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Expressionismus

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by

Sil Ro

on 18 November 2015

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Transcript of Expressionismus

Expressionismus
Expressionismus Kunst
Allgemein:
Expressionismus = lat. "expressio" = Kunst des gesteigerten Ausdrucks
unmittelbarer Ausdruck der Gefühle
Expressionismus am stärksten in Malerei verwirklicht
Wichtige Vorreiter:
Vincent van Gogh
Paul Gaugin
Edward Munch
"Der Schrei"
Expressionismus in Deutschland und Frankreich
Betrachter emotional bewegen
innerlich ansprechen
leidenschaftliche elementare Erlebnisse:
Enttäuschung
Trauer
Müdigkeit
Schmerz
Angst
Die Brücke
7. Juni 1905 in Dresden
4 Architekturstudenten
Ernst Ludwig Kirchner
Fritz Bleyl
Erich Henkel
Karl Schmidt Rotluff
Malerei teilt sich in zwei Künstlergruppen
Die Brücke
Der Blaue Reiter
Namensgebung:
1. viele Brücken in Dresden
2. Metapher für den Willen zum Uferwechsel in der Kunst
3. Friedrich Nietsche: " Ihr seid Brücke: mögen höhere auf euch hinüberschreiten
4. Henkel: „Wir haben natürlich überlegt, wie wir an die Öffentlichkeit treten könnten. Eines Abends sprachen wir auf dem Nachhauseweg wieder davon. Schmidt-Rottluff sagte, wir könnten das Brücke nennen – das sei ein vielschichtiges Wort, würde kein Programm bedeuten, aber gewissermaßen von einem Ufer zum anderen führen.
Motive:
Mensch in Bewegung
die Nacht
das Hintergründige
Mensch und Natur
Tanz
Leben in der Großstadt
Charakterisierung:
wandten sich vom Menschenbild des 19. Jh. ab
darstellen von bisherigen Tabuthemen
Mitmenschen aufrütteln, beunruhigen
Zielsetzung:
Henkel: „Wovon wir weg mussten, war uns klar – wohin wir kommen würden, stand allerdings weniger fest“
9. Oktober Programm Kirchner:
„Mit dem Glauben an Entwicklung, an eine neue Generation der Schaffenden wie der Genießenden rufen wir alle Jugend zusammen, und als Jugend, die die Zukunft trägt, wollen wir uns Arm- und Lebensfreiheit verschaffen gegenüber den wohlangesessenen älteren Kräften. Der gehört zu uns, der unmittelbar und unverfälscht wiedergibt, was ihn zum Schaffen drängt.“
Vorbild:
Vincent van Gogh
Der Blaue Reiter
1909 "Neue Künstlervereinigung München"
Wassily Kandinsky
Franz Marc
Alexej von Jawlensky
1911 Differenzen
Neugründung unter Blauer Reiter
flüchtige/ nicht feste Bewegung
Namensgebung:
Kandinsky: " „Den Namen Der Blaue Reiter erfanden wir am Kaffeetisch in der Gartenlaube in Sindelsdorf. Beide liebten wir Blau, Marc – Pferde, ich – Reiter. So kam der Name von selbst.“
Motive:
Geistige
innere Gefühlsleben
innere Beziehung zur Natur
Zielsetzung:
Organisation von Kunstausstellungen
Gleichberechtigung verschiedener Kunstformen
Verbindung von Kunst und Musik
Plattform für "Neue Kunst" und neue künstlerische Ausdrucksformen
Vorbild / Interesse:
mittelalterliche und primitive Kunst
Ende der Gruppe:
1914 Beginn des 1. Weltkrieges
Kandinsky zurück nach Russland
Marc und Macke fielen in Frankreich
Ende der Gruppe:
Mai 1913 Meinungsverschiedenheit
Expressionismus Literatur
geschichtlicher Hintergrund:
Verstädterung
Individuum
Entdeckung des Films
Militarisierung / 1. WK
Merkmale:
umfassenden Krisendiagnose
Schnitt- und Montagetechnik
Suche nach dem neuen Menschen
Traum- und Rauscherfahrung
Apokalyptischen Visionen
Frühexpressionismus bis 1914:
Gefühl der Orientierungslosigkeit, Ohnmacht, Isolation und Entfremdung
konservative Bürgertum zu provozieren
von politischen, sozialen und ästhetischen Fesseln der Vergangenheit befreien zu müssen
traditionellen, vorangegangenen Regeln und Gesetzen distanzieren
Der Expressionismus zwischen 1. WK und 1925:
vor Kriegsausbruch: Krieg als Motiv
nach Kriegsausbruch: Fronterfahrungen
Verfluchung der technischen Massenvernichtung
Vertreter aus der Dramatik sind Ernst Toller oder Ernst Barlach
Das Ende der Epoche:
Zeitschriften - politische Thesen, sozialistische Forderungen
Texte von Themen wie Frieden, Weltverbrüderung
ab 1937 eine Verfolgung expressionistischer Künstler ein
Dadaismus:
„Vor 50 Jahren war dada da,
da dada da war,
eh dada da war,
war dada da
als dada da war.“
Arbeiterdichtung:
Stolz und ihr Selbstbewusstsein, bekannten sich zu ihrer Arbeit
Lyrik:
dominierende Gattung

Messianische Lyrik löste die äußere Form von Gedichten auf, um das Wesen der Dinge erfassen zu können.
Die Lyrik der Simultaneität wahrte hingegen die äußere Form und löste die innere Form auf
Reihungsstil

