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Mediensysteme im internationalen Vergleich

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by

Tim Holzner

on 6 June 2010

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Transcript of Mediensysteme im internationalen Vergleich

Gliederung
Allgemeines
Westeuropa
Asien
Diskussion Westeuropa Asien Allgemeines Diskussion Begriffe und Theorien der Publizistikwissenschaft
Datum: 07.06.2010 Referat von:
Katrin Wollnik,
Daniel Waldschik,
Tim Julijan Holzner Mediensysteme im internationalen Vergleich

Literaturverzeichnis SYSTEME Mediensysteme in Westeuropa Basis:
demokratische Grundordnungen
Anerkennung der Menschenrechte
Informations- und Meinungsfreiheit

--> freies Publizieren
--> freier Medienmarkt Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Datei:UE-EU-ISO_3166-1.png Begriffliches - sind ein aus grundlegenden Einzelelementen zusammengestelltes Ganzes, wobei
die Einzelelemente (Systemelemente, Systemkomponenten oder Subsysteme) in
bestimmten Beziehungen stehen

- Entscheidend für weitere Überlegungen: "Soziale Systeme sind raum-zeitlich
verfestigte Interaktionsmuster, die - und das ist für die Erfassung und die Darstellung
von Medien und Mediensystemen relevant - empirisch analysiert werden können und
die fließende Grenzen zu ihrer Umwelt haben"

Systeme: Quelle: Jarren, 2001: 146 Medien sind: - technische Transportsysteme für bestimmte Zeichensysteme

- Organisationen mit eigenen Zielen und Interessen

- komplexe Gefüge von Strukturen

- Erbringer von funktionalen und dysfunktionalen Leistungen für die Gesellschaft

- soziale Institutionen, eingebunden in die Verhältnisse der Gesellschaft

Quelle: Saxer, 1998 Mediensysteme: - System aus der Gesamtheit der Medien, das zeigt, dass diese soziale Organisationen
sind --> nicht nur Artefakte

- bilden, als Ausdruck kulturellen und gesellschaftlichen Selbstverständnisses, soziale
und politische Strukturen ab

- bilden inzwischen einen gesellschaftlichen Teilbereich, der seine spezifischen
Gesetzesmäßigkeiten aufweist und eine Vielzahl anderer Teilsysteme (politische oder
wirtschaftliche) beeinflusst, oder gar erst funktionsfähig macht

Bestandteile & prägende Faktoren - alle Medien, die der eben genannten Definition entsprechen, plus:
- Zeitungen/Zeitschriften (Printsektor)
- Radio und TV (Rundfunksektor)
- Internet
- die demografische Struktur im Journalismus
- die gegebenen Ausbildungsinstitute


„…ist ein Prozess, bei dem Aussagen öffentlich, indirekt und einseitig durch
technische Verbreitungsmittel an ein räumlich disperses Publikum vermittelt werden.“
Quelle: Schneider, 1998: 422
Thomaß, 2007: 17
Zu einem Mediensystem gehören: Massenkommunikation: Quelle: Maletzke, 1963: 32 Sektor: Print - Zeitungssektor ist sozusagen der Dinosaurier
unter den Sektoren
-> also der älteste Sektor im gesamten Mediensystem
- Strukturen häufig geprägt durch die historischen,
geografischen und vor allem politischen Besonder-
heiten in einem Land / Staat / einer Region
- Zeitungsangebot wird danach unterschieden,
wie das Verhältnis von Abonnements- und
Kaufzeitungen beschaffen ist
- Weiteres Merkmal für Unterschiede der Presse
verschiedener Mediensysteme:
Vertriebsstrukturen imPressebereich
Bei Zeitungen: Sektor: Print Bei Zeitschriften: zeichnet sich aus durch:

- Ausdifferenzierung / Unterscheidbarkeit der
Publikumszeitschriften

- Umfang der Titel der Fach- und Kundenzeitschriften

- Vorhandensein von Vereinszeitschriften


Sektor: Rundfunk Sektor: Rundfunk Unterschiede zwischen Mediensystemen:

