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Aus der Geschichte der Pädagogik - Die soziokulturellen Einflüsse auf die Geschlechterrollen

Projektarbeit im Rahmen des Leitungskurses Pädagogik 813 der Erwachsenenschule Bremen. Von Janine Schiewe, Jessica Normann, Jessica Tewes, Julia Buchholz und Julian Eicke
by

Julian Eicke

on 23 September 2013

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Transcript of Aus der Geschichte der Pädagogik - Die soziokulturellen Einflüsse auf die Geschlechterrollen

Aus der Geschichte der Pädagogik
Der Einfluss von Marketing auf die Geschlechterrollen
Die Einflüsse der Medien auf die Geschlechterrollen
Quellen:
http://www.planet-wissen.de/sport_freizeit/spiele_spielzeug/geschichte_spielzeug/index.jsp
Was ist Spielen? Wie wirkt es auf das Individuum ein?
Aspekte der psychoanalytischen Spieltheorie nach Erikson:
- Die Herausbildung der Ich-Identität erfolgt in Auseinandersetzung mit der sozialen Umwelt.

- Das Spiel des Kindes hat in diesem Prozess eine kompensatorische Funktion. Es ermöglicht dem Kind im Spiel Erwachsener zu sein und so seine noch unzureichenden Fähigkeiten die Realität zu kontrollieren in Einklang mit seinen Wünschen zu bringen.


Mittelalter: Marktschreier, Tafeln (nicht auf Kinder als
Konsumenten ausgerichtet)
1850: Industrielle Revolution, erste Werbeagenturen,
"Geburtsstunde des allgem. Marketings"
Geschlechtsspezifisches sowie Marketing f. Kinder
existieren noch nicht. Wohl aber die gesellschaftliche
Aufteilung ( z.B. Puppen f. Mädchen, Autos f. Jungs )
1893: Dr. Oetker Backpulver -erste Massenwerbung
1930er: Leuchtreklamen
Vom Verkäufermarkt zum Käufermarkt
1950/1960: erste Supermärkte (Selbstbedienung).
Änderung des Konsumverhaltens.
Rollenbilder, Klischees & Stereotypen zeichen die
Werbung dieser Tage aus.
Die Barbie erobert den Markt und festigt somit ein
biologisch unmögliches Ideal in Mädchenköpfen.
Jungen können sich für die Carrera-Rennbahn begeistern.
Marketing wird nun an Unis gelehrt. Werbung für Kinder-
produkte existieret bereits, spricht aber eher die Eltern an
Werbebeigaben wie Sammelbilder oder Figuren sind nun
oft in Produkten zu finden.

1970/1980: Die Frau wird immer noch als technisch unbegabt und nur
für den zuständig dargestellt, oder als Deko-
ration. Kinder werden noch nicht direkt als Konsumenten
angesprochen, sondern höchstenfalls als Kauufentscheidungs-
beeinflusser.
Marketing im Laufe der Zeit
Produktorientierung in den 1950ern (reine Produktion; aufgrund enormer Nachfrage in der Nachkriegszeit)
Verkaufsorientierung in den 1960ern (von der Produktion zum Vertrieb)
Marktorientierung in den 1970ern (Marktsegmentierung; Spezialisierung auf einzelne Bedürfnisse)
Wettbewerbsorientierung in den 1980ern (Betonung von Alleinstellungsmerkmalen)
Umfeldorientierung in den 1990ern (Reaktion auf ökologische, politische, technologische oder gesellschaftliche Veränderungen)
Dialogorientierung ab 2000 (interaktive Ausrichtung der Kommunikation durch Internet, E-Mails)
Netzwerkorientierung ab 2010 (Web 2.0, soziale Netzwerke, Word-of-Mouth)
Kritik an allgemeinem & geschlechtsspezifischem Marketing für Kinder

- Werbung nutzt speziell auf Altersgruppen und Geschlechter konzipierte Bilder, Jingles und Slogans um (auch) aus der Kaufkraft der jüngsten Zielgruppe Nutzen zu ziehen.

- Kinder können bereits mit 3 Jahren diverse Symbole und Logos von Markenprodukten wiedererkennen, jedoch erst mit ca. 6 Jahren zwischen Programm und Werbung richtig unterscheiden !

- Werbung festigt überholte Rollenstereotypen
( Jungsblau und Mädchenrosa ) durch die die individuelle freie Persönlichlkeitsbildung eingeschränkt wird. So wird Jungen generell eine Technikbegeisterung unterstellt und Mädchen ein häusliches Wesen.

- Auch Werbung trägt zum Sozialisationsprozess seinen Teil bei. Für Kinder sind die Darstellungen Grund für Nachahmung und Idealisierung der Rollenbilder. Die Werbung vermittelt ihnen also indirekt Rollenerwarungen denen sie gerecht werden möchten.
Pädagogischer Umgang mit Marketing
Wie wirken Medien auf Kinder?

Medien sind in unserer heutigen Gesellschaft ein wichtiger Faktor und nicht mehr wegzudenken. Sie dienen dem Informationsaustausch und der Unterhaltung. Der Einfluss der
Medien auf Kinder ist zwar indirekt, in seinen Auswirkungen allerdings keinesfalls zu unterschätzen. Durch sie lernen Kinder etwas über die Welt außerhalb ihrer unmittelbaren Umgebung.
Bezüglich der Geschlechterrollen wird ihnen vermittelt was für Jungen und was für Mädchen richtig oder falsch ist und was von ihnen erwartet wird. Besonders die Medien, die im frühkindlichem Alter auf sie wirken, sind in der Entwicklung der Geschlechtsidentität von großer Bedeutung, denn entweder finden sie sich in die Rolle ein, oder sie fühlen sich anders, weil sie dem vorgegebenem Bild nicht entsprechen und somit die Erwartungen nicht erfüllen.
Kinder erstellen sich Ideale, die oft den Bezug zur Realität verlieren. Besonders im Punkt auf die Geschlechterrollen werden oft Schönheitsideale "entworfen", die für die meisten nicht zu erreichen sind. Kinder versuchen diese nachzueifern und glauben sie wären weniger weiblich oder weniger männlich, wenn sie diesem Ideal nicht entsprechen.
Aber nicht nur Schönheitsideale werden von den Medien vorgegeben, sie "entwerfen" auch charakteristische Eigenschaften, den Berufswunsch und den Status des Geschlechts in der Gesellschaft. Kinder möchten auch diesen Idealen nacheifern, sei es ein mutiger, tapferer Ritter der viele Abenteuer erlebt, oder eine schöne Prinzessin, die ihren Prinzen findet und heiratet.
Zusammenfassend kann man sagen, dass Medien Geschlechterrollen vorgeben mit denen Kinder versuchen sich zu identifizieren und dem von ihnen erwartetem Rollenbild zu entsprechen.

Ursprünge

Medien gehörten schon zu frühesten Zeiten zu den Menschen, schon 5000 v.Chr gab es die Hölenmalerei und ca. 3400 v.Chr. wurden Medien mit ersten Schriftzeichen übermittelt. Ein wichtiges Ereignis in der Mediengeschichte war der Buchdruck im Jahre 1450, somit konnten Informationen an die Öffentlichkeit gelangen und verbreitet werden. 200 Jahre später wurde die erste deutsche Tageszeitung gebracht, dadurch konnten Nachrichten und Neuigkeiten schnell und regelmäßig veröffentlicht werden. 1826 entstand die erste Fotografie, dies führte natürlich dazu, dass Medien nun auch durch bildliche Darstellung wirken konnten. Im Jahr 1923 entstand das erste deutsche Rundfunkprogramm, nur vier Jahre später kam der erste Tonfilm in die Kinos. Im Jahr 1935 wurde in Berlin das erste regelmäßige Fernsehprogramm ausgestrahlt. Seit 1964 dient das Fernsehen als Massenmedium. 1974 konnte man den ersten Homecomputer erwerben, mit der Freigabe des World Wide Web 1991 stieg die mediale Nutzung im Laufe der Jahre enorm an. Entscheidend ist, dass die Nutzung der Medien durch die Erweiterun
g
des Medienspektrums stark angestiegen ist. Im Jahr 2005 nutzten die Deutschen im Schnitt 220 Minuten am Tag den Fernseher während es 1977 nur 126 Minuten am Tag waren. Im Allgemeinen kann man sagen, dass die Medien durch ihre immer stärker werdende Präsenz auch immer größere Einflüsse haben. Man kann davon ausgehen, dass sich das Mediumspektrum, durch den technischen Fortschritt, noch stark erweitert und auch von Kindern noch mehr in Anspruch genommen wird.
Die soziokulturellen Einflüsse auf die Geschlechterrollen
http://www.experto.de/b2c/familie/kinder/checkliste-schuetzen-sie-ihr-kind-vor-werbung0.html

http://de.wikipedia.org/wiki/Werbung

http://www.youtube.de/watch?v=NEMh8-ALCak

http://www.youtube.de/watch?v=irupW5ZhtvQ

http://www.youtube.de/watch?v=lo6tgVD0dr4

http://www.glutenfrei-vegetarisch-bio.de/WebRoot/Store2/Shops/es573669/5000/4843/9C76/4FAC/8C01/50ED/8961/898E/Bio-Nudeln-Bob-der-Baumeister-gross_m.jpg

http://1.bp.blogspot.com/-hDXKGIMLEek/TnMq2gf2qRI/AAAAAAAABuo/HJLKpJmDdP0/s1600/IMG_6298.JPG

http://de.wikipedia.org/wiki/Marketing

http://www.pinkstinks.co.uk


Markt & Werbepsychologie - H. Mayer/ T. Illmann

Werbung - G. Schweiger / G. Schrattenecker

Der programmierte Kunde - Werner Warmbier

Gender Calling - Dominique Esser
Quellen:

