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ifb - Ausbildung zum betriebl. Suchtberater

ifb Seminar 11/2015
by

Michael Rath

on 6 June 2016

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Transcript of ifb - Ausbildung zum betriebl. Suchtberater

I. Drogen und Gesellschaft
II. Pharmakologie der Drogen
III. Nichtstoffliche Abhängigkeiten
IV. Therapeutische Konzepte
Übersicht
Tabak, Nikotin
Medikamente
illegale Drogen
Gesellschaftliches Konsumverhalten
(= Epidemiologie)
Alkohol
Block 2:
Ein Blick in
die Geschichte
Block 3:
Ausweichmuster
Sucht als Möglichkeit, Konflikten oder Spannungen auszuweichen statt sie auszutragen
Sucht als Möglichkeit zur Aufrechterhaltung neurotischer Fehlhaltungen
Stellenwert und Funktion von Drogen
Genuß
Selbstmedikation bei Schmerzen etc.
Bewusstseins-
erweiterung
Gruppenidentitäts-bildung, Kohäsion
Religiöse Funktion
Begriffe
Rausch,
Intoxikation
Schädl. Gebrauch
Amnestisches
Syndrom
Abhängigkeit/Sucht
(Kulturüblicher
Konsum)
Delir
Entzug
Psychotische
Symptome
F1x.0 Rausch, Intoxikation
F1x.1 Schädl. Gebrauch
F1x.2 Abhängigkeit
F1x.3 Entzugssyndrom
F1x.4 Entzugssyndom m. Delir
F1x.5 Psychotisches Syndrom
F1x.6 Amnestisches Syndrom
F1x.7 Verzögert auftr. psychot. St.
F1x.8 Sonstige störung
F1x.9 N.n.b. Störung
ICD10:
Block 6:
Pharmakologie und
Besonderheiten der Drogen
Alkohol
Nikotin
Medikamente
(v.a. Beruhigungsmittel
Illegale Drogen
Opiate
Amphetamin(e),
XTC
Cocain
Cannabis
Lösungsmittel,
GHB/GBL
LSD
Block 7:
Verhaltens-
süchte
Workaholismus
Sexsucht
Kaufsucht
Spielsucht
Magersucht,
Eß-Sucht
Internetsucht
Billy Wilder:
"The lost weekend"
"Ich brauche viel Champagner, bis ich der bin,
der ich sein möchte." (Harald Juhnke)
WoW-Realität 2030?
Hintergrund:
Theorie und Therapie
der Sucht
Entstehungs-
bedingungen
Seelische
Faktoren
Soziale
Faktoren
Krankheitsbild
Sucht
Nachsorge
Behandlungs-
formen
Mozart/Da Ponte: “Don Giovanni”, I.Akt, 1.Szene, Arie des Leporello
Madamina, il catalogo e' questo
Delle belle che amo' il padron mio;
un catalogo egli e' che ho fatt'io;
Osservate, leggete con me.
In Italia seicento e quaranta;
In Almagna duecento e trentuna;
Cento in Francia, in Turchia novantuna;
Ma in Ispagna son gia' mille e tre.
V'han fra queste contadine,
Cameriere, cittadine,
V'han contesse, baronesse,
Marchesine, principesse.
E v'han donne d'ogni grado,
D'ogni forma, d'ogni eta'.
Geehrte Dame, dies ist die Liste
der Schönheiten, die mein Herr geliebt hat;
eine Liste, die ich selbst erstellt habe.
Sehen Sie hier, lesen Sie mit mir:
In Italien
sechshundertundvierzig
,
in Deutschland
zweihunderteinunddreißig
;
hundert
in Frankreich, in der Türkei
einundneunzig
;
Aber in Spanien sind es schon
tausendundeine
.
Unter diesen sind Bauernmädchen,
Dienerinnen, Frauen aus der Stadt,
es gibt Gräfinnen, Baronessen,
Herzoginnen, Prinzessinen.
Es sind Frauen jeden Standes,
jeder Figur, jeden Alters.
Wie Sucht "funktioniert"
- das Neurotransmitter-Mobile
Normalzustand
akuter Rausch
chr. abhängig
Neuroanatomie
der Sucht
Grundsätzliches
Körkel: Zielehierarchie
Nikotin wirkt auf bestimmte Gehirnteile ein; eine wichtige Rolle spielt dabei das limbische System (blau auf dem Bild).
Nikotin aktiviert dopaminerge Leitungen, die vom ventralen Tegmentum zur Großhirnrinde und zum limbischen System ziehen.
Eine Freisetzung des Stoffes Dopamin im Gehirn kann dann mit einem angenehmen Gefühl einhergehen. Es besteht dann der Wunsch nach Wiederholung. Zusätzliche Nikotin-Wirkungen: verkürzte Reaktionszeit, gehobene Stimmung, verminderte Anspannung und Muskel-Anspannung durch vermehrte Freisetzung von Noradrenalin, Adrenalin, Vasopressin, B-Endorphin, ACTH, Cortisol.
Das limbische System ist ein Teil des Zwischenhirnes (gelb im Bild). Im Laufe der Evolution entwickelte sich dieses Zwischenhirn über das "primitive" Stammhirn (rot im Bild) und übernahm höhere Funktionen. Das Zwischenhirn spielt eine wichtige Rolle für die Entfaltung von Gefühlen. Es wird von vielen inneren und äußeren Reizen beeinflusst (natürlich nicht nur von Nikotin).
In der Stammesgeschichte hat sich danach auf das Zwischenhirn das Großhirn entwickelt. Besonders ausgeprägt war diese Entwicklung beim Menschen. Aber auch hier gilt: Ohne intaktes Zwischenhirn kann das Großhirn nichts ausrichten. So kann ein Mensch bei einer schweren seelischen Erkrankung unfähig sein sich selbst zu versorgen.
Nikotin ist ein Alkaloid, das v.a. in der Tabakpflanze und in geringerer Konzentration auch in anderen Nachtschattengewächsen vorkommt. Es ist ein starkes Nervengift. Die Tabakpflanze erzeugt das Nicotin in den Wurzeln. Wenn die Pflanze reift, wandert der Stoff in die Blätter und dient dort zur
Abwehr von Schadinsekten.
Die Opioidrezeptoren (ungenau auch als Opiatrezeptoren bezeichnet) befinden sich im zentralen und peripheren Nervengewebe; eine höhere Dichte findet sich im Thalamus. An die Opioidrezeptoren docken endogene Liganden an sowie opioidhaltige Narkoanalgetika. Die endogenen Opioide gehören vermutlich zu einem protektiven System, dessen evolutionärer Sinn darin besteht, die unter einer Belastungssituation ausgelösten Reaktionen zu dämpfen, da diese dem Überleben des Individuums hinderlich sind. Opioidpeptide sind die natürlichen Liganden der Opioidrezeptoren. Die Substanzen können natürlichen (Morphin) und synthetischen Ursprungs sein (Fentanyl).
How to roll a joint ..
Opioidrezeptor
Sex
and
Drugs
and
Rock'n Roll

