freud nicht in Lage seine Träume richtig zu deuten (Bruch mit Freud 1912 Buch "Wandlungen und Symbole der Libido"
wird Präsident der Internationalen Psychoanalytischen Vereinigung
entwickelt eigene Richtung der Tiefenpsychologie, die er als Analytische P bezeichnet, später Komplexe P
zur Zeit des Nationalsozialismus, greift er Freud'sche PA als jüdische Irrlehre an
Grundzüge der Lehre
J nimmt immer wieder auf Mystik, fremde Kulturen und seine Träume Bezug
kein systemat. Überblick verfasst
Libido = allg. Lebensenergie (und keineswegs nur sexuelle Triebenergie wie bei Freud)
das indiv. Bewusstsein ist in umfassendes kollektives Unbewusste eingebettet
Traumsymbole nehmen zentrale Stellung ein
beobachtet Übertragung im therapeut. Prozess aufgrund derer Patienten im Therapeuten nicht nur Vater/Mutter sondern auch Riesen, Zauberer sehen
Archetyp: nicht eindeutig definiert/ beschreibt vererbte Möglichkeiten von Vorstellungen, Urbilder o.ä. beschreibt, die in Träumen und im künstlerischen Gestalten ihren Ausdruck finden
besondere archetyp. Figur ist der sog. "Schatten", eine Art Abspaltung des menschlichen Wesens, dunklen Züge des Menschen offenbart
Behaviorismus
Kulturhistorische Schule
russische Autoren
Theorien nach Oktoberrevolution entwickelt
im Westen relativ unbekannt
Setschenow, Bechterew, Pawlow = Reflexologie
Leontjew, Luria und Vygotskij sind dreiegespann um diese Schukle
Ziel = Verbindung des experimentellen und historischen Vorgehens, die Wundt für unmöglich gehalten hat
während Wundt die Teilung in Physiologische und Völkerpsychologie wollte, suchten diese Russen die Verbindung
frühe Formen menschlichen Zusammenlebens (z,B. Jagd) haben die menschl. Wahrnehmung geprägt, Sprache durch Zwang zur Abb. von Sachverhalten herausgebildet > daher auch heute noch Entwicklungsunterschiede
Vygotskij: These: Denken und Sprechen haben verschiedene phylogenetische Wurzeln
anders als Piaget (Entw. Kind vom egozentrischen Denken zum sozialisierten Kind), nimmt V an, es sei genau andersrum: Kindersprache ist von Beginn an sozial, egozentr. Sprache zeigt Kind vor allem bei Problemen der Aufgabenbewältigung, hier spricht Kind nicht für sich, sonder mit sich selber quasi als einer anderen Person
Jahrzehntelang dominierend in USA, jetzt nur noch sehr wenige
(Eklektizismus = Neo-Behaviorism)
in Europa nur sehr kurz dominant, Gegner vor allem Gestaltpsychologie
Einfluss Behav. heute vor allem in Lerntheorien und Anwendung

Experimentelle Tierpsychologie und Reflexologie
Pawlow = Reflexversuche (1901), schnell wichtig für Behaviorism
Hundexperimente 1905
Nobelpreis 1904: stellte Unterschied zwischen bedingtem und unbedingtem Reflex heraus (z.B. Hund Säure ins Maul > Speichelfluss = unbedingt; Futteranblick > Speichelfluss, dies aber nicht angeboren (siehe Welpen), muss erlernt werden; Futter = UCS = unconditioned stimulus, der unbedingte Reiz, dann Glocke dazu und nach Training auch da Speichelfluss = bedingter Reflex (Achtung Widerspruch!)
