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Japan - demographischer Wandel & Bevölkerung

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Tabea Guegel

on 31 January 2015

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Transcript of Japan - demographischer Wandel & Bevölkerung

Japan - demographischer Wandel & Bevölkerung
Gliederung
demographischer Wandel:
- Definition
- Prognose, Gründe, Herrausforderung
Bevölkerung:
- Migration
- Gesellschaftsstruktur
- ethnische Gruppen
Migration
- bis 1970 trotz Wirtschaftswachstums kaum Immigrationsbewegung : Nichtimmigrationsland

- 1990 Anteil der ausländischen Arbeitskräfte in Proportion zur japan. Bevölkerung & Gesamtzahl der Erwerbstätigen gering aber steigend

Ende 20. Jh: über 760.000 --> Wandlung zu einem Immigrationsland
bis 80er: geringe Einkommensunterschiede, uniformer Lebensstil & Vorstellung
einer einmalgen Schicksalsgemeinschaft
heute: individuelle Entfaltung, mehr Möglichkeiten --> größere Disparität (Zerfall der Mittelschicht)

- Familie, Schulklasse, Arbeitsplatz: wichtigsten Gruppen der Gesellschaft
- weniger Wert auf individuelle Persönlichkeit als auf zwischenmenschlichen Beziehungen
- für jede Beziehung feste Umgangsformen
- Zugehörigkeit zu einer Gruppe entscheidet über stabile Lebensumstände/ Zukunftsaussichten --> Disziplin & soziale Beziehungen
--> Industriegesellschaft: Gesellschaftsform, in der die Bedingungen der industriellen Produktion wirtschaftliches, soziales & kulturelles Leben prägen
Bevölkerung
(ethnische) Gruppen
- 99 % der Gesamtbevölkerung sind Japaner
- Südkoreaner, Chinesen und Brasilianer = kleine Minderheiten
- 80 % der Japaner sind Anhänger mehrerer Religionen: Shintoismus (Naturgottheiten werden verehrt, bis 1945 Staatsreligion): heute noch die meisten Anhänger (über 40 %); Buddhismus: ebenfalls rund 40 %; Christen = kleine Minderheit ( 0.7%)

- "dowa": größte japan. Minderheit; ausgegrenzt ( niedere Berufe vor 1.000 Jahren); leben in ghettoartigen Stadtteilen; Status wird vererbt
- Okinawa : eigene Kultur & Sprache ärmste Präfektur Japans
- Ainu: indigene Bevölkerung der Insel Hokkaido; gilt seit 2008 als eingeborenes Volk mit eigener Religion, Sprache und Kultur: bedroht --> 20 aktive Sprecher, keine Schrift (größte japan. Minderheit)
- „nikkei(jin)“: japanische Auswanderer und deren Nachkommen; 4. Generation wird als Ausländer behandelt
- "zainichi": in Japan lebende Koreaner & deren Nachkommen

"Ausländer rein?"
"Angesichts der alternden Gesellschaft muss Japan die Möglichkeit prüfen, auf ausländische Humanressourcen zurückzugreifen & nicht nur qualifizierte, sondern ein breites Spektrum von Arbeitskräften aufzunehmen."
Taichi Sakaiya

"Wenn wir nicht eine bedeutende Zahl ausländischer Arbeitnehmer aufnehmen, werden wir den bevorstehenden Arbeitskräftemangel nicht ausgleichen können."
Atsushi Seike
1985: "Plan zur Aufnahme von 100.000 ausländischen Studenten" durch Regierung
1990; Einwanderungsgesetz: Beschäftigung von Ausländern ohne Arbeitserlaubnis gilt als strafbar
Gesetz zum Erwerbszweck für Ausländer jap. Abstammung -> hohe Löhne & (damaliger) Arbetskräftemangel
--> Zuwanderung aus lateinamerikanischen Ländern
- Erwerbsbeteiligung der gemeldeten Ausländer betrug 62,8%
- Arbeitswanderung hält sich auf Grund der Immigrationspolitik der Regierung in Grenzen : Ungelernte Arbeiter dürfen nicht nur zum Zweck der Erwerbstätigkeit ins Land kommen; aber Bedarf an ungelernten Arbeitskräften: Beschäftigtenauswahl beschränkt sich auf Nikkeijin & Praktikanten; Japanischstämmige unterliegen keiner Arbeitsbeschränkung
Grund : Befürchtung: Ethik & Kultur wird relativiert
--> Aufenthalt der ausländischen Personen nimmt zu; dennnoch in Vgl. zu anderen Ländern (BRD:12,3%) mit 1,07% geringer Anteil der Gesamtbevölkerung
Prognose für die japanische Bevölkerung
- Bevölkerung schrumpft & altert in den kommenden Jahrzehnten bei wachsendem Tempo

- Gesamtbevölkerung schrumpft um mehr als 1/5 auf ca. 100Mio.

