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Die Vegetationszonen der Erde

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Simone Lechthaler

on 9 January 2016

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Transcript of Die Vegetationszonen der Erde

Simone Lechthaler
Die Vegetationszonen der Erde
1 Einleitung
2 Definition von Vegetationszonen
2.1 Parameter für die Einteilung
2.2 Bedeutungsgleiche Termini
3 Die klimatischen Vegetationszonen
3.1 Die polare und subpolare Zone
3.2 Die boreale Zone
3.3 Die feuchten Mittelbreiten
3.4 Die trockenen Mittelbreiten
3.5 Die winterfeuchten Subtropen
3.6 Die immerfeuchten Subtropen
3.7 Die trockenen Subtropen und Tropen
3.8 Die sommerfeuchten Tropen
3.9 Die immerfeuchten Tropen
3.10 Vegetation der Gebirgsregionen
4 Anthropogene Einflüsse und Auswirkungen
5 Zusammenfassung
Gliederung
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1/54
Warum interessiert uns Vegetation?
1 Einleitung

3/54
2 Definition von Vegetationszonen
Vegetation:
Pflanzengemeinschaft, "die in ihrer
Gesamtheit die Pflanzendecke oder die Vegetation eines Gebietes bildet“ (Walter 1962:1)
Gleichgewicht mit der Umwelt, das von Wettbewerb, Abhängigkeit und komplementären Verhalten innerhalb der Arten abhängt

Zone:
durch Weiträumigkeit einer Pflanzengemeinschaft werden anhand unterschiedlicher Merkmale Räume abgegrenzt und in unterschiedliche Zonen eingeteilt
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Die Vegetation ist somit ein Forschungsgegenstand,
der die Abgrenzung von Landschaftsräumen bedingt.

2. 1 Parameter für die Einteilung
Klima:
wichtigster Indikator, hauptsächlich für Pflanzenwachstum verantwortlich, Veränderungen im pflanzen-ökologischen System geschehen hauptsächlich durch den Wärmeumsatz, differierender Strahlungseingang zwischen Pol und Äquator
Relief:
Höhenunterschiede bedingen unterschiedliche Vegetation
Boden:
je nach Bodentyp mehr oder weniger förderlich für Vegetation, Land-Ozean-Verteilung
2.2 Bedeutungsgleiche Termini
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Vegetationszonen:
Einteilung der Landschaftsflächen bezüglich
Klima, Relief und Boden (Richter)

Zonobiome:
beziehen zusätzlich die Tierwelt mit ein (Walter)

Ökozonen:
berücksichtigen sowohl die Tierwelt als anthropogene
Nutzungssysteme der Land- und Forstwirtschaft (Schultz)

