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Ist Mobbing in der Schule als Luzifer-Effekt erklärbar?

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by

Paula Clauß

on 17 April 2015

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Transcript of Ist Mobbing in der Schule als Luzifer-Effekt erklärbar?

Ist Mobbing in der Schule als Luzifer-Effekt erklärbar?
Ein Schüler oder eine Schülerin ist Gewalt ausgesetzt oder wird gemobbt, wenn er oder sie wiederholt oder über eine längere Zeit den negativen Handlungen eines oder mehrerer Schüler oder Schülerinnen ausgesetzt ist.
(Olweus 1999, S. 22)
Kennzeichen:
negative soziale Handlungen
eine Täter-Opfer-Beziehung
Opfer ist immer ein einzelnes Kind
Mobbing-Handlungen min. 1-mal pro Woche
Mobbing-Handlungen min. 1/4 Jahr oder länger
Der Luzifer-Effekt
Definition:
Der Luzifer-Effekt beschreibt den Zeitpunkt, wenn eine gewöhnliche Person die Grenze zwischen Gut und Böse überschritt, um an einer bösen Tat teilzunehmen. Diese Charakterumwandlung kommt eher in neuartigen Situationen zustande, wenn die situativen Kräfte stärker sind als der Sinn für Moral, Mitgefühl oder Gerechtigkeitssinn. (Zimbardo)
Definition:
Das Böse ist ein vorsätzliches Verhalten, das unschuldige Andere schädigt,
missbraucht, erniedrigt, entmenschlicht oder vernichtet – oder der Gebrauch von Autorität und
Rang, um im eigenen Namen solches Verhalten bei anderen zu fördern oder zu gestatten.
(Zimbardo 2007, S. 3)
Verb: to mob = anpöbeln, fertigmachen
multikausales Phänomen
gruppendynamischer Vorgang
Bildquellen
Gruppenspezifische Risikofaktoren
Gruppendruck
Verantwortungsdiffusion
Modelllernen
Tätergemeinschaften
1. Einleitung
2. Der Luzifer-Effekt
2.1 Definition
2.2 Das "Böse"
3. Mobbing
3.1 Definition
3.2 Die Beteiligten
3.3 Mögliche Ursachen
4. Vergleich Mobbing - Luzifer-Effekt
4.1 Vergleich mit Ursachen von Mobbing
4.2 Beweis Stanford-Gefängnis-Experiment
5. Fazit
6. Quellen
Mögliche Ursachen von Mobbing
Gliederung
Mobbing in der Schule
Gesellschaftliche Risikofaktoren
Individuelle Risikofaktoren
Impulsivität
geringe Belastbarkeit
geringes Selbstwertgefühl
mindere soziale/emotionale Kompetenz/Intelligenz
Familiäre Risikofaktoren
Mängel in der Erziehung (Ablehnung, Vernachlässigung)
dauerhafte Familienkrisen
hoher Konsum an Mediengewalt
niedriger sozioökonomischer Status
Vergleich von Mobbing und dem Luzifer-Effekt
Das "Böse"
Gruppenspezifische Risikofaktoren
Gesellschaftliche Risikofaktoren
Familiäre Risikofaktoren
Individuelle Risikofaktoren
Beweis: Stanford-Gefängnis-Experiment
psychologisches Experiment zur Erforschung menschlichen Verhaltens unter den Bedingungen einer Gefangenschaft

"Mobbing" und Gewaltanwendung → Eskalation und Abbruch des Experiments
Vergleich von Mobbing und dem Experiment
Kognitive Dissonanz: Gesellschaft

Deindividuation: Gesellschaft, Gruppe

Macht über Regeln: Gesellschaft

Rollenidentifikation: Gesellschaft

Bedürfnis sozialer Billigung: Gruppe


Gruppendynamik ( = Gruppendruck, Verantwortungsdiffusion)

→ andere Handlung als allein (Handlung gegensätzlich zur Handlung im Normalzustand)

→ "guter" Mensch begeht "böse" Tat

→ "Macht der Situation" ( = Luzifer-Effekt)
Mensch wird durch sein Umfeld geformt
(Wandel des Menschen mit Wandel der Gesellschaft)