das ist Konditionierung = der zunächst neutrale Reiz, der Glockenton, ist der bedingte Reiz (CS), dessen Darbietung die bedingte Reakation (CR) auslöst, welche zuvor nur durch Darbietung des unbedingten Reiz (UCS) möglich war
CR verschwindet wieder (wenn Glocke tönt, aber kein Futter mehr angeboten wird) = "Löschung" (nicht "Vergessen", da sie nach einiger Zeit wieder drauf reagieren) = spontante Erholung, erneute Konditionierung braucht weniger Zeit
alle möglichen neutralen Reize können als konditionierte Reize dienen
Reizgeneralisierung vs Diskriminationsleistung der Tiere
Thorndike: schon vorher Tierexperimente, bei denen es um Lernvorgänge ging > führten zur Theorie vom Lernen durch Versuch und Irrtum
Tiere finden Ausgang aus Käfig nach einiger Zeit zufällig, bei Wdh. wird Zeit bis zur Befreiung immer kürzer
eine befridiegende Reakation muss Lernerfolg verstärkt haben, eine unbefriedigende geschwächt = law of effect
Kritik von Köhler: macht einfachere Versuche und beschreibt "Einsicht"
Watson (geb. 1878): bezog sich mehr auf Pavlov
störte sich daran, dass angenommene Triebkraft bei Thorndike das Luststreben und nicht die Refelxe waren
Nervenzusammenbruch > Interesse an Freuds Neurosenlehre
wenn die Psychoanalyse mit ihren unzureichenden Mittel Erfolg hat, dann muss die P mit streng wiss. überprüfbaren Methoden sehr erfolgreiche sein
Aufsatz "Psychology as the Behaviorists views it" 1912: Schlag gegen Introspektion der Bewusstseinspsych. von Titcheners
er schreibt: P ist ein vollk. objektiver, experimenteller Zweig der Naturwissenschaften, Ziel = Vorhersage und Kontrolle von Verhalten
1915 wird er Präsident der APA
Experimente zu Ängsten bei Kleinkindern (Phobie nach Freud immer die Aufgabe nicht akzeptable Gedanken zu vermeiden und in akzeptablere zu lenken)
Sehr umstritten Experiment mit Albert B.: Ziel war Ergzeugung Phobie mit Pavlovs Konditionierung (UCS = lautes Geräusch, CS= Ratte), Albert hatte dann Phobie vor Raten, Kaninchen, Pelzmantel > waren überzeugt eine Alternative zur psychoanalyt. Phobieerklärung gefunden zu haben
Experiment war aber nicht repräsentaqtiv, keine Kontrollgruppe (heute oft als Kritik an Behav genutzt)
Watson: wendet sich gegen Korpulenz, fordert handwerkl. Tätigkeit, warnt vor zu viel Mutterliebe, zu viel Zärtlichkeit, hat Euthanasiepläne, konservative Züge, Frau = Hausfrau
Erziehung: nach Watsons Utopie eher ein gigantisches Experiment
Watson galt lange als Autorität in Erziehungsfragen
Warum Behav so beliebt? Weil Watson die Bedeutung der Umwelt für das menschliche Verhalte und damit für Entwicklung rausstellte
Watson = Milieutheorie (ungleich genetische Merkmale), Also alle sind gleich und von ihrem Schöpfer = willkommen in Mittelschicht, die sich von genetischer Vorbestimmung befreien wollte.
Lidell 1926: "Behavior Farm" gegründet, Gantt "Pavlovian Laboratory"
im Vordergrund für die Institutionalisierung behaviorisitschen Denken waren die Nutzenanwednungen für Erziehungsfragen und Psychotherapie
Hull (eher Thorndike zugeneigt) > Verstärkungstheoire des Lernens (Erfolgserlebnisse führen zu Verhaltenstendenzen > hat herausgestellt, dass der Lernvorgang sowohl vom Auftreten des Reizes als auch vom Organismus (z.B. dessen Bedürfnissen) abhängt
Guthrie eher Pavlov: erkannte Bedeuutung der raumzeitlichen Nähe (Kontiguität) von Reiz und Reaktion > für Lernvorgänge verantwortlich (und nicht das Effektgesetz)
klass. Behav: S-R-Schema (S= Reiz, R= Reaktion)
Woodworth: S-O-R Schema (O=Organismus)
für Watsons war Organismsu Black Box
Skinner hört Pavlov in USA und Name ist eng mit Behav. verbunden
Skinner unterscheidet zwischen Typ- S Konditionierung = respondente Konditionierung (heute: klassische) und Typ- R Konditionierung = operante Konditionierung
von Hull übernimmt er Konzept der Verstärkung (reinforcement)
war das klassiche Konditionieren ursprüngl. an vorgefundene Reflexe gebunden, so erkannte Skinner die Mgl. die im operanten K stecken
Experiment: Skinner-Box: verhalten des Tiers wird durch elektr. Kontakte und Zählwerke erfasst
Gründet Journal of Experimental Analysis of Behavior, wendet Erkenntnise erfolgreiche auf pädagogische und klinisch-psycholog. Fragen an
Erfinder der "Prgrammierten Unterweisung" > mit sogenannter Token Economy gelingt es geistig Behinderten, psych. Gestörten und anderen bemerkenswerte Verhaltensänderungen
Programmierte Verhaltensänderung in D gefeiert, aber aus Kostengrünen kaum einsetzbar
Studentenproteste gegen Behav (1968 in Tübingen): P wird zum Machtinstrument über Hilflose und Kinder
Watson (geb. 1878): bezog sich mehr auf Pavlov
störte sich daran, dass angenommene Triebkraft bei Thorndike das Luststreben und nicht die Refelxe waren
