Loading presentation...

Present Remotely

Send the link below via email or IM

Copy

Present to your audience

Start remote presentation

  • Invited audience members will follow you as you navigate and present
  • People invited to a presentation do not need a Prezi account
  • This link expires 10 minutes after you close the presentation
  • A maximum of 30 users can follow your presentation
  • Learn more about this feature in our knowledge base article

Do you really want to delete this prezi?

Neither you, nor the coeditors you shared it with will be able to recover it again.

DeleteCancel

Make your likes visible on Facebook?

Connect your Facebook account to Prezi and let your likes appear on your timeline.
You can change this under Settings & Account at any time.

No, thanks

Sigmund Freud

Religion als psychische Erkrankung
by

David Kress

on 16 January 2013

Comments (0)

Please log in to add your comment.

Report abuse

Transcript of Sigmund Freud

Ethnologische Deutung:

Zu Beginn der Menschheitsgeschichte Menschen in mehreren Urhorden organisiert (Theorie Darwins)
Vater war Despot, besaß uneingeschränkte Macht, beanspruchte alle Weibchen für sich, unterdrückte Söhne

Empörung der Söhne gegen den Vater (Theorie Atkinsons)
Vereinigung gegen ihn, Überwältigung und Verzehr dessen

Vaterhorden machen Brüderclans Platz (Theorie Robert Smith´s)
Brüder verzichten auf Frauen des eigenen Stammes (Exogamie), um friedlich leben zu können Religionskritik Verständnis des Menschen:

Freud zeigt durch seine Religionskritik einige Möglichkeiten der Verbesserung der religiösen Praxis auf (Realitätsflucht etc.), kann sie aber durch „individuell Libidoökonomie“ nicht beseitigen
Es liegt an dem mündigen Gläubigen, sich aus diesen Verzerrungen zu lösen


Ethischer Ansatz:

Freud meint, dass Liebesgebot überfordere den Menschen verkennt die eigentliche biblische Botschaft
Gerade aus der Zuwendung Gottes heraus überwindet man den Christ Freuds Realitätsprinzip und wird frei für ein umfassendes Welt- und Liebesverständnis Kritik an Freuds Religionskritik Erkenntnistheoretische Vorgabe:

den Gottesgedanken als tiefenpsychologische Illusion kindlichen Wunschdenkens zu verstehen ist nicht schlüssig
die Religiosität eines Erwachsenen zwingend auf frühkindliches Wunschdenken zu folgern ist methodisch fragwürdig

Religionswissenschaftlicher Einwand:

Religionskritik geht von patriarchalischen Vatergott und despotischem, entmündigendem Gott aus
dies weist auf ein Missverstehen von Theologie und Wirklichkeit Gottes hin und steht im Konflikt zu modernen Glaubensvorstellungen Kritik an Freuds Religionskritik „In der durch die Beseitigung des Vaters hergestellten Situation lag ein Moment, welches im Laufe der Zeit eine außerordentliche Steigerung der Vatersehnsucht erzeugen musste. Die Brüder, welche sich zur Tötung des Vaters zusammengetan hatten, waren ja jeder für sich vom Wunsche beseelt gewesen, dem Vater gleich zu werden, und hatten diesem Wunsche durch Einverleibung von Teilen seines Ersatzes in der Totemmahlzeit Ausdruck gegeben. Dieser Wunsch musste infolge des Druckes, welchen die Bande des Brüderclan auf jeden Teilnehmer übten, unerfüllt bleiben. Es konnte und durfte niemand mehr die Machtvollkommenheit des Vaters erreichen, nach der sie doch alle gestrebt hatten. Somit konnte im Laufe langer Zeiten die Erbitterung gegen den Vater, die zur Tat gedrängt hatte, nachlassen, die Sehnsucht nach ihm wachsen, und es konnte ein Ideal entstehen, welches die Machtfülle und Unbeschränktheit des einst bekämpften Urvaters und die Bereitwilligkeit, sich ihm zu unterwerfen, zum Inhalt hatte.“ Religionskritik Vom Totemismus zum Christentum:

Erbsünde steht für den Mord am Vater
Weil der Tod des Sohnes nur das Sühneopfer für die Ermordung des Vaters sein kann

Neben Sühnebietung für Vater ist der Tod des Sohnes auch in seinem Interesse
Er steigt neben den Vater oder für den Vater in den Himmel auf
Vaterreligion wird zur Sohnesreligion
Identifikation der Menschen mit Sohn und nicht mehr mit Vater  Ablösung Religionskritik Religionskritik Religion ist Ergebnis menschlicher Angst

Eine „krankhaft verzerrte, durch Wirklichkeitsverlust geprägte Lebensorientierung“