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3.1 Die polare und subpolare Zone
3 Die klimatischen Vegetationszonen
zwischen 90 -66,56° nördlicher und südlicher Breite (Polarkreis), 22 Mio. qkm Festlandanteil
Lage
Klima
kalte, trockene Polarluft, Temperaturen nur 2 - 6 Monate über Gefrierpunkt, eingeschränkte Vegetationsperiode, Schneeauflage
Vegetation
begrenzte Artenzahl
kleinräumige Vegetationsmosaike
vegetationslose hocharktische Wüste
Nordhemisphäre: Strauch-, Gras-, Moos- und Flechtentundra
Ökoton: Waldtundra
Südhemisphäre: Flechten, Gräser, Nelken
planet-wissen.de
3.2 Die boreale Zone
Lage
70° - 47° nördlicher (Ostseiten 50°, Westseiten 60°) und südlicher Breite
ergänzt sich komplementär zur subpolaren Zone
Klima
ausgeprägtes Jahreszeitenklima
kalt-kontinentales Klima an den Ostseiten mit starken Temperaturschwankungen zwischen Sommer und Winter
kalt-ozeanisches Klima an den Westseiten mit ausgeglicheneren Temperaturen
Permafrostböden
Vegetation
Vegetationsgürtel aus Nadelwald
Nordrand: geringe Artenvielfalt (ähnelt der Waldtundra)
Südrand: Mischwälder
Nadelwaldtaiga: Fichten, Kiefern, Tannen ; Bodenvegetation: Zwergsträucher, Moose, Flechten
Lärchentaiga: Lärchen, Kiefern
Vegetationszeit 3 - 6 Monate
Waldbrände
klimagipfel.greenpeace.de
3.3 Die feuchten Mittelbreiten
Lage
ozeannah, auf jeweils drei Regionen auf der Nord- und Südhemisphäre verteilt
Westseiten: 40 - 60°, Ostseiten 35 - 50°
Klima
Gunstklima durch ausgeglichene Sonneneinstrahlung und Humidität bis Subhumidität
Gebietsprägung ozeanisch (Durchschnittstemperatur zwischen 2 und 15°C) und kontinental (Durchschnittstemperatur zwischen -30 und 18°C)
Vegetation
halbjährige und längere Vegetationsperiode
sommergrüner Laubwald, nemorale Nadelwald, nemorale Trockengehölze, Waldsteppe, Hartlaubwald, Halbwüste und der Lorbeerwald
potentielle Pflanzenformation: sommergrüner Laub- und Mischwald
Unterteilung ergibt sich durch das Großklima, bedingt Bodenbildung, Vegetation und daraus resultierenden Klimazonen
Zonen verlaufen parallel zu den Breitenkreisen und werden aufgrund klimaökologischer Zusammenhänge in neun Bereiche unterteilt
Zonen sind voneinander nicht exakt abzugrenzen, Übergangsbereiche werden als Ökoton bezeichnet
aufgrund des Artenreichtums muss zusätzlich zwischen Nord- und Südhemisphäre unterschieden werden, was auf fehlende Landmassen der Südhemisphäre zurückzuführen ist
unser-planet-erde.de
3.4 Die trockenen Mittelbreiten
Lage
Klima
sehr heiße Sommer
sehr kalte Winter
Vegetationsperiode 2 bis 5,5 Monaten
2 – 4 humide Monate, zwischen 50 und über 100mm Niederschlag
Vegetation
Waldsteppe (Gras-, Laub- und Mischwald)
Feuchtsteppe (große Artenzahl an Gräsern, Kräutern und Kleinsträuchern)
Mischgrassteppe (Übergangsbereich zur angrenzenden Trockensteppe, Gräser, Kräuter und Kleinsträucher)
Strauchsteppe und nemorale Halbwüste/Wüste (Gräserarten, Zwerg- und Halbsträucher, lückenhaft angeordnet)
Weizenanbau in Steppengebieten möglich (>100mm Niederschlag)
artflakes.com
3.5 Die winterfeuchten Subtropen
3.6 Die immerfeuchten Subtropen
3.7 Die trockenen Subtropen und Tropen
3.8 Die sommerfeuchten Tropen
3.9 Die immerfeuchten Tropen
Lage
Klima
Vegetation
30 - 40° nördlicher und südlicher Breite an den Westküsten
getrennte Teilgebiete
Ausnahme bildet der interkontinental gelegene Mittelmeerraum
Gegenstück der immerfeuchten Subtropen (Ostseiten)
sommerliche Aridität
winterliche Humidität, milde Temperaturen, Abkühlung bis 5°C
Vegetationszeit 5 - 10 Monate, hauptsächlich Frühling und Herbst, da Konstellation von Temperatur und Feuchte am geeignetsten
typische Vegetation ist der immergrüne Hartlaubwald (Unterschicht: Kräuter, Sträucher)
degradierte Strauchformationen durch Feuer, Entwaldung und Überweidung
Kalifornien und Chile: Hartlaubwald
Mittelmeerraum: artenarme Hartlaubwald
Australien: feuerresistente Eukalyptus-Arten
Affinitätsgrade zwischen den fünf Winterregengebieten der Erde (Di Castri et al. 1981:643).
Der Übereinstimmungsgrad ist proportional zur Pfeildicke dargestellt.
azalas.de
Lage
Vegetation
komplementär zu den winterfeuchten Subtropen
fünf Teilgebiete, fragmentiert zwischen 25° und 30° nördlicher und südlicher Breite
Ostseiten der Kontinente
Klima
ganzjährigen Niederschlag, Maximum im Sommer
Wintersubhumide Bedingungen: Temperatur und Niederschlag nehmen deutlich ab
ganzjährige Vegetationsperiode
subtropische Regenwälder mit Baumhöhen zwischen 20 - 25m (Küsten)
Lorbeerwälder (Landesinnere)
Aurakarienwälder und Hochgräser
Mischwälder (Lorbeergehölz, tropische Baumarten)
immergrüne Laub- und Hartlaubwälder
geo.de
Lage
Klima
Vegetation
innerhalb der Wendekreise
Fläche von 31 Millionen qkm
arides Klima (nur zwei humide Monate)
sehr geringer Niederschlag (< 125mm)
semiaride Ökotone: Gras-, Strauch-, Dornsteppen und Dornsavannen, Bedeckungsgrad > 50% (40% der Fläche des gesamten Gebietes)
vorwiegend immergrüne Hartlaubvegetation, auch Trocken- und Sukkulentenbuschland und Trockengrasland
Vegetationsgrad beträgt bei Halbwüsten und Wüsten weniger als 50%, Halbwüsten mit diffuser und Wüsten mit kontrahierten Pflanzenverteilung
Nebelwüsten (Atacama), Nebelkräuterflur
Vielzahl an Vegetationsarten
planet-wissen.de
Lage
Klima
Vegetation
Übergangsbereich zwischen trockenen Tropen/Subtropen und den immerfeuchten Tropen
ganzjährig positive Strahlungsbilanz, ausgeglichene Temperaturen, semihumides Klima
Trockenzeit im Winter und eine langandauernde Regenzeit im Sommer unter Einfluss des Monsuns (Vegetationszeit)
Trockensavanne (hohe Baumarten, regengrüner Feuchtwald)
Feuchtsavanne (niedrige Baumarten, regengrüner Trockenwald)
Parksavanne (Übergangsbereich)
Savannenbrände als Selektionsfaktor
geographie.uni-stuttgart.de
Lage
Klima
äquatoriale Verbreitung zwischen 25° Nord und Süd
hauptsächlich bis 10°, über 20° nur bei sommerlichem Zenitalregen (durch Passatregen, Monsun)
extremes Tageszeitenklima, das ganze Jahr über eine konstante, positive Strahlungsbilanz
Zeitraum zwischen Sonnenaufgang und Sonnenuntergang kontinuierlich 12 Stunden
hohen Niederschlag, der im Jahresverlauf zu zwei Höchstständen führt
ganzjährig hohe Luftfeuchtigkeit
Vegetation
immergrüner tropischer Regenwald
gegliedert in verschiedene Baumgenerationen und -höhen
Überbäume (bis 80m), Epiphyten und Lianen zwischen den Bäumen
Sekundärwälder durch Brandrodung (Pioniergehölze, Krautwälder)
großes Artenreichtum, hohe Artendiversität und Vielschichtigkeit des Blätterdachs
klett.de
3.10 Vegetation der Gebirgsregionen
Klima und Boden ändern sich mit der Höhe
Unterscheidung in Höhenstufen und Unterteilung in
tropische
und
außertropische
Gebirge
tropische Gebirge:
1000m
- unterste Höhenstufe
- tropischer Regenwald
1000 - 2000m
- montane tropische Regenwald
2300 - 3300m
- tropisch temperierte Bergwaldstufe
3300 - 4400m
- Gräser, Zwergsträucher
ab 4400m
- Vegetationsfragmente
außertropische Gebirge:
bis 700m
- Laubmischwald mit Weidewirtschaft
700 - 1800m
- Laubmischwald
1800 - 2200m
- Fichtenwald
2200 - 2800m
- Krummholz, Zwergsträucher (Baumgrenze)
ab 2800m
- Fragmente der Vegetationsdecke
4 Anthropogene Einflüsse und Auswirkungen
Vegetationszonen sind verschiedenen anthropogenen Einflüssen ausgesetzt (Auswirkungen, Merkmale)
Stärke der Vegetationsverbreitung und zentriertes Vorkommen hängt mit Nutzen zusammen, der sich für den Mensch ergibt, (Beispiel: landwirtschaftliche Nutzflächen)
Acker- und Siedungsflächen bedingen weitreichende Umgestaltung der Naturlandschaften
großer Anteil naturbelassener Gebiete