Nervenzusammenbruch > Interesse an Freuds Neurosenlehre
wenn die Psychoanalyse mit ihren unzureichenden Mittel Erfolg hat, dann muss die P mit streng wiss. überprüfbaren Methoden sehr erfolgreiche sein
Aufsatz "Psychology as the Behaviorists views it" 1912: Schlag gegen Introspektion der Bewusstseinspsych. von Titcheners
er schreibt: P ist ein vollk. objektiver, experimenteller Zweig der Naturwissenschaften, Ziel = Vorhersage und Kontrolle von Verhalten
1915 wird er Präsident der APA
Experimente zu Ängsten bei Kleinkindern (Phobie nach Freud immer die Aufgabe nicht akzeptable Gedanken zu vermeiden und in akzeptablere zu lenken)
Sehr umstritten Experiment mit Albert B.: Ziel war Ergzeugung Phobie mit Pavlovs Konditionierung (UCS = lautes Geräusch, CS= Ratte), Albert hatte dann Phobie vor Raten, Kaninchen, Pelzmantel > waren überzeugt eine Alternative zur psychoanalyt. Phobieerklärung gefunden zu haben
Experiment war aber nicht repräsentaqtiv, keine Kontrollgruppe (heute oft als Kritik an Behav genutzt)
Watson: wendet sich gegen Korpulenz, fordert handwerkl. Tätigkeit, warnt vor zu viel Mutterliebe, zu viel Zärtlichkeit, hat Euthanasiepläne, konservative Züge, Frau = Hausfrau
Erziehung: nach Watsons Utopie eher ein gigantisches Experiment
Watson galt lange als Autorität in Erziehungsfragen
Warum Behav so beliebt? Weil Watson die Bedeutung der Umwelt für das menschliche Verhalte und damit für Entwicklung rausstellte
Watson = Milieutheorie (ungleich genetische Merkmale), Also alle sind gleich und von ihrem Schöpfer = willkommen in Mittelschicht, die sich von genetischer Vorbestimmung befreien wollte.
Neobehaviorism:
gleiche Reize eben nicht stets gleiche Reaktionen
Persönlichkeitsmerkmale, Erfahrungen, emotionale Zustände und andere Faktoren mit einzubeziehen, wenn sinnvolle Prognosen gewagt werden sollen
Bandura 1974; Verstärkung wirkt nicht automatisch, stets ist Bewusstsein beteiligt, Menschen lernen nicht automatisch, sonders nur wenn sie erkennen, dass Ereignisse zusammen auftreten, d.h. wenn sie antizipieren
aus diesen antibehav. Thesen neue Phase der Lerntheorie begründet
Tolmann: Verstärkung nicht automatisch, sondern kognitiv vermittelt, kognitive Lerntheorie > nocht von S-R Lernen, sondern von kognitiven Strukturen/Plänen = cognitive maps = durch Erfahrung gebildet und in entsprechenden Situationen vom Individuum aktiviert, d.h. nicht Verhaltensweisen werden verstärkt, sondern die cognitive maps, die das Verhalten steuern
Verhalten ist also nur zu erklären, dass Individuen Ziele anstreben (Purposivism)
Kognitive Wende in der P set Beginn der 60er würdigt Tolamn erneut
soziale Modelle eröffnen Verhaltensmöglichkeiten (zeigen, wie man sich verhalten kann), zeigen oft auch, was bdaei herauskommt, machen soziale Normen bewusst
Bandura und Geschwister: Experimente über Wirkung aggresiver Modelle auf das Verhalten von Kindern > Kinder, die die Belohnung aggressiver Modelle erlebten , zeigten mehr Aggresionsnachahmung
durch Hereinnahme kognitiver Prozesse in die Lerntheorien ein beträchtlicher Schub in der Forschung und Anwendung erreicht worden
heute kaum markante Schulen in P zu sehen
meiste Richtungen versuchen Behav zu überwinden:
neuere kognitiv-psycholog. Richtungen indem auf Wahrnehmung, Denken und Informationsverarbeitung abgehoben wird
kritisch-psycholog. Richtungen werden polit.-gesellschaftl. Einbindungen des handelnden Menschen herausgestellt
humanistisch-psycholog. durch Suche nach Möglichkeiten der Selbstverwirklichung des Menschen
Kognitive Wende
Frage nach Ähnlichkeit gehirn Computer
Miller, galanter, Pribram: welchen Nutzen hat die Kybernetik für die P? > "Plans and the structure of behavior" >
Annagme: kybernetische Systeme haben Ziele (Sollwerte), verfügen über Wissen (Speicher), verwenden Pläne (Programme)
kybernet. Modell des Regelkreises konsequent auf Menschen angewendet
Mensch reagiert nicht nur auf Reise (Behav), sondern hat Pläne, in Rückkopplungsschleife geprüft > menschliches Handeln wird kompliziertes Netzwerk von Regelkreisen
nicht lösbare Streit, ob Verhalten als Resultat externer Bedinungen (Behav.) oder interner Handlungsziele (Motivationstheorien und neuere Gestaltpsychologie) hier auf elegante Weise gelöst, weil beides relevant
Abkehr von der Modellvorstellung eines passiv reagierenden Menschen zu einem planenden, selbsttätig handelnden und wahrnehmenden Individuum = kognitive Wende
Kognitionspsych und Kognitivsmus seit 70 er dominierend in P
forschungsmethodisch schwierig: Kognitionen können nicht unmitteltbar aus dem Verhalten ersehen werden, sie müssen erschlossen/erfragt werden
Psychologische Handlungstheorien (oder Handlungspychologie)
nicht Handlungsforschung!