http://www.sign-lang.uni-hamburg.de/projekte/plex/plex/lemmata/g-lemma/geschl01.htm
http://lexikon.stangl.eu/1021/geschlechtsstereotype-geschlechtsrollenstereotype/
http://www.genderkompetenz.info/genderkompetenz-2003-2010/gender/Stereotype/geschlechterstereotype
http://queer-lexikon.net/gender/gender
http://books.google.de/books?id=6IIcy7fqpVkC&pg=PA3&lpg=PA3&dq=geschlechterrollen+definition&source=bl&ots=AXMlO7UWDz&sig=WSbFC_JBf2rVunQ0xOTl-5L5Udg&hl=de&sa=X&ei=WOuXUdexJczQ4QS_nYDoCw&ved=0CEAQ6AEwBDgK#v=onepage&q=geschlechterrollen%20definition&f=false
http://www.helles-koepfchen.de/artikel/2971.html
http://www.freundschaft-diplomarbeiten.de/2.4-Theorien-der-Entstehung-von-Geschlechtsunterschieden.htm
http://www.designerinaction.de/img/corbis-moderne-geschlechterrollen-abb.jpg
http://sjdfalkenkarlsruhedotorg.files.wordpress.com/2012/03/gender-seminar.gif
http://thumbs.dreamstime.com/x/chromosomen-14351700.jpg
http://www.planet-wissen.de/alltag_gesundheit/frauen/beruf_hausfrau/img/intro_hausfrau_alt_g.jpg
http://www.bpb.de/cache/images/3/35263-3x2-article620.jpg?1FF04
Quellen:
Geschlechtsstereotype
Allgemeine Historie zur Orientierung von allgemeinem Marketing in unterschiedlichen Jahrzehnten
Unter Stereotype versteht man allgemeine, verbreitete Annahmen über Eigenschaften von bestimmten Personen oder Personengruppen, die die Wahrnehmung der Allgemeinheit beherrschen.Dies hat zur Folge, dass man(n) / Frau im Laufe der Sozialisation eine gewisse Einstellung über bestimmte Dinge oder Sachverhalten aufweist, ohne eigene Erfahrungen damit gemacht zu haben.Das Individuum übernimmt die, von einer Gruppe oder Gesellschaft geteilte Vorstellungen über andere Personen. Geschlechterstereotype schreiben also Personen auf Grund ihrer erkennbaren Geschlechtszugehörigkeit bestimmte Eigenschaften und Verhaltensweisen zu.
Diese Zuschreibungen werden im Lauf des Lebens erworben und durch die Selbstdarstellung und die Außenwahrnehmung permanent aktiviert, sodass sie Vielen als „natürlich“ erscheinen.
Geschlechterrollen
Ende 80er/1990er: Gender Marketing ( allgem.) erreicht
Deutschland aus den USA.
Kinder werden als Zielgruppe mit nicht
geringer (jährlich ca. 20 Mio. Euro )
Kaufkraft erkannt und strategisch
in der Werbung angesprochen.
Ganze wissenschaftliche Zweige haben
es sich zur Aufgabe gemacht die Vorlieben von
Kindern zu erforschen, um Produkte gezielt
verkaufen zu können.

2000 bis heute: Die psychologischen Strategien werden immer
ausgeklügelter. So hat sich zum Beispiel bewährt
Produkte mit Tieren zu bewerben, weil Kinder sich
mit ihnen gut identifizieren können ( Fruchttiger,
PaulaPudding-Kuh ).
Trotz Emanzipation der Frauen sind Rollenklischees
immernoch überall in der Werbung anzutreffen auch
wenn diese sich gewandelt haben. So sind heutzutage
auch dem Sexismus in der Werbung ausgesetzt ( z.B.
Cola light, Wisch-und-weg). Auch Werbung, die für
Kinder gemacht wurde zählt auf Unterschiedlichkeit.
Aber nicht der Individuen, sondern zwischen den
Geschlechtern. Produkte wie das Mädchen Ü-Ei oder
die Mädchenserie von Lego teilen die Kinder schon
früh in zwei Lager. In Mädchenrosa und Jungsblau.
Durch die dazugehörige geschlechtsspezifische
Werbung wird Kindern vermittelt dass sie nicht der
Norm entsprechen, wenn sie sich für die Produkte die
für das jeweils andere Geschlecht bestimmt sind
interessieren. Aber nicht nur Spielzeug und Kleidung
werden so beworben. Selbst Nahrungsmittel sollen
speziell Jungen oder Mädchen ansprechen ( z.B. Hello
Kitty Kekse & Bob der Baumeister Nudeln ). Somit
nimmt Gender Marketing für Kinder großen Einfluss
auf die Entwicklung und Sozialisation ihrer jungen
Zielgruppe und damit auch auf unsere zukünftige
Gesellschaft.
Schulung der medialen Kompetenz des Kindes:

- Informieren Sie sich über das was ihr Kind sich ansieht und welche Produkte beworben werden und welche Rollenbiler vertreten sind.

- Sprechen Sie mit Ihrem Kind über Inhalte des Programms und der Werbung, damit es sie zu unterscheiden lernt.

- Informieren Sie Ihr Kind darüber, was Werbung eigentlich bezweckt und wie sie Menschen beeinflussen kann.

- Helfen Sie Ihrem Kind dabei, zwischen seinen eigenen Wünschen und den von der Werbung suggerierten zu unterscheiden

_ Fragen Sie Ihr Kind wie es über geschlechtsspezifische Produkte denkt. ( siehe Video )
- Das Kind tut im Spiel so, als sei es erwachsen und kann so soziale Rollen üben und austesten. Das Spielmittel hat dabei die Funktion einer Art Werkzeug zur Unterstützung der kindlichen Imagination. Dies sollte nicht zu dem Fehlschluss führen, dass das Spielzeug möglichst realistisch sein sollte um die Imagination zu fördern.
Die Frage, die sich beim Betrachten dieser Aspekte der Spieltheorie im Zusammenhang zur Gender-Debatte stellt, ist:
Bücher:

"Spielzeug - Handbuch zur Geschichte und Pädagogik der Spielmittel", Heinz Retter, Beltz Verlag, 1979

"Vom ersten Tag an anders", Simon Baron-Cohen, Patmos Verlag, 2004

"Spielen als pädagogische Maßnahme", Michaela Grubbauer, VS Verlag für Sozialwissenschaften, 2011

"Jungen sind anders, Mädchen auch", Melitta Walter, Verlagsgruppe Random House, 2005

"Geschlecht lernen - Gendersensible Didaktik und Pädagogik", Maria Buchmayr (Hrsg.), Studienverlag, 2008
Internet:
Kann das Spielmittel durch seine Beschaffenheit die Rollenausprägung beeinflussen?
Was ist Empathie?

- Sich spontan und natürlich auf Gedanken und Gefühle anderer einstellen zu können
- Stimmungsveränderungen werden erkannt, Gründe dafür können antizipiert werden
- Die eigene Weltanschauung ist nicht absolut -> andere können nachvollzogen werden
- Es gibt 412 semantisch voneinander klar getrennte Emotionen -> je emphatischer ein Mensch ist, desto besser kann er diese differenziert erkennen. Dies ist vergleichbar mit der Wahrnehmungsfähigkeit von Farbschattierungen oder unterschiedlichen Gerüchen.
- Emphatie bedeutet, tatsächlich mitzufühlen, so dass es sehr schwer fällt anderen Gewalt (auch psychischer Art) zuzufügen
Was ist Systematisieren?

- Systematisieren ist der Drang Systeme zu begreifen und aufzubauen
- Systeme sind nicht nur Maschinen (wie Werkzeuge, das Innere einer Uhr oder auch ein Musikinstrument), sondern alles was folgendem Schema folgt:

Input -> Operation -> Output.

Demnach fallen unter Systeme auch Dinge wie Mathematik, Physik, Logik, das Klima, Militärstrategien, Büchereien, Briefmarkensammlungen, die Wirtschaft, Unternehmen, gesellschaftliche Gruppen und politische Systeme
- Beim systematisieren wird zunächst geschaut, welche die veränderlichen Faktoren eines Systems sind. Dann wird beobachtet was beim Verändern der Faktoren geschieht, so dass schließlich die Gesetzmäßigkeiten erkannt und so Prognosen getroffen werden können.
Die "Empathizing-Systemizing-Theory"
Es gibt nach aktuellem wissenschaftlichen Stand fünf Ebenen von Geschlecht:

1. genetisches Geschlecht - 23. Chromosomenpaar ist XX oder XY
2. gonadisches Geschlecht - Hoden oder Eierstöcke
3. genitales Geschlecht - äußere Merkmale wie Penis, Vagina
4. Hirntypus - eher S- oder eher E-Gehirn
5. geschlechtstypisches Verhalten
- Die Punkte 1-3 sind durch Pädagogik und Didaktik nicht beeinflussbar.

- Die Umwelteinflüsse auf Punkt 5 sind Inhalt von Pädagogik und Didaktik.

- Wie / Ob Einfluss auf den Hirntypus (Punkt 4) genommen werden kann ist noch nicht klar. Es ist allerdings anzunehmen, dass sich unterschiedliche Spielmittel positiv auf einzelne Fähigkeiten wie Empathiefähigkeit oder Systematisierungsvermögen auswirken.
Was bedeutet Geschlecht?
Doku - Der große Unterschied
Die Entstehung und Entwicklungsgeschichte von Spielmitteln
- Erste Funde von Spielzeug als Beigabe in Kindergräbern gibt es bereits aus der Steinzeit (Rasseln, Pfeifen, Figuren u.ä.)