Warum Online-Halma
nicht süchtig macht ....
oder:
Wer trinkt und wieviel?
Problembereich Nr. 1:
(jugendl.) Komatrinken
Problembereich Nr. 2:
Alkohol bei Schwangeren
Problembereich Nr. 3:
Alkohol am Arbeitsplatz
Problembereich Nr. 4:
Alkoholabhängigkeit im Alter
Anteil Raucher (Bay. StMUG, 2009)
12-Monats-Prävalenz (18-59 J., D): Bei 2.2 Mio Konsum von illegalen Drogen (ca. 5% d. Bev.)

Nach dem Fall der Mauer zunächst im Osten „Nachholbedarf“ bei illegalen Substanzen, inzwischen weitgehende Angleichung.
12-Monats-Prävalenz bei den 18-24j. für THC
1999: W 22%, O 17%)
2004: W 23%, O 21 %)
Lebenszeitkonsum:
NL 15,6%
D (W) 13,4%,
aber ...
12-Monats-Prävalenz:
NL 4,5%
D (W) 4,5%,
und ...
30-Tage-Prävalenz:
NL 2,5%
D (W) 3,0%

(statistisch signifikant …)
Datei: "http://www.youtube.com/watch?v=gq_bm2909SA"
Bereits im antiken Griechenland Nutzung der aus den Mohnkapseln gewonnenen Milch als Rauschmittel, nannten dies "Opium" (griech. opos für Saft)
In Arabien und Persien sowie in China Opiumrauchen in Porzellan- oder Wasserpfeifen
Opiumkriege
1729, 1780, 1796: Prohibition von Opium in China (Qing-Dynastie); Verbreitung des Opiums wohl durch die neue Tabak-Droge!
1839 1.Opiumkrieg England - China (Hongkong danach britische Kronkolonie); Vernichtung von 1.360 t Opium durch die chinesische Regierung
1857-1860 2.Opiumkrieg China - England/Frankreich. China muss Missionierung und freien Opiumhandel zulassen = JESUS-OPIUM. (1877 von Indien 5.000 t Opium nach China exportiert)
Frankreich Opiummonopol in Indochina, Niederlande in Indonesien
Ab etwa 1898 Beginn der kommerziellen Heroin®-Produktion in großem Stil durch BAYER: z.B. als Hustensaft, von Ärzteschaft und Patienten überaus positiv aufgenommen
Weltweit hohe Umsätze
Nach dem Ersten Weltkrieg weitgehende Beschränkungen für den Umgang mit Opiaten als Folge der Welt-Opiumkonferenzen

1931 stellt Bayer Produktion wieder ein und entfernt Heroin aus der Produktpalette (stattdessen Konzentration auf die Vermarktung von Aspirin®).
Erste Coca-Sträucher 1750 aus Südamerika nach Europa. 1859 erstmalige Isolierung durch den deutschen Chemiker Albert Niemann.
Ab 1879 Verwendung zur Behandlung der Morphinabhängigkeit
Ab 1884 als Lokalanästhetikum in Deutschland in klinischem Gebrauch, ungefähr zur selben Zeit Sigmund Freud in seinem Werk Über Coca:
„Die psychische Wirkung des Cocainum mur. in Dosen von 0,05 bis 0,10 Gramm besteht in einer Aufheiterung und anhaltenden Euphorie, die sich von der normalen Euphorie des gesunden Menschen in gar nichts unter-scheidet. Es fehlt gänzlich das Alterationsgefühl, das die Aufheiterung durch Alkohol begleitet, es fehlt auch der für die Alkoholwirkung charakteristische Drang zur sofortigen Bethätigung. Man fühlt eine Zunahme der Selbstbe-herrschung, fühlt sich lebenskräftiger und arbeitsfähiger; aber wenn man ar-beitet, vermisst man auch die durch Alkohol, Thee oder Kaffee hervor-gerufene edle Excitation und Steigerung der geistigen Kräfte. Man ist eben einfach normal und hat bald Mühe, sich zu glauben, dass man unter irgend welcher Einwirkung steht.“
Hanfanbau zur Fasergewinnung seit über etwa 5000 Jahren (zuerst in China)
erste Berichte über rituelle oder medizinische Anwendung in Indien vor ca. 2400 Jahren: schwach konzentrierte Wirkstoffe (Bhang, Gania) als gesellschaftlich akzeptabel angesehen, stärkere Drogen (Haschisch) abgelehnt
Wurde später oft als günstiger Tabakersatz verwendet, deshalb in der Literatur oft beiläufig als Knaster oder Starker Tobak bezeichnet
Bis in das erste Drittel des 20.Jh. leicht verfügbares Medikament
1925 Internat. Opium-Konferenz; Diskussion eines Cannabis-Verbots (im Zusammenhang mit der Prohibition in den USA)
Hintergrund: Baumwoll- und Tabakfarmerverbände der Südstaaten fürchteten Verlust von Marktanteilen an Hanf, drängten unter Hinweis auf Rauschwirkung auf Verbot
Gezieltes Lobbying des am. Zeitungs- und Papiermagnaten Hearst und der Chemiefirma Dupont (Nylon®, Rayon®) führten 1937 zum Verbot
Während WWII Hanfanbau zu Kriegszwecken noch einmal propagiert, danach hektarweise Vernichtung von Hanffeldern
Marihuana als Synonym spanischer Einwanderer, US-Regierung stellte es als Droge für Perverse, siechende Untermenschen, Schwarze und mexikanische Immigranten dar
Durch Kampf gegen Marihuana Anstieg des Straßenpreises in den vergangenen 50 Jahren um bis zu 8000% von 60 $/kg auf 1.500 bis 5.000 $/kg (regional sehr unterschiedlich).
D: durch Indoor-Hanf inzwischen zu > 50% "Selbstversorger"
Überblick
Historisches
Begriffe
Pharmakologie
und Besonderheiten
der Drogen
Grundsätzliches,
Therapie
Verhaltens-
süchte
Funktionen
von Drogen
Ausweich-
muster
Epidemiologie
What a drag it is getting old
Kids are different today,
I hear evry mother say
Mother needs something today to calm her down
And though shes not really ill
Theres a little yellow pill
She goes running for the shelter of a mothers little helper
And it helps her on her way, gets her through her busy day

