Loading presentation...

Present Remotely

Send the link below via email or IM

Copy

Present to your audience

Start remote presentation

  • Invited audience members will follow you as you navigate and present
  • People invited to a presentation do not need a Prezi account
  • This link expires 10 minutes after you close the presentation
  • A maximum of 30 users can follow your presentation
  • Learn more about this feature in our knowledge base article

Do you really want to delete this prezi?

Neither you, nor the coeditors you shared it with will be able to recover it again.

DeleteCancel

Make your likes visible on Facebook?

Connect your Facebook account to Prezi and let your likes appear on your timeline.
You can change this under Settings & Account at any time.

No, thanks

ARTHUR SCHNITZLER: TRAUMNOVELLE

No description
by

Marina Hartmann

on 21 January 2014

Comments (0)

Please log in to add your comment.

Report abuse

Transcript of ARTHUR SCHNITZLER: TRAUMNOVELLE

Entstehungskontext des Films "Eyes Wide Shut"
Stanley Kubrick ---> inszenierte eine Adaption von Arthur Schnitzlers "Traumnovelle"
-->nahm den Traumstoff und sein Lustprinzip auf

= Wiederentdeckung und Aufschwung für die Erzählung

Kubrick verlegte die Handlung in das „Heute“,
hielt sich, trotz ein paar Änderungen, nah an die Vorlage

Bereits vor der Premiere 1999 sorgte Kubricks Film für Aufsehen:
-->berüchtigter Perfektionismus,
-->Dreharbeiten unter höchster Geheimhaltung,
-->Kubrick starb, fünf Tage nach dem Director´s Cut
=Film war schon ein Mythos, bevor er das erste Mal gezeigt wurde.
Charakterisierung der Hauptfiguren:
Biografie des Autors
Arthur Schnitzler:

ARTHUR SCHNITZLER:
Gliederung:
1. Kurzbiografie zum Autor Arthur Schnitzler

2.Inhaltszusammenfassung der Traumnovelle

3. Charakterisierung der Hauptfiguren

4. Interpretationsansätze zur Traumnovelle

5. Aktueller Bezug: " Eyes wide shut"

Inhaltszusammenfassung der Traumnovelle:
Vater:
jüdischer Mann,
aus einem ungarischen Dorf,
in ärmlichen Verhältnissen aufgewachsen
--> kam als junger Mann nach Wien um Medizin zu studieren
---> durch Fleiß, Begabung und Wissen brachte er es zu großem Erfolg als angesehener Arzt
Familie:
Mutter:
jüdisches Elternhaus,
ausgehobenem Kreis
Kinder:
1. Arthur (Erst geborener)
2. Zwillingsschwestern
= sorglose Kindheit

--> Dienstpersonal
--> Privatunterricht
Arthur Schnitzler wurde am 15.05.1862 in Wien geboren

als Neunjähriger versuchte er seine ersten Dramen zu schreiben

studierte aber nach dem Abitur Medizin

Promotion (während dieser machte er Bekanntschaft mit Sigmund Freud, mit dem er das Interesse für das Un- und Unterbewusste teilte)

arbeitete als Assistenzarzt in zwei verschiedenen Krankenhäusern in Wien

Nach dem Tod seines Vaters eröffnete Arthur Schnitzler selbst eine Praxis

widmete sich aber (ermutigt von seiner Geliebten, der Schauspielerin Adele Sandrock) zunehmend seinen literarischen Werken

ab 1897 zahlreiche Veröffentlichungen

1903 vermählte sich Arthur Schnitzler mit der Schauspielerin Olga Gussmann (hatten schon einen einjährigen Sohn)
-->Die Ehe scheiterte und wurde 1921 geschieden

Danach und vor allem nach dem Suizid seiner Tochter Lili im Jahr 1928 vereinsamte Arthur Schnitzler

Am 21. Oktober 1931 starb Arthur Schnitzler in Wien an einer Gehirnblutung

Heute:
Schnitzler gilt als einer der bedeutendsten österreichischen Schriftsteller der Jahrhundertwende.
männlichen Besitzdenken verfallen = stellt sich in seinen Werken durchgängig auf die Seite des Mannes und kann sich mit seinen Figuren teilweise identifizieren.