- zunehmende Alterung --> Folgen für soziale Sicherungssysteme & Volkswirtschaft durch Mangel an Arbeitskräften

- Schrumpfung der Bevölkerung = Verlust wirtschaftlicher Aktivität; sprich gesellschaftlicher Vitalität

Definition "demographischer Wandel"
- bezeichnet Veränderungen in der Zusammensetzung von Gesellschaften, insbesondere der sog. Altersstruktur

- Komponenten: Geburtenrate ( Fertilität), Sterberate (Mortalität), Einwanderung (Immigration), Lebenserwartung, Geburtendefizit, Überalterung

- moderne Gesellschaften: niedrige Fertilität, höhere Mortalität & Lebenserwartung steigt--> höherer Anteil der alten Menschen gegenüber jüngeren

- in vielen Entwicklungsländern: höherer Anteil der jungen Menschen gegenüber alten

Herausforderung an die
japanische Gesellschaft
- demographische Entwicklung übt Druck auf Sozialpolitik aus

- Druck auf Gesundheitssystem, Rentensystem, Altersvorsorge, Arbeitsmarkt

- Status als Wohlfahrtsstaat (öffentl. Krankenhausversicherung, niedrige Säuglingssterberate, hohe Lebenserwartung, niedrige Arbeitslosigkeit)

= Last der Sozialausgaben (sollen von Seiten des Staates möglichst gering gehalten werden)
Ursachen des Geburtenrückgangs
- 1966 kulturell bedingt: "Jahr des Feuerpferds"

- Trend zum Eheaufschub, zur späten Geburt, egoistischem Lebensstil

- 1980er weibliche Erwerbsbeteiligung steigt (durch gesetzliche Neudefinierung der Geschlechterrolle)

- unsichere Beschäftigungsaussichten 1990er + gestiegene Unterhaltskosten

- Regierung schwankt mehrmals zwischen Förderung/Beschränkung ehelicher Fruchtbarkeit
Quelle: Die Gesellschaft Japans - Florian Coulmas, C.H. Beck (S.175)
Quellen

- Chie Nakane: Die Struktur der japanischen Gesellschaft (aus dem Englischen von Jobst-Mathias Spannagel & Heide Günther-Spannagel), 1. Aufl. der deutschen Übersetzung Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main 1985
- Hartmunt Leser: Dierke Wörterbuch Geographie 15, völlig überarbeitete Aufl. Braunschweig 2011
-Schubert, Klaus/Martina Klein: Das Politiklexikon. 5., aktual. Aufl. Bonn: Dietz 2011.
- Wolfgang Latz: Dierke Geographie- aktualisierte Neuauflage westermann Schroedel Diesterweg Schöningh Winklers GmbH, Braunschweig 2012 S.479-482
- Florian Coulmas: Die Gesellschaft Japans - Arbeit, Familie und demographische Krise, Verlag C.H. Beck oHG, München 2007 S.18-24, 27, 32-40,47-48, 62-68,70-73,90,110-112,128,165, 175-178,190, 202-203
- René Haak: Japanstudien -Arbeitswelten in Japan, Deutschen Instituts für Japanstudien, Band 18, 2006 S.16-25

- https://www.uni-due.de/~hy0382/fileadmin/publications/gruen/paper07.pdf
-http://www.laender-lexikon.de/Japan_%28Bev%C3%B6lkerung%29
- http://www.japan.ahk.de/japan-tipps/land-leute/bevoelkerung/
- http://www.bpb.de/nachschlagen/lexika/politiklexikon/139476/demografischer-wandel
- http://www.bpb.de/izpb/10164/gesellschaft-und-kultur?p=all
-http://media.economist.com/images/20090103/CAS515.gif
- http://www.welt.de/politik/ausland/article117397916/Japans-Bevoelkerung-stirbt-langsam-aus.html
- http://www.berlin-institut.org/fileadmin/user_upload/handbuch_texte/pdf_Vogt_Japan.pdf
- http://wirtschaftslexikon.gabler.de/Definition/bevoelkerungsbilanz.html
- http://de.academic.ru/pictures/dewiki/74/Japan_topo.jpg
- http://de.academic.ru/pictures/dewiki/53/500px-Regions_and_Prefectures_of_Japan_2.svg.png
Florian Coulmas: Die Gesellschaft Japans - Arbeit, Familie und demographische Krise, Verlag C.H. Beck oHG, München 2007 S.177
Gesellschaftsideologie
Anzahl: 127 Mio.; Bevölkerungsdichte: 337 Einwohner pro km² (Gebirgsregion unbewohnbar)
- zehntgrößte Land der Welt (nach Einwohnern)
- 30 Prozent Ein-Personen-Haushalte. Rund 58 Prozent lebten in Kernfamilien (Zweigenerationenhaushalt).
- davon 1,5% ausländischer "Abstammung"

Lebenserwartung:
- 2009 Durchschnittsalter der Gesamtbevölkerung 82,12 Jahre, (3. höchste der Welt)
- Inselgruppe Okinawa ist für die Langlebigkeit bekannt („Insel der Hundertjährigen“)
-Bevölkerungswachstum liegt bei Null

Bildungsniveau: sehr hoch; die Schulpflicht umfasst eine sechsjährige Grund- und eine dreijährige Mittelschule.

Quelle: Ministry of Land, Infrastructure, Transport and Tourism (CIA World Factbook, Schätzwert Juli 2009)
http: //de.academic.ru/pictures/dewiki/74/Japan_topo.jpg
http: //de.academic.ru/pictures/dewiki/53/500px-Regions_and_Prefectures_of_Japan_2.svg.png
Florian Coulmas: Die Gesellschaft Japans - Arbeit, Familie und
demographische Krise, Verlag C.H. Beck oHG, München 2007 S. 191
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