Things are different today,
I hear evry mother say
Cooking fresh food for a husbands just a drag
So she buys an instant cake and she burns her frozen steak
And goes running for the shelter of a mothers little helper
And two help her on her way, get her through her busy day

Doctor please, some more of these
Outside the door, she took four more
What a drag it is getting old

Men just arent the same today
I hear evry mother say
They just dont appreciate that you get tired
Theyre so hard to satisfy, you can tranquilize your mind
So go running for the shelter of a mothers little helper
And four help you through the night, help to minimize your plight

Doctor please, some more of these
Outside the door, she took four more
What a drag it is getting old

Lifes just much too hard today,
I hear evry mother say
The pusuit of happiness just seems a bore
And if you take more of those, you will get an overdose
No more running for the shelter of a mothers little helper
They just helped you on your way, through your busy dying day
Das limbische System ist ein Bereich des Gehirns, der Emotionen verarbeitet und Triebverhalten entwickelt. Von kortikale und nicht-kortikale Strukturen des Gehirns gehen enorme Einflüsse auf das limbische System aus. Die Entstehung von Emotion und Trieb-verhalten muss als Zusammenspiel vieler Gehirnanteile gesehen werden, das Limbische System ist daran stark beteiligt.
Das limbische System ist ein Bereich des Gehirns, der Emotionen verarbeitet und Triebverhalten entwickelt. Von kortikale und nicht-kortikale Strukturen des Gehirns gehen enorme Einflüsse auf das limbische System aus. Die Entstehung von Emotion und Trieb-verhalten muss als Zusammenspiel vieler Gehirnanteile gesehen werden, das Limbische System ist daran stark beteiligt.
Porter: Mein Seel, Herr, wir zechten, bis der zweite Hahn krähte und der Trunk ist ein großer Beförderer von drei Dingen.
Macduff: Was sind denn das für drei Dinge, die der Trunk vorzüglich fördert?
Porter: Ei, Herr, rote Nasen, Schlaf und Urin. Buhlerei befördert und dämpft er zugleich: er befördert das Verlangen und dämpft das Tun.
William Shakespeare „Macbeth“ Act 2, Sc. 3
Alkohol überwindet die Blut-Hirn-Schranke und hemmt die Reizübertragung im Gehirn, bewirkt aber gleichzeitig eine Sensitivitätssteigerung und nachfolgend dosisabhängig eine Enthemmung, eine Beeinflussung des Gleichgewichtssinns und Sehvermögens (verengtes Blickfeld, Tunnelblick), der Muskelkontrolle und der Aggressionssteuerung. Größere Mengen wirken akut betäubend und können zu Erinnerungslücken führen.
Abhängig von der aufgenommenen Menge und damit der Konzentration im Blut bewirkt Ethanol auch eine Erhöhung der Durchlässigkeit der Blut-Hirn-Schranke. Bei chronischem Alkoholkonsum ist eine Schädigung der Blut-Hirn-Schranke nachgewiesen, was als wesentlich für die Entstehung verschiedener neurodegenerativer Erkrankungen gilt.
Starker Alkoholkonsum ist durch körperliche Veränderungen wie etwa psychisch durch erhöhte Emotionalität, und durch eine veränderte Bewusstseinswahrnehmung und verringerte geistige Leistungsfähigkeit gekennzeichnet. Dabei zeigen neue Studien, dass es dabei zu einer Dämpfung des limbischen Systems wird.
Steckbrief LSD
Szenename: Pappe, Acid, Cubes, Deep Purple
Konsumweg:
oral
Herkunft: synthetisch
Abhängigkeitspotential: minimal
Risiko: Psychosenentstehung
Kosten: 5-15 Euro pro "Pappe"
Steckbrief Kokain
Szenename: Schnee
Herkunft: halbsynthetisch
Konsumweg: nasal, injiziert, geraucht, oral,
Abhängigkeitspotential: hoch (psychisch)
Risiko: psych. Abh.
Kosten: 100-150 Euro pro Gramm
Steckbrief GHB/GBL ("Liquid Ecstasy")
Szenename: Soap, Liquid E, Gamma, Georgia Home Boy
Herkunft: synthetisch
Konsumweg: oral
Abhängigkeitspotential: hoch
Risiko: lebensgefährliche Intoxikationen, Abhängigkeit
Kosten pro Dosis: 0,20 Euro
Steckbrief Heroin
Szenename: Braunes, Brown Sugar, Dope, H, Schore
Herkunft: halbsynthetisch
Konsumwege: injiziert, geraucht, nasal. u.a.
Abhängigkeitspotential: hoch
Risiko: Atemlähmung, Abhängigkeit
Kosten: 30 Euro pro "Schuss", 3x tgl.
Steckbrief Amphetamine
Szenename: Koks für Arme, Crystal, Ice, Speed, “Vitamin A”
Herkunft: synthetisch
Konsumwege: nasal, (injiziert)
Abhängigkeitspotential: v.a. psychisch
Risiko: Psychosenentstehung, psychische Veränderungen
Kosten: 10 Euro pro Gramm
Steckbrief Marijuana
Szenename: Dope, Gras, Kraut, Piece, Pot
Herkunft: natürlich
Konsumwege: geraucht, gegessen
Abhängigkeitspotential: gegeben
Risiko: Psychosen- und Abhängigkeitsentstehung
Kosten: 10 Euro pro Gramm
Steckbrief XTC
Szenename: Adam, E-Teil, Eve, Love, Pille
Herkunft: synthetisch
Konsumweg: oral
Abhängigkeitspotential: v.a. psychisch
Risiko: Psychosenentstehung, psychische Veränderungen
Kosten: 5-10 Euro pro Tablette
Arbeitssucht ist eine stoffungebundene Sucht, bei der eine zwanghafte Haltung zu Leistung und Arbeit entwickelt wird. Für einen Arbeitssüchtigen haben Familie und soziale Kontakte kaum mehr Bedeutung, er lebt für seine Arbeit. Bei der Arbeit steht zumeist Qualität und Quantität nicht jedoch die Bedeutung der zu erledigenden Arbeit im Vordergrund. Es wird eine perfektionistische Grundhaltung umgesetzt
Folgen: Beziehungen flachen ab, werden gar zerstört. Körperliche Beschwerden können sich einstellen. Depressionen, Angstzustände, Suizid oder -versuche, Frühverrentung und vorzeitiger Tod sind häufiger als im Durchschnitt bei Arbeitssüchtigen anzutreffen. Arbeitssucht ist öfter verbunden mit Alkohol-, Tabletten- und Nikotinmissbrauch.

