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Die verlorene Ehre der Katharina Blum

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by

caro weis

on 25 November 2014

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Transcript of Die verlorene Ehre der Katharina Blum

von Heinrich Böll
Die verlorene Ehre der Katharina Blum
Gliederung
Autor
Handlung
Personenverhältnis
Hauptpersonen
Aufbau
Sprache & Stil
Textstelle
eigene Meinung
Autor
Heinrich Böll
geboren 1917 in Köln
besuchte die katholische Volksschule und danach das Gymnasium
macht eine Buchhändlerlehre, bricht diese allerdings ab
studiert Germanistik und Philologie
wird in Kriegsgefangenschaft genommen
mit 30 Jahren veröffentlicht er seine ersten Zeitungsartikel
mit 50 Jahren wird ihm der Georg-Büchner-Preis verliehen
mit 55 Jahren wird ihm der Nobelpreis für Literatur verliehen
mit 57 Jahren bekommt er die Carl-von-Ossietzky-Medaille der internationalen Liga für Menschenrechte
gestorben 1985 an einer Gefäßerkrankung
Veröffentlichung des Buches "Die verlorene Ehre der Katharina Blum"
1974
Das Buch wird verfilmt
1975
Handlung
24.02.1974
Katharina Blum zeigt sich selbst bei Walter Moeding, dem Kriminaloberkomissar an
denn
Katharina Blum hat Werner Tötges, den Journalisten ermordet
20.02.1974
Katharina besucht eine Fastnachtsparty ihrer Patentante
lernt dort einen netten Mann, Ludwig Götten, kennen in den sie sich verliebt
sie verlassen zusammen die Party und er übernachtet bei ihr
21.02.1974
Katharinas Wohnung wird von der Polizei gestürmt, denn ihr Geliebter ist ein gesuchter Verbrecher
Götten hat schon die Flucht ergriffen
Sie wird als Beihelferin zur Flucht verhört
Verhaftung Katharinas
22.02.1974
es erscheint ein skandalöser Bericht in der "ZEITUNG" über Katharina und ihre derzeitige Situation
Ihre Freunde stehen ihr weiterhin zur Seite
Katharina wird von Drohbriefen und Anrufen gequält
Katharina zieht zur Sicherheit zu ihrer Patentante
Es wird eine weitere Verhörung Katharinas durchgeführt bei der sich die Polizei auf verschiedene Gegenstände fixiert, die sie in Katharinas Wohnung gefunden haben
Kilometerstand ihres Autos
einen Ring dessen Herkunft unbekannt ist
23.02.1974
es wird bekannt, dass Katharina einen Verehrer hatte dem sie jedoch abgeneigt war
er soll ihr den Ring geschenkt haben und einen Schlüssel zu seinem Wochenendhaus
Katharina hält Götten dort versteckt
Die Polizei stellt den Verbrecher
Katharinas krebskranke Mutter wird von dem skrupellosen Journalisten um ein Interview gebeten obwohl diese nicht in der Lage dazu war
die Aufregung war zu viel für die Kranke
sie stirbt
Katharina Blum lernt einen netten Man (Ludwig Götten) kennen, in den sie sich sofort verliebt.
Sie nimmt ihn eine Nacht bei sich auf und kommt damit ins Visier der Polizei, welche ihren Geliebten schon länger unter Beobachtung haben.
Durch ihre Entscheidung ihm bei der Flucht zu helfen wird sie in Gewahrsam genommen und verhört.
Gleichzeitig wird ihre Situation von einem Journalisten der "ZEITUNG" aufgegriffen und in den Dreck gezogen.
Katharina sieht keinen anderen Ausweg, als den Journalisten, der ihr Leben zerstört zu ermorden.
Personenverhältnis
Katharina Blum
Ludwig Götten
Ehepaar Blorna
Else Woltersheim
& Konrad Beiters
Alois Stäubleder
Erwin Beizmenne
Maria Blum
Werner Tötges
Hauptpersonen
Katharina Blum
Ludwig Götten
Werner Tötges
sie ist 27 Jahre alt (*02.03.1947)
schon ein Mal geschieden
kühl, herzlich, treu, stolz, fleißig, ordentlich, schüchtern
als Kind war sie fromm->nun aus der Kirch ausgetreten
gebildet, organisiert, kalkulatorisch
die Liebe macht sie naiv
hat normal eine Abneigung gegen Männer
wird die"Nonne" genannt
er ist ein gesuchter rechts Verbrecher
vertraut Katharina schnell (Vertrauen in Menschen)
fingerfertig in kriminellen Machenschaften
hat große Gefühle für Katharina und will sie schützen
Journalist bei der"ZEITUNG"
auf eine gute Schlagzeilen aus
skrupellos
ein Lügner
egoistisch -> lässt für seinen eigenen Erfolg andere Menschen leiden
Aufbau
Liebesgeschichte&Kriminalroman