- Aus dem alten Ägypten gibt es schon fortgeschrittenere Spielmittel, wie aufwändige, bemalte Tierfiguren oder auch einfache Brettspiele.

- Bei den Griechen und Römern im Altertum gibt es erste Funde geschlechtsspezifischen Spielzeugs. Jungen wurden mit Spielmitteln wie Holzschwertern, Soldaten- und Gladiatorenfiguren auf ihre spätere soziale Rolle vorbereitet. Für Mädchen gab es Miniaturmöbel und -geschirr sowie kleine Puppen.

- Im Mittelalter wurden die Spielmittel, welche Jungen und Mädchen auf ihre späteren Aufgaben in der Gesellschaft vorbereiten sollten immer detaillierter und entwickelten sich weiter. Die meisten Spielmittel waren den gehobenen sozialen Schichten vorbehalten, da nur diese die ökonomischen Mittel und auch die Zeit zum Spielen besaßen.
Für Jungen wurden Ritter- Tunier- und Jagdfiguren sowie Miniaturausgaben von Waffen wie Armbrüsten und Bögen angefertigt, für Mädchen gab es Puppen, Puppenstuben und Nähutensilien, welche den weiblichen Nachwuchs auf das spätere Leben vorbereiten sollten.
Es entstanden erste Fachbetriebe und Zentren einer frühen Spielzeugfertigung.

- Mit der Industrialisierung kamen komplexe Technische Spielmittel wie Dampfmaschienen auf. Mit steigendem Wohlstand der Bevölkerung nahm auch die Verbreitung von Spielmitteln zu.

- Als besonders wichtig für die Entwicklung der Spielmittel ist Friedrich Fröbel (1782-1852) hervorzuheben. Fröbel war ein Schüler Pestalozzis. Auf ihn geht die´Bezeichnung "Kindergarten" zurück, und er war einer der ersten die eine Spieltheorie entwickelten und sich mit didaktisch wertvollen Spielmitteln auseinandersetzten. Von ihm entwickelte Grundlagen besitzen teilweise bis heute Gültigkeit und haben noch immer einen großen Einfluss.

- Seit der massenhaften Verbreitung von Medien und Werbung hat auch der Absatz und die Verbreitung von Spielmitteln stark zugenommen. Heute werden Spielmittel in der Regel als Massenprodukte produziert und können teilweise sehr günstig erworben werden. Auch die Ausdifferenzierung geschlechtsspezifischen Spielzeuges ist sehr stark voran geschritten was zum Teil heftig kritisiert wird.
http://de.wikipedia.org/wiki/Friedrich_Fr%C3%B6bel
F. Fröbel
Welche Thesen lassen sich daraus ableiten?
Gender Marketing
- Spielmittel können dazu beitragen, vorhandene Rollenstrukturen aufrecht zu erhalten und zu fixieren. Dies geschieht zum einen durch eine einseitige Förderung der Geschlechter und zum Anderen durch das Verfestigen von Klischees.

- Es gibt anscheinend eine Korrelation zwischen den verschiedenen Arten von Spielmitteln die sich entwickelt haben, und der "Empathising-Systemizing-Theorie" von Simon Baron-Cohen.

- Mit Spielmitteln können je nach Typus (systemisch-technische bzw. Spielmittel für Rollenspiele) verschiedene Denkstrukturen (systemisch oder emphatisch) gefördert werden und es kann dadurch der Hirntypus, welcher eine der Ebenen von Geschlecht ist, beeinflusst werden
http://prezi.com/kp1ricihhx6f/vom-ersten-tag-an-anders/?kw=view-kp1ricihhx6f&rc=ref-32003167
Mehr Informationen zu den Geschlechtsunterschieden und neuen Erkenntnissen darüber gibt es in dieser Video-Dokumentation:


In folgender Prezi werden Simon Baron-Cohens Theorie, sein Buch "Von Anfang an anders", sowie weitere Hintergründe zum Thema von mir vorgestellt: http://prezi.com/kp1ricihhx6f/vom-ersten-tag-an-anders/?kw=view-kp1ricihhx6f&rc=ref-32003167
Kategorien von Spielmitteln
Es gibt Spielmittel welche technisch-systemisch aufgebaut sind (wie z.B. LEGO, Spielzeug-Eisenbahnen, Sammelalben, Murmelbahnen etc.) und somit systemisches (siehe unten) Denken fördern, und es gibt Spielmittel welche für Rollenspiele konzipiert wurden (Puppen, Stofftiere, Spielzeug-Telefone etc.) welche emphatisches (siehe unten) Denken fördern. Man kann fast alle Spielmittel in eine der beiden Kategorien einordnen. Darüber hinaus kann man noch Musikinstrumente sowie die Kreativität fördernde Spielmittel wie Mal- und Bastelmaterialien als eigene Kategorie die relativ neutral ist ansehen.

Das Spielmittel muss nicht in der ursprünglich intentionierten Art und Weise benutzt werden. Man kann Puppen auch werfen oder auseinander nehmen, genauso wie man Spielzeug-Autos Dialoge führen lassen und sie für Rollenspiele benutzen kann. Die Zugehörigkeit eines Spielmittels in eine der oben genannten Kategorien hängt somit nicht von der Beschaffenheit des Spielmittels sondern von der Art und Weise seiner Verwendung ab.
Sollte man im Sinne einer universellen Gleichheit von Menschen versuchen, geschlechtliche Unterschiede durch gezielten Einsatz von dem gegenteiligen Geschlecht zugeordneten bzw. genderneutralen Spielmitteln auszugleichen?

Oder sollte man stattdessen im Sinne einer individuellen Förderung von Neigungen und Fähigkeiten die Geschlechtsspezifität von Spielmitteln aufrecht erhalten und fördern?

Wäre ein Mittelweg aus beidem eine gute Lösung, oder würde ambivalentes Verhalten die Problematik nur komplexer machen und nicht vorhersehbare Auswirkungen hervorrufen?
Die meines Erachtens wichtigsten Fragen die man sich stellen sollte sind:
- ein relativ neuer Zweig des Marketings
- beruht auf Studien, die die Unterschiede zwischen Mädchen und Jungen herausarbeiten ( Gender Studies )
- die Ergebnisse der Gender Studies werden pauschalisiert und für Marketing-Strategien genutzt.
- Der Hauptteil, der von Kindern gesehenen Werbung besteht aus Fernsehwerbung. Aber auch Werbung in Zeitschriften, Radio, Plakaten, Kino oder im Internet arbeiten mit Gender Marketing für Kinder.
- Selbst wenn das Produkt geschlechtsneutral ist ( Nudeln, Stifte ), kann Gender Marketing eingesetzt werden um die Kaufentscheidung der Kinder zu beeinflussen.
Spielzeug aus derAntike
Bäm!
Entwicklungen

