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Daseinsvorsorge im Wandel

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by

Peter Dehne

on 12 May 2018

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Transcript of Daseinsvorsorge im Wandel

Die Ausgangslage
Die Prinzipien
Worum geht es?
Befähigung
... der kommunalen Handlungsebene
Ich danke Ihnen und wünsche uns eine gute Veranstaltung
dehne@hs-nb.de
Wandel
Polarisierung
Individualisierung
Das Problem der Vielfalt
und sozialen Lagen
Individualisierung
Eigenverantwortlichkeit
Pluralisierung
der Lebensstile
Die soziale Kluft in der Generation:
Einkommen
Bildung
Gesundheit
Vielfalt
Wandel der Gesellschaft
Wandel im Raum
.... zurück bleiben die alten Menschen
Wir müssen uns auf Vielfalt und Differenz einstellen, von Lebensstilen, Ansprüchen, räumliche Rahmen-bedingungen
Das grundsätzliche
Ziel der Befähigung
zu einer guten Lebensführung in der Gemeinschaft führt zu einem
erweiterten Verständnis von kommunaler Daseinsvorsorge
:
mit einem umfassenden Unterstützungssystem,
das soziale und räumliche Vielfalt und Ungleichheiten berücksichtigt,
regional vernetzt ist,
das im Dorf und Quartier zum Tragen kommt,
für das nicht nur der Staat und die Kommunen sondern jeder einzelne Verantwortung trägt,
und für dessen Ausgestaltung jeder entsprechend ein Mitspracherecht hat.
Gesellschaftlicher Wandel, Lebensraumbezug und das erweiterte Verständnis von Daseinsvorsorge führen wiederum zu einer
neuen Subsidiarität
und einem neuen Zusammenspiel von Staat, Kommune und Gesellschaft.

Wie können die
"kleinen Lebenskreise"
- also Familie, Nachbarschaft, Bekanntenkreise und Engagierte -
gefördert, gestärkt und befähig
t werden?
... es geht um Quartiers- und Dorfentwicklung für
alle Generationen
Motivieren
Moderieren
Koordinieren
Qualifizieren
Wertschätzen
Aber
In den Regionen mit starken strukturellen Defiziten (rot) gibt
es eine
doppelte Benachteiligung
von älteren Menschen:
Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (2014): Regionale Disparitäten auf der Ebene von Gemeinden und Kreisen. Studie im Auftrag des Deutschen Zentrums für Altersfragen-Bonn.
1. die Gemeinden haben nur wenig Möglichkeiten, über Pflichtaufgaben hinaus freiwillige Infrastrukturen, Dienstleistungen und Hilfe anzubieten und
2. der individuelle Unterstützungs-bedarf ist höher, die sozialen Unterstützungspotenziale und Selbsthilferessourcen sind geringer als in den wirtschaftlich stärkeren Regionen

Wohnen und Leben
in einer solidarische Gemeinschaft
Ein gutes Leben, eigenständig und selbstbestimmt in der Gemeinschaft mit Mitbestimmung und Mitgestaltung.
Es geht um Befähigung!
von der Formel ...
... zur Befähigung
Die Rolle der Kommunen
Daseinsvorsorge umfasst die Güter und Dienstleistungen, die dem Gemeinwohl und der Lebensentfaltung der Menschen dienen.
Daseinsvorsorge ist die flächendeckende Versorgung mit vom Gesetzgeber als lebensnotwendig eingestuften Gütern und Dienstleistungen zu sozial verträglichen Preisen.
Daseinsvorsorge im Wandel
Konferenz "Neues Wohnen in alten Gebäuden. Mit neuen Formen des Wohnens und der Pflege den ländlichen Raum entwickeln" am
2. November 2017 in Osterode