Verlängerung des infantilen Stadiums
Unmündigkeit des Individuums

Das Gebot „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst“ ist unrealisierbar
Widerspricht menschlicher Natur

Inflation der Liebe  Wertverlust

Mensch gelangt zum „großen Glück“ über „individuelle Libidoökonomie“
Äußere Einflüsse und seelische Konstitution auf einander beziehen Religionskritik Totemkult ging aus Schuldbewusstsein der Söhne hervor
Versöhnung durch nachträgliche Gehorsam

 alle späteren Religionen sind Lösungsversuche dieses Problems
Variabel durch die jeweils vorherrschenden Umstände

Schuld lässt Menschen nicht zur Ruhe kommen

Brüder versicherten sich, gegen sich nie so zu handeln wie gegen Vater
Verbot des Brüdermordes
Im Laufe der Zeit: „Du sollst nicht morden!“ Religionskritik Bildung des Totemismus:

Totem anstelle des Vaters
Schutzgeist und Ahnherr
Keine Tötung und Verletzung des Totems
Einmal im Jahr Festmahl zur Erinnerung an den Mord
Zerreißen und Verspeisen des Totems

In dieser Entwicklung liegt der Ödipuskomplex zu Grunde
es entstehen daraus zwei Tabus:
Vater nicht töten
Weinchen des Vaters nicht beanspruchen Religionskritik Nach ersten Lebensmonaten erste Erfahrungen zu eigenen körperlichen Grenzen

Unterscheidung von anderen Dingen (Menschen, Tieren, Gegenständen)

Entwicklung von eigenen Körpergrenzen und Selbstgefühlen (Wer bin ich? – Was kann ich?) – das frühe Ich

Durch Erfahrungen und Erziehung entstehen nach und nach Moralvorstellungen und Wertekataloge – das Über-Ich Werk – Entwicklungsmodell der Psyche Ich und Über-Ich entstehen aus dem Es
Verdrängung von Triebvorstellungen des Es bilden das Über-Ich
Das Ich bildet fortan die vermittelnde Instanz

Das Über-Ich entsteht aus der Überwindung des Ödipus-Komplex (ca. nach 5. Lebensjahr)
Autorität des Vater unterzuordnen und Akzeptanz der Unerreichbarkeit der Mutter

Großteil der Motivation menschlichen Verhaltens entsteht durch unbewussten Konflikt zwischen Impulsen des Es und kontrollierendem Über-Ich Werk – Dynamik des Modells
Bis 1897 hält Freud an Behandlungsmethode fest, wobei er sich einseitig auf Gewalterfahrungen sexueller Natur bzw. konkret Vergewaltigung durch den Vater, bei Kindern zwischen 2 und 8 Jahren, konzentriert

Freud formuliert den Ödipuskomplex
Er zeichnet das Phänomen libidinöser Bindung zur eigenen Mutter bei einem gleichzeitigen Rivalitätsverhältnis zum Vater

Ab 1908 Gründung Psychoanalytischer Vereinigungen in verschiedenen Ländern

Freud formuliert in einer Vorlesung zur Einführung in die Psychoanalyse dir drei „Kränkungen der Menschheit“ Werk – Entwicklung der Psychoanalyse
erstmalige Verwendung im Jahr 1896 auf Grundlage von Josef Breuers Analyseverfahren

Behandlung durch Identifizierung von Traumatisierungen hinter Symptomen und deren Benennung

Vorgehen entspricht demjenigen des König Ödipus von Sophokles

Ödipus erkennt die wahren Zusammenhänge durch aufrichtige Rückschau und Analyse

Zur Betonung dieser Parallele schlägt Breuer Freud die Benennung der „Psychoanalyse“ vor Werk – Entwicklung der Psychoanalyse Religion als psychische Erkrankung Sigismund Schlomo Freud
Durch die erzieherische Umwelt verinnerlichte Handlungsnormen, Ich-Ideale, Rollen und Weltbilder
moralische Instanz

Gebote und Verbote, Vorstellung von Gut und Böse

Subjektive Autoritäten dienen als Vorbild Werk – Das Über-Ich
Psychische Strukturinstanz des vernünftigen, selbstkritischen und reflektierten Denkens

Kritisch rational vermittelnd zwischen Ansprüchen des Es und Forderungen des Über-Ich

Suche nach rationalen Lösungen Werk – Das Ich
stellt das triebhafte Element unserer Psyche dar

Vom Menschen selbst nicht steuerbare Triebe (Hunger, Sexualtrieb), Bedürfnisse, Affekte (Neid, Hass, Liebe) Werk – Das Es
Strukturierung des Psyche – Kategorisierung der Konfliktfelder