Im Laufe der Jahre haben sich die Geschlechterrollen in der Gesellschaft stark gewandelt, das Stereotype Bild von Männern und Frauen hat sich geändert. Somit gab es auch in den Medien eine deutliche Entwicklung der Rollenverteilung. Ich werde hier ein paar Beispiele erläutern, welche die Entwicklung verdeutlichen.
In den alten Märchen und Sagen wurden Männer oft als Helden dargestellt, sie retteten ihr weibliches Opfer vor dem Bösen. Sie waren mutig, stark und ihr Status in der Gesellschaft war meistens ein sehr hoher, oft wurde von Prinzen berichtet. Es war nicht selten, dass die Figuren in der Geschichte keinen Namen bekamen, es wurde dann nur von dem Prinz erzählt, denn der gesellschaftliche Status schien auszureichen.
Das weibliche Geschlecht nahm meist die Opferrolle ein, allein war sie hilflos und verloren, es gab für sie keine Möglichkeit unabhängig zu existieren. Solche Geschichten vermitteln den Kindern schon im frühen Alter wer das Starke und wer das schwache Geschlecht ist. Die Frau oder das Mädchen wurde zu der Zeit immer als schön und vom Mann abhängig dargestellt. Geschichten die nur von Frauen und ihren Abenteuern handelten gab es nicht, sie wurden nur in Verbindung mit Männern als Mutter, Tochter oder Frau erwähnt. Das Bild vom starken und schwachem Geschlecht hielt sich sehr lange in den Medien.
Mit der zunehmenden Gleichberechtigung der Frau entwickelten sich auch die Mediendarstellungen von Rollenbildern.
So erschien 1944 das Kinderbuch Pippi Langstrumpf, dieses gilt als literarisches Vorbild für die Frauenbewegung und den Feminismus. Es zeigt entgegen der traditionellen Rollenbilder ein Mädchen, das mit ihrer gesellschaftlich vorgegeben Rolle bricht, stark, ungehemmt, lustig,rebellisch und unbeeindruckt von Autoritäten ist.
Ein weiteres Beispiel für die Entwicklung zeigen auch die für Kinder sehr beliebten Disney Filme. So erschien im Jahr 1950 der Film Aschenputtel, die Geschichte ist zwar schon seit Jahrhunderten bekannt, doch die Verfilmung sorgte für eine starke Verbreitung und Beliebtheit bei Kindern. Der Film zeigt eine klare und veraltete Rollenverteilung. Aschenputtel verlässt nie das Haus, ihre Aufgaben bestehen nur aus Haushaltsaufgaben, ihr höchstet Lebensziel und größter Wunsch ist die Heirat mit einem Prinzen, der sie aus ihrer entsetzlichen Lage befreit.. Interessant ist auch der Punkt, dass Aschenputtel nur durch den Tod ihres Vaters, also ihres Beschützers, in diese Lage gekommen ist.
Die männliche Rolle in dem Film ist die des namenlosen Prinzen. Er rettet Aschenputtel mit der Heirat und ist somit der Held der Geschichte, ohne ihn hätte es für Aschenputtel keinen anderen Ausweg gegeben.
Dieses Auftreten der beiden Geschlechterrollen vermittelt Kindern wieder wie ein Mann und eine Frau zu sein haben. Für die Frau ist es in diesem Beispiel das höchste Ziel im Leben einen Mann zu finden und zu heiraten, am besten einen Prinzen, zu moderner Zeit würde ein wohlhabener Mann die Position übernehemen.
Für Männer hingegen ist es wichtig einen hohen Status zu erreichen und eine hohe Position in der Gesellschaft zu erlangen. Er ist das starke Geschlecht und darf keine Schwächen zeigen.
Um die Entwicklung zu verdeutlichen möchte ich hier jetzt einen klaren Gegensatz zu Aschenputtel darstellen. Fast 50 Jahre später brachte Disney den Film Mulan raus. Er handelt von einer chinesischen Kämpferin die mit Mut, Tapferkeit und Verstand ihr eigenes Abenteuer erlebt. Ganz im Gegensatz zu Aschenputtel ist es nicht ihr höchstes Ziel einen Mann zu finden und zu heiraten, obwohl dies in ihrer Gesellschaft von ihr erwartet wird. Sie kämpft anstelle ihres Vater im Krieg für ihr Land und um den Kaiser zu schützen. In diesem Film wird nicht nur die Rolle des weiblichen Geschlechts verändert, sondern auch die des männlichen, denn dieses Mal übernimmt eine Frau die Rolle der Heldin und die männlichen Figuren übernehmen die der hilfsbedürftigen Personen.
Desweiteren möchte ich hier noch ein aktuelles Thema erläutern. Wie schon zuvor erwähnt, geben Medien auch Schönheitsideale vor in denen sich die Kinder wiederfinden wollen.
Viele Kinder gucken schon in sehr jungen Jahren die Casting-Show "Germanys next Topmodel". Die Mädchen in der Show sind oft selbst erst 16 oder 17 Jahre alt und haben Körpermaße die für die Bevölkerung eher ungewöhnlich sind. Sie sollen sehr groß und sehr schlank sein ansonsten haben sie keine Chance und werden sofort "ausgemustert". Die Mädchen werden also nur nach ihrem Äußeren bewertet. In der aktuellen Staffel gab es einen Fall wo ein Mädchen, als zu dick und ungeeignet betitelt wurde, weil sie einen Hüftumfang von 100 cm hatte. Kinder nehmen sich solche Beispiele als Ideale und versuchen diese nachzuahmen. Ihnen wird von klein auf an vermittelt wie ein Schönheitsideal aussehen muss und das sie nur weiterkommen wenn sie diesem Ideal entsprechen. Sie nehmen solche Ideale als Maßstab um sich selbst zu bewerten und sind oft frustriert, wenn sie diesem Ideal nicht entsprechen.
Es ist deutlich zu erkennen, dass es große Entwicklung in den Medien, bezüglich der Rollenbilder, gab. Die Gleichberechtigung der Frauen erhielt auch in den Medien ihren Platz und aus schönen Prinzessinen wurden starke, selbstbewusste Frauen. Auf der anderen Seite wurden aus mutigen Prinzen und tapferen Rittern gefühlvolle Väter und Söhne die auch mal Schwäche zeigen dürfen.
Natürlich lässt sich die Geschlechterrolle in den Medien, bei dem heutigen Medienspektrum, nicht auf jedes Medium pauschalisieren, doch in der allgemeinen Entwicklung lässt sich deutlich erkennen, dass sie sich verändert hat.
Desweiteren möchte ich hier noch kurz erwähnen, dass sich der Einfluss der Medien, durch ihre stärkere Präsenz vergrößert hat, gerade Kinder verbringen immer mehr Freizeit damit, sich mit Medien zu beschäftigen.
Vorraussagend lässt sich darauf schließen, dass die Medienpräsenz steigen wird und Kinder und die Eltern noch weiter mit dem Thema konfontiert werden.
youtube.com

Google-Bildersuche
Der Einfluss von Spielzeug auf die Geschlechterrollen

"Männer sind das starke und Frauen das schwache Geschlecht. Frauen reden ununterbrochen und Männer können nicht zuhören. Mädchen tragen rosa Kleidchen und spielen mit Puppen, Jungen prügeln sich gern und lieben Autos."
Manche Dinge ändern sich eben nie, zumindest nicht in den Köpfen der meisten Menschen.
So auch die Geschlechtsstereotypen, welche kognitiv kulturspezifische Erwartungen in Form von Geschlechtsrollen repräsentieren.
Unbewusst haben sich viele Vorurteile und Verallgemeinerungen in uns verankert, welche Verhaltensweisen typisch für Männer sind und welche Eigenschaften besonders Frauen auszeichnen. Aber woher kommt das? Sind Männer und Frauen wirklich so verschieden? Oder basieren die Verhaltensklischees auf den biologischen Ursprung?
Alles Klischees?!
Ursprünge und Entwicklung von Geschlechterrollen
Im Wesentlichen werden drei Erklärungsversuche für die Entstehung von Geschlechtsunterschieden herangezogen:
Theorien der Entstehung von Geschlechtsunterschieden
biologische Sichtweise
soziologische Sichtweise
psychologische Sichtweise
Der biologische Theorieansatze geht von genetischen Gründen für die Entstehung von Geschlechtsunterschieden aus und schließt daraus auch auf unterschiedliche Verhaltensweisen der Geschlechter. D.h. dass, die biologischen Mechanismen, die für die körperlichen Unterschiede verantwortlich sind, auch eine Bedeutung für psychische Phänomene, wie das Verhalten der Menschen haben.
eine besondere Wirkung auf das geschlechtsspezifische Verhalten haben:

Chromosomen, Keimdrüsen und Hormone
Ob man eine Frau oder ein Mann wird bestimmt das 23. Chromosomenpaar.
Bis zur 6. Schwangerschaftswoche sehen Embryonen gleich aus, danach erfolgt die Differenzierung der Keimdrüsen. Dadurch entstehen die inneren und äußeren Geschlechtsorgane. Bei XX-Organismen entwickeln sich Eierstöcke, bei XY-Organismen sind es die Hoden. Hormone lösen dann die weitere Ausbildung der männlichen und weiblichen Sexualorgane aus. Hormone beeinflussen die Ausbildung der Sexualorgane und das Sexualverhalten, sowie die Differenzierung unterschiedlicher Teile des Zentralnervensystems, die geschlechtsspezifisches Verhalten steuern.

Allerdings läuf es in der Realität nicht immer alles so unproblematisch ab wie sich das die Theorie ausmalt. Dies zeichnet sich in den vielen Formen der Intersexualität ab.
Jahr Fernsehen Hörfunk Tageszeitungen Bücher Zeitschriften, Illustrierte Schallplatten, CD, MP3-Player (05)Wochenzeitung Internet
1977 126 Minuten 95 Minuten 27 Minuten 11 Minuten 11 Minuten 11 Minuten unter Tageszeitungen -
1992 106 Minuten 96 Minuten 32 Minuten 28 Minuten 20 Minuten 18 Minuten 6 Minuten -
2005 220 Minuten 221 Minuten 28 Minuten 25 Minuten 12 Minuten 45 Minuten 15 Minuten 80 Minuten
http://de.wikipedia.org/wiki/Spielzeug#Geschichte
Mehr über die Geschichte des Spielzeugs:
Wie wirken Spielmittel auf die Ausprägung der Geschlechterrolle ein?
Ich möchte Ihnen in diesem Teil vorstellen, wie das kindliche Spiel und die dabei verwendeten Spielmittel auf den Prozess der Rollenausprägung des Kindes Einfluss nimmt.
Anstatt einzelne Spielmittel zu analysieren werde ich versuchen Ihnen einen Überblick über Spielmittel zu verschaffen und Kategorisierungsansätze entwickeln, die Sie dazu ermächtigen sollen die Auwirkungen verschiedenener Spielmittel selbst zu bewerten.
Als erstes werde ich hierfür die Entstehungsgeschichte der Spielmittel kurz darlegen.

Wenn Sie zu einzelnen Themen noch weitergehende Informationen suchen, sollten sie sich die eingebetteten Links und Videos sowie das Quellenverzeichnis unten rechts in diesem Kasten ansehen.
Nachdem Sie nun einen Überblick darüber bekommen haben, wie die Spielmittel entstanden sind, möchte ich die Frag erörtern, warum es Spielmittel gibt, und welche Funktion sie haben.
Nachdem nun klar ist, welche Funktion das Spiel und die Spielmittel haben, ist die nächste sich stellende Frage, wie sich unterschiedliche Spielmittel auswirken.
Hierfür werde ich verschiedene Kategorien von Spielmitteln aufstellen, Thesen über deren Auswirkungen aufstellen, und dies versuchen in Zusammenhang mit der Entstehung der Geschlechterrollen zu setzen.
Dafür wird auch die Frage angesprochen werden, welche Faktoren eine Geschlechterrolle ausmachen und wodurch diese beeinflusst werden können.
Die Mediennutzung in Deutschland
Um diese Kategorien weiter zu verdeutlichen, und den Zusammenhang dieser Kategorien zur Geschlechterrolle darzulegen, werde ich nun die "Empathizing-Systemizing-Theory" des britischen Experimantalpsychologen und Autismusexperten Simon Baron-Cohen vorstellen.
Welchen Anteil Systematisierungs- bzw. Empathiefähigkeit an der Geschlechterrolle haben, erkennt man, wenn man sich die verschiedenen Ebenen von Geschlecht genauer ansieht.
Hierbei wird wieder einmal deutlich wie viele Dimensionen die Thematik besitzt, und dass man einzelne Einflüsse niemals überbewerten darf.
Mich selbst führen die dargestellten Informationen und Thesen zu folgenden Schlussfolgerungen.
Meine Kommentare in den Kreisen werden sie durch diesen Teil der Präsentation führen und die einzelnen Zusammenhänge verdeutlichen.
Mehr zu Spieltheorien können Sie im ersten Teil des folgendes Buches lesen:
"Spielen als pädagogische Maßnahme", Michaela Grubbauer, VS Verlag für Sozialwissenschaften, 2011
ISBN: 978-3-531-18142-4
Wodurch werde ich eine Frau?
Wodurch werde ich ein Mann?
Mehr über Friedrich Fröbel:
http://de.wikipedia.org/wiki/Friedrich_Fr%C3%B6bel
Inhalt:

