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Clemens Brentano

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by

Milena Szabo

on 1 December 2013

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Transcript of Clemens Brentano

Clemens Brentano
Inhalt
Sprich aus der Ferne
Lebenslauf
Werke
Gedichtanalyse
Clemens Wenzeslaus Brentano de la Roche

*09.09.1778 in Ehrenbreitstein (heute Koblenz)
†28.07.1842 in Aschaffenburg

-das Zweite von zahlreichen Geschwistern

-verbrachte Teile seiner Kindheit bei seiner Tante

-katholisch

-Vater --> frankfurter Kaufmann

-deutscher Schriftsteller und einer der Hauptvertreter der Heidelberger Romantik


-kaufmännische Lehre (1795/96)
-studierte verschiedene Fächer, schloss aber kein Studium ab
-widmete sich immer mehr der Literatur
-lernte in Jena Vertreter der Weimarer Klassik und Frühromantik kennen, die ihn zum Schreiben von Gedichten inspirierten
-heiratete 1804 Sophie Mereau

-sie starb nach der Geburt des 3. Kindes (1806)

-auch die beiden ersten Kinder starben früh

-heiratete Auguste Bußmann (ließ sich 1814 scheiden)

-bis Ende 1809 in Berlin gelebt, dort arbeitete er mit Heinrich von Kleist an den "Berliner Abendblättern"

-ab 1811 in Böhmen

-ab 1813 in Wien (versuchte sich als Bühnenautor)
-ab 1815 wieder in Berlin
-lernte Luise Hänsel kennen (zurückgewiesener Heiratsantrag, widmete ihr Gedichte)
-ab 1818 in Dülmen, dort schrieb er die Visionen der Nonne Anna Katharina Emmerick auf
-ab 1829 in Frankfurt (arbeitete an Büchern)
-ab 1833 in München, dort lernte er Emelie Linder kennen (widmete ihr Gedichte)
Lyrik

-Der Spinnerin Nachtlied, 1802
-Des Knaben Wunderhorn, 1806
-Was reif in diesen Zeilen steht, 1837
-verschiedene Gedichte hrsg. von Emilie Linder, 1852

Erzählungen

-Die Rose, 1800
-Die Schachtel mit der Friedenspuppe, 1815
-Die drei Nüsse, 1817

(Auszug)
Bühnenwerke
-Gustav Waser, 1800
-Die lustigen Musikanten, 1803
religiöse Werke
-Die barmherzigen Schwestern in Bezug auf Armen- und Krankenpflege, 1831
-Bittere Leiden unsers Herrn Jesu Christi, erschienen 1858
Sprich aus der Ferne
Heimliche Welt,
Die sich so gerne
Zu mir gesellt.

Wenn das Abendrot niedergesunken,
Keine freudige Farbe mehr spricht,
Und die Kränze still leuchtender Funken
Die Nacht um die schattigte Stirne flicht:

Wehet der Sterne
Heiliger Sinn
Leis durch die Ferne
Bis zu mir hin.

Wenn des Mondes still lindernde Tränen
lösen der Nächte verborgenes Weh;
Dann wehet Friede. In goldenen Kähnen
Schiffen die Geister im himmlischen See.

Glänzender Lieder
Klingender Lauf
Ringelt sich nieder,
Wallet hinauf.

Wenn der Mitternacht heiliges Grauen
Bang durch die dunklen Wälder hinschleicht,
Und die Büsche gar wundersam schauen,
Alles sich finster tiefsinnig bezeugt:

Wandelt im Dunkeln
Freundliches Spiel,
Still Lichter funkeln
Schimmerndes Ziel.

Alles ist freundlich wohlwollend verbunden,
Bietet sich tröstend und trauernd die Hand,
Sind durch die Nächte die Lichter gewunden,
Alles ist ewig im Innern verwandt.

Sprich aus der Ferne
Heimliche Welt,
Die sich so gerne
Zu mir gesellt.
Formale Analyse
-Kreuzreim (A-B-A-B)

-abwechselnd weibliche und männliche Kadenz
-Daktylus; Trochäus (in den kurzen Strophen)

-Trochäus; Daktylus; Trochäus (in den langen Strophen)
-9 Strophen mit jeweils 4 Versen
Sprich aus der Ferne
Heimliche Welt,
Die sich so gerne
Zu mir gesellt.

Wenn das Abendrot niedergesunken,
Keine freudige Farbe mehr spricht,
Und die Kränze still leuchtender Funken
Die Nacht um die schattigte Stirne flicht:

Wehet der Sterne
Heiliger Sinn
Leis durch die Ferne
Bis zu mir hin.

Wenn des Mondes still lindernde Tränen
lösen der Nächte verborgenes Weh;
Dann wehet Friede. In goldenen Kähnen
Schiffen die Geister im himmlischen See.

Glänzender Lieder
Klingender Lauf
Ringelt sich nieder,
Wallet hinauf.

Wenn der Mitternacht heiliges Grauen
Bang durch die dunklen Wälder hinschleicht,
Und die Büsche gar wundersam schauen,
Alles sich finster tiefsinnig bezeugt:

Wandelt im Dunkeln
Freundliches Spiel,
Still Lichter funkeln
Schimmerndes Ziel.

Alles ist freundlich wohlwollend verbunden,
Bietet sich tröstend und trauernd die Hand,
Sind durch die Nächte die Lichter gewunden,
Alles ist ewig im Innern verwandt.