Mag der Betrieb die beginnende Sucht zunächst noch schätzen und fördern, so kommte es im späteren Stadium zu häufigen Störungen: Nichteinhaltung von Terminen, Fehlentscheidungen, erhöhte krankheitsbedingte Ausfälle sowie Leistungseinbußen die durch Alkohol und Tabletten verschärft werden.

Wie häufig bei Süchten ist zunächst noch eine Deckung durch die Kollegen zu beobachten, die sich in den späteren Phasen aber zunehmend abwenden, den vermeintlichen Leistungsträger ablehnen. Das Team ist gestört, Teamarbeit beeinträchtigt.

Die Gesellschaft fördert indirekt die Arbeitssucht durch das Paradigma, dass Leistung und mehr noch Erfolg Voraussetzung für soziale Anerkennung ist. Angst vor Arbeitsplatzverlust kann begünstigend hinzukommen
Risikogruppen:
v.a. "Mittelbau" und Leitungspersonen, Menschen mit Leistungsorientierung, Mitarbeiter mit freier Zeiteinteilung
Beispiele (?): Don Juan, Katharina d.Gr., Tiger Woods, Michael Douglas, Charlie Sheen, David Duchovny, Lindasy Lohan , .....
Problem bei der Behandlung:
Wie kann der Patient einen entspannten und unverkrampften Umgang mit der Sexualität (wieder?) erlernen?
Nicht selten in der Vorgeschichte:
emotionaler/sexueller Missbrauch
Verfahren/Methoden:
Diagnosespezifische Therapieeinrichtungen und Selbsthilfegruppen, Einzel- und Gruppenpsychotherapie, Angehörigenarbeit
Häufiges oder auch episodenhaft wiederholtes Spielen ist mit einer ausgesprochenen gedanklichen Beschäftigung bezüglich „erfolgversprechender“ Spieltechniken oder Möglichkeiten zur Geldbeschaffung – das erforderliche „Anfangskapital“ – verbunden. Versuche, dem Spieldrang zu widerstehen, scheitern wiederholt, das Spielen selbst wird vor anderen (Familienangehörigen wie Therapeuten) verheimlicht, was oft zu schwerwiegenden finanziellen Konsequenzen führt, letztlich jedoch oft zum Zerbrechen von Beziehungen, auch, weil sich der Betroffene immer wieder darauf verlässt, Andere (Familienangehörige, Freunde, alte Bekannte) würden ihm die notwendigen Mittel „ein letztes Mal“ beschaffen oder die entstandenen Schulden begleichen.

Das Spielen selbst dient dazu, Problemen oder negativen Stimmungen (Ängsten, Depressionen, Schuldgefühlen) zu entkommen. Immer höhere Beträge werden eingesetzt, um Spannung und Erregung aufrechtzuerhalten.
Drei Phasen:
Gewinnphase -
Verlustphase -
Verzweiflungspahse
Verfahren/Methoden:
Diagnosespezifische Therapieeinrichtungen und Selbsthilfegruppen, Einzel- und Gruppenpsychotherapie, Angehörigenarbeit
Stellung in der Geschwisterreihe
Lernen am "Modell"
Soziale und andere Frustration
Neurotische Fehlhaltungen
Begleiterkrankungen
Selbsthilfegruppen
Psychotherapie
Auseinandersetzung mit sucht- bzw. rückfallgefährdenden Aspekten im Umfeld
Entzug/Entgiftung
Entwöhnung/Reha
Psychotherapie
Selbst-Ausstieg ("Maturing out")
Substitutionsbehandlung
Aversionsbehandlung
Gesprächsaufbau mit FRAMES:
Feedback (Rückmeldung persönlicher Informationen),
Responsibility (Eigenverantwortung für Veränderung),
Advice (klarer Ratschlag),
Menu (Auswahl verschiedener Behandlungsmöglichkeiten),
Empathy (Empathie),
Self-efficancy (Selbstwirksamkeit).
Griffnähe
Soziale Faktoren
Seelische Faktoren
Einzelkind
Heldenkind
Revoluzzerkind
Sandwichkind
Nesthäkchen
Agenda

Süchte – eine Übersicht
Wirkungsweise
Auffälligkeiten
Gesetzliche Bestimmungen
Hintergründe
Verbreitung
Stellenwert und Funktion
Gebrauch - Missbrauch - Abhängigkeit
Nicht-stoffgebundene Abhängigkeitserkrankungen (Spielsucht, Arbeitssucht, Internetsucht u.a.)

Wikimedia:
Original photograph by User:Kogo, modified by User:Iain99
Süchte -
eine Übersicht
Wirkungsweise
Auffälligkeiten
Gesetzliche
Bestimmungen
Hintergründe
Verhaltens-
süchte
Begriffe
Stellenwert,
Funktion
Verbreitung
Süchte -
eine Übersicht

Sex
and
Drugs
and
Rock'n Roll

Warum Online-Halma
nicht süchtig macht ....
oder:
stofflich
nicht-stofflich
Wirkungsweise
Auffälligkeiten?
Gesetzliche Bestimmungen
Verbreitung
Stellenwert
und Funktion

Begriffe
Nichtstoffliche
Süchte

Upper
Downer
Halluzinogene
legal
illegal
Grauzone
Das Betäubungsmittelgesetz (BtMG), ehemals Opiumgesetz (s. u.), ist ein deutsches Bundesgesetz, das den generellen Umgang mit Betäubungsmitteln regelt.