1. Ursprünge und Entwicklung von Geschlechterrollen

2. Der Einfluss pädagogischer Strömungen auf Rollenbilder

3. Der Einfluss von Spielzeug auf die Geschlechterrollen

4. Die Einflüsse der Medien auf die Geschlechterrollen

5. Der Einfluss von Marketing auf die Geschlechterrollen

Julian Eicke
Liebe Leser...
Wir möchten Sie herzlich zu unserer Prezi begrüßen. Die Prezi ist wie ein multimediales Buch zu betrachten, anhand dessen Sie sich in die Entstehung der Geschlechterrollen in der Geschichte der Pädagogik autodidaktisch einarbeiten können. Um einen Überblick zu bekommen lassen sie sich einfach vom Pfad mit Hilfe der Pfeiltasten führen. Wenn Sie etwas noch einmal nachlesen möchten, können Sie sich mit Hilfe der Maus jederzeit frei bewegen und mit dem Mausrad oder den Buttons am rechten Rand herein- oder herauszoomen. Wenn Sie erneut eine Pfeiltaste benutzen wird die Prezi an der zuletzt betrachteten Stelle fortgesetzt.
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Wir wünschen Ihnen viel Spaß.
Eine autodidaktische Heranführung
Fazit
Ein Beispiel für Kritik an geschlechtsspezifischem Spielzeug:
- Es gibt "E-" (empathische) und "S-" (systemische) Anteile in Gehirnen
- Bis auf wenige Extremfälle ist in fast allen Menschen beides veranlagt.
- Simon Baron-Cohen teilt die Gehirne in 5 Kategorien ein:
- Typ E (E>S) [bei ca. 65% der Frauen]
- Typ S (S>E) [bei ca. 65% der Männer]
- Typ B (S=E)
- Typ extrem E (E>>S)
- Typ extrem S (S>>E)
Wichtig:
In einer Theorie können immer nur statistische Werte betrachtet, aber KEINE Rückschlüsse auf ein einzelnes Individuum gezogen werden. Täte man dieses, so würde man sich ähnlicher Mechanismen bedienen, wie es sie im Rassismus und im Sexismus gibt.
E
S
Quellen:
Fernsehen, Internet und Co., Detlef Drewes, Sankt-Ulrich-Verlag, 2002

Typisch Mädchen? Typisch Junge?, Gerd Brenner, Franz Grubauer (Hrsg.), 1991

Männergeschichte Gechlechtergeschicht, Thomas Kühne (Hrsg), 1996

www.wikipedia.de
www.Blaenderfrauen.org
www.undaction.de
www.garteneckebrücken.de
Laut diesem Theorieansatz lernt das Kind seine eigene Rolle kennen, indem es am Rollensystem der Familie teilnimmt. Es beschreibt den Aspekt der Rollenübernahme durch Lernen am Vorbild: demnach übernimmt das Kind die eigene Geschlechtsrolle, nachdem es die eigene Geschlechtlichkeit identifiziert und die unterschiedliche Rollenverteilung von Mutter und Vater in der Familie anerkennt. Das unterschiedliche Verhalten der Geschlechter gilt hier als anerzogen bzw. erlernt und nicht als biologisch verankert.
Es lassen sich im wesentlichen vier verschiedene psychologische Theorieansätze aufzeigen, die zu erklären versuchen, warum Mädchen und Jungen schon im frühem Alter unterschiedliche Verhaltensrepertoires, Interessen und Beschäftigungsvorlieben haben. Dabei liegt das Schwergewicht der Geschlechterrollenentwicklung auf der Entwicklung in der Kindheit und der Rolle der Eltern.
Die Bekräftigungstheorie behauptet, dass geschlechtsspezifisches Verhalten dadurch zustande kommt, dass Jungen und Mädchen schon im Kleinkindalter für bestimmte Verhaltensweisen, bekräftigt werden. Für Verhalten, dass ihrem Geschlecht angemessen erscheint, wird Lob, Zustimmung, Anerkennung oder direkte Belohnung beschert, während ihrem Geschlecht unangemessene Verhaltensweisen ignoriert, kritisiert und teilweise durch Liebesentzug bestraft werden. Die Bekräftigungstheorie basiert also darauf, dass bestimmte dem Geschlecht entsprechende Verhaltensstereotype existieren und Eltern ihre Kinder diesen Stereotypen gemäß erziehen, d.h., dass Eltern ihre Kinder unterschiedlich behandeln.
Bekräftigungstheorie
Die Imitationstheorie postuliert, dass Jungen und Mädchen ihr geschlechtstypisches Verhalten dadurch erwerben, dass sie gleichgeschlechtliche Modelle beobachten und deren geschlechts-angemessenes Verhalten nachahmen und übernehmen.
Eine wichtige Rolle spielt dabei - und hier trifft sich die Imitationstheorie mit der Bekräftigungstheorie-, ob das beobachtete Modellverhalten erfolgreich oder erfolglos ist, auf Anerkennung oder Kritik stößt, belohnt oder bestraft wird: nachgeahmt wird vor allem das erfolgreiche Modellverhalten.
Konkret wird also angenommen, dass Jungen ihre Väter bzw. andere männliche Vorbilder, und Mädchen ihre Mütter bzw. andere weibliche Vorbilder nachahmen.
Imitationstheorie
Die Identifikationstheorie geht davon aus, dass den sogenannten Primärbeziehungen eine zentrale Bedeutung bei der Ausbildung geschlechtsspezifischen Verhaltens zukommt. Im Laufe der ersten Lebensjahre entwickelt sich zwischen dem Jungen / Mädchen und seiner wichtigsten Bezugsperson - angenommen wird, dass es sich hierbei um die Mutter / Vater handelt - eine intensive gefühlsmäßige Beziehung und Bindung.
Diese Beziehung ist Grundlage und Anlas dafür, dass sich das Mädchen mit der Mutter, der Junge mit dem Vater "identifiziert", d. h. sich innerlich mit dem gleichgeschlechtlichen Elternteil als identisch, oder zumindest sehr ähnlich erlebt.
Das Gefühl des Gleichseins bewegt den Jungen bzw. das Mädchen dazu, vom Vater bzw. der Mutter in umfassender Weise innere Einstellungen und Werthaltungen und äußere Verhaltensmuster zu übernehmen.
Identifikationstheorie
kognitive Theorie
Die kognitive Theorie geht davon aus, dass sich die geistige Entwicklung des Menschen gesetzmäßig und sozusagen von innen gesteuert in mehren Stadien vollzieht.
Das Kind setzt sich aktiv mit seiner physikalischen und sozialen Umwelt auseinander und erwirbt so Wissen und ein immer differenzierteres Urteilsvermögen auch über geschlechtsbezogene Merkmale und Inhalte, die für seine Kultur als typisch für Frauen und typisch für Männer bezeichnet werden. Dabei ordnen das Kind sich selber und andere Personen dem weiblichen oder männlichen Geschlecht eindeutig zu.
Diese Zuordnung erfolgt während der früheren Kindheit vor allem durch äußere Merkmale wie Frisur, Kleidung oder Körperbau. Ferner kommen Verhaltensweisen, Beschäftigungsvorlieben oder Einstellungen und Haltungen hinzu.
Gender vs Sex
Wir beginnen in der Prezi ganz unten mit den grundlegenden Informationen, und werden uns von dort ausgehend nach oben arbeiten.
Als Grundlage für diese Prezi werden Sie zuerst erfahren, welche Ursprünge die Geschlechterrollen haben und wie sie sich entwickelten.
Nachdem die wichtigsten Grundlagen nun deutlich gemacht wurden, werden wir mit dem Einfluss pädagogischer Strömungen auf die Rollenbilder fortfahren.
Es geht dabei darum, die Bedeutung der Pädagogik für die Rollenbilder anschaulich zu verdeutlichen.
In den ersten beiden Abschnitten haben Sie nun einen grundlegenden Einblick in die Thematik bekommen. Sie wissen, was Geschlechterrollen sind, wie sie sich entwickelt haben, und wie sie durch die Pädagogik beeinflusst werden. In den nächsten drei Kapiteln werden wir uns detailliert mit 3 verschiedenen Umwelteinflüssen, welche sich auf die Rollenfindung auswirken, beschäftigen. Hierbei möchten wir Ihnen verdeutlichen, wie vielfältig die Einflüsse auf das Kind in unserer Gesellschaft sind, und Ihnen aufzeigen, wie solche Einflüsse erkannt, bewertet und beeinflusst werden können. Wir beginnen hierbei mit dem Einfluss der Spielmittel.
Neben den Spielmitteln haben auch Medien und Literatur großen Einfluss auf die Ausprägung der Geschlechterrollen. Wie genau diese Einflüsse aussehen und welche Auswirkungen sie haben, erfahren Sie im folgenden Kapitel.
Im letzten Kapitel widmen wir uns dem Einfluss des Marketings. Dies ist gerade in unserer heutigen Gesellschaft, mit ihren vielfältigen medialen Einflüssen ein wichtiger Punkt. Es soll verdeutlicht werden, wie das Marketing auf die Geschlechterrollen einwirkt und welche Bedeutung es im Prozess der Rollenausprägung einnimmt.
Hier sind Sie am Ende der Prezi angekommen.
Wir empfehlen Ihnen, wenn Sie noch weitere Fragen haben, die eingebetteten Links, Videos und Literaturangaben in den Kapiteln und ihren jeweiligen Quellenverzeichnissen noch einmal anzusehen. Die Quellenverzeichnisse finden Sie, wenn Sie mit den Pfeilen noch weiter navigieren.
Uns ist natürlich bewusst (was Ihnen im Verlauf der Lektüre sicherlich auch aufgefallen ist), dass das Thema so umfangreich ist und so viele Dimensionen besitzt, dass diese Arbeit keinen anderen Anspruch haben kann, als Ihnen einen Überblick über die unseres Erachtens wichtigsten Punkte zu geben. Dennoch hoffen wir, Ihnen eine gute Grundlage vermittelt zu haben, anhand derer Sie sich vertieft in die Problematik einarbeiten können, und dass wir Ihnen beim Finden weiterreichender Informationsquellen eine Hilfestellung waren.
Wir möchten uns an dieser Stelle von Ihnen verabschieden, und hoffen das unsere Prezi Ihnen gut gefallen hat.