- öffentlicher Rundfunk nach Vorbild der BBC als
einziges bzw. wesentliches Element
- oder dominiert kommerzielles Prinzip nach Vorbild
der USA
- bzw. Mischformen duales System
- Bedeutung des Staates bei den Regelungen
- Betonung der kulturellen und identitätsstärkenden
Rolle von Rundfunk Eigenproduktionsquoten
- Stellenwert eines Bürgerfunks
--> Offener Kanal Mainz

Fragestellungen in ökonomischer Hinsicht, z.B.:

- Welche Konzerne beherrschen welche (oder auch wie viele) Rundfunkangebote?
- Wie viele Sender verträgt ein gegebener Markt?
- Wie hoch ist die Kaufkraft der Bevölkerung und wie viel ist sie bereit für
Medienangebote wie beispielsweise Pay-TV auszugeben?

Fragestellungen in rechtlicher Hinsicht, z.B.:

- Wie zentral oder dezentral ist die Rundfunkaufsicht organisiert?
- Wie staatsnah oder staatsfern ist die Rundfunkaufsicht organisiert?

Sektor: Online Zentrale Frage: Wer hat überhaupt Zugang zum Internet? „digital divide“

- Chancen auf den Zugang zum Internet und anderen
(digitalen) Informations- und Kommunikationstechniken
sind ungleich verteilt und stark von sozialen Faktoren
abhängig .Diese Chancenunterschiede haben ihrerseits
gesellschaftliche Auswirkungen.

d.h.: Wer Zugang zu modernen Kommunikationstechniken
hat, hat bessere soziale & wirtschaftliche
Entwicklungschancen.

Sektor: Online
Zugang bedeutet aber auch:
Wer hat die Möglichkeit, sich im Internet darzustellen?

--> Auch hier bestehen weltweit Unterschiede, deren Vergleich wichtige
Aufschlüsse über das jeweilige Mediensystem gibt

Fragestellungen in sprachlicher & kultureller Hinsicht:

- In welchem Umfang ist das Angebot in der eigenen Landessprache gegeben?
- Wie wird dieses Angebot über diese Landesgrenzen hinaus genutzt?
- bzw. umgekehrt: Wie stark werden die Webseiten anderer Länder genutzt?

1. Faktor: Medienrecht - Grundsätzlich national dimensioniert (rechtssetzende Gewalt ist der Nationalstaat)
- Aber: Mit EU als supranationalen Entscheidungsgewalt auch Normensetzung
jenseits des Nationalstaates
- aus vielen medienspezifischen Vorschriften zusammengesetzt
-->können im Gesamtrechtsgefüge des Staates integriert sein
- formuliert die ordnungspolitischen Rahmenbedingungen für Presse, Rundfunk,
und neue Medien
- steckt die Grenzen ab, in denen sich die Medien und Akteure bewegen können
und dürfen
- regelt auch, mit welchen Institutionen / Instrumenten die Medienrechtsordnung
umgesetzt werden soll (z.B. Rundfunkrat)

2. Faktor: Geografie - als prägender Faktor erstmal ungewöhnlich
- allerdings spielen Klein- oder Großräumigkeit & Arten der Grenzen sowie Nachbarländer eine große Rolle




Beispiele:

- Bhutan hat sich lange gegen die Einführung des Fernsehens gewehrt
- Luxemburg hingegen importiert seit den 30er Jahren fremde Medieninhalte
3. Faktor: Sprachkulturen - wesentliches Strukturelement von Medien als Mittler gesellschaftlicher
Kommunikation

--> mehrere Sprachen in einem Land haben beträchtliche Auswirkungen auf das
Medienangebot

Beispiel Südafrika:
- 11 offizielle Landessprachen
- die drei öffentlichen Kanäle senden Unterhaltungs- und Informationsprogramm
zu verschieden Zeiten in den verschiedensten Sprachen
(Englisch, Afrikaans und afrikanische Sprachen)
4. Faktor: Das politische System - maßgeblich prägend für das Mediensystem