Prof. Dr. Peter Dehne, HS Neubrandenburg
Der Befähigungsansatz von Armatya Sen und Martha Nussbaum
Wie muss Daseinsvorsorge gestaltet werden, um jedem Einzelnen ein eigenständiges Leben in der Gemeinschaft zu ermöglichen?
Dabei sind bestimmten
Leistungen
wie Straßen, Ärzte, Krankenhäuser
immer nur Mittel zum Zweck
und nicht der Zweck an sich, neben anderen technischen, institutionellen und sozialen Möglichkeiten und Rahmenbedingungen.
Es geht also um ein
umfassendes Unterstützungssystem
, das allen Bürgern ein ganzes Leben lang eine gute Lebensführung ermöglicht.
Hierfür trägt
jede und jeder Einzelne soziale Verantwortung
und ist gefordert die eigenen Fähigkeiten einzubringen um andere zu befähigen.
... ein gutes Leben, eigenständig und selbstbestimmt zu führen, an der Gesellschaft teilzuhaben und die Möglichkeiten der sozialen und politischen Partizipation zu haben.
Stärkung der Person
Ausrichtung auf Wirkungen und Ziele
Vielfalt und Differenzierung
Raumbezug und Regionalisierung
Daseinsvorsorge als Ganzes
Koproduktion von Daseinsvorsorge
neues Selbstverständnis
Ressourcen, um diese Rolle auszufüllen
Was ist Daseinsvorsorge?
ärztliche Versorgung
gute Erreichbarkeit von Schulen
Kinderbetreuung
Seniorenbetreuung und Pflege
Lebensmittelversorgung
Anbindung an den ÖPNV
Was benötigen die Kommunen?
Kooperation zwischen
den Ebenen
Finanzielle Handlungsspielräume
Größeren Einfluss bei der Ausgestaltung
und Koordinierung der Daseinsvorsorge
Rechtliche Stärkung ihrer Rolle und Verant-wortung für ein gutes Leben im Alter
Strategische Begleitung und Beratung
Selbstverantwortung
... der Gemeinschaft
... des Einzelnen
.... eingebunden in regionale Netze
Das Zeitfenster
Altersproportionen im Jahr 2028
Unterschiede Ost und West
Westdeutschland:
zehn 30-40jährige auf
dreizehn
60-70jährige
Ostdeutschland:
zehn 30-40jährige auf
zweiundzwanzig
60-70jährige
Menning, Hoffmann 2009)
Es bleiben 10 bis 15 Jahre zum Aufbau von solidarischen Gemeinschaften!
Vielen Dank für ihre Aufmerksamkeit
dehne@hs-nb.de
Gemeinsam älter werden - Zuhause:
heute, morgen und in Zukunft
Ziel der Initiative des
Landkreises Germersheim
ist der Aufbau von
Unterstützungs- und Hilfestrukturen in den Gemeinden
, die es den Bürgerinnen und Bürgern ermöglichen länger, länger im gewohnten Umfeld leben zu können.
Die (Wohn-) Quartiersentwicklung in den Gemeinden wird nachhaltig gefördert

Unterstützungsangebote in einem „Bürger-Profi-Technik-Hilfemix"

Netzwerk der Seniorenbeauftragten (in der Funktion als örtliche Moderatoren und Anstoßgeber)

Die Initiative ist Chefsache des Landrats
Der WEGE-Prozess in Daun
Die Vision: "In der Verbandsgemeinde Daun leben - in einer gesunden Welt zu Hause"
Ein Ziel: im Jahre 2030 haben sich alle 47 Dörfer in den 38 Ortsgemeinden zu einer sorgenden Gemeinschaft entwickelt.
Genossenschaft am Pulvermoor - eine sorgende Gemeinschaft e.G., ihr Wohn-projekt Florinshof und ihre Partnernetz-werk
Zwei Beispiele
Wir brauchen mehr gute Beispiele für eine ländliche Quartiersentwicklung ...
Wohnen ?
Sportverein?
Nachbarschaft?
Daseinsvorsorge
plus
Neue Subsidiarität
Gutes Leben vor Ort ...
Die Vision
Professionelle Angebote + Selbstverantwortung
Auf den Dörfern brauchen wir in Zukunft solidarische Gemeinschaften!
In den Kommunen nimmt die Anzahl der über 65jährigen bis 2035 um bis zu 60 %.
Dann werden der Jahrgänge 1955 80 Jahre alt.
Vortragsfolien Dr. Julia Simonson, Deutsches Zentraum für Altersfragen am 12. Oktober 2005 in Frankfurt am Main; Quelle: Statistisches Bundesamt 2014, Fachserie 1, Reihe 1.1West: seit 2001 ohne Berlin-West; Ost: seit 2001 ohne Berlin-Ost

Die Babyboomer
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