J. Schiewe, J. Tewes, J. Normann, J. Drevila, J. Eicke
J. Drevila J. Eicke J. Normann J. Schiewe J. Tewes
Unter dem Begriff Geschlechterrollen werden Verhaltensweisen verstanden, die in einer Kultur für ein bestimmtes Geschlecht als typisch oder akzeptabel gelten. So unterscheiden sich in fast allen Gesellschaften Männer und Frauen im Hinblick auf ihre Aktivitäten; Frauen kümmern sich um die Kindererziehung und Männer sorgen für Nahrungsbeschaffung.
"Ich bin stark, mutig, abenteuerlustig und kämpferisch. Außerdem bin ich strukturiert, kann logisch denken und habe die besten Führungsqualitäten.

Was hätte die Frau ohne mich gemacht!"
"Ich bin kommunikativ, taktvoll, kompromissfähig, kinderlieb, sensibel und sanft. Außerdem bin ich sozial eingestellt, rücksichtsvoll, organisiert, multitaskingfähig und modebewusst.

Was hätte der Mann ohne mich gemacht!"
oder
?
In unsere Zeit wird in soziologischen und psychologischen Kreisen zunehmend Geschlecht (Sex) und Gender nicht mehr gleichgesetzt, um die kulturell und gesellschaftlich vorgegebenen Geschlechterrollen von den biologischen Gegebenheiten zu unterscheiden.
Gender
Unter Gender versteht man eine bestimmte nicht angeborene Geschlechterrolle (engl. gender role) und Geschlechterfunktion, die mit verschiedenen stereotypen Verhaltensweisen und Merkmalen zusammenhängt. D.h. sie basieren nicht auf biologischen Unterschiede zwischen Mann und Frau. Vielmehr sind die Geschlechterdifferenzen über die Jahrhunderte hinweg aufgebaut worden und wurden durch soziokulturelle Institutionen und Konventionen verstärkt. Auch wenn sie häufig als ‚natürlich‘ wahrgenommen werden, so sind sie es nicht und können verändert werden.
Sex
Sex verweist auf die unterschiedliche anatomische/biologische Geschlechtsmerkmale: Penis bei einem Mann und Vagina bei einer Frau
Wie man erkennt ist der Unterschied zwischen Gender und Sex sehr groß.

Ich kann als eine biologische Frau, sehr männlich aussehen, mich so fühlen, so verhalten, so behandelt werden - dann wäre mein "gender" männlich, mein "sex" aber weiblich.

dieser beiden Unterscheidung zwischen "natürlichem sex" und "künstlichem gender" führt dazu, dass das sex und damit die Einteilung der Menschen in zwei polare Geschlechter als komplett natürlich angesehen wurde.
Somit werden Trans- oder Intersexualität als Krankheiten oder Normabweichungen gesehen.
Beispiel:
Folge
Unsere Geschlechtsrolle wird stark von den Erwartungen geprägt, die unsere Umwelt an uns richtet.
Vorindustriellen Gesellschaft
Die Geschlechterrollen sind meist durch den wirtschaftlich-sozialen Aufbau der Gesellschaft bestimmt, insbesondere der Arbeitsteilung.

wurden die Rollenbilder für Mann und Frau als Maßgabe gesehen, wie die Geschlechter sein mussten. Wer nicht in dieses Bild passte, musste sich ändern. Vor rund 100 Jahren war es für die meisten Menschen ganz selbstverständlich, dass die Interessen einer Frau sich ausschließlich auf die Familie und den Ehemann richten mussten, sodass es für Mädchen und Frauen schlichtweg lange nicht möglich war, andere Interessen auszuleben als diejenigen, die von der Gesellschaft vorgegeben waren. Und auch Jungen und Männer mussten sich den Rollenvorstellungen der Gesellschaft beugen.
Früher
Mann als Patriarchat
Die Rollenverteilung zwischen Mann und Frau war vom Patriarchat geprägt: Der Mann war das Oberhaupt der Familie und die Frau eine abhängige Person. Der Vater hatte auch die Pflicht, sich um das körperliche und sittliche Wohlergehen seiner Tochter zu kümmern. Mit der Heirat übernahm der Bräutigam diese Pflichten. Als Entschädigung für diese Sorgepflicht wurde meist ein Ehevertrag mit einer Mitgift ausgehandelt. In der Regel mussten die Frauen ihre Mitgift selbst verdienen. Sie begann schon im Alter von zwölf Jahren für ihre Mitgift zu arbeiten. Ehen von Adeligen wurden vereinbart.
Zu Beginn des 19. Jahrhunderts lebten mehr als 80 Prozent der Bevölkerung auf dem Lande.Bei der gegenseitigen Partnersuche zählten nicht Schönheit und Zuneigung, sondern Besitz und Arbeitskraft. Voreheliche Beziehungen waren unter Strafandrohungen verboten. Sie wurden aber bei jungen Männern von der Gesellschaftliche akzeptiert, bei jungen Frauen jedoch nicht. Eine Frau, die ein unehelichen Kind zur Welt brachte, galt als verrufen. Nur selten fand sie dann noch einen Ehemann. Sie war von den Almosen der Gemeinde abhängig.
Das Bevölkerungswachstum und die Landflucht der Bauern führten zu einem sprunghaften Anstieg der Stadtbevölkerung. Als Folge entstanden eine soziale Schicht der Fabrikarbeiter und ein Überangebot an Arbeitskräfte. Dies brachte sehr niedrige Löhne für die Arbeiter und hohe Arbeitsstunden mit sich. Frauen und Kinder waren gezwungen arbeiten zu gehen, weil es sonst unmöglich war bei dem damaligen Hungerlohn trotz einer Vollzeitstelle zu überleben. Hier war der Beginn des gesellschaftlichen Wandels ► Auflösung der traditionellen Familien
Veränderungen durch die Industrialisierung
Frauenbewegung
Die Situation gegen Ende des 19. Jahrhunderts
Frauen hatten keine Politischen Rechte
Sie waren sozial abhängig: Zuerst vom Vater, dann vom Ehemann ... nur die Arbeit in der Fabrik
Unverheiratete Frauen hatten kaum Chancen. Ihnen blieb nur die Arbeit in der Fabrik, als Dienstmädchen oder als Gouvernante
Mit ihrem geringen Lohn konnten sie keinen eigenen Hausstand bestreiten.

Frauenrechtlerinnen forderten eine Verbesserung ihrer Lage
Es entstanden Frauenvereine und Frauenclubs
Folgen:
Die Frauenbewegung, deren Ziel die soziale, wirtschaftliche und politische Gleichstellung von Mann und Frau ist, hat ihre Wurzeln im Zeitalter der Aufklärung. Als im 18. Jahrhundert die bürgerlichen Bewegungen begannen, entstanden auch die Ursprünge der ersten Frauenbewegung. Mit Beginn der französischen Revolution entstand der Gedanke, dass alle Menschen gleich seien. Dabei erstellte die französische Revolutionärin und Frauenrechtlerin Olympe de Gouges (1748-1793) im Jahr 1791 die Erklärung der Frau und Bürgerin, in der sie die selben Rechte und Pflichten, die die Männer besaßen, auch für die Frauen einforderte. Diese Einmischung in die Politik der Männer musste Olympe de Gouges 1793 mit ihrem Leben bezahlen; sie wurde enthauptet.

Die Entwicklung der Frauenbewegung ließ sich jedoch nicht mehr stoppen. Ab 1840 gründeten sich in Deutschland erste Frauenerwerbsvereine für Dienstmädchen und Arbeiterinnen, denen zahlreiche weitere Frauenvereine nachfolgten. Auch in den Vereinigten Staaten von Amerika begann die erste Welle der Frauenbewegung, die aus der Anti-Sklaverei Bewegung für Farbige hervorging.

Frauenrechtlerinnen forderten unter anderem das Wahlrecht für Frauen, das Recht auf Arbeit und Bildung sowie den Abbau der Geschlechtsvormundschaft (Vormundschaft über mündige, unverheiratete Frauen und Vormundschaft des Ehemannes).