Rubinstein auf Grundlage marxistischer Gesellschaftstheorie die Bedeutung zielgerichteter Tätigkeiten des handelnden Menschen im gesellschaftl. Leben heraussgestellt
Tätigkeit = hierarchisch organisiert und wird durch das Ergebnis, die Teilergebnisse reguliert
Hacker/Volpert: Modell der hierarchisch-sequentiellen Handlungsregulation
Berner Schule der Handlungspycholgie (auch Schule der naiven Handlungspsychologie): Selbstkonfrontationsmethode: Personen werden gefilmt und anschließend gefragt Handlunsabsichten zu erklären
Kognitive P und psycholg. Handlungstheorien
Kritische Psychologie
Humanistische und Transpersonale Psychologie
Theodor Waitz in "Antropologie der Naturvölker":
Mentalitätsunterschiede verschiedener Völker lassen sich nicht durch Rassenunterschiede erklären
-> seelische Eigenschaften des Menschen sind stark modifizierbar
Wilhelm Humbold: Denken wesentlich von der Sprache bestimmt
Friedrich Herbart: Mensch nichts außer der Gesellschaft und erhält seine Humanität durch soz. Umwelt
Margaret Mead & ruth Benedict:
prägten Richtung "personality and culture" > heute "psycho- bzw. ethnologische Antropologie"
menschl. Verhalten wesentl. gerlent und kulturelle Selbstverständlichkeiten eher Vorurteile
Eid:
In den Organismen sind keine anderen Kräfte als die bekannten der Physik und Chemie. In jenen Fällen, die zur Zeit nicht durch diese Kräfte erklärt werden können, muss man entweder die spezifische Art und Weise ihrer Wirkung durch Anwendung physikalisch-mathematischer Methoden herausfinden oder neue Kräfte annehmen, die den chemisch physikalischen Kräften, welche der Materie innewohnen, im Rang gleichgestellt sind und auf die Kräfte der Anziehung oder Abstoßung zurückgeführt werden können
Fechner:
Es muss zwischen Materiellem und Geistigen, Physischen und Psychischen eine zwingend logische Verbindung geben. -> Psychophysik
"Alle Einzelheiten unseres Bewusstseins werden zu Einheiten, zu Ganzen zusammengefasst, in denen eine Tendenz, ein Gedanke, ein Ziel, eine Aufgabe im Mittelpunkt stehen, während das übrige ein und untergeordnet bzw. ausgeschaltet wird, je nachdem er dieser Tendenz dient oder fremd ist"
im Gegensatz zu Wundt akzeptiert Külpe nicht nur das Unbewusste, sondern betont die Einheit des Seelenlebens
"wie die eigene Erfahrung der Grundquelle, so ist die Selbstbeobachtung die GRUNDMETHODE der beschreibenden P"
fordert die Ausbildung von Vpn zur Selbstbeobachtung (Vpn soll möglichst innerlich mitmachen)
systematische, experimentelle Selbstbeobachtung bei Denkprozessen, d.h. die experimentelle Herbeiführung bestimmter psy. Vorgänge und genaue Schilderung der Erlebnisse
viele Gedanken haben "unanschaulichen Charakter" - d.h die Bedeutung abstrakter und allgemeiner Ausdrücke ist nach Külpe also auch dann im Bewusstsein nachweisbar, wenn sich außer dem nachträglichen Bericht nichts Anschauliches (Worte, Zeichen, etc.) entdecken lässt > es sind "Gedanken" (Narziss Ach: "Bewußtheiten")
trotz mancher Unanschaulichkeit ist das Denken bei vorgegebenen Problem "zielgerichtet"
"determinierende Tendenzen" (Ach) steuern den Gedankenverlauf in Richtung Lösung
kurz vor Problemlösung gibt es manchmal ein Erlebnis des verstehens (Bühler: Aha-Erlebnis)

vermied über Sinnestäuschung zu reden: er erkannte, dass es für Wahrnehmenden bedeutungslos ist, ob die Bewegungsgestalt ein oder zwei nacheinander erscheinende Reize sind
bei Täuschung verschwindet Effekt , wenn der Wahrnehmende über die Täuschung informiert wird, bei Phi-Phänomenen wird er noch deutlicher
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