1. relevant für Rechtsordnung -->Rahmensetzer für das Mediensystem
2. prägt die politische Kommunikation --> wird wiederum über das
Mediensystem vermittelt

Weitere wichtige Unterscheidungsmerkmale:
- demokratisches System contra autoritäres Regime
--> behandelt und nutzt Medien anders
- Aspekt der Parteienvielfalt bzw. Parteienstärke / (-schwäche)
- Fragestellung: Inwieweit stärken / stützen die Medien in ihren Grundüberzeu-
gungen das gegebene politische System?
5. Faktor: Stand der Medientechnologie - in Mediensubsystemen:
Auswirkungen auf Nutzung sowie Regulierung und auch Struktur
des Medienmarktes


Beispiel:

- In den 60er Jahren wurde die massenhafte Verbreitung des Fernsehens für das
Kinosterben verantwortlich gemacht
- Frage: Was passiert mit dem TV, wenn es weiter massenhafte Angebote
(Video on demand) im Netz gibt? Vorstellbar?

Positiv
- Isolation autoritärer Systeme durch Medienzensur kann im Internetzeitalter
schwieriger aufrecht erhalten werden

Negativ
- Vervielfältigung audiovisueller Übertragungswege durch Digitalisierung bringt
Vielzahl neuer „Content-Angebote“
-->wirkt sich auf den öffentlich Rundfunk aus (untergräbt dessen Legitimation)
- Abwanderung des Kleinanzeigenmarktes ins Internet schwächt wirtschaftliche
Basis der Tageszeitungen
-->in dem Maße, wie die breiten Teile der Bevölkerung hierauf Zugang haben

5. Faktor: Stand der Medientechnologie 6. Faktor: Wirtschaftsverfassung
- prägt die Ökonomie der Medien
--> In einer kapitalistischen Wirtschaftsverfassung ist auch die Mehrzahl
der Medien privatwirtschaftlich organisiert

- Welche Bedeutung wird dem Wohlfahrtsstaat im Rahmen der jeweiligen
Wirtschaftsauffassung zugesprochen?

Der Nutzen international vergleichender Forschung - vergleichende Forschung liefert ein Vielfaches der Datenmenge,
die in nur einem Land erhoben werden könnte
- ermöglicht es, die Kenntnis der Mediensysteme in ihrer Mannigfaltigkeit
zu fundieren
- entdeckt grundlegende Gesetzmäßigkeiten, die nicht kulturell oder national
bedingt sind
- erkennt globale Dynamiken im Hinblick auf die Interdependenz von Medien und
Gesellschaft
- Vergleiche liefern Hinweise für:
Handlungsalternativen, Problemlösungen, Reformanregungen

Sektor: Print Sektor: Rundfunk Sektor: Online POLEN ITALIEN FINNLAND FRANKREICH NIEDERLANDE INDIEN KROATIEN KOSOVO & ALBANIEN ÖSTERREICH VIETNAM TÜRKEI RUSSLAND Wer wird Millionär in ...? - Europa = "Zeitungskontinent", Tendenz allerdings sinkend

- sprachliche und kulturelle Vielfalt
- kein einheitliches europäisches Pressesystem
- Unterschiede besonders in Rolle, Bedeutung und Qualität der Zeitungen
sichtbar



Reichweiten der Tageszeitungen im europäischen Vergleich in Prozent der Bevölkerung 2007 2008 Quelle: http://www.bdzv.de/schaubilder+M5fbf9021bda.html (30.5.2010),
http://www.bdzv.de/schaubilder+M54e45c1cfde.html (30.5.2010) --> Duale Rundfunksysteme

RADIO
- viele verschiedene Radiomodelle
- öffentlich, kommerziell,
nichtkommerziell



FERNSEHEN
- öffentlich-rechtliche & kommerzielle
Sender
- Digitalisierung der
Übertragung

EU-Fernsehrichtlinie

- "Fernsehen ohne Grenzen"
- freie Verbreitung von Fernsehprogrammen
auf dem europäischen Binnenmarkt
- freier Empfang aus allen Mitgliedsstaaten
- Quotenregelungen für europäische Werke
- Wahrung von Anliegen des "öffentlichen Interesses"