In Deutschland führte das Engagement der Frauenbewegung schließlich dazu, das das Frauenwahlrecht im November 1918 eingeführt wurde. Nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten im Jahr 1933 wurde die freie Frauenbewegung in Deutschland jedoch durch das NS-Frauenwerk sowie die NS-Frauenschaft ersetzt, deren Ziel es war die traditionelle Frauen- und Mütterrolle wieder aufzuwerten. Nach Ende des 2. Weltkrieges formierte sich die deutsche Frauenbewegung neu und bildete 1947 aus fünfzehn verschiedenen Verbänden den Frauenring.

In den späten 60er Jahren begann die zweite Welle der Frauenbewegung, aus der schließlich die autonome Frauenbewegung der Feministinnen und die reformorientierte Frauenbewegung hervorging. Durch die Bewegung wurde die Rolle der Frau gestärkt und es entstanden Buchverlage, Zeitschriften und Zentren speziell für Frauen.
Der Wunsch nach der Gleichstellung der Frau nahm im Rahmen der Frauenbewegung vor allem in den Siebziger und Achtziger Jahren seinen Höhepunkt. Immer wieder stand aber auch in den vergangenen Jahren die Emanzipation der Frau in den unterschiedlichsten Situationen im Vordergrund. Und so versucht die Damenwelt auf nahezu allen (Fach-)Gebieten zu zeigen, zu was sie fähig sei.
Dritte Welle führte seit den 1990er Jahren dazu, dass Themen wie Gewalt gegen Frauen und berufliche Qualifizierungs- und Aufstiegsmöglichkeiten vermehrt in den Vordergrund gestellt wurden.
Die Errungenschaften der Frauenrechtlerinnen
1892 Mädchen dürfen das Abitur machen
1900 Erste Studentinnen als Gasthörerinnen an der Universität
1908 Frauen dürfen politischen Parteien und Vereinen beitreten
1918 Wahrrecht für Frauen
Frauenrechtlerinnen wurden von der Gesellschaft angefeindet, lächerlich gemacht, verspottet und sogar verhaftet.
Weitere Entwicklungen
Im 19. / 20. Jahrhundert haben eine Reihe sozialer Reformen allmählich zu einer Verbesserung der Lage von Frauen geführt:
Schulpflicht
Kostenloser Schulbesuch
Wohnungshilfen
Finanzielle Förderung von Frauen
Möglichkeiten der Empfängnisverhütung
Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland
Artikel 3:
(1) Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich.
(2) Männer und Frauen sind gleichberechtigt. Der Staat fördert die tatsächlichen Durchsetzung der Gleichberechtigung von Frauen und Männer und wirkt auf die Beseitigung bestehender Nachteile hin.
Heute - Wandel der Rollen für Mütter, Väter und Kinder“
Heute trifft das so nicht mehr zu. Frauen und Männer sind laut Gesetz gleichberechtigt und die meisten Frauen wollen sich ebenso wie Männer nach ihren persönlichen Interessen und Fähigkeiten entfalten. Wir sind uns heutzutage mehr darüber bewusst, dass beide Geschlechter viele Seiten haben. Vor nicht allzu langer Zeit war es noch verpönt, wenn ein Mann Gefühle zeigte, heute finden es zum Glück immer mehr Männer ganz normal. Auf der anderen Seite ist es für uns heute nichts Außergewöhnliches mehr, wenn Frauen privat und im Beruf "ihren Mann stehen" (hier sieht man, dass auch in Sprichwörtern und Redewendungen noch bestimmte Rollenvorstellungen stecken). Aber trotzdem gibt es noch Unterschiede zwischen den Geschlechtern und nach wie vor gibt es Dinge, die viele von uns als "typisch Mann" oder "typisch Frau" ansehen.
Feminismus
Zunkunft der Geschlechterrollen
Harte Zeiten. Und zwar für Männer und für Frauen. Die Ansprüche steigen, die Verhandlungskompetenz auch, und von beiden Seiten wird gnadenlos gepokert und getrickst. Frauen erwarten von Männern zunehmend Verhaltensformen, die man früher als »weiblich« klassifiziert hätte – Kooperation, Fürsorgeverhalten, emotionale Bindungsleistungen. Männer wissen das. Und tun so, als ob. Aber nicht dauerhaft. Männer erwarten von Frauen im Umkehrschluss nicht nur Traumkörper, sondern auch Kumpelhaftigkeit, Stärke und seit neuestem ökonomische Autonomie. Wehe aber, wenn sie dann mehr verdienen als sie selbst – was in einer Gesellschaft, in der Frauen inzwischen besser gebildet sind als die jungen Männer, immer häufiger vorkommt!
Passen also Männer und Frauen unter den Bedingungen der städtischen, globalisierten Gesellschaft einfach nicht mehr zusammen? Werden wir alle ewige Singles mit zwischenzeitlichen Affären? Wie könnte das »längste Drama der Welt«, die Liebe zwischen den Geschlechtern, in Zukunft weitergehen?
Julia Drevila

Feminismus ist sowohl eine intellektuelle Offenbahrung als auch eine politische Bewegung und tritt für Gleichberechtigung, Menschenwürde und Selbstbestimmung von Frauen ein sowie für das Ende aller Formen von Sexismus. Der Begriff bezeichnet heterogene Denkansätze und Theorien, deren gemeinsamer Ausgangspunkt das Widersetzen gegen die Identifizierung von Frauen als eine von Männern unterdrückte Gruppe ist.
Ziel ist die Veränderung der Lebenssituation und -strukturen von Frauen. Feministische Theorien greifen Themen und Erkenntnisbedarf der Frauenbewegungen auf.
„Feminismus ist die Theorie und Frauenbewegung die Praxis.“
"Typisch Mann!"
"Typisch Frau!"
Sind wir wirklich so unterschiedlich?
These
Nun ist deutlich geworden woher die Geschlechterrollen ihren Ursprung haben und wie sie sich entwickeln.
Besonders interessant finde ich die drei Theorien der Entschtehung von Geschlechtsunterschieden. Soll man den Theorienansätzen nachgehen, so könnte man behaupten, dass
gleiches Verhalten von verschieden Geschlechtern unterschiedlich zur Kenntnis genommen und interpretiert wird.

So konnte z.B. in Studien zum Verhalten gegenüber Babys gezeigt werden, dass Betrachterinnen und Betrachter die Reaktion eines Babys entsprechend des Geschlechts unterschiedlich bewerten. Das Weinen eines Jungen wurde auf Ärger zurückgeführt, das Weinen eines Mädchens auf Angst. In beiden Fällen war dasselbe Kind zu sehen, nur der Vorname änderte sich.
Eine andere Studie zu der Bewertung von Gemälden kam zu dem Ergebnis, dass Bilder unabhängig vom Geschlecht des Betrachtenden deutlich höher bewertet wurden, wenn das Bild vermeintlich von einem Mann gemalt wurde.
Gleiches zeigte sich bei der Beurteilung von wissenschaftlichen Aufsätzen. Vorgeblich von Männer stammende Arbeiten wurden intelligenter und überzeugender eingeschätzt.
Diese geschlechterstereotypen Eigenschaften oder Verhaltensweisen, die Mädchen und Jungen bzw. „den Frauen“ und „den Männern“ zugeschrieben werden, sind sexistisch, d.h. sie diskriminieren aufgrund einer starren, geschlechtlichen Zuordnung, die mit ungleichen, hierarchischen Wertungen verbunden ist.
Quellen:
Kinder in der Griechischen Antike

Wurde in Griechenland ein Kind geboren, trug der nackte Vater dieses Kind in einem rituellen Tanz durch das ganze Haus. Für Jungs wurde ein Olivenzweig, für Mädchen ein Wollknäuel über der Tür befestigt. Weibliche Kinder galten als „Mitgift“, d.h. sie mussten verheiratet werden, und der Vater der Braut hatte die Hochzeit und eine hohe Aussteuer zu bezahlen. So wurden die Mädchen oft von ihrem Vater ausgesetzt oder getötet. Dieses Verfahren galt dort aber nicht als Verbrechen oder als unmoralisch. Die wissenschaftliche Demographie hat mit modernen Methoden ( aus Grabfunden, Skelettuntersuchungen) folgendes bewiesen: Weibliche Neugeborene wurden extrem häufig getötet, damit die Bevölkerung in Friedenszeiten nicht so groß werden sollte und das, obwohl die Kindersterblichkeit sowieso schon sehr hoch war und die Anzahl der Männer weitaus größer war als die der Frauen. Dennoch war es angebracht mindestens ein Mädchen großzuziehen, das als „Kindfrau“ zur Heirat „freigegeben“ werden konnte, sobald die ersten Menstruation, die „Menarche“ eingetreten war.
Die Kinder, ob Junge oder Mädchen, wurden bis zu ihrem 7. Lebensjahr gemeinsam in einem Haushalt von der Mutter aufgezogen, Jungs hatten zusätzlich einen eigenen Betreuer, einen „Pädagogen“. Danach durfte der Junge in die Schule eintreten; das Mädchen allerdings musste auf Bildung verzichten und durfte lediglich lernen, den Haushalt zu führen.