die Erzählung ist in 58 Abschnitte/Kapitel unterteilt
das Ende des Buches wird an den Anfang gestellt
der Beweggrund des Mordes wird rekonstruiert
Die Handlung wird in einem Zeitraum von 4 Tagen erzählt
Zeitraffung
Der fiktive Erzähler stellt aus Quellensammlungen und Berichten das Buch zusammen.
Er kann in der Zeit springen und kennt die Gefühle der Personen
auktorialer Erzähler
Sprache & Stil
Sprache der "ZEITUNG" ähnelt die der BILD-Zeitung (stilistische Mittel)
sachliche Sprache des Erzählers -> keine Ausschmückungen
ähnelt einem Bericht oder einer Dokmentation
lässt das Buch realer, glaubwürdiger wirken
Katharinas Ausdrucksweise ist gehoben und klassisch
Tötges drückt sich vulgär aus und bedient sich der Umgangssprache
Kontrast
Anspielungen & Metaphern
Böll überlässt nichts dem Zufall -> Namen werden Bedeutungen zugeordenet
Katharina
gr. "katharos"=rein, sauber
Götten
Assoziation "Gott"
Tötgens
Assoziation "Tod"
"Zur Goldente"
"Goldente" man macht mit falschen Berichten Geld
(Journalistenlokal)
Textstelle
"Die Gewalt von Worten kann manchmal schlimmer sein als die von Ohrfeigen und Pistolen."
-Heinrich Böll, 1974
erzählte Zeit
Zeit in der erzählt wird
20.02.1974-24.02.974
24.02.1974
20.02.
21.02.
22.02.
24.02.
23.02.
erzählte Zeit
Zeit in der erzählt wird
"Personen und Handlungen dieser Erzählung sind frei erfunden. Sollten sich bei der Schilderung gewisser journalistischer Praktiken Ähnlichkeiten mit den Praktiken der BILD-Zeitung ergeben haben so sind diese Ähnlichkeiten weder beabsichtigt noch zufällig, sondern unvermeidlich."
Fragen?
Eigene Meinung
Als erstes nachweisbares Opfer, der undurchsichtigen, immer noch auf freiem Fuß befindlichen Katharina Blum kann man jetzt ihre eigene Mutter bezeichnen, die den schock über die Aktivitäten ihrer Tochter nicht überlebte. Ist schon merkwürdig genug, dass die Tochter, während ihre Mutter im sterben lag, mit inniger Zärtlichkeit mit einem Räuber und Mörder auf einem Ball tanzte, so grenzt es doch schon ans extrem perverse, dass sie bei dem Tot keine Träne vergoss. Ist diese Frau wirklich nur „eiskalt und berechnend“? Die Frau eines ihrer früheren Arbeitgeber, eines angesehenen Landarztes beschreibt sie so: „Sie habe so eine richtige nuttige Art. Ich musste sie entlassen, meine heranwachsenden Söhne, unserer Patienten und auch um des Ansehens meines Mannes willen.“ War Katharina B. Etwa auch an den Unterschlagungen des berüchtigten Dr. Fehnern beteiligt? (Die ZEITUNG berichtet seinerzeits über diesen Fall) War ihr Vater ein Simulant? Warum wurde ihr Bruder kriminell? Immer noch ungeklärt: Ihr rascher aufstieg und ihre hohen Einkünfte. Nun steht endgültig fest: Katharina Blum hat den blutbefleckten Götten zur Flucht verholfen, Sie hat das freundschaftliche Vertrauen und die spontane Hilfsbereitschaft eines hoch angesehen Wissenschaftlers und Industriellen schamlos missbraucht. Es liegen inzwischen Informationen vor, die fast schlüssig beweisen: Nicht sie erhielt Herrenbesuch, sondern sie stattete unaufgefordert Damenbesuch ab, um die Villa auszubaldowern. Die geheimnisvollen Autofahrten der Blum sind nun nicht mehr so geheimnisvoll. Sie setzte den Ruf eines ehrenwerten Menschen, dessen Familienglück, seine politische Karriere - über die die ZEITUNG schon mehrfach berichtet hat - skrupellos aufs Spiel, gleichgültig gegenüber den Gefühlen einer loyalen Ehefrau und den vier Kindern. Offenbar sollte die Blum im Auftrag einer links Gruppe die Karriere von S. zerstören. Will die Polizei, will die Staatsanwaltschaft tatsächlich dem mit schneebedeckten Götten glauben, der die Blum voll entlastet? Die ZEITUNG erhebt zum wiederholten Male die Frage: „Sind unsere Vernehmungsmethoden nicht doch zu milde? Soll man gegen Unmenschen menschlich bleiben müssen?“
Arbeiten Sie heraus welchen Eindruck die ZEITUNG dem Leser über Katharina Blum vermittelt.
Nehmen Sie Stellung zu dem letzten Satz des Zeitungsartikels ("Soll man gegen Unmenschen menschlich bleiben müssen?").
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