Kontroversität:
Rundfunk als Kultur- oder Wirtschaftsgut?
- Europa liegt bei der Internetnutzung weltweit an 3. Stelle
[2009: 18,9% der weltweiten Internetnutzer kommen aus der EU]

- trotzdem große Unterschiede zwischen den einzelnen Ländern

Diskussionsansätze: Entwicklungen und Probleme - Medienkonzentration

- Ökonomisierung der Mediensysteme

- Deregulierung

- nationale Entgrenzung, "Zusammenwachsen" der Mediensysteme



? - werden sich die Mediensysteme nach und nach immer mehr zu EINEM
europäischen oder gar globalen System weiterentwickeln?

- Welche Vor- und Nachteile würde eine solche Entwicklung mit sich bringen?

- Inwiefern ist Globalisierung des Mediensystems auch in Staaten wie etwa China
vorstellbar?

- Was passiert mit dem Rundfunk, wenn es weiter massenhafte Angebote
(z.B. Video on demand) im Netz gibt?
Jarren, Otfried (2001): Medien als Organisationen – Medien als soziale Systeme. In: Bonfadelli, Heinz/Jarren, Otfried/Siegert, Gabriele (Hrsg.): Einführung in die Publizistikwissenschaft. Bern u.a.: Haupt Verlag Maletzke Gerhard (1963): Psychologie der Massenkommunikation: Theorie und Systematik. Hamburg: Hans-Bredow-Institut Saxer, Ulrich (1998): Mediengesellschaft. Verständnisse und Missverständnisse. In: Sarcinelli, Ulrich (Hrsg.): Politikvermittlung und Demokratie in der Mediengesellschaft. Bonn: Westdeutscher Verlag
Schneider, Beate (1998): Mediensystem. In: Jarren, Otfried/Sarcinelli, Ulrich/Saxer, Ulrich (Hrsg.): Politische Kommunikation in der demokratischen Gesellschaft. Ein Handbuch mit Lexikonteil. Opladen u.a.: Westdeutscher Verlag
Siegert, Gabriele (1993): Marktmacht Medienforschung: die Bedeutung der empirischen Medien- und Publikumsforschung im Medienwettbewerbssystem. München: R. Fischer
Spangenberg, Peter (2002): Medienerfahrungen - Medienbegriffe - Medienwirklichkeiten. In: Rusch, Gebhardt (Hrsg.): Einführung in die Medienwissenschaft. Wiesbaden: Westdeutscher Verlag
Thomaß, Barbara (2007): Mediensysteme vergleichen. In: Dies. (Hrsg.): Mediensysteme im internationalen Vergleich. Konstanz: UVK
http://www.universalmccann.de/media/2/D0607291/0138050619/Fachbegriffe%20Medienforschung.pdf [30.5.2010]
http://www.internetworldstats.com/stats4.htm [30.5.2010]
- Größter und bevölkerungsreichster Kontinent
- Umfasst mit
> China das bevölkerungsreichste Land
>Indien die größte Demokratie
>Japan die zweitgrößte Volkswirtschaft
der Welt
- China und Indien schnell wachsende Wirtschaftsnationen
--> mittelfristig Etablierung als Weltmächte
- China, Indien, Japan die wirtschaftlich und politisch einflussreichsten Staaten Asiens
- Vertreten beispielhaft die verschiedenen politischen Systeme in der Region
> China = autoritärer Einparteienstaat (auch Vietnam und Nordkorea)
> Japan = konstitutionelle Monarchie (auch Thailand und Kambodscha)
> Indien = liberale parlamentarische Demokratie (auch Sri Lanka und Südkorea)


Asien: China Japan Indien Entwicklung der Mediensysteme teilweise vergleichbar mit westeuropäischer Herausbildung