Die Jungen gingen vom 7. bis zum 14. Lebensjahr in eine nahegelegen Grundschule oder Privatschule; dann bis zum 18. in eine weiterführende Schule, in welcher sie unterrichtet wurden. Vom 18. bis zum 20. Lebensjahr folgte die Militärausbildung, mit 20 machten sie den Abschluss.
Die Reichen konnten sich die schulische Ausbildung leisten, wohingegen die Armen ihre Jungen ein Jahr oder eben gar nicht ausbilden lassen konnten.
In einigen Familien wurden die Mädchen von der Mutter zur Versorgung des Haushaltes erzogen und nur manchmal in Lesen, Schreiben, Rechnen und Gesang unterrichtet. Selten wurde ein eigener Hauslehrer für das Mädchen engagiert.
Die Erziehung der Mädchen und Jungen läuft völlig unterschiedlich ab. Mädchen aus adeligem Hause bekommen eine geringe Bildung. Sie sollen nur so viel wissen, wie es nötig ist. Die patriarchiale Gesellschaft hatte die Rollen optimal verteilt. Die Frauen sind ans Haus gebunden und nehmen eine gesellschaftliche Randposition ein.
Mit dem Beginn der Epoche Biedermeier ist der Typ Frau nur noch für die Familie zuständig. Das bedeutet das Haus zu putzen, die Erziehung der Kinder, Kochen und Backen, Einmachen und Konservieren, Nähen und Stopfen und bei freier Zeit Häkeln und Handarbeiten.
Janine Schiewe
Der Einfluss pädagogischer Strömungen auf Rollenbilder
Jean Jacques Russeau (1712-1789), ein Philosoph und Pädagoge machte deutlich, dass Mädchen möglichst früh an Zwänge gewöhnt werden müssen, um klar zu machen, dass Abhängigkeit ein natürlicher Zustand ist, der ein Leben lang hält und absoluten Gehorsam verlangt.
Im 19. Jahrhundert ist die Ehe eine verbindliche Institution und wird von nahezu allen Mädchen angestrebt, um nicht als „alte Jungfer“ zu enden. Die bürgerliche Frau verlässt erst ihren Wirkungsbereich des elterlichen Hauses, wenn sie heiratet und mit ihrem Ehemann einen eigenen Haushalt gründet. Eine Hochzeit entsteht nicht durch eine Liebesbeziehung, sondern gilt als eine Zweckgemeinschaft.
Typisch Junge - Typisch Mädchen

In den frauenbewegten 70er Jahren schien die Sache klar zu sein: der Unterschied der Geschlechter - alles nur eine Frage der Erziehung. Die damalige Überzeugung lautete: Als Mädchen wirst du nicht geboren, zum Mädchen wirst du gemacht! „Bewusst“ handelnde Eltern bemühten sich deshalb, die Trennung der Geschlechter schon im Laufstall aufzuheben:

Typisch Junge? Sie schenkten Jungen Puppen und Mädchen Bücher über Bagger - und Fußball. Doch die Bemühungen fruchteten kaum: Statt mit ihren Puppen zu kuscheln, kidnappten die Jungs sie beim Räuber-und-Gendarm-Spiel - und die Mädchen wollten nicht in die Latzhose steigen, sondern träumten davon, Prinzessin zu sein.
Jungen - Das neue schwache Geschlecht
Kinder im alten Rom

Mädchen wuchsen grundsätzlich bei einem weiblichen Familienmitglied auf die Oberschicht hatte manchmal auch eine griechische Sklavin damit ihre Kinder zweisprachig aufwuchsen. Sie spielten mit Blumen, Murmeln, Bällen, Nüssen, Tierknochen und Puppen. Bei der Erziehung achtete man auf Zurückhaltung und Keuschheit. Denn die Mädchen wurden früh verheiratet.

Die weibliche Berufe waren Hebamme und Näherin-
Sehr selten gab es auch Händlerinnen, Sekretärinnen oder Ärztinnen.
Die Mädchen durften falls die Eltern zahlen konnten die Schule besuchen. Sie lernten von ihren Müttern Spinnen und Weben und gegebenenfalls auch das Tanzen, Singen und das Spielen eines Instruments.

Jungen lebten bis zum 7.Lebensjahr bei der Mutter. Ab dann ging die Erziehung in die Hand des Vaters über. Sie gingen in die Schule und lernten von ihrem Vater alles über den Ackerbau, Kampf und das Lesen und Schreiben.
Wichtig bei der Erziehung war Tapferkeit, Disziplin und Gehorsam.
Schon gewusst? Warum blau für Jungen und rosa für Mädchen?


Warum es sich in unserer Kultur eingebürgert hat, dass Jungen in Blau und Mädchen in Rosa gekleidet werden, dafür gibt es widersprüchliche Erklärungen. Eine These lautet: Wurde ein Junge geboren, galt es, den Stammhalter vor Geistern zu schützen. Über Jahrhunderte hinweg vertraute man dabei auf die Farbe Blau als die Farbe des Himmels, dem Königreich des Guten.

Warum aber zog man Mädchen nicht auch blau an? Vermutlich hatte man schon immer das Bedürfnis, auch für die Umwelt klar erkennbar zu machen, ob der Säugling männlich oder weiblich ist. Und so entschied man sich im alten Europa wohl deshalb bei den Mädchen für Rosa, weil es der Hautfarbe des Babys nahe kam und der Farbton als erdverbunden und rein galt.

Sicher ist: Während sich in den vergangenen Jahrhunderten die Menschen stets einen Stammhalter wünschten und man sich bei Mädchen hauptsächlich darum sorgte, wie man die teure Aussteuer zahlen könnte freuen sich Eltern heute mindestens genauso sehr über ein Mädchen wie über einen Jungen.
Vor der Zeit des Nationalsozialismus

Die Rollen der Kinder im späteren Leben waren von vornherein festgelegt: Mädchen würden heiraten und dann den Haushalt leiten und die Kinder groß ziehen. Der Junge würde einen Beruf lernen und damit die Familie ernähren. Diese Erziehung zum Mann/zur Frau wurde von dem entsprechenden Elternteil übernommen und überwacht. Dies geschah entweder total autoritär oder sie ließen den Kindern einen gewissen Freiraum. Eine Kontrolle war aber immer da.
Erziehung im Nationalsozialismus

Hier wurde die Erziehung bis zum 6. Lebensjahr von den Eltern durchgeführt. Danach kamen die Volksschule, höhere Schulen, Lehre und Arbeitsdienst. Es gab nur noch einen Jugendverband (alle anderen wurden verboten oder integriert), die Hitlerjugend. Diese war in vier Gruppen aufgesplittet. Für die 10 - 14jährigen Jungen gab es das ,,Deutsche Jungvolk", gleichaltrige Mädchen gingen zu den ,,deutschen Jungmädeln". Die 14 - 18jährigen Jungen gingen zur ,,Hitlerjugend" und gleichaltrige Mädchen zum ,,Bund Deutscher Mädel". Alle Aktivitäten galten dem Nationalsozialismus und dem Glauben an Hitler. Die Jungen machten harten Sport und Schießübungen. Die Mädchen Ausgleichssport und wurden auf die Aufgaben im Haushalt vorbereitet. Alles im Sinne des Nationalsozialismus.
Erziehung seit den 60er Jahren

In dieser Zeit geschah ein Umdenken in den Köpfen der Leute. A. Neill veröffentlichte die antiautoritäre Erziehungsweise. Frauen haben frühere ,,Männersachen" aufgebrochen und umgekehrt. Sie gewannen immer mehr Rechte, aber auch Pflichten. Dies bezieht sich vor allem auf die Ausbildung und das Berufsleben.
Quellen:

„Einführung und die Pädagogik“ Hermann Giesecke
„Einführung in die Geschichte der Pädagogik“ Knoop/Schwab
„Brauchen Jungen eine andere Erziehung als Mädchen?“ Andreas Neider
http://www1.uni-hamburg.de/spaetmittelalter/Paston/BurmesterErziehung.pdf
http://tms.lernnetz.de/gesch07-kindheitWR-1.pdf
http://www.welt.de/wissenschaft/article106639308/Wie-gross-ist-eigentlich-der-kleine-Unterschied.html
http://de.wikipedia.org/wiki/Hysterie
Alphamädchen und Weicheier? Tussen und Machos? Jungen und Mädchen definieren ihre Rollen heute ganz neu. Aber viel Freiheit heißt auch wenig Sicherheit. Die Eltern sollten da die Orientierung bieten und sind doch selbst oft irritiert.
Früher waren die Geschlechterrollen ebenso starr wie klar: Jungen waren stark, laut, selbstbewusst, strengten sich in der Schule nicht an, prügelten sich, standen ihren Mann, und natürlich heulten sie nicht. Mädchen waren nett, hübsch, hilfsbereit, fleißig in Schule und Haushalt, anpassungsfähig, trugen ihre Scharmützel in Form von Intrigen aus, und natürlich war Heulen okay. Und heute? Da gilt das alles so nicht mehr, zumindest nicht mehr ganz. Die Eltern und auch Lehrer registrieren erstaunt, dass Jungen sich nach einem flapsigen Spruch beleidigt in den Schmollwinkel zurückziehen und Mädchen souverän die Mitglieder der Schulhausverschönerungs-AG in ihre Aufgaben einweisen. Nicht alle und nicht immer, aber die Geschlechterrollen sind eindeutig in Bewegung geraten.
Grundlegend kann man heutzutage feststellen, dass die starren Rollen der Mädchen und Jungen mehr und mehr aufgelöst werden in Bezug auf den Beruf, das Verhalten und das Versorgen der Familie. Wenn in den den vergangenen Jahrhunderten bis noch vor gut 50 Jahren die Mädchen darauf vorbereitet wurden, dass ihr Wirkungskreis das Haus und die Kinder waren und die Jungen zu fähigen Arbeitern und Versorgern ausgebildet wurden, so sieht man heute deutlich, dass sich diese Rollen angeglichen haben. Kinder werden immer mehr gleich behandelt und auch in ihrem späteren Leben werden diese Rollen gleichberechtigt verteilt. So ist es nichts Neues mehr, wenn ein Vater in Elternzeit geht oder auch eine Frau „Männerberufe“ ausübt. Jedoch gibt es noch weiterhin große Konzerne und Medien die diese starre Rollenverteilung weiterhin aufrechterhalten möchte.
Jessica Normann
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