Sprich aus der Ferne
Heimliche Welt,
Die sich so gerne
Zu mir gesellt.
Inhalt
-Verlangen nach der Ferne
-diese gesellt sich des Öfteren zu ihm
-Eintritt der Nacht, damit verbundene Dunkelheit
--> Befreiung von äußeren Faktoren, wie "freudige Farben"
-Sterne sind sichtbar
-Ferne wird durch ein Wehen überbrückt
-Beschreibung der persönlichen Bindung zur Ferne
-Gefühl von Harmonie und Ruhe
-Linderung von Schmerz erst bei Einbruch der Dunkelheit
-Dunkelheit als Lösung von Qualen und Leid
-Geister befinden sich in goldenen Booten im Himmel
--> Der Tod wird als schön angesehen
-positives und energiereiches Empfinden der Situation
-Verbindung zweier Welten (Ferne und Nähe); (Phantasie-Welt und reale Welt)

-bei Eintritt der Mitternacht wird das Gruselige und das Finstere der Nacht sichtbar
-lyrisches Ich fühlt sich beobachtet
-lyrisches Ich wandelt im Dunklen umher
-hat ein helles Ziel vor Augen
--> Flucht in die Phantasie
-schöne und freundliche Welt, hilfsbereite Menschen
-Sicherheit und Verlass
-->Vorstellung einer Traumwelt
-Abschluss mit Wiederholung der ersten Strophe
.--> Andeutung eines Kreislaufs
Sprich aus der Ferne
Heimliche Welt,
Die sich so gerne
Zu mir gesellt.

Wenn das Abendrot niedergesunken,
Keine freudige Farbe mehr spricht,
Und die Kränze still leuchtender Funken
Die Nacht um die schattigte Stirne flicht:

Wehet der Sterne
Heiliger Sinn
Leis durch die Ferne
Bis zu mir hin.

Wenn des Mondes still lindernde Tränen
lösen der Nächte verborgenes Weh;
Dann wehet Friede. In goldenen Kähnen
Schiffen die Geister im himmlischen See.

Glänzender Lieder
Klingender Lauf
Ringelt sich nieder,
Wallet hinauf.

Wenn der Mitternacht heiliges Grauen
Bang durch die dunklen Wälder hinschleicht,
Und die Büsche gar wundersam schauen,
Alles sich finster tiefsinnig bezeugt:

Wandelt im Dunkeln
Freundliches Spiel,
Still Lichter funkeln
Schimmerndes Ziel.

Alles ist freundlich wohlwollend verbunden,
Bietet sich tröstend und trauernd die Hand,
Sind durch die Nächte die Lichter gewunden,
Alles ist ewig im Innern verwandt.

Sprich aus der Ferne
Heimliche Welt,
Die sich so gerne
Zu mir gesellt.
Sprache
-Heimliche Welt --> Metapher für seine Phantasie
-Aufforderung an seine Phantasie, sie solle sich zu ihm gesellen
-Personifikation --> Verhältnis zwischen dem lyrischen Ich und seiner Phantasie
-Wenn --> Anapher mit Strophe 4 und 6, Vers 1
--> Bedingungen, die erfüllt werden müssen, damit sich seine Phantasie/Traumwelt erschließt
-Metapher für die Entstehung einer Verbindung zwischen der Ferne und dem lyrischen Ich
-goldenen Kähnen Schiffen die Geister im himmlischen See --> Metapher für das Fernweh und das schöne Leben nach dem Tod
--> Sterne als Symbol, das man von der realen Welt aus sehen kann
-nieder...hinauf --> Antithese, Verbindung zweier Welten (der Ferne und der Nähe)
-Synästhesie --> positive Sinneseindrücke verstärken das Gefühl des Glückes
-Unterbrechung des Reimschemas --> Abbremsung des Gedichtes
--> das Glücksgefühl wird ebenfalls unterbrochen (Grauen, dunkel, finster)
-Büsche gar wundersam schauen --> Personifikation, lyrisches Ich fühlt sich beobachtet
-im Dunklen...Lichter --> Antithese
--> das Ziel in seiner Phantasie als Ausweg aus der Dunkelheit
-Anapher aus Strophe 2, 4 und 6 (Wenn...) --> Die Bedingungen werden erfüllt, dann (Alles...)
-->wenn tiefste Nacht herrscht kommt die Traumwelt zum Vorschein
-Alles ist ewig im Innern verwandt --> Zusammenhalt innerhalb dieser Traumwelt, Sicherheit und Verlass auf die Phantasie
-Wiederholung der ersten Strophe (Refrain) --> deutet einen Kreislauf an
--> das lyrische Ich wird immer wieder, aus seiner Traumwelt, zurück in die Wirklichkeit versetzt
--> es müssen erst wieder alle Bedingungen erfüllt werden, um erneut in die Phantasie zu gelangen (siehe Anapher)
Quellen

-http://de.wikipedia.org/wiki/Clemens_Brentano
-http://www.gedichte.vu/?sprich_aus_der_ferne.html
-https://www.google.de/search?q=clemens+brentano&client=firefox-a&hs=bBu&rls=org.mozilla:de:official&source=lnms&tbm=isch&sa=X&ei=zuORUt3pG-Kl4gTCkIH4CA&ved=0CAkQ_AUoAQ&biw=1280&bih=881
-http://www.gedichte.levrai.de/gedichte_von/brentano_clemens_brentano_gedichte.htm
Fazit
-Clemens Brentano --> Hauptvertreter der Epoche der Romantik
-er führte ein "Wanderleben" und erlitt schwere Schicksalsschläge
-"Sprich aus der Ferne" ist ein Gedicht mit typischen Motiven für die Romantik
-es handelt von der Flucht in die Phantasie und von den Bedingungen die erfüllt werden müssen, damit das lyrische Ich in seine Traumwelt gelangt
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