Durch seine literarische Arbeit weitete er das Wissen um die menschliche Psyche erheblich aus:
Er behandelt in seinen Werken die Rollenbeziehung zwischen Menschen, insbesondere die zwischen Mann und Frau. Schnitzler folgte Freud auf literarischer Ebene mit besonderen Interessen für die Traumdeutung.

Albertine
Fridolin
-Hausfrau
- Mutter
- jünger
- früh verheiratete ( seitdem sie 17 ist)
- vor und in der Ehe zunächst keine eigenständige Sexualität
- hat daher Fantasien entwickelt
- poetisch
- repräsentiert die typische Frau um die Jahrhundertwende
- Arzt
- Berufs orientiert
- Fantasiearmut
- Blindheit gegenüber den Sehnsüchten seiner jüngeren Frau
- intelligent
- sensibel
-verletzbar
-liebt seine Frau
-wird durch seine Frau auf die Abgründe seiner eigenen Sexualität gestoßen
Konstruktivistin
= eigene, innere Wirklichkeit

Realist
= Wirklichkeits- und Logik orientiert

Traumnovelle
"Eyes wide shut"
Interpertation der Traumnovelle:
Entstehungskontext der Traumnovelle:

Biografie:
• Prosaerzählung

• Spielt zu Beginn des 20, Jahrhunderts in Wien ( an realen Orten )

• entstand 1925, als zehntes Werk und wurde in mehreren Ausgaben in der "Dame", einer Berliner Zeitschrift, veröffentlicht

• 1926 wurde dann die "Traumnovelle" in Form eines Buches beim Fischer Verlag herausgebracht

• Die Traumnovelle gilt als ein außergewöhnliches Werk Schnitzlers, da sie als einzige nicht mit der persönlichen Katastrophe einer Gestalt, dem Ende einer menschlichen Beziehung oder mit Resignation endet.

• Resultat einer langjährigen Beschäftigung Schnitzlers mit der Psychoanalyse. Diese sieht er als wesentlich für seine Arbeit an, denn mit ihrer Hilfe kann er Individuen analysieren. Schnitzler glaubt an die Existenz des Unterbewussten, und damit eröffnete er zu seiner Zeit den Weg zu völlig unbekannten, neuen Erkenntnissen.

Struktur der Novelle:

Wann und Wo?
Im Wien der Jahrhundertwende

Wer und Was ?
Wiener Arzt Fridolin, seine Ehefrau Albertine sowie die gemeinsame 6-jährige Tochter.
Begleitung des Ehepaars über zwei Tage hinweg bei dem Versuch, Eheleben und private Erfüllung miteinander zu vereinen.

Ausgangssituation:
gut situierte Verhältnisse, größerer Haushalt mit Personal, glückliches Ehe- und Liebesleben, harmonisches Familienleben mit Tochter

Konfliktpotenzial:
Gefährdung der Beziehung durch die geheimen Wünsche und Sehnsüchte,
Paradoxie von Offenheit und Geheimnis: Die Offenlegung der Wünsche dem Partner gegenüber beruhigt diesen nicht, sondern weckt Misstrauen und Eifersucht

Inhalt:
Exposition
1. Die gegenseitige Entdeckung geheimer Sehnsüchte bei Mann und Frau: Der Abgrund der Gefühle.

Verwicklungen
2. Der tote Hofrat, dessen Tochter Marianne und deren Verlobter
3. Das nächtliche Wien im Tauwetter, der pöbelnde Student, die Begegnung mit Mizzi
4. Im Nachtcafe: der Pianist Nachtigall, die Versuchung, der Kostümverleiher und seine liebestolle Tochter, die Fahrt zum Haus, die Geheimgesellschaft, die Warnung und die rätselhafte Rettung durch eine Unbekannte.