Hoher Stellenwert des Kinos

Fernsehen erst durch Liberalisierungsprozesse zum Leitmedium geworden

Systeme durch staatliche Kontrolle in weiterer Entwicklung gehindert



Zusammenfassung: - Bevölkerungsreichstes Land (ca. 1,3 Mrd. Einwohner)
- Viertgrößte Volkswirtschaft der Welt
- Seit der Gründung 1949 als Einparteienstaat von der Kommunistischen Partei
beherrscht
- Ab 1978 Marktliberalisierung
--> Liberalisierung und Privatisierung führten zu explosionsartigem Wirtschaftswachstum

Liberale Marktwirtschaft und zentrale staatliche Kontrolle prägen Mediensystem
-->Medien, v.a. Leitmedium Fernsehen, in Staatsbesitz
-->zwei staatseigene Nachrichtenagenturen: Xinhua & China New Agency
Verfassung garantiert Presse- und Meinungsfreiheit
-->aber: Zensur und Regulation an der Tagesordnung


Allgemeines:
- Wichtigstes Printmedium: Parteizeitung “Renmin Ribao”
--> auch internationale Ausgaben (in verschiedenen Sprachen)
und Onlineangebot
- Vielzahl weiterer staatlicher Printerzeugnisse

- Wachsende Anzahl Boulevardzeitungen
--> rein leser- und absatzorientierte Berichterstattung
--> aufgrund von Überschreitungen der Richtlinien häufig in
Konflikt mit staatlichen Behörden



Sektor: Print Sektor: Rundfunk - Staatliches Fernsehen seit 1958
- 70er Jahre: Umstrukturierung des Staatsfernsehens
--> Bezeichnung fortan “CCTV” (= China Central Television)
--> strahlt heutzutage 16 Programme aus, darunter Voll- und Spartenprogramme

- Konkurrenz: regionale und ausländische TV-Sender
--> „Star TV“ = Reichweitenstärkster transnational operierender
Fernsehsender der Welt
(ca. 300 Mio. Zuschauer in 53 Ländern; Einschaltquote von ca. 100
Mio. pro Tag)

- Finanzierung durch Werbeeinnahmen (kaum noch staatliche Subventionierung)
--> starke Kommerzialisierung (mehr Unterhaltungsformate)
Kino - 50er Jahre: bevorzugtes politisches Kommunikationsmedium

- In Festland-China auch heute noch Produktion von ca. 100 Filmen per annum
--> auch in Hongkong erfolgreiche Filmindustrie

- Markt zunehmend liberalisiert
--> ausländische Filme als Konkurrenz
--> Zirkulation jedoch meist in Form von Raubkopien





Probleme
- Staatliche Kontrolle und Marktorientierung bringen einheitliche Berichterstattung
mit sich – trotz großer Vielfalt an Medienformaten und –angeboten

- Staatliche Kontrolle verhindert weitere Entwicklung des Mediensystems
-->z.B. durch Verbot ausländischer Investoren

- Kein Urheberrechtsschutz
--> Piraterie

- Meinungs- und Pressefreiheit besteht nur auf dem Papier Allgemeines:
- Ende 19. Jahrhundert: Aufstieg Japans zu einer bedeutenden
Industrie- und Seemacht
-->Modernisierung

--> Herausbildung von Grundlagen des japanischen
Mediensystems

- Weitere Entwicklung im 20. Jahrhundert verläuft ähnlich wie
in Westeuropa



Sektor: Print - Erste Zeitungsgründungen in den 1860er Jahren

- „Bewegung für Volksrechte und Freiheit” (1870er)
--> Etablierung unabhängiger, regierungskritischer Zeitungen:
“Yomiuri Shimbun” (1874) & “Asahi Shimbun” (1879)
--> Heute: auflagenstärkste Tageszeitungen der Welt

- Gehören neben „Manichi“, „Nikkei“ und „Sankei“ zur Gruppe
der fünf großen nationalen Tageszeitungen
--> unabhängige Unternehmen
--> Interessenverbindung mit Industrie





Sektor: Print - Weiterhin gibt es:
> Vielzahl regionaler und überregionaler Tageszeitungen
> Wirtschafts- und Sportpresseerzeugnisse
> Parteizeitungen
> Vielfältige Wochen- und Monatsmagazine
> Mangas