Naturbelassene Erdräume (Stand 1988) (McCloskey/Spalding 1989:221)
Mensch kann Vegetation nicht beliebig ersetzen
falsche Bodennutzung in Landwirtschaft führt zu Bodenversalzung, Nährstoffarmut und verhindert Wiederkehr der ursprünglichen Vegetation
Brandrodung, Holzeinschlag und Waldweide zerstört primäre Vegetation und verringert Biodiversität im Bezug auf Pflanzen- und Tierwelt
menschliches Eingreifen verändert pH-Wert
Düngemittel und industrielle Immission als Gefahr

Die pH-Veränderungen des Bodens (Jordan 1987:133) pH-Wertevergleich nach drei Jahren traditioneller Nutzung und Brandrodung.
Im Bezug auf die Nachhaltigkeit muss der Mensch die ökologischen Gesetzmäßigkeiten der Natur nicht nur erkennen, sondern auch berücksichtigen.
5 Zusammenfassung
Gemeinsamkeiten und Unterschiede der Vegetationszonen bezüglich Verbreitung, Vegetationsart und Klima
enge Beziehung zwischen Vegetation und Mensch - Entwicklung (Nachhaltigkeit, landwirtschaftliche Nutzung)
Ausblick auf Holzverbrauch und Rodung: Vegetation als Sauerstofflieferant
procosara.org
Literaturverweise
Archibold, O. W. (1995): Ecology of World Vegetation. London: Chapman & Hall.

Breckle, S.-W./Walter, H. (〖1999〗^7): Vegetation und Klimazonen. Stuttgart: Eugen Ulmer.

Hintermaier-Erhard, G./Zech, W. (2002): Böden der Welt: Heidelberg: Spektrum Akademischer Verlag.

Richter, M. (2001): Vegetationszonen der Erde. Gotha: Klett-Perthes.

Schultz, J. (〖2008〗^4): Die Ökozonen der Erde. Stuttgart: Eugen Ulmer.

Walter, H. (〖1999〗^6): Vegetation und Klimazonen. Stuttgart: Eugen Ulmer (= Grundriß der globalen Ökologie 14).

Fragen?
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Die Zonenbezeichnungen der neun Zonen sind jeweils gleich, lediglich die Reihenfolge unterscheidet sich geringfügig.
Schultz 2008:90
Schultz 2008:115
Schultz 2008:137)
Schultz 2008:162
Schultz 2008:184
Schultz 2008:203
Schultz 2008:218
Schultz 2008:248
Schultz 2008:276
Gibt es auch positive Auswirkungen durch den Menschen?
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