→ Gewinnung der moralischen Werte durch Gesellschaft

→ Wandel der Moral in Gesellschaft = Wandel der Eigenmoral

→ "Macht der Situation" ( = Luzifer-Effekt)
ökonomische Krisen
Gewaltdarstellung in Medien
fehlende Freizeiteinrichtungen
schlechtes Umfeld in der Schule
Hintergründe der Beteiligten

→ nicht direkt die "Macht der Situation"
( = nicht mit Luzifer-Effekt vereinbar)

Ausnahme: schlagartige Änderung des Charakters ( = neuartige Situation, neuartiges Verhalten)

→ "Macht der Situation" ( = Luzifer-Effekt)

→ unwahrscheinlich
Hintergründe der Beteiligten

→ nicht direkt die "Macht der Situation"
( = nicht mit Luzifer-Effekt vereinbar)

Ausnahme: schlagartige Änderung der familiären Verhältnisse ( = neuartige Situation, neuartiges Verhalten)

→ "Macht der Situation" ( = Luzifer-Effekt)

→ unwahrscheinlich
Verlauf
Fazit
Definition
Die Beteiligten
Täter - der "Mobber", beginnt den gesamten Konflikt

Opfer - der "Gemobbte", fast immer unschuldig

Assistent des Täters - oft Mitläufer, unterstützen das Mobbing aktiv

Beschützer des Opfers - greifen ein, versuchen das Mobbing aktiv zu stoppen

Verstärker - passives Publikum, unterstützen das Mobbing durch Zusehen/Anfeuern

Neutrales Beobachter - beobachten das Mobbing, ignorieren es und beziehen keine Stellung
großer Anteil der Risikofaktoren = Situationsfaktoren
( = Täterwerden nur durch Situation möglich)

Mobbing = gruppendynamischer Vorgang
( = Gruppenvorgänge oft Hauptgrund)

→ Gruppenvorgänge = Situationsfaktoren

→ Situationsfaktoren oft Hauptgrund

→ Täterwerden nur durch Situation wahrscheinlicher

jeder kann zum "Mobber" werden
( = Luzifer-Effekt ist auf Mobbing übertragbar)
Nachstellung eines Gefängnisses mit
24 gesunden Männern, Einteilung in Gefangene und Strafvollzugsbeamte

Gewaltanwendung der Wärter
→ anfangs nur Autorität, später Gefallen
→ verstärkt durch Langeweile und Anonymität

Eskalation und Abbruch des Experiments

Quellen
http://images1.fanpop.com/images/photos/1700000/Philip-Zimbardo-psychology-1775280-1348-1483.jpg
https://www.pinterest.com/pin/58757970108356502/
http://www.allmystery.de/dateien/60808,1298652733,satan_luzifer_milton_paradise_lost.jpg
http://polpix.sueddeutsche.com/bild/1.1235657.1355479167/860x860/mobbing-schule.jpg
http://www.eos-ep.de/assets/images/seitenbilder/eos/ego-shooter.jpg
http://www.frieden-fragen.de/userfiles/images/Gewalt/familie_8852_s.jpg
http://www.sciencegarden.de/content/artikel/200504/stanford-experiment/kloreinigung.jpg
http://www.fr-online.de/image/view/3407138,1440542,highRes,Stanford%2BPrison%2BExperiment%2Bmit%2BZimbardo%2B%252528media_469122%252529.jpg
Literatur
Sozialpsychologie;
Elliot Aronson
Der Luzifer Effekt;
Philip Zimbardo
Bullying - Mobbing bei Kindern und Jugendlichen;
Peter Teuschel, Klaus Werner Heuschen
Mobbing in der Schule;
Klaus Gebauer
„Vor der Pause hab ich richtig Angst“;
Gunda Wöbken-Ekert
Der neue Mobbingbericht;
Heinz Leymann
Sozialpsychologie;
Klaus Jonas
Internet
http://www.lucifereffect.com; 2.11.14; 14:49
http://www.prisonexp.org/deutsch/; 16.10.14; 18:43
http://www.zimbardo.com; 05.12.14; 15:11
http://zimbardo.socialpsychology.org/; 05.12.14; 20:15
http://www.fr-online.de/home/interview-mit-philip-zimbardo--wir-alle-sind-verfuehrbar-,1472778,3407136,item,0.html; 25.02.15; 14:36
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