Anlage I - nicht verkehrsfähige Betäubungsmittel (Handel und Abgabe verboten, etwa LSD),
Anlage II - verkehrsfähige, aber nicht verschreibungsfähige Betäubungsmittel (Handel erlaubt, Abgabe verboten, etwa Ausgangsstoffe wie Cocablätter)
Anlage III - verkehrsfähige und verschreibungsfähige Betäubungsmittel (Abgabe nach BtMVV, etwa Morphin).
Betäubungsmittel im Sinne des BtMG und Drogen sind nicht gleichzustellen. Alkohol, Nikotin und Coffein werden vom BtMG, weil sie nicht in die Anlagen aufgenommen wurden, nicht erfasst. Sie sind daher in Deutschland legale Drogen. Aber auch andere berauschende Substanzen von Pflanzen wie etwa Stechapfel und Engelstrompeten unterliegen nicht dem BtMG.
Gefährdungspotential

Grundüberlegung zum Betäubungsmittelgesetz ist die Feststellung

eines Suchtpotentials als sozialer Beeinträchtigung einer Person[1] in Verbindung mit
einer nicht rückgängig zu machenden (irreversiblen) gesundheitlichen Beeinträchtigung oder Schädigung des Körpers der Person (somatischer oder psychosomatischer Schaden)[2]

durch einmaligen, mehrmaligen oder anhaltenden Genuss von Betäubungsmitteln. Sämtliche Pharmaka, welche eine solche irreversible Schädigung erwarten lassen, sind oder werden den Beschränkungen des Betäubungsmittelgesetzes unterworfen[3]. Damit werden auch neue Designerdrogen erfasst. Daneben gilt eine zusätzliche Gefährdung durch medizinisch nicht sachgerechte Zubereitung und Verabreichung von Betäubungsmitteln. Weiter wird durch den Genuss von Betäubungsmitteln ein Gefährdungspotential für Dritte mobilisiert, wenn der Suchtkranke sein Handeln

am Arbeitsplatz [4]
im Straßenverkehr[5]
beim Führen von Fahrzeugen
in den Elternpflichten[6]

nicht mehr selbst kontrollieren kann.

In der Regel leisten Suchtkranke wegen der bestehenden Abhängigkeit und der fehlenden medizinischen Qualifikation keine reale Einschätzung des Gefährdungspotentials und der erreichten Abhängigkeit.
legal oder illegal -
oder auch beides zugleich?
So ...
oder so ..
Hamburg, 06.-10.06.16
63-601B

Ausbildung zum betriebl. Suchtberater
Modul II: Medizinische Grundlagen, therapeutische Konzepte

Unser Problem:
So einfach ist es leider nicht,
und selbst wenn ...
Was also dann?
alternativ: youtube Alkohol-Demenz
Verhaltens-
süchte
Workaholismus
Sexsucht
Kaufsucht
Spielsucht
Magersucht,
Eß-Sucht
Internetsucht
WoW-Realität 2030?
Mozart/Da Ponte: “Don Giovanni”, II.Akt, 1.Szene, Arie des Leporello
Madamina, il catalogo e' questo
Delle belle che amo' il padron mio;
un catalogo egli e' che ho fatt'io;
Osservate, leggete con me.
In Italia seicento e quaranta;
In Almagna duecento e trentuna;
Cento in Francia, in Turchia novantuna;
Ma in Ispagna son gia' mille e tre.
V'han fra queste contadine,
Cameriere, cittadine,
V'han contesse, baronesse,
Marchesine, principesse.
E v'han donne d'ogni grado,
D'ogni forma, d'ogni eta'.
Geehrte Dame, dies ist die Liste
der Schönheiten, die mein Herr geliebt hat;
eine Liste, die ich selbst erstellt habe.
Sehen Sie hier, lesen Sie mit mir:
In Italien
sechshundertundvierzig
,
in Deutschland
zweihunderteinunddreißig
;
hundert
in Frankreich, in der Türkei
einundneunzig
;
Aber in Spanien sind es schon
tausendundeine
.
Unter diesen sind Bauernmädchen,
Dienerinnen, Frauen aus der Stadt,
es gibt Gräfinnen, Baronessen,
Herzoginnen, Prinzessinen.
Es sind Frauen jeden Standes,
jeder Figur, jeden Alters.
Arbeitssucht ist eine stoffungebundene Sucht, bei der eine zwanghafte Haltung zu Leistung und Arbeit entwickelt wird. Für einen Arbeitssüchtigen haben Familie und soziale Kontakte kaum mehr Bedeutung, er lebt für seine Arbeit. Bei der Arbeit steht zumeist Qualität und Quantität nicht jedoch die Bedeutung der zu erledigenden Arbeit im Vordergrund. Es wird eine perfektionistische Grundhaltung umgesetzt
Folgen: Beziehungen flachen ab, werden gar zerstört. Körperliche Beschwerden können sich einstellen. Depressionen, Angstzustände, Suizid oder -versuche, Frühverrentung und vorzeitiger Tod sind häufiger als im Durchschnitt bei Arbeitssüchtigen anzutreffen. Arbeitssucht ist öfter verbunden mit Alkohol-, Tabletten- und Nikotinmissbrauch.

Mag der Betrieb die beginnende Sucht zunächst noch schätzen und fördern, so kommte es im späteren Stadium zu häufigen Störungen: Nichteinhaltung von Terminen, Fehlentscheidungen, erhöhte krankheitsbedingte Ausfälle sowie Leistungseinbußen die durch Alkohol und Tabletten verschärft werden.

Wie häufig bei Süchten ist zunächst noch eine Deckung durch die Kollegen zu beobachten, die sich in den späteren Phasen aber zunehmend abwenden, den vermeintlichen Leistungsträger ablehnen. Das Team ist gestört, Teamarbeit beeinträchtigt.