Krise
5. Albertines Traum

Nachforschungen
6. Suche nach Nachtigall,
- beim Kostümverleiher,
- Suche nach dem Haus und die Warnung
- Besuch bei Fräulein Marianne
- Besuch bei der abwesenden Mizzi
- im Nachtcafe: Nachricht vom Selbstmord der Baronin D.
- Suche im Hotel, im Krankenhaus und Begegnung in der Totenkammer

Lösung
7. Beichte und Erlösung
Die "Traumnovelle" ist in sieben Kapitel unterteilt:

eins, zwei und drei sind sehr kurz, denn sie leiten die Haupthandlung ein:
= gegenseitiges Geständnis von gedanklicher Untreue,
=Fridolins Hausbesuch bei einem verstorbenen Patienten,
=das Liebesgeständnis dessen Tochter
=und seine Bekanntschaft mit der Prostituierten

viertes Kapitel (das Längste):
=Fridolins Begegnung mit der "geheimen Gesellschaft"

fünftes Kapitel:
=Albertine erzählt ihrem Ehemann von ihrem Traum

sechstes Kapitel:
=er sucht die Leiche seiner vermuteten Retterin auf

siebtes Kapitel (Schluß):
= Fridolin und Albertine versöhnen sich


Detaillierte Traumdarstellung in der Novelle
=Traum als Leitmotiv
-->Der Traum gilt als ein Medium der Erkenntnis, da man in ihm verborgene Empfindungen aufspürt.

Konflikt zwischen: Seelischen/ Triebhaften <--> und der äußeren Welt Traum <-->Wirklichkeit = Grenzen sind nicht immer klar getrennt

Interesse an der Psychoanalyse --> wesentlich für seine Arbeit = Menschen analysieren dennoch Distanz zu Freuds Theorien der Psychoanalyse, findet die Traumdeutung Freuds oftmals willkürlich Schnitzler fokussiert sich in der Novelle besonders auf das Halbbewusstsein ( eine Art Ebene zwischen Bewusstsein und Unbewusstsein)

Realitätsflucht in den Traum:
Alltag geprägt durch: Gesellschaftliche Konventionen und Normen --> Individuum wird ein bestimmtes Benehmen aufgezwungen

Albertine = Vorbildliche Ehefrau <--> in ihrer Gedankenwelt gefangene Wünsche und Fantasien = können aufgrund moralischer Zwänge nicht ausgelebt werden (zb. Dänemarkurlaub Interesse an einem fremden Mann= kurze Bereitschaft Mann, Kind und Zukunft aufzugeben )

Verdrängte Triebe finden Zuflucht in der Traumwelt = losgelöst von den Zwängen der Realität
=Traum deckt ihr wahres Wesen auf aus Fridolins Sicht: Traum als Gefährdung für die Ehe = Albertine als treulos und grausam

• Unverständnis über die Vorstellung, eine Frau könne voreheliche Beziehungen haben
• Vorhandensein und natürlicher Ablauf der Sexualität werden im privaten vorausgesetzt
• In der Öffentlichkeit aber verleugnet und nicht gezeigt
• Männer durften sich und sollten sich vor der Ehe „ausprobieren“
• Frauen durften keine körperlichen Verlange zeigen = um sie zu „schützen“ wurden sie streng überwacht =sollten körperlich und seelisch rein in die Ehe treten
• „gut erzogen“ war damals identisch mit Lebensfremd =gingen unaufgeklärt und Unwissend in die Ehe

Traumnovelle beginnt mit einer Erzählung in der Erzählung: Ausschnitt aus
1001 Nacht
Albertines Traum: Sklaven zu Beginn der Erzählung tauchen wieder auf
Fridolin wird in ihrem Traum zum
Prinz
= orientalisch gekleidet (ähnlich wie in dem Märchen, dass sie abends ihrer Tochter vorgelesen hat)
Sie wird als
Prinzessin
beschrieben
Kutschfahrt
zum Treffen der geheimen Gesellschaft
Die zurückbleibende Dame auf dem Maskenball zu Fridolin: "
Frage nicht ... und wundere dich über nichts
" = typische Wendung aus dem Märchen, wo man nicht fragen darf
Weiter Märchenelemente: fliegen / verzerrte Zeitwahrnehmung
=Fridolin erlebt mehr als zeitlich möglich
Es gibt weder Zeit noch Raum
Maskenbälle
:
Die geheime Gesellschaft verkörpert den Anspruch des Individuums auf Unverwechselbarkeit. Doch nur die Männer erheben diesen Anspruch (nur sie sind maskiert), die Frauen befinden die Individualität für unbedeutend (sie sind nackt).


Psychoanalytische Überlegungen:
Rolle der weiblichen Sexualität um die Jahrhundertwende:
Märchenmotivik:
Full transcript