Unterscheidung der Bewussten vom Unbewussten

Beeinflussung des Bewussten durch das Unbewusste Werk – Es, Ich und Über-Ich
Entwicklung von Modellen der Psyche durch quantitative und qualitative Psychoanalyse bei Patienten

Struktur der Psyche wird in drei
Teile (Instanzen) eingeteilt

90% der menschlichen Ent-
scheidungen sind unbewusst
motiviert Werk – Modell der Psyche 1933 Freuds Werk fallen Bücherverbrennung in Deutschland zum Opfer

Geht Kompromisse mit Nazis ein

1938 Verhör seiner Frau durch die Gestapo
Flucht nach London

† 23.09.1939 in London
Morphinspritze durch seinen Arzt unter Absprache
aufgrund der Krebsleiden Biografie 1886 Heirat mit Martha Bernays
Tochter einer angesehenen Hamburger Gelehrten- und Rabbinerfamilie

1891 Einzug in neues Haus
praktizierte dort die nächsten 47 Jahre

1899 Beitritt in die B´nai-B´rith Loge in Wien

1922 Erkrankung an Gaumenkrebs (Jahrzehnte 20 Zigarren am Tag)
33 OPs
trägt später Prothesen
Verschlimmerung seiner Krankheit bis zu seinem Tod Biografie 1885 Habilitation
25.04.1885 Niederlassung in Wien

Freud wird Vorstand der Abteilung Neurologie im Ersten öffentlichen Kinder-Krankeninstituts
Leitung von 1886 bis 1896

Erkenntnis, dass es Unbewusstes geben muss Biografie Freud hatte schon vorher Arzt Breuer kennengelernt
gemeinsam mit ihm Untersuchungen zur Sprechtherapie (Vorstufe der Psychoanalyse)

Freud forscht nun an Hypnose und deren Wirkung auf psychisch kranke Personen

Arbeiten zur Traumdeutung , seelischer Struktur des Menschen, Psychoanalyse Biografie Durch Freud begleitenden Prof. Carl Claus ermöglichtes Forschungsstipendium (1886) in Triest

1876 Rückkehr nach Wien – Wechsel an das psychologische Institut

1879 Einjähriger Militärdienst

1881 Doktor der Medizin

1882 Antritt einer Stelle im Wiener allg. Krankenhaus (Bereich Neurophysiologie) Biografie 1957 geht Wollhandelsgeschäft bankrott
sozialer Abstieg für die vorher wohlhabende Familie
Umzug nach Leipzig, dann nach Wien

Sigmund besucht das Leopoldstädter Communal-Realgymnasium
hervorragender Schüler
besteht Matura mit Auszeichnung

1973 Immatrikulation an der Universität Wien für das Studium der Medizin Biografie * 06. Mai 1956 im mährischen Freiberg

Kind von Amalia Freud (geborene Nathanson) und Kallamon Jacob Freud
jüdischer Wollhändler
zu Sigmunds Geburt schon über 40 Jahre alt, in dritter Ehe verheiratet

Sigismund hat zwei ältere Halbbrüder

Später noch sieben jüngere Geschwister Biografie Existenzielle Grundentscheidung:

„Grundüberzeugung neuzeitlicher Selbstbehauptung“ und früher Atheismus kommen zum Tragen
somit konnte ihn die theologische/christliche Klärung von Fragen auch nicht berühren, weil er sich schon früh von ihr abgewandt hat Kritik an Freuds Religionskritik Ethnologischer Ansatz:
Phylogenetische Deutung
Ontogenetische Deutung
Dieses Thema behandelt Freud in seinem Werk „Totem und Tabu“
Übernahme von anderen Theorien, bspw. Von Darwin Psychoanalytischer Ansatz:
Triebhafte Sehnsucht des Kindes nach Geborgenheit
Gleichzeitig Angst vor Vater-Über-Ich
Erwachsener flüchtet in frühe Kindliche Entwicklungsstufe Verschiedene Ansätze und Erklärungen
nicht zu einer religionskritischen Lehre „harmonisierbar“

Freud analysiert die Religion unter zwei unterschiedlichen Aspekten Religionskritik Arbeiten zu Pharmakologie und Stimulans von Kokain
zahlreiche Versuche mit Kokain
1884 revolutionäre wissenschaftliche Entdeckung

1885 Studienreise
Besuch einer psychiatrischen Klinik
dort diagnostizierte Jean-Martin Charcot Hysterie als Krankheit
Behandlung durch Hypnose Biografie Existenzielle Grundentscheidung:

„Grundüberzeugung neuzeitlicher Selbstbehauptung“ und früher Atheismus kommen zum Tragen
somit konnte ihn die theologische/christliche Klärung von Fragen auch nicht berühren, weil er sich schon früh von ihr abgewandt hat Vielen Dank für
Eure Aufmerksamkeit
Full transcript