Die Gesellschaft fördert indirekt die Arbeitssucht durch das Paradigma, dass Leistung und mehr noch Erfolg Voraussetzung für soziale Anerkennung ist. Angst vor Arbeitsplatzverlust kann begünstigend hinzukommen
Risikogruppen:
v.a. "Mittelbau" und Leitungspersonen, Menschen mit Leistungsorientierung, Mitarbeiter mit freier Zeiteinteilung
Beispiele (?): Don Juan, Katharina d.Gr., Tiger Woods, Michael Douglas, Charlie Sheen, David Duchovny, Lindasy Lohan , .....
Problem bei der Behandlung:
Wie kann der Patient einen entspannten und unverkrampften Umgang mit der Sexualität (wieder?) erlernen?
Nicht selten in der Vorgeschichte:
emotionaler/sexueller Missbrauch
Verfahren/Methoden:
Diagnosespezifische Therapieeinrichtungen und Selbsthilfegruppen, Einzel- und Gruppenpsychotherapie, Angehörigenarbeit
Häufiges oder auch episodenhaft wiederholtes Spielen ist mit einer ausgesprochenen gedanklichen Beschäftigung bezüglich „erfolgversprechender“ Spieltechniken oder Möglichkeiten zur Geldbeschaffung – das erforderliche „Anfangskapital“ – verbunden. Versuche, dem Spieldrang zu widerstehen, scheitern wiederholt, das Spielen selbst wird vor anderen (Familienangehörigen wie Therapeuten) verheimlicht, was oft zu schwerwiegenden finanziellen Konsequenzen führt, letztlich jedoch oft zum Zerbrechen von Beziehungen, auch, weil sich der Betroffene immer wieder darauf verlässt, Andere (Familienangehörige, Freunde, alte Bekannte) würden ihm die notwendigen Mittel „ein letztes Mal“ beschaffen oder die entstandenen Schulden begleichen.

Das Spielen selbst dient dazu, Problemen oder negativen Stimmungen (Ängsten, Depressionen, Schuldgefühlen) zu entkommen. Immer höhere Beträge werden eingesetzt, um Spannung und Erregung aufrechtzuerhalten.
Drei Phasen:
Gewinnphase -
Verlustphase -
Verzweiflungspahse
Verfahren/Methoden:
Diagnosespezifische Therapieeinrichtungen und Selbsthilfegruppen, Einzel- und Gruppenpsychotherapie, Angehörigenarbeit
Wirkungsweise und Eigenschaften
Bestandteile von verschiedenen Suchtmitteln
Entstehung von Abhängigkeiten
Auswirkungen des Missbrauchs auf Betrieb und Arbeitsklima
Gesetzliche und medizinische Aspekte

Nicht-stoffgebundene Abhängigkeiten
Von Arbeitssucht bis Essstörungen
Zwanghaftes Spielen und Glücksspiel
Computer, Internet und Co.

Therapeutische Konzepte
Behandlungsformen, -inhalte und -ziele
Nachbetreuung
Auswirkungen des Missbrauchs auf Betrieb und Arbeitsklima
Jacopo de'Barbari: Bildnis des Luca Pacioli (um 1496)
Doppelte Buchführung auf allen Seiten!
Spaltung
Konflikte
Einige Steckbriefe
Heroin

Straßennamen: H („Äitsch“), Braunes, Gift Schorre
Aussehen: grau-braune pulvrig-körnige Mischung
Konsum: i.v., oral, nasal, rauchen, rektal, ..
Einteilung: Downer
Schlagwort: war mal Hustensaft
Kokain

Straßennamen: Weißes, Schnee, Koks
Aussehen: cremeweißes Pulver, Mischung
Konsum: i.v., oral, nasal, rauchen, rektal, ..
Einteilung: Upper
Schlagwort: Papst war mal Werbeträger, Coca-Cola
Ecstasy, XTC

Straßennamen: E-Teile, Pillen, XTC
Aussehen: bunte, mit einem Zeichen, Logo o.ä. versehene Tabletten
Konsum: orale Einnahme
Einteilung: Upper
Schlagwort: Party, Dsico, ..
GBL, Liquid Ectstasy

Straßennamen: Georgia Home Boy, Salty, Liquid
Aussehen: wasserklare Flüssigkeit
Konsum: oral (trinken)
Einteilung: Upper, dann Downer
Schlagwort: Felgenreiniger
LSD

Straßennamen: Acid, Paper
Aussehen: kleine quadratische Papierstückchen, buntes Löschpapier
Konsum: auf die Zunge legen
Einteilung: Halluzinogen
Schlagwort: FlowerPower, Yellow Submarine
Cannabis, THC

Straßennamen: Gras, Joint, Shit, Mary Jane, Piece
Aussehen: grün-braune Pflanzenbestandteile
Konsum: oral, rauchen
Einteilung: Downer, etwas halluzinogen
Schlagwort: Give Peace a chance
Legal Highs
- "Kräutermischungen"
Definition

Legal Highs (auch Herbal Highs, Research Chemicals bzw. RCs, neue psychoaktive Substanzen oder Badesalzdrogen) sind Drogen, die als "Kräutermischungen", "Lufterfrischer", "Reiniger", "Badesalze" oder "Ecstasies" angeboten werden.

Diese Produkte werden meist im Internet oder in Headshops z.B. unter Namen Explosion oder Poppers angeboten. Sie enthalten häufig Rauschmittel, Stimulanzien oder ähnliche chemische Wirkstoffe, die auf den Verpackungen nicht ausgewiesen werden. Klares, aber nicht benanntes Ziel der Legal Highs ist der Rausch.

Die Zahl neu entdeckter Substanzen auf dem europäischen Drogenmarkt wächst seit Jahren. Dem Frühwarnsystem der EU wurden im Jahr 2011 insgesamt 49 neue psychoaktive Substanzen gemeldet. Einige der (früher) als Legal Highs vermarkteten Stoffe wie BZP, Mephedron oder Methylendioxypyrovaleron sowie die synthetischen, auf Cannabinoid-Rezeptoren wirkenden Alkylindol-Derivate JWH-018,[4] JWH-019 und JWH-073 wurden mittlerweile in Deutschland dem Betäubungsmittelgesetz (BtMG) unterstellt. Es werden jedoch immer wieder neue Stoffe zusammengemischt, um das Betäubungsmittelgesetz zu umgehen. Die gesundheitlichen Folgen sowie deren Wirkung sind deshalb für Konsumenten nicht absehbar