Kennzeichen expressionistischer Lyrik sind:
Reihungsstil
Metaphorik
Telegrammstil
Sprachverknappung
Ironie
Traditionelle Versformen wie Sonette
Personifikation von Naturgewalten
deformierte Menschen
Epik:
fiel schwer, das eigene Fühlen zum Ausdruck zu bringen
Klabunds „Kreidekreis“, Leonhard Frank „Die Räuberbande“
Alfred Döblin (1878–1957) Roman „Berlin Alexanderplatz“
Franz Kafka - in Erzählungen expressionistische Formen
Dramatik:
Ideen der Wandlung
Geburt des neuen, gewandelten Menschen
Stationendrama
Expressionismus Musik
Merkmale der Musik:
Dissonanzen (unschön / unstimmig)
Atonalität
extreme Lautstärke
freie Rhytmik
aggressive Wirkung
Vertreter:
Strawinsky
Prokofjew
Schönberg
Hauptmomente:
Irritation (Erregung):
Nebeneinander von dissonanten Harmonien
Strawinsky:
Igor Fjodorowitsch Strawinsky
geboren 17. Juni 1882 in Oranienbaum, Russland
gestorben 6. April 1971 in New York City

wurde früh bekannt
mit Cousine verheiratet
1910 in Paris erste Uraufführungen
seit 1920 lebt er vorwiegend in Frankreich
1934 französischer Staatsbürger
Totenmesse + Beisetzung (auf seinen Wunsch) in Venedig
Prokofjew:
Sergei Sergejewitsch Prokofjew
geboren 23. April 1891 bei Bachmut, russ. Kaiserreich
gestorben 5. März 1953 in Moskau

zeigte früh schon großes musikalisches Talent
1896 – erste Kompositionen
aufgrund der Oktoberrevolution verließ er Russland
zog in die USA
konnte nicht Fuß fassen
ließ sich in Frankreich nieder
1923 Heirat mit Carolina Codina
1927 erstmals wieder in der Sowjetunion
ließ sich 1936 endgültig in Moskau nieder
1941 Trennung von Familie
1948 Heirat mit Mira Mendelson
Schönberg:
Arnold Schönberg
geboren 13. September 1874 in Wien
19. Juli 1951 in Los Angeles

in Wien Lehr- und Kompositionstätigkeit
1925 Leiter einer Meisterklasse für Kompositionen in Berlin
1933 Emigration in die USA
1936 – 1944 Professor in USA
Werke:
1. Spätromantisch-expressionistische Periode (bis ca. 1907) Kompositionsmethoden
2. nicht mehrtonal gebundene Periode (ca. 1921)
3. Periode der 12-tönigen
Angst
Schmerz
Zerstörung /
Verfall
Untergang / Tod
Weltende
1910 - 1925
"Die Stadt" (Alfred Lichtenstein )

Ein weißer Vogel ist der große Himmel.
Hart unter ihn geduckt stiert eine Stadt.
Die Häuser sind halbtote alte Leute.

Griesgrämig glotzt ein dünner Droschkenschimmel1.
Und Winde, magre Hunde, rennen matt.
An scharfen Ecken quietschen ihre Häute.

In einer Straße stöhnt ein Irrer: Du, ach, du –
Wenn ich dich endlich, o Geliebte, fände ...
Ein Haufen um ihn staunt und grinst voll Spott.

Drei kleine Menschen spielen Blindekuh –
Auf alles legt die grauen Puderhände
Der Nachmittag, ein sanft verweinter Gott.
"Weltende" ( Jakob van Hoddis)

Dem Bürger fliegt vom spitzen Kopf der Hut,
In allen Lüften hallt es wie Geschrei.
Dachdecker stürzen ab und gehn entzwei
Und an den Küsten – liest man – steigt die Flut.

Der Sturm ist da, die wilden Meere hupfen
An Land, um dicke Dämme zu zerdrücken.
Die meisten Menschen haben einen Schnupfen.
Die Eisenbahnen fallen von den Brücken.
"Die Raben" ( Georg Trakl )

Über den schwarzen Winkel hasten
Am Mittag die Raben mit hartem Schrei.
Ihr Schatten streift an der Hirschkuh vorbei
Und manchmal sieht man sie mürrisch rasten.

O wie sie die braune Stille stören,
In der ein Acker sich verzückt,
Wie ein Weib, das schwere Ahnung berückt,
Und manchmal kann man sie keifen hören

Um ein Aas, das sie irgendwo wittern,
Und plötzlich richten nach Nord sie den Flug
Und schwinden wie ein Leichenzug
In Lüften, die von Wollust zittern.
Sehr weit ist diese Nacht. Und Wolkenschein

Zerreißet vor des Mondes Untergang.

Und tausend Fenster stehn die Nacht entlang

Und blinzeln mit den Lidern, rot und klein.

Wie Aderwerk gehn Straßen durch die Stadt,

Unzählig Menschen schwemmen aus und ein.

Und ewig stumpfer Ton von stumpfem Sein

Eintönig kommt heraus in Stille matt.
Gebären, Tod, gewirktes Einerlei,

Lallen der Wehen, langer Sterbeschrei,

Im blinden Wechsel geht es dumpf vorbei.
Und Schein und Feuer, Fackeln rot und Brand,

Die drohn im Weiten mit gezückter Hand

Und scheinen hoch von dunkler Wolkenwand.
"Die Stadt" ( Georg Heym )
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