- 90% der Japaner lesen täglich Zeitung
- Hauptteil der Auflage über Abonnements verbreitet
- Finanzierung vornehmlich über Absatz,
weniger über Anzeigen





Sektor: Rundfunk - Ähnliche Entwicklung wie in Westeuropa
--> insbesondere mit Großbritannien vergleichbar
- 1925: Gründung gebührenfinanzierter Rundfunkgesellschaft
(= Nihon Hoso Kyokai)
- Erste TV-Programme ab 1953
- Aufweichung des Monopols durch Einführung von Kabel &
Satellit und wirtschaftliche Liberalisierung
- Seit 1980er: Konkurrenz durch private Sender der fünf
Zeitungsverlage
- Seither keine weitere Ausdifferenzierung
--> staatliche Einschränkung des Besitzes an Rundfunkanstalten
- Sehr große Reichweite: fast jeder im Besitz eines TV-Gerätes
--> zusätzlich: Omnipräsenz durch TV im öffentlichen Raum

Probleme






- Starke Verschränkung von Medien und Politik

- Leitmedien berichten in der Regel staatstreu
--> Stützung der Monarchie
--> kaum Kritik an regierender Partei

- Aber: grundsätzlich besteht die Möglichkeit, auf Missstände hinzuweisen!
(vgl. Diktatur)
Allgemeines:
- Größte liberale Demokratie der Welt

- Schnell wachsende Wirtschaftsmacht

-->Vielfältiges Mediensystem
Sektor: Print - Erste Publikationen von Tages- und Wochenzeitungen durch Briten im 18. Jh.
--> „Times of India“ (1838)
- Heute: neun Regionalausgaben (tägliche Auflage von 2,7 Mio.)
wichtigste englischsprachige Tageszeitung in Indien und auflagenstärkste
englischsprachige Qualitätszeitung der Welt
- Seit 1878: von den Briten unabhängige Tagespresse --> „The Hindu“
- 1890: erste regionalsprachliche Wochenzeitung --> “Malayalam Manorama”
- Gründungswelle im Bereich Print nach Erlangung der
Unabhängigkeit v.a. zugunsten regionalsprachlicher Publikationen
- Weiterer Aufschwung mit Einführung von Desktop-Publishing
und billigerer Drucktechnologien
--> Mitte der 90er Jahre: Zirkulation von 43 Tageszeitungen pro
1000 Einwohner



Sektor: Rundfunk - 1927: erste Radiosendungen zweier privater Sender
-->Nationalisierung und Überführung in das staatliche „All India Radio“
--> nach Erlangung der Unabhängigkeit: Teil der staatlichen indischen Rundfunk-
gesellschaft „Prasar Bharati“
- „AIR“ das beliebteste und reichweitenstärkste Medium (99% der Population Indiens)
- Erste Fernsehsendungen ab 1958
- Ab 1976 Organisation des Fernsehens innerhalb der „Prasar Bharati“ unter dem
Namen „Doordarshan“
--> nationaler Sendebetrieb ab 1982
--> heute: zwei nationale Fernsehkanäle, elf regionalsprachliche und
einige Spartenprogramme
- 90er Jahre: Liberalisierung ermöglicht Etablierung von Satelliten-
und Kabelsender --> „Star TV“, „MTV India“ Kino - In Indien von sehr großer politischer und gesellschaftlicher Bedeutung

--> Wie lassen sich Analphabeten am besten erreichen? Wie kann eine nationale
Identität konstruiert werden, wenn nicht alle Schichten erreicht werden?

--> populäre Unterhaltungsfilme Marke „Bollywood“ übernehmen
Vermittlungsfunktion (Darlegung gesellschaftlicher Fragen)

--> politische Funktion durch enge Verbindungen zwischen
Filmstars und Politikern bzw. durch eigenständige politische
Partizipation Problem - Keine vollständige Pressefreiheit trotz verfassungsrechtlicher Garantie

--> Zensur bei religiösen Themen, um Konflikte zwischen Hindus und Muslimen zu
unterbinden

Quelle: www.internetworldstats.com
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