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Eine andere Definition bezieht sich auf die Zweckentfremdung von Medikamenten durch einen nicht indikationsgemäßen Einsatz bzw. durch gezielte Veränderung.
Beispiele
Wirkung, Gefahren
Rechtslage
http://www.hipforums.com/forum/topic/307970-ok-this-may-sound-like-bullshit-but-its-true/
Beispiel:
https://legal-high-inhaltsstoffe.de/de/informationen-zu-substanzen.html
https://legal-high-inhaltsstoffe.de/de/aufbau-cannbinoide.html
http://www.emcdda.europa.eu/topics/pods/synthetic-cannabinoids#panel2

Risiken
Chemische Analysen haben ergeben, dass die Rauschwirkung diverser Räuchermixturen nicht durch die auf der Packung angegebenen Kräuter hervorgerufen wird, sondern durch die Beimengung synthetischer Cannabinoide. Diese synthetischen Cannabinoide haben eine hohe Wirksamkeit: in etwa viermal so stark wie der Cannabis-Wirkstoff THC.
Zudem kann in den Räuchermischungen die Wirkstoffkonzentration erheblich schwanken. Somit besteht für Konsumenten das Risiko, gefährliche überdosierungen und unkalkulierbare Wechselwirkungen zu erleiden.
Nicht selten ändern die Hersteller im Zeitverlauf die Produkt-Rezepturen. Konsumenten können dann auch bei wiederholtem Konsum eines bestimmten Produktes nicht mit der gleichen Dosierung und der gewohnten Wirkung rechnen. Auch können jederzeit ähnliche Produkte (z.B. in gleicher Verpackung) mit noch völlig unbekannten Inhaltsstoffen auf den Markt kommen.
Ebenfalls problematisch ist das Absetzen der Wirkstoffe in der Verpackung (Ansammlung eines “Bodensatzes”). Dies erklärt ein nicht selten auftretendes Phänomen im Zusammenhang mit dem Konsum von “Legal-Highs”: der Konsument erlebt einige Male einen angenehmen Rausch und dann beim Konsumieren der noch verbliebenen Restmenge in der Verpackung (bei gleicher Konsummenge) eine überdosierung mit sehr unangenehmen Nebenwirkungen.
Das größte Risiko neben der überdosierung liegt allerdings in den noch unerforschten Langzeitrisiken der Substanzen, da fast alle noch nie auf ihre Giftigkeit für den Menschen untersucht wurden


Wirkung
Die Wirkung wird im Allgemeinen als Cannabis ähnlich beschrieben, die aber in Intensität und Dauer von Räuchermischung zu Räuchermischung unterschiedlich sein kann. Die Rauschwirkung wird von Konsumenten oftmals als belastend und anstrengend beschrieben mit starken Beeinträchtigungen, die oft noch an den Folgetagen zu spüren sind. Das Führen von Fahrzeugen oder Maschinen ist daher während und nach dem Rausch erheblich eingeschränkt.
Zu den Nebenwirkungen zählen Kreislaufbeschwerden, Mundtrockenheit, Schweißausbrüche, unerwünschte Halluzinationen, Panikattacken, Herzrasen und Herzrhythmusstörungen bis hin zur Bewusstlosigkeit. Die Nachwirkungen können bis zu einigen Tagen anhalten, wie z.B. Appetitlosigkeit, Gleichgewichtsstörungen, Wahrnehmungsstörungen und starke Kopfschmerzen.
Aufgrund der vielen unterschiedlichen Substanzen, die in den Räuchermischungen enthalten sein können, lassen sich die Nebenwirkungen nicht allgemeingültig beschreiben.
Es wurden bereits Fälle bekannt, in denen es nach dem Konsum von Räuchermischungen zu schweren Intoxikationen kam. Konsumenten mussten u.a. wegen Kreislaufversagen in Krankenhäusern notfallmedizinisch behandelt werden.


Substanz
Bei Räuchermischungen handelt es sich um eine Zusammensetzung unterschiedlicher pflanzlicher und synthetischer Bestandteile. Die Hersteller bewerben die Produkte mit rein natürlichen Inhaltsstoffen, wie z.B. blaue Lotusblume und sibirischer Löwenschwanz. Die derzeit bekanntesten Produkte auf dem Markt sind u.a.: Lava Red, Monkees go bananas, Bonzai, Jamaican Gold, Forest Green und Maya.
In Internet- und Headshops werden die Produkte als vermeintlich legal und gesundheitlich unbedenklich angepriesen. Jedoch ist in den seltensten Fällen in den bunten Päckchen tatsächlich das drin, was darauf steht.
Die Produkte werden von den Herstellern zweckentfremdet als "Räuchermischung zur Raumluftaromatisierung" angeboten. Auf der Verpackung ist meist ein Warnhinweis abgedruckt: "nicht zum menschlichen Konsum geeignet"!
Somit versuchen die Hersteller, den eigentlichen Zweck – nämlich den Konsum als psychoaktive Substanz – zu verbergen bzw. sich vor eventuellen strafrechtlichen Konsequenzen zu schützen.
Das Angebot an Räuchermischungen ist mittlerweile sehr groß. Seit dem Spice-Verbot im Januar 2009 tauchen ständig neue Räuchermischungen unter verschiedenen Handelsnamen auf. Kaum werden die Hauptwirkstoffe einer Räuchermischung dem BtMG unterstellt, taucht schon ein neues Produkt am Markt auf. Dabei reicht oftmals eine winzige änderung in der Molekülstruktur der einzelnen Wirkstoffe aus, um gesetzliche Verbote zu umgehen.


