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Copy of Romeo und Julia auf dem Dorfe

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by

Christa Ziegler

on 15 November 2013

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Transcript of Copy of Romeo und Julia auf dem Dorfe

Romeo und Julia auf dem Dorfe
Aufbau der Novelle
Charakterisierung
Liebesbeziehung
Wendepunkt ist das Betreten des Paradiesgärtchens
tragisches "unerhörtes" Ende
Erzählaufbau ist linear
zeitliche Abfolge wird eingehalten, jedoch Zeitsprung nach der Einleitung der "pflügenden Bauern"
Wendepunkt ist der Erwerb des Ackers durch Manz
Manz und Marti weisen deutliche Parallelen auf
Beginn: 40 Jahre, gepflegtes Äußeres, verrichten "ruhevoll" ihre Arbeit
Durch den Verkauf des Ackers ändert sich ihre Situation
Marti endet geistig verwirrt in einer Pflegeanstalt
beide begegnen sich kaltblütig
"Rauheit der Väter" beklagt Vrenchen, Sali weint wegen seiner Eltern
Wut wird an den Kindern ausgelassen
sie hoffen den anderen zu vernichten, verlieren aber ihr ganzes Vermögen wegen des Streits
ihr Hass wächst stets, Hohn und Schadenfreude herrschen vor
Keller beschreibt sie am Ende als blödsinnige Narren, die ihre Familien ins Verderben gerissen haben.
Sali übernimmt vorerst die Feindschaft der Eltern
doch diese bereitet ihm langsam Kummer
erst die Begegnung mit Vrenchen macht ihn zum hoffnungslosen Liebenden
Begegnung am Fluss als Erinnerung an ihre Kindheit, beide verlieben sich
Der Fluss ist also Anfang und Ende ihrer Liebe
steigende Leidenschaftlichkeit, dennoch wollen sie Bürgerlichkeit nicht verlassen
Vrenchen strebt nach einer bürgerlichen Existenz, Sali bleibt ein Träumer
Den Rahmen bildet Kellers Bemerkung zur Bedeutsamkeit seiner Erzählung
er schließt die Novelle mit der allgemeinen Bewertung des Selbstopfers der Kinder in ironischer Brechung
Vrenchen: dunkelbraunes Kraushaar, zierliche Gestalt, bräunlicher Teint
Vrenchen lebt zurückgezogen
seit dem Tod der Mutter lebt sie "in einem wüsten Haus der Tyrannei"
vom Wesen her neigt sie zur Fröhlichkeit, doch das wachsende Elend im Haus bedrückt sie

Höhepunkt ist der Beschluss Hochzeit zu feiern und gemeinsam in den Tod zu gehen, da für sie kein Platz in der Gesellschaft ist
Der schwarze Geiger
er steht außerhalb der Gesellschaft
hat weder einen Taufschein, noch Heimatrecht
die Bauern verüben an ihm Unrecht
Als er das erste Mal auf Sali und Vrenchen trifft, werden sie "in einem seltsamen Bann" gezogen.
"abstoßend", übergroße Nase,
kleiner lochartiger Mund,
aus dem er pustet, pfeift und zischt
er trägt ein Filzhütchen, seine Augen zeigen nur das "Weiße"
--> Merkmale literarischer Teufelserscheinungen

Sprache und Stil
starke Bildlichkeit
Symbolsprache (Stein als Symbol f. das Schlechte, Haus als Symbol f. Bürgerlichkeit)
(humorvolle) Tiervergleiche
Landschaftsbeschreibungen
Märchen und religiöse Motive
Farben Rot (Mohn, Paradiesgärtchen -> neg.) und Gold (positiv) wird eine symbolische Bedeutung gegeben
Interpretation
G. Keller transportiert die aus Shakespeares Vorbild bekannte Tragödie „Romeo und Julia“ in die bürgerliche Welt und übt dadurch Kritik an dieser Welt.
Sali und Vrenchen werden Opfer bestimmter sozialer Zustände, die eine Änderung, eine Verbesserung erfordern.
Widersprüche: Einerseits zieht es Vrenchen aus Liebe immer wieder zu Sali, andererseits wird sie von ihren bürgerlichen Vorstellungen immer wieder zurückgeholt.
Gerade weil sie sich nicht lieben dürfen, weil ihre Väter verfeindet sind, erhält ihre Leidenschaft füreinander die Radikalität, die bis zum Tod geht. Gerade weil sie nichts besitzen, weil ihre Väter alles verloren haben, wollen sie einander besitzen, bis in den Tod.

Er sieht ihre Doppelmoral und beklagt die Scheinheiligkeit der “Guten”.
Die Menschen wissen letztlich nicht, was sie tun. So richten sie sich gegenseitig zugrunde.
Er beruft sich für seine Erzählung auf die Wirklichkeit; die großen Geschichten der Menschen sind zwar in der Literatur aufbewahrt, stammen aber aus dem realen Leben.
1856 gemeinsam mit vier anderen Novellen des Zyklus „Die Leute von Seldwyla“erschienen.
Der Zyklus versammelt wackere und komische Gestalten in einer imaginären Schweizer Kleinstadt.
Mit Seldwyla entwirft Keller ein realistisches Modell menschlicher Existenzformen in der Perspektive des möglichen Scheiterns.
"(...) die jungen Leute haben das Schiff entwendet, um darauf ihre Hochzeit zu halten, abermals ein Zeichen von der um sich greifenden Entsittlichung und Verwilderung der Leidenschaften."
"wild" dient in d. Novelle als Beschreibung des Schlechten und Bösen (verwilderten Väter, wilde Unkraut auf den Äckern usw.)

Der Hass der Väter ist gnadenlos, aus ihm kann kein beständiger Nährboden für Liebe erwachsen. Nur der Tod garantiert ihnen die Dauerhaftigkeit in ihrer Liebe zueinander

er prophezeit ihnen ihr Schicksal und wirft ihnen das an ihm begangene Unrecht vor
er symbolisiert den Tod und den Hass.
im Paradiesgärtchen spielt er für sie und will sie in seine Gesellschaft der Außenseiter locken

Der Zeitungsnachruf setzt noch über den Tod hinaus einen zynischen Schlusspunkt. Keller übt Kritik an d. Zeitungen und ihrer Verurteilung eines Todes aus Liebe, obwohl der Selbstmord nur stattfindet, da sie die bürgerlichen Ideale nicht erreichen können.
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