Legal Highs-legale Drogen-Research Chemicals


Kann man den Begriff Legal Highs mit legale Drogen übersetzen?
Ja, der Begriff Legal Highs lässt sich mit "Legale Drogen" übersetzen.
Aber was sind legale Drogen? Die bekanntesten legalen Drogen sind wohl Alkohol, Nikotin und Coffein, hierauf wollen wir an dieser Stelle nicht eingehen.
Wir möchten uns mit dem Thema "Legal High`s" im Zusammenhang mit "Research Chemicals" (Forschungschemikalien) beschäftigen.
Als Research Chemicals werden Substanzen bezeichnet, die in der pharmazeutischen oder chemischen Forschung meist als Nebenprodukte anfallen.
Einige dieser Research Chemicals ahmen die Wirkung illegaler Drogen wie Cannabis, Kokain, Speed etc. nach und finden deswegen gerne Verwendung in fast allen gängigen Legal Highs wie: Kräutermischungen (auch Räuchermischungen genannt), Badesalze oder Partypowder, Partytabletten oder Partypillen.
"Legal High`s und illegalen Drogen unterscheiden sich in ihrer Wirkung, Wirkungsdauer, körperlicher Verträglichkeit und möglicher Nebenwirkungen jedoch häufig erheblich voneinander, da die meisten Research Chemicals bisher weitestgehend unerforscht sind.
Über (langfristige) Nebenwirkungen ist zum jetzigen Zeitpunkt nur sehr wenig bis gar nichts bekannt. Es gab im Zusammenhang mit dem Konsum von verschiedenen Research Chemicals weltweit bereits eine Reihe dokumentierter Todesfälle, hervorgerufen durch Überdosierung, riskante Konsumformen, Mischkonsum und allergische Reaktionen.
Du solltest dir darüber im Klaren sein, dass der Gebrauch von Legal High`s immer Gefahren und Risiken in sich birgt! Wer als erwachsener Mensch, von mindestens 18 Jahren trotzdem "Legal High`s" nutzen möchte, sollte sich mit folgenden Regeln vertraut machen:
- Mischkonsum ist wegen möglicherweise noch unbekannten Wechselwirkungen sehr gefährlich. Darauf solltest du unbedingt verzichten!
- du solltest die Dosierung Deinem Körpergewicht anpassen - dosiere zuerst immer niedrig und teste dich langsam an die von dir gewünschte Wirkung heran. Leg nicht gleich nach, wenn die Wirkung auf sich warten lässt - eine Überdosierung kann schlimme gesundheitliche Folgen haben!
- achte darauf das immer jemand bei dir ist, dem du vertraust und der im Notfall Hilfe holen kann.
- auf keinen Fall solltest du Legal High`s gebrauchen, wenn du an psychischen oder körperlichen Erkrankungen (u.a. Herz-Kreislauf-Probleme, Leber- und Nierenerkrankungen) leidest!
Haben wir etwas vergessen? Wenn du längere Zeit mit Legal Highs zu tun hattest oder noch hast, teil dein Wissen mit uns und schick uns einen Erfahrungsbericht!

Legal Highs
Ganz grob lässt sich der Begriff Legal Highs mit "Legale Drogen" übersetzen.
Grundsätzlich zählen hierzu auch Alkohol, Nikotin und Coffein, die aber an dieser Stelle nicht unser Thema sein sollen

http://rcdeutschland.eu/
Research Chemicals und XTC
Als Research Chemicals bezeichnet man chemische psychoaktive Substanzen, deren molekulare Struktur Variationen von vorhandenen (illegalisierten) Substanzen sind, oder völlig neue chemische Strukturen darstellen, deren Wirkung aber bestehenden Substanzen gleicht. Für die chemische und medizinische Forschung und Verwendung haben sie nur eine geringe Bedeutung, werden also nur zum Teil zu medizinischen Zwecken verwendet. Ihre spezifischen Wirkmechanismen machen sie allerdings für einzelne Gebraucher sehr interessant.

Da diese Substanzen nicht immer explizit im bestehenden BtMG aufgeführt sind, konnte man sie zu Forschungszwecken legal bestellen. Sie werden aus diesem Grunde auch häufig als legaler Ersatz für bekannte illegalisierte Substanzen vermarktet und oft mit zweckentfremdenden Begriffen deklariert (wie Dünger für Kakteen oder als Badesalz). Auch das eine Bestellung leicht machende Internet und hoch technologisierte pharmazeutische Billiglabors vor allem in Asien haben dazu beigetragen, die Marktsituation für Research Chemicals zu verändern.

Der legale Status wiegt die Konsumenten häufig in falscher Sicherheit, auch bei der legalen Produktion von Research Chemicals können Fehler auftreten und/oder Substanzen gestreckt werden. Ein legaler Status sagt nichts über die Gefährlichkeit dieser Substanzen aus. Die meisten Research Chemicals sind weitgehend unerforscht, über Wirkungen und vor allem (langfristige) Risiken sind nur sehr wenige Fakten bekannt. Beim Konsum ist man somit auch immer „Versuchskaninchen“, umso wichtiger ist es, grundlegende Safer Use-Regeln zu beachten.

Zu den Substanzen aus der Reihe der Research Chemicals, die alternativ zum MDMA verwendet wurden, gehören unter anderem Mephedrone, Methylon, mCPP und das PMA.


- "Badesalze"
- "Research Chemicals"
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Einige der als Legal Highs vermarkteten Stoffe wie BZP, Mephedron oder Methylendioxypyrovaleron sowie die synthetischen, auf Cannabinoid-Rezeptoren wirkenden Alkylindol-Derivate JWH-018,[4] JWH-019 und JWH-073 wurden mittlerweile in Deutschland dem Betäubungsmittelgesetz (BtMG) unterstellt. Es werden jedoch immer wieder neue Stoffe zusammengemischt, um das Betäubungsmittelgesetz zu umgehen. Die gesundheitlichen Folgen sowie deren Wirkung sind deshalb für Konsumenten nicht absehbar.

Insgesamt besteht hier eine Grauzone, der rechtliche Status der "Legalität" entspricht nicht dem Risikopotential der Substanzen, sondern ist Ausdruck der politischen Hilflosigkeit.
ZfP-Gespräche, Reichenau, 24.09.2015
EXKURS im Exkurs:

Darknet
Darknet (englisch für „Dunkles Netz“) beschreibt in der Informatik ein Peer-to-Peer-Overlay-Netzwerk, dessen Teilnehmer ihre Verbindungen untereinander manuell herstellen. Dieses Konzept steht im Gegensatz zu konventionellen Peer-to-Peer-Netzwerken, bei denen zumeist die Verbindungen zu den Clients fremder Personen automatisch und willkürlich initiiert werden. Im Ergebnis bietet ein Darknet ein höheres Maß an Sicherheit, da einem Angreifer der Zugriff auf das Netzwerk nicht ohne weiteres möglich ist – oder er im Idealfall gar nichts von der Existenz des Netzwerks weiß. Um neue Personen in das Darknet zu integrieren, müssen diese gewöhnlich von Teilnehmern eingeladen oder akzeptiert werden. Stellenweise ist dies auch nur Teilnehmern möglich, die über höhere Privilegien verfügen.

EXKURS:
"Legal" Highs
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